• Puno: 8 Menschen sterben bei Busunfall

    Beim Zusammenstoß eines Touristenbusses mit einem Lastwagen sind gestern auf der Straße Puno-Desaguadero nach Angaben der Polizei acht Menschen ums Leben gekommen, darunter vier Niederländer und zwei Belgierinnen. 27 Reisende wurden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Unter den Toten sind auch die Fahrer beider Fahrzeuge. Nach Angaben von Augenzeugen hatte ein anderer Reisebus an einer unübersichtlichen Stelle den Lastwagen überholt. Als der entgegenkommende Tourisbenus versuchte, dem Reisebus auszuweichen, stieß er mit dem Lastwagen zusammen.

    Der Unfall ereignete sich im Hochanden-Distrikt Pomata, Provinz Chucuito (Region Puno).

  • Peru: Kredite nur noch für Krankenversicherte

    Das peruanische Gesundheitsministerium hat in Peru mit einem Dekret eine heftige Debatte ausgelöst, das die Vergabe von Krediten an Menschen ohne Krankenversicherung verbietet. So fürchtet die Vereinigung der peruanischen Mikrofinanzinstitute, der Erlass würde informellen Geldleihern und Wucherern die Kunden in die Arme treiben.

    Mit dem Dekret verfolgt die peruanische Regierung das Ziel, die Mitgliedschaft in der beschlossenen universellen Krankenversicherung durchzusetzen und doppelte Überschuldung im Krankheitsfall zu verhindern. Deshalb müssen Geldinstitute in Zukunft vor der Kreditvergabe auf dem Internetportal einer noch zu schaffenden Behörde prüfen, ob ein Kunde bei einer Krankenkasse versichert ist. Sollte das nicht der Fall sein, muss ihm der Kredit verweigert werden. Auch, wer beispielsweise als Geschäftsmann Waren oder Dienstleistungen an den Staat verkaufen möchte, muss entsprechend versichert sein. Arbeitgeber werden in Zukunft verpflichtet, ihre Mitarbeiter entsprechend zu überprüfen.

    Innerhalb der kommenden 6 Monate sollen diese Regeln in mehreren Pilotprojekten angewandt werden. Auch in Peru ansässige Ausländer sind davon betroffen, so spricht das Dekret explizit von „Einwohnern“, nicht von „Peruanern“.

    Der Vorsitzende der Vereinigung peruanischer Privatkliniken (ACP), Alberto Valenzuela, begrüßte das Dekret. Es helfe, ganze Familie vor der Überschuldung zu schützen. Dagegen kritisiert Fernando Valencia von der Vereinigung der peruanischen Mikrofinanzinstitute (Asomif) die Regelung als „Absurd“. Damit werde die Arbeit der Finanzinstitute, den legalen Kreditsektor zu stärken und so Wucherern und anderen kriminellen Geldleihern das Geschäft zu entziehen, zunichte gemacht, so Valencia. Perus Wirtschafts- und Finanzminister Ismael Benavides erklärte, die Krankenversicherungspflicht sei wichtig, das Dekret allerdings verbesserungswürdig. Er werde Gesundheitsminister Oscar Ugarte entsprechende Vorschläge unterbreiten.

    Zeit für weitere Debatten und eventuelle Nachbesserungen gibt es dabei noch reichlich, denn die Anwendung wird erst in 18 Monaten verpflichtend. Nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums sind 25% der peruanischen Bevölkerung – rund 7 Millionen Menschen – nicht krankenversichert.

  • Chimbote: Polizei beschlagnahmt 861.360 falsche Dollar

    Bei der Kontrolle eines Überlandbusses hat die Straßenpolizei Chimbote gestern im Gepäckfach hunderte Bündel gefälschter Dollar-Noten gefunden. Das berichtet „Enlace Nacional„. Es handelt sich um insgesamt 861.360 falsche Dollar in 20-Dollar-Noten, jede mit der selben Seriennummer.

    Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war das Falschgeld für Nordperu oder das Nachbarland Ecuador bestimmt. Erst kürzlich berichtete das Time-Magazine, Peru sei der größte Falschgeldproduzent weltweit.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=iOphGhkv9w0

  • Grausig: Häftling vergräbt Freundin im Gefängnis

    Sie kam, um ihren Freund zu besuchen, dass sie das Gefängnis nicht mehr verließ, fiel niemandem auf. Wie Wilson Hernández, Direktor des peruanischen Gefängnisinstitutes INPE einräumen musste, hat ein Insasse des Gefängnisses in Lurigancho (Lima / Peru) nach einem Streit im August während der Besuchszeit seine Freundin erwürgt und in seiner Zelle vergraben. Die Tat wäre vermutlich noch gar nicht ans Licht gekommen, hätte der Täter nicht gestanden, nachdem sich Gefängnispersonal über den bestialischen Gestank beschwert hatte.

    Um die Entdeckung der Leiche zu verhindern, soll der Häftling, der nach Berichten peruanischer Medien aus einem kleinen Nordseeanrainerstaat stammt und des versuchten Drogenschmuggels für schuldig befunden wurde, über der Stelle eine Art Sitzbank errichtet haben.

    INPE, sowie die peruanische Nationalpolizei machen sich gegenseitig dafür verantwortlich, die Tat nicht bemerkt zu haben. Die Nationalpolizei ist für die Sicherheit im Innern des Gefängnisses in Lurigancho zuständig, INPE dagegen für Einlasskontrollen.

    Das Gefängnis „E.P. Lurigancho“ ist nach INPE-Informationen mit derzeit 7.852 männlichen Insaßen die größte peruanische Haftanstalt.

  • Bagua: Archäologen finden 2.600 Jahre alte Mumien

    Ein Team von Archäologen hat bei Casual im nordperuanischen Distrikt La Peca (Provinz Bagua / Region Amazonas) acht mit mumifizierten menschlichen Überresten gefüllte Tongefäße gefunden. Wie Grabungsleiter Quirino Olivera Núñez gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“ erklärte, handelt es sich dabei um Objekte, die bislang noch keiner prähistorischen peruanischen Kultur zugeordnet werden konnten und rund 2.600 Jahre alt sind.

    Jedes der gebrannten Tongefäße ist ca. 1,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Zum Schutz ihrer Toten verschlossen die noch unbekannten Bestatter an den Gefäßen ein Deckel an. Eines der Gefäße ist kunstvoll verziehrt, die Archäologen vermuten daher, dass es sich dabei um die Knochen eines Mitglieds der damaligen lokalen Elite handelt. Ähnliche Funde waren vereinzelt bereits in der Vergangenheit gemacht worden, vorwiegend durch Landwirte auf ihren Feldern. Zum ersten Mal konnte nun eine entsprechende Fundstätte nach wissenschaftlichen Kriterien untersucht werden.

    Der Fundort, eine Grabungsstätte in der Nähe des 282-Einwohner-Dörfchens Casual, das sich in der Nähe von Bagua (Chica/Capital) befindet, war nach Einschätzung der Archäologen eine Tempelanlage.

  • Jetzt offiziell: Mercedes Aráoz ist APRA-Präsidentschaftskandidatin

    Mercedes Aráoz Fernández. Foto: ANDINA/Héctor Vinces.
    Mercedes Aráoz Fernández. Foto: ANDINA/Héctor Vinces.

    Die Führung hatte es bereits abgesegnet, gestern stimmten nun auch die Delegierten des Kongresses der peruanischen Regierungspartei APRA für die Präsidentschaftskandidatur der ehemaligen Produktions-, Außenhandels-, Tourismus-, Finanz- und Wirtschaftsministerin Mercedes Aráoz Fernández. Obwohl im Vorfeld insbesondere in Nordwestperu lokale APRA-Größen Kritik an der Nominierung von Aráoz, die kein Mitglied der Partei ist, laut geworden waren, erhielt sie mit 145 von 147 Stimmen enorme Unterstützung von den Delegierten.

    Mercedes Aráoz Fernández ist Wirtschaftsprofessorin an der „Universidad del Pacífico“ in Lima. Für den Fall eines Wahlsieges kündigte sie an, an der Politik der aktuellen Regierung festzuhalten, insbesondere in Wirtschaftsfragen. Zudem werde eine Regierung unter ihrer Führung 3 Millionen legale Arbeitsverhältnisse schaffen, so Aráoz gegenüber Journalisten. Wie das geschafft werden soll, sagte sie nicht.

    Wer als Vizepräsidentin oder Vizepräsident kandidiert, soll auf einer weiteren Delegiertenversammlung Mitte des Monats entschieden werden.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial.

  • Erdbebenserie in Perus Süden

    Eine Reihe von Erdbeben hat gestern und heute Perus Süden erschüttert. Insbesondere die Region Arequipa war betroffen. Das geht aus dem jüngsten Erdbebenbericht des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) hervor.

    Das erste Beben, mit der Stärke 5,0 auf der Richterskala ereignete sich gestern um 09:49 Uhr (Ortszeit) und hatte sein Epizentrum 12 Kilometer unter dem Distrikt Chachas (Provinz Castilla / Region Arequipa). Mit dem Wert IV auf der modifizierten Mercalliskala war dieses das stärkere.

    Das zweite Beben war heute um 2:55 Uhr (Ortszeit) zu spüren, die Stärke war mit 4,0 auf der Richterskala aber relativ gering. Das Epizentrum lag acht Kilometer westlich von Vitor (Provinz Arequipa / Region Arequipa) in einer Tiefe von 100 Kilometern.

  • Tokio Hotel in Lima, Fans begeistert

    Die deutsche Band Tokio Hotel ist gestern Abend für ein Konzert in der peruanischen Hauptstadt Lima eingetroffen. Das berichtet die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA. Bereits am Flughafen sollen die vier Musiker aus dem Raum Magdeburg von hunderten Fans begeistert empfangen worden sein. Peruanische Medien berichten, zahlreiche Tokio Hotel-Anhänger hätten vor dem Ticketschalter des Jockey Club Lima übernachtet, um eine der begehrten Eintrittskarten für das Konzert am heutigen Donnerstag Abend (Ortszeit) zu bekommen.

    Am 23. November hatte Tokio Hotel in Brasilien ihre erste Lateinamerika-Tour begonnen.

    Aus gegebenem Anlass wünscht INFOAMAZONAS viel Spaß mit folgendem Video:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=ndEeA-cMxWw

  • Cusco: Erdbeben lässt Espinar erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat gestern Nachmittag das Umland der Provinz Espinar im Süden der Region Cusco erzittern lassen. Das berichtet das peruanische Institut für Geophysik (IGP). Das Epizentrum lag bei Coporaque, 16 Kilometer nordwestlich der Stadt Espinar (Yauri) in einer Tiefe von 155 Kilometern.

    Die Provinz Espinar mit ihren rund 63.000 Einwohnern ist das südliche Ende der Region Cusco.

  • VRAE: Soldaten sterben in mutmaßlich von Terroristen vermintem Gebiet

    Im peruanischen Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) sind gestern zwei Soldaten durch eine versteckte Sprengladung getötet worden. Fünf weitere wurden verletzt. Wie aus einem Bericht des peruanischen Militärs, der INFOAMAZONAS vorliegt, hervorgeht, soll die Sprengfalle von Terroristen des „Leuchtenden Pfades“ (Sendero Luminoso) positioniert worden sein. Die betroffene Militäreinheit hatte an einer Offensive gegen Sendero Luminoso im Distrikt San Martín de Pangoa (Provinz Satipo / Region Junín) teilgenommen.

    Das VRAE ist nicht nur bekannter Drogenproduktions- und Umschlagplatz, sondern nach Ansicht von Experten auch Rückzugsgebiet von Überresten der Terrororganisation „leuchtender Pfad“, der in den 80er und 90er Jahren Peru in Angst und Schrecken versetzte.