• Kunsthochschule Chachapoyas eingeweiht

    "UNIDAD EN LA VARIEDAD" - Ausstellung der ESNABAP Chachapoyas. Foto: D. Raiser
    "UNIDAD EN LA VARIEDAD" – Ausstellung der ESNABAP Chachapoyas. Foto: D. Raiser

    Nach mehreren Jahren in einer Abstellkammer der pädagogischen Hochschule hat die Kunsthochschule Chachapoyas (Escuela Nacional Superior Autonoma de Bellas Artes (ESNABAP), Filial Chachapoyas) seit gestern ihr eigenes Gebäude. Nachdem alle Probleme – wie die Installation von 3-Phasen-Strom- behoben worden waren, wurden die fünf Hörsäle und Ateliers, die Direktion, der Ausstellungsraum, das Labor, die Bibliothek und das WC feierlich von Bischof Emiliano A. Cisneros Martínez eingeweiht. César Reina Santillan, Rektor der Kunsthochschule, dankte während des anschließenden Festaktes allen Beteiligten für ihre Hilfe und führte sie durch das Gebäude, in dem zahlreiche Werke der Studenten und des Lehrpersonals ausgestellt waren – darunter auch Werke der Ausstellung „Unidad en la Variedad“, in der gemeinsam Künstler, Studenten, Polizisten und Indígena die schweren Zusammenstöße zwischen Polizei und Indígena am 5. Juni bei Bagua verarbeitet haben.

  • Bagua: Justiz rekonstruiert Zusammenstöße / offiziell weiterhin 33 Tote

    Am vergangenen Freitag wurde versucht, die schweren Zusammenstöße zwischen der Polizei und Indígena in der Nähe des nordperuanischen Bagua Grande (Provinz Utcubamba) zu rekonstruieren. Dafür fanden sich am Ort des Geschehens sowohl der Strafrichter Francisco Miranda Caramutti und die Staatsanwältin Olga Bobadilla Terán, als auch die Rechtsanwälte mehrerer der Tötung mehrerer Polizisten Angeklagter ein. Aus Angst vor neuerlichen Zusammenstößen wurde die Rekonstruktion von 60 Polizisten begleitet.
    Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, begann die Rekonstruktion auf Höhe der Zahlstelle IIRSA Norte (Utcubamba) in Siempre Viva, von wo der bis heute verschollene Major der Nationalpolizei PNP Felipe Bazán Soles gemeinsam mit seiner Polizeieinheit aufbrach.

    Anschließend wurde der Weg bis zur Erhebung hinter der sog. „Teufelskurve“ („Curva del Diablo“) abgeschritten – die von Fernfahrern vor Jahren so getauft wurde, da sie sehr unübersichtlich ist, was häufig zu Unfällen führte. Hinter der Kurve waren am 5. Juni die Leichen von fünf Polizisten gefunden worden waren. Auch „El Reposo“ wurde besucht, wo die peruanische Polizei am 5. Juni über drei Stunden hinweg gegen Reservisten des peruanischen Militärs und die Bevölkerung von Bagua und Bagua Grande kämpfte – und wobei mindestens eine Person ums Leben kam und zahlreiche weitere verletzt wurden.  Gegen Ende wurden die Einrichtungen besucht, in die sich Indígena nach den Zusammenstößen geflüchtet hatten: den Gesundheitsposten El Milagro, wo rund 600 Indígenas untergekommen waren und das katholische Gemeindehaus in Bagua Grande, wo rund 800 Indígena bis zu sieben Tage verharrt hatten, bevor sie in ihre Dörfer zurückkehren konnten.

    Für die kommenden Tage ist nun die Rekonstruktion der der Kämpfe um das Komisariat Bagua Grande  und die Straßenpolizeistation Bagua Grande geplant. Letztere war am 5. Juni geplündert und abgebrannt worden.

    Währenddessen bleibt die offizielle Zahl der Toten gleich. Demnach kamen 5 Indígena ums Leben, sowie 5 Mestizen und 23 Polizisten. Ein Polizist, der Polizeimajor Felipe Bazán Soles, wird noch immer vermisst.

    Weitere Informationen im Bericht des “ COMMITTEE ON ELIMINATION OF RACIAL DISCRIMINATION“ der Vereinten Nationen auf

    http://www.unog.ch/unog/website/news_media.nsf/(httpNewsByYear_en)/9235FFBD3221E243C1257608002C72C5?OpenDocument

  • PNP: Peruweit durchschnittlich 10 Verkehrstote pro Tag

    Durchschnittlich verlieren pro Tag 10 Peruaner ihr Leben im Straßenverkehr. Das gab die peruanische Nationalpolizei (PNP) bekannt, die derzeit die „Woche der Verkehrssicherheit“ veranstaltet. 342.000 Personen wurden zudem während des vergangenen Jahrzehnts als durch einen Unfall im Straßenverkehr verletzt gemeldet, was den peruanischen Staat wohl allein im Gesundheitssektor 1.975.000 Nuevos Soles gekostet hat, so die Polizei.

  • Bagua-Aufarbeitungskommission tritt zusammen

    Mit der Wahl der ehemaligen Premierministerin Pilar Mazzeti zur Vorsitzenden hat die Aufarbeitungskommission, die den Hergang der schweren Zusammenstöße zwischen Indígena und der peruanischen Polizei am vergangenen 5. Juni in der Nähe der nordperuanischen Stadt Bagua rekonstruieren soll, ihre Arbeit aufgenommen. Die Kommission, die von Gesandten der Zentralregierung, der Regionalregierungen der Regionen mit Urwaldzugang, der Provinz- und Distriktverwaltungen um Bagua, der katholischen Kirche sowie der Indígena gebildet wurde, soll den genauen Hergang der Vorgänge der frühen Morgenstunden auf der „Fernando Belaúnde Terry“-Straße (Ex „Marginal de la Selva“ zwischen Bagua Grande und Corral Quemado – kurz vor dem Dörfchen „Siempre Viva“ rund um die als „Teufelskurve“ (Curva del Diablo) bekannte Stelle rekonstruieren.

  • VRAE: Zahl der getöteten Soldaten steigt auf drei

    Das peruanische Verteidigungsministerium hat die Zahl der Soldaten, die vorgestern beim Abschuss eines Hubschraubers durch Terroristen in den Tälern der Flüsse Apurimac und Ene (VRAE) ihr Leben verloren, nach oben korrigiert. Demnach kam bei dem Anschlag auf den Hubschrauber, der Verletzte einer anderen Militäroperation aus Sinaycocha abholen sollte, auch ein Waffentechniker ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden zudem verletzt.

  • Marco Arana – der peruanische Lugo?

    Von den Präsidenten Ecuadors und Paraguays wird erzählt, sie würden sich noch aus ihrer Zeit als Missionare in Ecuador kennen. Ob sie dort auch den umtriebigen Pfarrer Marco Arana aus Cajamarca kennen gelernt haben, ist ungewiss. Marco Arana, der unermüdlicher Kämpfer gegen unsauberen Bergbau in der Region Cajamarca, könnte aber schon bald mit beiden an einem Tisch sitzen. Denn Marco Arana ist mit der Gründung seiner Partei „Tierra y Libertad“ (Heimat/Erde/Boden und Freiheit) in den Ring der Wahlkämpfer gestiegen, und kämpft nun darum, 2011 den peruanischen Präsidentenpalast zu erobern.

    Schon jetzt mischt er – 2 Jahre vor der Wahl – das gesamte politische Spektrum ordentlich auf. Anders wäre es nicht zu erklären, dass Aranas Kandidatur von Parteien aller Richtungen fleissig kommentiert wird – obwohl er doch seither nur eine regionale Berühmtheit war. Selbst der Opus-Dei-Kardinal und Erzbischof von Lima Cipriani sah sich genötigt, in seinem wöchentlichen Radioprogramm die politischen Aktivitäten des Priesters äußerst negativ zu kommentieren – was dessen Bekanntheitsgrad enorm erhöhte. Cipriani hatte gefordert, Arana solle von seinem Priesteramt zurücktreten, wolle er sich politisch betätigen.

    Diverse Parteien aus dem Spektrum der sozialen Bewegungen, vorwiegend aus dem linken Sektor, haben Arana bereits angeboten, zur kommenden Wahl ein Wahlbündnis aufzustellen.

    Ganz klar ist dabei aber noch nicht, welche Richtung die neue Partei genau einschlagen wird. So kritisierte Arana in der Vergangenheit wiederholt den „Neoliberalismus“, die Alternative der „Tierra y Libertad“-Bewegung ist bislang aber noch nicht sehr weit ausgereift. Dabei sollten sie sich beeilen, die Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori – Tochter des Ex-Diktators Alberto Fujimori – ist schon seit mehr als einem Jahr im Wahlkampf und führt in den Meinungsumfragen vor dem Bürgermeister von Lima Luis Castañeda Lossio – von dem noch nicht einmal bekannt ist, ob er überhaupt kandidieren wird.

    NACHTRAG

    Marco Arana war nicht zugegen, als sich der paraguayische Präsident Lugo und sein ecuadorianischer Amtskollege Correa damals in Ríobamba trafen. Ein anderer dagegen schon, der nach eigenen Angaben auch schon eine längere Freundschaft zu Marco Arana pflegt: Der Theologe und Cajamarca-Kenner Willi Knecht. Dessen Arbeiten und Erfahrungen finden sich übrigens auf www.cajamarca.de

  • VRAE: Zwei Soldaten fallen bei Angriff auf Hubschrauber

    Zwei Hubschrauberpiloten der peruanischen Luftwaffe (FAP) kamen gestern Nachmittag in den Tälern der  Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) ums Leben. Sie sollten drei Soldaten  evakuieren, die am Morgen zuvor bei Zusammenstößen mit Drogen-Terroristen verletzt worden waren, als ihr Hubschrauber beschossen wurde, wie das peruanische Verteidigungsministerium berichtet. Der Angriff erfolgte in der Nähe von Santo Domingo de Acobamba (Region Junín).

    In den „VRAE“ genannten Tälern kam es in den vergangenen Wochen häufiger zu Angriffen auf die peruanische Armee. Nach offiziellen Angaben handelt es sich bei den Tätern um Überreste des leuchtenden Pfades („Sendero Luminoso“), die  dort mit der Drogenproduktion zusammen gewachsen sind. Vladimiro Huaroc, Regionalpräsident der Region Junin bezweifelte dies in einem Interview, das er gestern dem Radiosenderverbund „CNR“ gab. Huaroc machte eine relativ neue „terroristische Vereinigung, vollständig  aus dem Drogen-Bereich“ dafür verantwortlich.

  • Mumien aus Leymebamba

    Der Artikel streift das Thema „Leymebamba-Mumien“ nur, aber ein Bild von einer ist in jedem Fall zu sehen:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,646252,00.html

    Mehr zu den Mumien findet man auf http://museoleymebamba.org/ley_momias_en.htm

  • La Rinconada/Puno: Drei Tote und zahlreiche Verletzte bei Einsturz in Bergwerk

    Drei Personen kamen nach ersten Angaben der Polizei am gestrigen Dienstag Morgen beim Einsturz eines 500 Meter tiefen Bergwerksstollens in der südperuanischen Region Puno ums Leben. Mindestens vier weitere wurden verletzt. Wie die örtliche Polizei weiter berichtet, waren die drei Todesopfer gegen 1 Uhr Nachts Ortszeit in dem für informellen Bergbau und extreme Lebensbedingungen bekannten Örtchen „La Rinconada“ mit der Befestigung von Sprengladungen beschäftigt, die sich scheinbar vorzeitig zündeten. Alle bisher aufgefundenen Opfer wurden in lokale Gesundheitsposten eingeliefert.

    Obwohl wegen der Abgelegenheit von „La Rinconada“ bisher noch keine eindeutige Identifizierung stattfinden konnte, gab die Polizei bekannt, es handle sich bei den Todesopfern um zwei Personen aus Puno und eine aus der Region Cusco.

    Es handelte sich um die „Mendoza“-Mine der „Lunar de Oro“ („goldener Flecken“) genannten Bergarbeitersiedlung.

  • Cusco: Forscher entdecken neue Froscharten

    Im Manu-Nationalpark und verschiedenen Hochtälern der nordperuanischen Region Cusco haben Forscher der University of California drei neue Froscharten entdeckt. Keine davon wird größer als 25 Millimeter, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf Alessandro Catenazzi meldet, der die Forschungen leitete.

    Demnach handelt es sich um die Arten Bryophryne hanssaueri, die in den Höhen des Manu-Nationalparkes entdeckt wurde;  Bryophryne zonalis, die man im Marcapata-Tal fand und Bryophryne gymnotis, die auf dem Málaga-Pass auf dem Weg in die Provinz „La Convención“ entdeckt wurde.

    Besonders sei auch der Geburtsprozess der Frösche. Demnach bilden sich aus den gelegten Eiern keine Kaulquappen, die im Wasser leben, sondern die 18-25 Eier werden auf Blättern gelegt und schlüpfen direkt als kleine Frösche.