Nach Angaben des peruanischen Nationalinstitutes für die Entwicklung der Andinen, Amazonischen und Afroperuanischen Völker (INDEPA) wurden in einem Reservat in der peruanischen Region Madre de Dios Anzeichen auf die Existenz von rund 150 unkontaktierten Indígena gefunden. Es handelt sich dabei um ein Nomadenvolk, das kleine Hütten baut und nach kurzer Zeit an einen anderen Ort umzieht. INDEPA stützt sich dabei auf eine gemeinsame Untersuchung des WWF, der indígena-Organisation Fenamad und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Die Forscher waren demnach auf circa 38 Hütten gestoßen, in denen – den Fundstücken nach zu Urteilen – 130-160 hauptsächlich sehr junge Indígena gelebt hatten. Unter den Fundstücken waren auch Nahrungsmittelabfälle wie Schildkrötenknochen und Schalen diverser Früchte. INDEPA-Präsident Mayta Capac Alatrista Herrera versprach auf einer Pressekonferenz, die Studienautoren, sowei INDEPA verpflichte sich, das Gebiet regelmäßig zu untersuchen, um das Eindringen von Holzfällern, sowie die Verschmutzung durch die Förderung nahegelegener Ölfelder zu verhindern
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Telefónica: Über 80% der peruanischen Bevölkerung hat ein Handy
Über 80% der peruanischen Bevölkerung verfügt über ein Mobiltelefon. Das gab der Marketingmanager des Mobiltelefonsektors der Telefongesellschaft „Telefónica“Â José Miguel Gamero bekannt. Demnach sind derzeit fast 23 Millionen Mobiltelefone Landesweit im Einsatz. Bis zum Ende des Jahres werde ein Anstieg auf 24 Millionen Geräte erwartet, so Gamero. Weiteres Wachstum sei aber nur noch in ländlichen Regionen zu erwarten, da der Markt in den großen Städten sich weitgehend auf die Erneuerung von Handys beschränken würde.
Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort. -
Peruanische Recycling-Facharbeiter werden Berufsgruppe (und bekommen eigenen Gedenktag)
Sobald das Gesetz des „Recycling-Facharbeiters- vom Präsidenten unterschrieben- im Gesetzblatt veröffentlicht wird, haben alle Personen, die sprichwörtlich vom Müll leben – also diesen auf die eine oder andere Art weiterverwerten – eine Berufsbezeichnung und Peru einen neuen Gedenktag: 1. Juni, Tag des Recyclers (Día del Reciclador). Außerdem wird es dann einen jährlichen landesweiten Recycling-Wettbewerb geben, in dem besonders herausragende Abfall-Wiederverwertungsideen prämiert werden.
Dem Gesetzestext nach sind Recycling-Facharbeiter diejenigen, die -egal ob beauftragt oder selbstständig – selektiv wiederverwertbare Materialien aus dem Abfall filtern und möglicherweise mit diesen handeln.
Was die Recycling-Facharbeiter genau tun und lassen dürfen, müssen und sollen, müssen letztendlich die Städte selbst regeln. Diese müssen dafür ein Recycling-Facharbeiter-Register anlegen. Für die Kontrolle sind dann das Gesundheits- und das Umweltministerium zuständig.
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Kopfgeldjäger aufgepasst: Peruanische Regierung bietet 1.000.000 Soles für gefangene Terroristen
Mit Belohungen von bis zu einer Million Nuevos Soles kann die peruanische Regierung diejenigen glücklich machen, die Tipps über den Aufenthaltsort von hohen Terroristenführern in Peru geben, die zur Fassung dieser führen. Das geht aus einem heute veröffentlichten Regierungsdekret hervor. Demnach kann mit mit zu 1.000.000 Nuevos Soles belohnt werden, wer zur Festnahme eines „politisch-militärischen Führers“ beiträgt. Bis zu 500.000 gibt es „schon“ für Anführer kleinerer Terroreinheiten, sowie deren Logistikbeauftragte. Bezahlen müssen das ganze in Teilen das peruanische Verteidigungs- und das Innenministerium. Mehr als 10-15 Tipps scheint die peruanische Regierung allerdings selbst nicht zu erwarten: Der auszahlbare Gesamtbetrag wurde bei 10 Millionen Nuevos Soles gedeckelt.
Bis gestern lagen die Beträge noch bei 500.000 für einen politisch-militärischen Kopf und 300.000 für lokale Anführer, sowie Logistikbeauftragte. Durch die höheren Beträge hofft die peruanische Regierung genauere Tipps über die Aufenthaltsorte von Terroristen.
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Drogen und Messer im Rücken: seltsames aus dem peruanischen Parlament
Durch sehr seltsame Vorkommnisse machen peruanische Kongressabgeordnete diverser Fraktionen derzeit Schlagzeilen. Zuerst wurde mit Max Caller Valdez ein ehemaliger Berater der linksnationalistischen Abgeordneten Nancy Obregón festgenommen – blöderweise mit 146 Kg Kokain. Nur wenige Tage später ging Maria Elena Medianero, eine ehemalige Angestellte der Acción Popular-Abgeordneten Rosario Sasieta, an die Presse und beschuldigte ihre Cheffin, sie psychisch und physich misshandelt zu haben. Seit gestern Abend nun geistert nun der – bisher eher selten in Erscheinung getretene – Fujimoristen-Abgeordnete Ricardo Pando über die Titelblätter. Laut seinem Fraktionskollegen Carlos Raffo hatte nach einem Familienstreit ein Messer „in seinem Rücken, auf Höhe der Nieren“ gesteckt.
Der Ruf des peruanischen Kongresses wird sich durch diese drei Vorkommnisse bestimmt nicht verbessern. Und die Ethik-Kommission wird in den kommenden Wochen so einiges zu tun haben. Es ist davon auszugehen, dass noch einige schmutzige Wäsche gewaschen wird.
Wer gerne mitwaschen möchte, für den gibt es hier noch ein paar „Schmankerln“:
So handelte es sich bei Max Caller Valdez‘ um einen Posten, der auf Basis „de Confianza“, vergeben wurde – also ohne Ausschreibungsfervahren direkt an eine Vertrauensperson z.B. einer Kongressabgeordneten. Maria Elena Medianero erzählt von ihrer Ex-Cheffin, sie habe sich „Herrin des Gesetzes“ nennen lassen und sich von ihren Angestellten die Füße waschen lassen. Außerdem habe sie von diesen Gehaltsabschläge verlangt. Milagros Morales de Pando, die Frau von Ricardo Pando, hat sich nach eigener Aussage „selbst verteidigt, ohne das Ziel, ihren Mann zu töten“, nachdem dieser handgreiflich geworden sein soll.
Was genau daran ist, wird die Ethik-Kommission nun herausarbeiten müssen. Die peruanische Boulevardpresse wird sich darüber freuen. Für den Ruf des peruanischen Kongresses ist das ganze wohl wie ein Messer, auf Höhe der Nieren, möglicherweise auch im Rücken. Nicht immer tödlich, aber der Ruf der Herren und Damen der Gesetze wird wohl für eine ganze Weile dahin sein.
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Jetzt offiziell: Peruanisches Parlament schenkt sich 10 Abgeordnete mehr
Mit der Veröffentlichung im Gesetzblatt „El Peruano“ ist die peruanische Verfassung nun offiziell geändert. Demnach wird der Wahlkreis „Lima Provincias“ eingeführt, auch andere Wahlkreise bekommen weitere Abgeordnete. Die Anzahl der Parlamentsabgeordneten ist mit nun 130 – vorher 120 – in der Verfassung festgeschrieben. Kritiker hatten gefordert, in Zukunft keine feste Zahl mehr in die Verfassung zu schreiben, sondern die Zahl an der Bevölkerungszahl und -dichte der verschiedenen Regionen auszurichten.
Ab der nächsten Kongresswahl im Jahr 2011 wird der Kongress also 130 Abgeordnete haben.
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Chorrillos/Lima: 38 Ausländische Straftäter werden begnadigt und abgeschoben
38 Insassinen des Frauengefängnisses Santa Mónica in Chorrillos (Lima) wurde heute Morgen vom peruanischen Justizminister persönlich die Bestätigung über ihre Begnadigung überreicht. Darunter befindet sich mindestens eine Deutsche (Susanne B.), eine Holländerin, sowie eine Schweizerin. Im Falle von Susanne B.* wurde die Strafe damit von 6 Jahren und 8 Monaten auf 2 Jahre und 8 Monate verkürzt, die am 8. Dezember diesen Jahres ablaufen. Die – nach Angaben der staatlichen Agentur ANDINA – Schweizer Staatsbürgerin Helga P.* muss ebenfalls nur 2 Jahre und 9 Monate ihrer 6jährigen und 8monatigen Haftstrafe absitzen.Die begnadigten Ausländer haben nach ihrer Freilassung einen Monat, um das Land zu verlassen. Bleiben sie länger oder kehren sie zurück, droht ihnen erneute Haft.
Zudem wurden auch 106 peruanische Häftlinge in verschiedenen Gefängnissen wegen guter Führung begnadigt.
*Vollständige Namen bekannt
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Herzlichen Glückwunsch, Eisenbahner
Nicht jeder Tag ist der Tag des peruanischen Eisenbahners. Das ist wohl auch besser so, denn in diesem Falle würde täglich für eine Stunde der Bahnbetrieb lahm liegen, damit die Eisenbahner zur feierlichen Messe gehen könnten. Da aber nur der 8. September eines jeden Jahres in Peru der „Tag des Eisenbahners“ ist, können die Züge auch in dem Andenland normalerweise ganztägig verkehren.
Schon seit 64 Jahren wird der Gedenktag begangen, denn 1945 beschloss der peruanische Kongress, dass allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Eisenbahnunternehmen ein Tag gewidmet werden solle.
Dabei könnte dieser 64. Jahrestag für die Eisenbahner wahrhaftig ein besonderer werden: Derzeit werden in Peru zahlreiche neue Zugstrecken geplant und erträumt, darunter eine durch die Region Cajamarca, ein weiterer, der die nordperuanischen Anden mit der Amazonas-Stadt Iquitos verbindet, zahlreiche Güterstrecken für den Großbergbau, sowie eine Zugverbindung bis nach Brasilien.
So wünscht denn auch der CHACHABLOG:
Viel Glück und viel Segen liebe Eisenbahner, auf viele neue Bahnstrecken.
Salud.
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Eingebaut in Tür: Polizei beschlagnahmt 244 Kilo Kokain
Nicht schlecht staunten die Polizeibeamten der peruanischen Antidrogenpolizei DIRANDRO bei der Durchsuchung eines Hauses in Carabayllo (Lima). Eingebaut in Holztüren fanden sie dort insgesamt 244 Kg Kokain, das so versteckt nach Mexiko gebracht werden sollte. Nach dem Tipp eines Informanten hatten die Polizisten das Haus Ende vergangener Woche genauer unter die Lupe genommen. Im Haus selbst befanden sich zwei Peruaner und ein Ecuatorianer, die festgenommen wurden. Die Polizei vermutet, dass das Kokain, das in 225 kleine Päckchen verpackt war, per Schiff nach Mexiko transportiert werden sollte.
Nach Angaben des Direktors der Antidrogenpolizei Barta war die Idee mit den „gefüllten“ Türen keine neue. In vorhergehenden Operationen habe man bereits Holzbretter mit 144Kg „Kokainfüllung“ beschlagnahmen können, so Barta.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Puno: Acht Tote bei Combi-Unfall
Acht Personen verloren ihr Leben, als am vergangenen Sonntag bei Streckenkilometer 27 der Straße Calapuja-Azángaro (Region Puno) ein Kleinbus (Combi) auf einen Lastwagen auffuhr. Weitere Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden die Todesopfer inzwischen von Familienangehörigen aus der Gerichtsmedizin in Azángaro abgeholt, mehrere Verletzte liegen noch immer im Krankenhaus von Juliaca (Provinz San Román). Nach Angaben von Zeugen war der Kleinbus mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und gleichzeitig der Lastwagen an einer unübersichtlichen Stelle abgestellt.
Ein Toter bei Verkehrsunfall in der Region La Libertad
Auch in der Region La Libertad kam auf Streckenkilometer 518 der Panamericana Norte eine Person ums Leben, als ein Geländewagen mit einem Lastwagen zusammenstieß.