• Yurimaguas/Loreto: Flusspiraten überfallen Schiff

    Nur wenige Wochen, nachdem der peruanische Sternekoch Gastón mit seiner Familie auf einer Flusskreuzfahrt auf einem Nebenfluss des Amazonas von Flusspiraten überfallen worden war, wurde nun erneut ein Boot, das nach Polizeiangaben mit 80 Personen besetzt war, überfallen. Die Flusspiraten verletzten einen 14jährigen durch einen Streifschuss und vergewaltigten eine 18jährige Passagierin. Das „Kilomay IV“ genannte Flussschiff war von Bajo Huallaga (Region San Martín) nach Alto Amazonas (Loreto) unterwegs, als es in der Nähe des Ortes Santa María überfallen wurde.

    Sechs schwer bewaffnete Flusspiraten hatten sich dem Schiff in einem kleinen Holzboot genähert und auf dem Schiff mehrmals in die Luft geschossen. Anschließend nahmen sie die Habseligkeiten der Reisenden an sich. Als sie flüchten wollten, ließ sich der Außenbordmotor nicht anwerfen, was der Kapitän der „Kilomay“ ausnutzte, um das Boot zu rammen. Die Passagiere der „Kilomay IV“ fischten vier der schiffbrüchigen Piraten aus dem Wasser, verprügelten und fesselten sie äußerst „unsanft“. Zwei Flusspiraten konnten mit einem Teil der Beute fliehen. Nach kurzer Zeit nahm die Polizei die vier Piraten vom Schiff fest.

  • Peruanisches Meeresinstitut macht Biodiesel aus Algen

    „Seit vergangenem Jahr untersucht zum Beispiel das peruanische Meeresinstitut (IMARPE), ob es möglich ist, aus Algenpulver Öl für die Treibstoffherstellung zu pressen“.
    Wilfredo Salinas Ruiz-Conejo von der Nationaluniversität für Ingenieruwesen.

    Gesamtes Interview auf http://www.andina.com.pe/espanol/Noticia.aspx?id=xDcEmZpnPuM=

  • Peruweit bisher 98 AH1N1-Tote

    Bereits 98 Personen kamen bisher in Peru durch die AH1N1-Grippe ums Leben. das berichtet das peruanische Gesundheitsministerium (MINSA).

    Demnach verstarben daran in den vergangenen Tagen 18 weitere Personen, davon 9 in Lima und 5 in Puno. Alle dieser 18 Personen gehörten zu den Risikogruppen und litten neben der Grippe auch an anderen Krankheiten.

    Zudem stieg die Anzahl der Infizierten auf 6.961, von denen sich allerdings nur noch 353 in Behandlung befinden.

  • Puno: Korruption im "Uros"-Tourismus beschäftigt "schwimmendes Gericht"

    Vor rund einem halben Jahr wurde auf einer kleinen, schwimmenden Insel des Titikakasee ein „Friedensgericht“ (juzgado de paz) eingerichtet. Das war auch dringend nötig, wie ein erster Bericht des Friedensrichters Carlos Lujano zeigt, der das vermutlich weltweit einmalige Amt derzeit innehat.

    Das groß der Anzeigen, die beim Friedensgericht Uros Chulluni auf dem Titicacasee (Puno) eingingen, waren, so Lujano, gegen die offiziellen Touristen- und Bootsführer gerichtet. Diese würden in vielen Fällen Touristen nur zu den schwimmenden Inseln fahren, von deren Besitzern sie eine gewisse „finanzielle Gegenleistung“ erhalten würden. Auch manche Streitigkeiten zwischen Inselbewohnern seien ihm schon angetragen worden, die alle mit dem Thema Tourismus zu tun hätten. „Es wächst eine ganze Kette der Korruption, die gleichzeitig zu Konflikten zwischen den Bewohnern der Inseln selbst führt, denn manche von ihnen haben die möglichkeit ihnen (den Touristen- und Bootsführern) mehr Geld zu geben und andere nicht“.

    Dabei würde das Problem eher zu- denn abnehmen, denn mit dem steigenden touristischen Erfolg habe sich auch die Zahl der schwimmenden Inseln auf 45 erhöht. Als einzigen Ausweg sieht Lujano, den Uro-Tourismus besser zu planen, sowie die Bewohner der schwimmenden Inseln intensiver für den Tourismus zu sensibilisieren.

    Uro Chulluni ist das erste Friedensgericht seiner Art, liegt auf über 4.000 Metern höhe und wurde im Februar 2009 eingeweiht. Vor dem Tourismus lebten seine Bewohner hauptsächlich vom Fischfang und diversem Kunsthandwerk.

  • Mindestens 3 Tote bei Busabsturz in Acostambo (Huancavelica)

    Mindestens 3 Tote und 10 teils schwer verletzte sind das traurige Ergebnis des Absturzes eines Reisebusses auf Höhe des Distriktes Acostambo (Huancaveilca) der Carretera Central zwischen Huancayo und Huancavelica am vergangenen Sonntag.
    Wie die Autobahnpolizei von Chupaca (Junín) dem Nachrichtensender RPP mitteilte, handelte es sich bei dem abgestürzten Fahrzeug um einen Bus der Busgesellschaft Ticlla. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

  • Krankenpflegerkammer: Berufsgenossen ziehen ins Ausland

    Über 8.500 peruanische Krankenpfleger und – pflegerinnen arbeiten im Ausland, bevorzugt in den USA, ‚Spanien, Kanada und Italien. Das berichtet die peruanische Krankenpflegerkammer. Hierdurch tue sich ein Loch von 12.000 fehlenden Berufsgenossen in Peru selbst auf, so Julio Mendiguren, Direktor der Berufsorganisation.

    Grund für den Exodus der Krankenpfleger sind nach Ansicht von Julio Mendiguren bessere Bezahlung und langfrigstigere Arbeitsverträge.

    In Peru arbeiten laut der Krankenpflegerkammer  insgesamt rund 53.500 Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger.

  • In eigener Sache: Aufstehen, Wählen, Wahlhelfen!

    Pünktlich zur Landtagswahl in 3 deutschen Bundesländern hat sich das Thema Wahlen auch in den Statistiken des CHACHABLOG niedergeschlagen. Ein beinahe vergessener Beitrag vom letzten November (27., um genau zu sein), der von „Strafen für Nichtwähler“ bei einer peruanischen Wahl handelt, wurde heute über 20x aufgerufen – nachdem in den vergangenen 4 Monaten außer Suchmaschinen kein einziger Besucher darüber gestolpert war. Die Verbindung zur aktuellen Wahl findet sich dabei in den verwendeten Suchwörtern, mit denen die Besucher zu diesem Artikel gelangt waren:

    1. nicht erscheinen als wahlhelfer strafe saarland
    2. nicht erscheinen als wahlhelfer strafe
    3. als wahlhelfer nicht angetreten saarland
    4. Strafe  Wahlhelfer Thüringen
    5. „Strafe für Wahlhelfer“.

    (Stand: 17:50 Uhr).

    Liebe Wahlhelfer, die ihr heute nicht im Wahllokal erschienen seid:

    • verlasst sofort INFOAMAZONAS
    • geht wenigstens WÄHLEN, anstatt im Internet herumzulungern
    • fragt gefälligtst beim NÄCHSTEN MAL ein paar Tage vor der Wahl im Rathaus nach, was ihr tun könnt/müsst, wenn ihr keine Wahlhelfer sein wollt/könnt.
    • und bezahlt rechtzeitig das Bußgeld, das Nichterscheinen als Wahlhelfer ist eine Ordnungswidrigkeit.

    Liebe Grüße!

  • Herzlichen Glückwunsch, Briefträger

    In Peru wird heute einer Berufsgruppe gedacht, die in den vergangenen Jahre „dank“ dem Internet ziemlich abgenommen hat. Es ist, genau, der Tag des Briefträgers. Briefträger ist dabei in Peru kein neuer Beruf. Schon bei den Inka transportierten die so genannten Chasqui über tausende Kilometer hinweg im Laufschritt wichtige Nachrichten von Ort zu Ort. Und so wird der Tag des Briefträgers in Peru auch besonders gefeiert. Einige Briefträger laufen alljährlich am 29. August, um dem peruanischen Präsidenten eine Grußbotschaft zu überreichen. Wie viele Chasqui es zu Zeiten der Inka gab, ist nicht bekannt. Die peruanische Staatspost SERPOST hat derzeit rund 600 Briefträger. Einen großen Unterschied zwischen den Chasqui und SERPOST gibt es aber sehr wohl: Der Überlieferung nach durften bei den Inka Frauen nicht als Chasqui arbeiten. SERPOST hat diesen Mangel behoben.

  • Präsident García schlägt internationale „Grünhelme“ für Kampf gegen Drogen vor

    Die Einführung einer nach dem Vorbild der UN-Blauhelme internationalen Truppe, die den Drogenschmuggel zwischen verschiedenen Ländern des amerikanischen Kontinentes bekämpfen soll, hat der peruanische Präsident Alan García auf der außerordentlichen Sitzung der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) vorgeschlagen, die derzeit in Bariloche (Argentinien) stattfindet. Nur durch den gemeinsamen Kampf gegen das „Übel der Drogenmafia“, die von Peru und Kolumbien aus agieret, sich aber über ganz Südamerika ausbreitet, könne das Problem wirkungsvoll angegangen werden, so García. Dem Gedanken des peruanischen Präsidenten nach wären die Nationen Südamerikas mit einer solchen „Grünhelm“- Truppe (Cascos Verdes) bei größeren Antidrogeneinsätzen nicht mehr unbedingt auf die Mitwirkung der USA angewiesen. Zudem würde das der Entwicklung Rechnung tragen, nach der der Drogenkonsum verstärkt nicht mehr nur in den USA und Europa stattfinde, sondern in Südamerika selbst.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • 2 Tage vor Santa Rosa: 5 Soldaten verschwinden in Cusco

    Nur 2 Tage vor dem großen Fest der Patronin der peruanischen Nationalpolizei PNP verschwanden heute Morgen fünf Soldatenbei einem Routinetraining in der südperuanischen Region Cusco spurlos. Wie der peruanische Nachrichtensender RPP berichtet, absolvierten die fünf  Soldaten am Vilcanota-Fluss im Distrikt San Salvador (Provinz Calca) ein Routinetraining für Einsätze im Hochgebirge. Beim Durchschwimmen des Flusses seien die sie verschwunden. Dabei sollen alle, wie es sich für die Übung gehöre, an einem Seil zusammen gebunden gewesen sein. Polizeiquellen berichteten gegenüber RPP, inzwischen seien mehrere Militäreinheiten vor Ort mit der Suche befasst.

    NACHTRAG 2. September

    Nach Angaben von RPP wurden inzwischen die sterblichen Überreste von 3 der verunglückten Soldaten gefunden.