• Peru: Wahllokale geschlossen, Lima bislang unentschieden

    Nachdem gegen 16 Uhr (Ortszeit) die Wahllokale geschlossen haben, begannen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer mit der Auszählung der Stimmen. Lokale Medien veröffentlichen derweil erste Umfrageergebnisse. Für Lima wird ein geringer Vorsprung der „Fuerza Social“-Kandidatin Susana Villaran vor „Partido Popular Christiano“-Kandidatin Lourdes Flores angegeben. Die ersten wirklichen Ergebnisse werden wohl erst gegen 21 Uhr Ortszeit bekannt gegeben.

    Aus dem ersten Zwischenbericht der Organisation „Transparencia“ über Unregelmäßigkeiten im Wahlverlauf geht hervor, dass in Huachis (Provinz Huari / Region Áncash) bei Streitereien zwischen Anhängern der Parteien „Unión por el Perú (UPP)“ und „Partido Democrático Somos Perú (SP)“ ein 25jähriger Mann ums Leben kam. Zuvor waren Vorwürfe der „Schwalbenwählerschaft“ laut geworden – also die Bürgermeisterwahl in einem Ort, der nicht der Wohnort ist, um einen bestimmten Kandidaten zu unterstützen.

    Bereits gestern Nacht war in Tingo María (Huánuco) ein Bürgermeisterkandidat der Provinz Leoncio Prado von Unbekannten auf dem Heimweg überfallen und schwer verletzt worden. In beiden Fällen nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Aus mehreren Orten wurde gemeldet, Wahllokale hätten zu spät geöffnet.

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  • Peru: Sechs Personen sterben bei Flugzeugunglück in Nazca

    Beim Absturz eines Kleinflugzeuges mit sechs Personen an Bord sind nach Angaben der peruanischen Behörden in der südperuanischen Region Ica alle Insassen gestorben. Das Flugzeug von Air Nasca, in dem neben den beiden Piloten vier britische Touristen saßen, war kurz nach dem Abheben zu einem Flug über die weltberühmten Nazca-Linien aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt.

    Die sterblichen Überreste sollen in den kommenden Tagen ins vereinigte Königreich überführt werden.

    Bereits im Februar diesen Jahres waren beim Absturz eines Flugzeugs der gleichen Fluggesellschaft sieben Menschen ums Leben gekommen.

  • Peru wählt

    Seit acht Uhr heute Morgen sind in Peru die Wahllokale geöffnet. Noch bis 16 Uhr müssen alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 70 Jahren ihre Stimme abgeben. Wer nicht wählt, wird mit einer Geldstrafe belegt.

    Bislang lief die Wahl nach Berichten peruanischer Medien in geordneten Bahnen. Allein Probleme mit Fotografen, die beim Ablichten der Kandidatinnen in Lima den Eingang zu einem Wahllokal versperrten wurden bislang gemeldet.

    In Áncash soll nach Meldungen des Nachrichtensenders RPP ein Lastwagen mit sechs Personen an Bord auf dem Weg zum nächsten Wahllokal von der Straße abgekommen und in die Tiefe gestürzt sein. Ein Mensch sei dabei gestorben, fünf weitere wurden verletzt, so ein RPP-Korrespondent. Wie die Tageszeitung La República berichtet soll es in Huachis (Huari), ebenfalls in Áncash zu einem Schusswechsel zwischen Anhängern verschiedener Parteien gekommen sein.

    Aus Arequipa und Trujillo wird berichtet, manche Wahllokale hätten etwas später ihre Türen geöffnet. In Bagua Grande wurden mehrere Wahlhelfer suspendiert, die Kleidungsstücke mit Parteisymbol trugen.

    In Peru werden heute Distrikt- und Provinzbürgermeister und -gemeinderäte, sowie Regionalpräsidenten neu gewählt. Zudem gibt es eine Volksabstimmung über die Rückzahlung von Einnahmen eines staatlichen Immobilienfonds.

    Die ersten Umfrageergebnisse werden wohl um 16 Uhr veröffentlicht, mit ersten vorläufigen Endergebnissen kann zumindest bei kleineren städtischen Wahllokalen ab 18 Uhr gerechnet werden.

    HINWEIS: Bei allen Uhrzeitangaben handelt es sich um die ORTSZEIT (GMT-5). Für die derzeitige Mitteleuropäische Zeit rechnen Sie einfach sieben Stunden hinzu.

  • Fujimoris rechte Hand zu 25 Jahren Haft verurteilt

    Ein peruanisches Gericht hat mit Vladimiro Montesinos die rechte Hand des Ex-Diktators Alberto Fujimori zu 25 Jahren Haft verurteilt. Montesinos, sowie Santiago Martín Rivas, ehemals Chef der Colina-Gruppe, eines illegalen Exekutionskommandos des peruanischen Geheimdienstes während der 90er Jahre, sowie weitere ehemalige Colina-Mitglieder und Militärfunktionäre wurden für schuldig befinden, Verbrechen gegen die Menschlichkeit geplant und durchgeführt zu haben.

    Im Mittelpunkt stand der Fall „Barrios Altos“, der Überfall der Colina-Gruppe auf ein Fest in einem Gebäude in einem Vorort der peruanischen Hauptstadt Lima am 3. November 1991, bei dem die Colina-Mitglieder 15 Personen töteten. In dem Gebäude sollen sich zu dem Zeitpunkt Anhänger der Terrororganisation „leuchtender Pfad“ (Sendero Luminoso) aufgehalten haben, die Ziel des Anschlages waren.

    Auch Ex-Diktator Fujimori selbst wurde im vergangenen Jahr unter anderem wegen „Barrios Altos“ zu 25 Jahren Haft verurteilt.

  • Krise in Ecuador: Peru schließt Grenze

    Peru hat vorrübergehend seine Grenze zum nördlichen Nachbarland Ecuador geschlossen. Zudem wurde jeglicher Handel untersagt. Damit soll der Druck auf die streikenden Polizisten ausgeübt werden, die verfassungsmäßige Grundordnung wieder herzustellen.

    Im Streit über ausbleibende Beförderungen und die Streichung von Boni hatten nach offiziellen Angaben in der ecuatorianischen Hauptstadt Quito, sowie in anderen großen Städten, Polizeieinheiten Streiks begonnen. Teile des Militärs sollen sich diesen angeschlossen haben. In Quito wurde Präsident Correa Opfer eines Tränengasangriffs.

    Der peruanische Präsident Alan García kündigte an, seine Regierung werde alles erdenkliche unternehmen, die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordung in Ecuador zu unterstützen.

  • Condorcanqui / Amazonas: Fünf Tote bei Überschwemmungen

    Bei Überschwemmungen in der Provinz Condorcanqui (Region Amazonas / Nordperu) sind nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes bislang 5 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 404 Häuser wurden bislang zerstört. Schwere Regenfälle hatten seit dem 18. September mehrere Flüsse zum überlaufen gebracht. Starke Winde verschärften die Situation zusätzlich.

    Betroffen ist insbesondere der Distrikt Río Santiago im Norden der Provinz Condorcanqui.

    Während die Regenfälle für den Beginn des peruanischen Frühlings normal sind, seien die starken Winde zu dieser Jahreszeit eher ungewöhnlich, so Marco Paredes, Spezialist des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI gegenüber der Agentur ANDINA.

  • Peru: Erdbeben erschüttert Pucallpa

    Ein Erdbeben der Stärke 5,2 auf der Richterskala hat am vergangenen Freitag die peruanische Region Ucayali erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes war vor allem Pucallpa betroffen. Das Epizentrum lag 43 Kilometer Nordöstlich von Pucallpa in einer Tiefe von 146 Kilometern. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Fledermausplage in Condorcanqui: Weiteres Kind stirbt an Tollwut

    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA

    In der nordperuanischen Regenwaldprovinz Condorcanqui (Region Amazonas) ist erneut ein Kind an einer Tollwuterkrankung gestorben, nachdem es von einer Fledermaus gebissen worden war. Das gab heute die Gesundheitsdirektion Amazonas (DIRESA) bekannt. Damit stieg die Zahl der Tollwut-Toten zwischen fünf und zehn Jahr in diesem Jahr allein in der Provinz Condorcanqui auf fünf.

    Die Gesundheitsdirektion fürchtet nun, dass es noch mehr solcher tragischen Todesfälle geben könnte. Allein im Umfeld der Orte Oracuza und Río Santiago seien in diesem Jahr rund 3.500 Fledermausbisse verzeichnet worden, so der DIRESA-Mitarbeiter Fernando Borjas Roa. Inzwischen habe man die Regionalregierung aufgefordert, über Condorcanqui den Notstand zu verhängen, um möglichst unbürokratisch große Mengen der notwendigen Impfstoffe erwerben zu können.

    In der Provinz Condorcanqui leben Angehörige der Ethnien Awajún und Wampis, sowie zahlreiche Siedler. Auch wegen der großen Armut in der Provinz verfügen die meisten Häuser nicht über notwendige Fliegengitter, die auch Fledermäuse erfolgreich abhalten.

  • UNO-Milleniumsgipfel: García fordert Aufrüstungsbegrenzung als Millenniumsziel

    Bei seiner Intervention beim UNO-Millenniumsgipfel hat der peruanische Präsident Alan García heute gefordert, über die Millenniumsziele im Bereich Reduzierung des Hungers hinaus auch eine Reduzierung der Militärausgaben anzustreben. Die Länder der Erde sollten sich von dem „ominösen Zwang“ lösen, Waffen zu kaufen und dafür große Summen auszugeben, die dann für die Entwicklung der Länder selbst fehlten, forderte García von den anwesenden Staatschefs.

    Es sei Zeit, „das Leben in Frieden und die Verminderung von Militärausgaben als Millenniumsziel unserer Völker aufzunehmen“, so García. Zudem rief er die großen Waffenproduzenten auf, ihre Produktion zurück zu fahren. Diese würde die „Geißeln der Konfrontation und des Elends“ weiter festigen.

    Eines der außenpolitischen Ziele der zweiten García-Regierung war zunächst, in Lateinamerika die Rüstungsausgaben über multilaterale Abkommen zu begrenzen. Als dieser Plan unter anderem am südlichen Nachbarn – Chile – scheiterte, wurde versucht, gemeinsame Indikatoren zu entwickeln, über die die Militärausgaben überhaupt miteinander verglichen werden können. Nach anfänglicher Euphorie ist aber inzwischen auch dieser Plan ins Stocken geraten.

  • Limas Wahlkampf: täglich schmutziger

    Weniger als zwei Wochen bis zu den peruanischen Bürgermeister- und Regionalwahlen wird der Wahlkampf in der Hauptstadt Lima immer schmutziger. Unterstützt von den großen Medienunternehmen werden vorwiegend Lourdes Flores und Susana Villaran, die in den jüngsten Umfragen an erster Stelle stehen, abwechselnd Kontakte zur Drogenmafia oder zu linksradikalen Terrorgruppen unterstellt.

    Während der ehemaligen Dauer-Präsidentschaftskandidatin Lourdes Flores vorgeworfen wird, jeglichen Korruptionsverdacht gegen den derzeit amtierenden Bürgermeister Castañeda vertuschen zu wollen, sowie Kontakte zu dem Unternehmer Cesar Cataño, der in der peruanischen Öffentlichkeit permanent als Drogenbaron dargestellt wird (was er selbst abstreitet), zu unterhalten, Versuchen die Gegner der linksliberalen Susana Villaran (inklusive Lourdes Fores), diese als Kommunistin und Anhängerin des Venezolaners Hugo Chávez zu brandmarken.

    In den jüngsten Umfragen schaffte es Villaran dennoch, gegenüber der bereits sicher geglaubten Flores aufzuholen und das, obwohl Flores eigentlich der Opfer-Bonus hätte zufliegen müssen: In den vergangenen Tagen waren im Fernsehen, sowie im Radio Mitschnitte von Telefongesprächen der konservativen Lourdes Flores gespielt, kurze Zeit später dann in ihrem Telefonverteilerkasten ein Abhörgerät gefunden worden.

    Und während Flores von Links vorgeworfen wird, nur für die Reichen arbeiten zu wollen, werden von Rechts täglich neue Verbindungen zwischen Villaran und ehemaligen Linksterroristen erfunden, sowie der Vorwurf erhoben, mit ihr als Bürgermeisterin würden ausländische Unternehmen ihr Kapital abziehen.

    Obwohl der peruanische Präsident den letzten Vorwurf in einer Nachricht an ausländische Banken inzwischen abgeschwächt hat („Ein Triumph bei der Hauptstadt-Wahl bedeutet noch keinen Sieg auf nationaler Ebene“), verspricht der Wahlkampf in den wenigen noch fehlenden Tagen zum 3. Oktober 2010 mit härtesten Bandagen und zahlreichen Schlägen unter die Gürtellinie zu Ende zu gehen.

    Für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf kein gutes Vorzeichen.

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