Kategorie: Peru

Artikel, die das Andenland im allgemeinen betreffen.

  • Condorcanqui / Amazonas: Regenfälle zerstören Felder und Häuser / Auch Nordcajamarca betroffen

    Die starkem Regenfälle der vergangenen Tage haben in der nordperuanischen Provinz Condorcanqui (Region Amazonas) zu Überschwemmungen geführt, mehrere Häuser beschädigt oder gar zerstört und dutzende Felder unter Wasser gesetzt. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, sind insbesondere die Ortschaften Bashuim, Mamayakim und Saasa im Distrikt El Cenepa betroffen, wo insgesamt mindestens 6 Wohnhäuser weitgehend zerstört wurden. Nach ersten Berichten wurden dadurch mindestens 28 Personen obdachlos. Insgesamt 8,5 Hektar Ackerland stehen teils noch immer unter Wasser, lokale Landwirte hatten dort vor allem Bananen, Mais und Kakao angebaut. Wie der Zivilschutz weiter berichtet, hat die Provinz Condorcanqui bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die zuständige Landwirtschaftsbehörde prüft derzeit den Umfang der Schäden.

    Regenfälle und Sturm in Nordcajamarca

    Besonders hart trafen die Regenfälle auch die Provinz San Ignacio im Norden der Region Cajamarca, wo die Regenfälle von starken Windböen begleitet waren. In der Ortschaft Puerto Tamborapa (Distrikt Chirinos) deckten die Windstöße nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes die Dächer von 32 Wohnhäusern ab, insgesamt 150 Personen mussten evakuiert werden, weil die extremen Regenfälle die Substanz der Wohnhäuser bedrohten. Die Distriktverwaltung Chirinos versucht derweil, die Zahl der notwendigen Wellbleche durch die Sammlung und Reparatur der davongeflogenen zu minimieren.

    Überschwemmungen und starke Regenfälle sind für die betroffenen Provinzen leider nicht ungewöhnlich, beginnt doch demnächst die alljährliche Regenzeit.

  • Perus Wahlbehörde ONPE schlägt Neuregelung der Parteienfinanzierung vor

    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.
    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.

    Die peruanische Wahlbehörde ONPE hat eine staatliche Finanzierung von Parteien und Wahlbündnissen vorgeschlagen. Der Vorschlag, der am Freitag erstmals in der Verfassungskommission des peruanischen Kongresses debattiert werden soll, sieht vor, Parteien mit 0,1% einer Steuereinheit (UIT)* pro gültiger Stimme, die sie bei Kongresswahlen auf sich vereinigen können, zu unterstützen. Das entspricht derzeit 3,65 Nuevos Soles. Die Überweisung der Gelder würde nach der Initiative der Wahlbehörde dann in fünf Zahlungen über die fünfjährige Legislaturperiode hinweg erfolgen.

    Wahlverlierer würden leer ausgehen

    Profitieren würden allerdings lediglich die Parteien, die wirklich den Sprung ins Parlament schaffen, die Gesetzesinitiative der ONPE schließt andere Gruppierungen von der Finanzierung aus. Das Geld soll nach Vorstellungen der ONPE vor allem in Weiterbildung investiert werden, sowie laufende Kosten decken.

    Perus Parteien sind schwach

    Der peruanische Kongress (Congreso de la República). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der peruanische Kongress. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Perus Parteien gelten -mit wenigen Ausnahmen wie beispielsweise der APRA – als schwach und unbeständig, sowohl was Organisation und Mitgliederzahl, als auch was das Programm angeht. Daneben hat der peruanische Kongress selbst im Land einen sehr schlechten Ruf, seine Abgeordneten stehen praktisch permanent in der Kritik, die Gruppierung, die in der Öffentlichkeit am meisten Aufmerksamkeit bekommt ist regelmäßig die Ethik-Kommission des Parlaments, die sich mit ethischen Vergehen wie Interessenkonflikten, Lügen oder Korruption unter Kongressabgeordneten auseinander setzen muss.

    Auch Bikameralismus wieder auf der Tagesordnung

    Bald Geld für bequemere Stühle? Der peruanische Kongress, Innenansicht. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Bei der Sitzung der Verfassungskommission am Freitag, zu der auch ONPE-Chefin Magdalena Chu erwartet wird, kommt auch wieder ein Thema auf den Tisch, das in jeder der letzten drei Legislaturperioden debattiert, aber nie verabschiedet wurde: Die Rückkehr zum 2-Kammer-System. Derzeit besteht das peruanische Parlament aus nur einer Kammer mit 130 Abgeordneten, dem Kongress. Dies zu ändern fordern die Abgeordneten Omar Chehade, Luis Bedoya und Víctor Andrés García Belaúnde, die eine Gesetzesinitiative eingebracht haben, in der die Wiedereinführung des peruanischen Senates gefordert wird.

    * Eine Steuereinheit (Unidad Impositiva Tributaria) entspricht im Moment S/.3.650,00. Sie wird jährlich neu vom peruanischen Finanz- und Wirtschaftsministerium festgelegt. In der UIT wird die Höhe diverser steuerlicher Verpflichtungen festgelegt, neben Geldstrafen und anderen Sanktionen beispielsweise Steuerbemessungsgrundlagen, Steuerabzüge oder Verdienstobergrenzen. Durch den Verzicht auf konkrete Zahlen in Gesetzestexten soll insbesondere verhindert werden, dass beispielsweise durch Inflation die genannten Ziffern hinfällig werden. 1992 lag der Wert einer UIT noch bei 1.040 Nuevos Soles, 2001 bereits bei S/.3.000.

  • Churuja / Amazonas: 2 Studenten von Fluss mitgerissen

    Nach einem Badeunfall in der peruanischen Provinz Bongara sind offenbar zwei Studierende der Universität Chachapoyas noch immer verschwunden. Einer der Studenten wurde nach Berichten lokaler Medien von der Strömung erfasst und mitgerissen. Sein Studienkollege von der Ingenieursfakultät der Toribio Rodriguez de Mendoza-Nationaluniversität versuchte offenbar, ihm zur Hilfe zu kommen und wurde dabei selbst abgetrieben. Polizei, Feuerwehr und Anwohner sind noch immer auf der Suche.

    Wegen anhaltender Regenfälle führt der Utcubamba-Fluss derzeit wesentlich mehr Wasser als normal.

  • Erdrutsch in San Martín: Zahl der Toten steigt auf 11 / weiter 10 Vermisste

    Die Zahl derjenigen, die bei gestern bei einer Schlammlawine in der nordostperuanischen Region San Martín ihr Leben verloren haben, stieg nach Angaben des Zivilschutzes auf elf. Zehn weitere Personen werden noch immer vermisst. Gestern war an der Grenze der Provinzen Picota und Sauces ein Bach über die Ufer getreten und hatte die Erde zum rutschen gebracht. Dabei wurden nach jüngsten Berichten 10 Wohnhäuser und eine Fußgängerbrücke zerstört. Auch wurden rund 600 Meter Wasserleitung mitgerissen.

    Vor Ort sind inzwischen Helfer der Regionalregierung und des Militärs, um die Such- und Aufräumarbeiten zu unterstützen.

  • Peruanische Regierung plant Wahlrechtsreform und Gender-Quote

    Juan Jiménez Mayor, Perus Premierminister. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.
    Premierminister Juan Jiménez. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.

    Mit dem provokanten Vorschlag einer Quotenregelung hat die peruanische Regierung die Debatte über Änderungen am Wahlrecht angestoßen. Ein Gesetzesentwurf, den Premierminister Juan Jiménez gestern in der Hauptstadt Lima vorstellte, sieht vor, Parteien und Wahlbündnisse dazu zu verpflichten, jeweils abwechselnd einen Mann und eine Frau -oder umgekehrt- auf ihre Listen zu stellen.

    Dies soll allerdings nur gelten, bis jedes Geschlecht mit mindestens 30% auf der Liste vertreten ist. In diesem Zusammenhang schlägt die Regierung auch das Ende der so genannten Präferenzstimme vor, die in der Vergangenheit zu einer Destabilisierung von Parteien und Parteibündnissen geführt hat. Nach dem System der Präferenzstimme, einer Art personalisiertem Verhältniswahlrecht, wird nicht nur für eine Partei, sondern – durch Angabe einer Nummer – auch für einen Kandidaten oder eine Kandidatin gestimmt. Das hat zur Folge, dass nicht nur die Parteien, sondern auch die Listenkandidaten derselben Partei im Wahlkampf miteinander stehen

    Wahlrecht führt zu Kämpfen in der eigenen Partei

    Eduardo Nayap Kinin bei seiner Vereidigung. Bild: peruanischer Kongress.
    Eduardo Nayap Kinin bei seiner Vereidigung. Bild: peruanischer Kongress.

    Ursprünglich sollte damit erreicht werden, dass auch Kandidatinnen und Kandidaten, die von der Parteispitze nicht durch persönliche Gegenleistungen auf fordere Listenplätze gesetzt wurden, eine Chance haben – was insbesondere auch Frauen zu Gute kommen sollte. In der Praxis führte das allerdings zu keiner Änderung – und hatte teils groteske Folgen. So führt bis heute Alfonso Maslucan, vergangene Legislaturperiode Kongressabgeordneter der heutigen Regierungspartei PNP für die Region Amazonas, Prozesse gegen seinen Parteikollegen Eduardo Nayap Kinin, der Anfang 2011 mit leichtem Vorsprung in das peruanische Parlament gewählt wurde. Maslucan, der auch 2011 auf Platz 1 der PNP-Liste stand, aber dennoch weniger Direktstimmen bekam, wirft Parteikollege Nayap Kinin Wahlbetrug vor. In erster Instanz wurden die Vorwürfe bereits zurückgewiesen. Nayap Kinin -selbst Indígena- erhielt in manchen Wahllokalen der vorwiegend von Indígena besiedelten Provinz Condorcanqui über 90% der gültigen Stimmen – sie gaben den Ausschlag.

    Bisher häufig: Wahlverlierer trotz meister Stimmen

    José Alfonso Maslucán Culquí, PNP. Foto: RRPP Maslucán.
    Wahlverlierer: Alfonso Maslucán, PNP. Foto: RRPP Maslucán.

    Und noch ein Ungleichgewicht soll die Wahlrechtsreform angehen. Denn bisher kommt es vor, dass Kandidatinnen und Kandidaten mit vielen Stimmen nicht in den Kongress kommen, weil ihrer Partei nur eine bestimmte Anzahl von Sitzen zustehen, eine Überhangmandatsregelung gibt es nicht, da die genaue Zahl der Kongressabgeordneten (130) festgeschrieben ist. Auch das wurde dem genannten José Maslucan 2011 zum Verhängnis. Obwohl er rund 2.000 Stimmen mehr auf sich vereinigen konnte als der Kandidat Hector Becerril Rodriguez vom Fujimoristen-Bündnis Fuerza 2011, zog Becerril Rodriguez in den Kongress ein. Denn: Von der Gesamtstimmenzahl her stand dem heutigen Regierungsbündnis Gana Perú, das aus der PNP hervorgegangen ist, nur ein Sitz zu.

    Jiménez: Nehmen Gender-Fokus ernst

    Wann genau sich das Parlament nun mit dem Thema beschäftigen wird, ist noch nicht bekannt. Auch für den Präsidenten des Ministerrates Juan Jiménez ist die Vorlage noch nicht das Ende der Diskussion. Man wolle aber ein klares Signal geben, dass die Regierung den Gender-Fokus ernst nehme, so Jiménez.

  • Nach Erdrutsch in San Martín (Peru): 17 Personen vermisst

    In den Distrikten Sauce und Tres Unidos in der nordostperuanischen Region San Martín hat ein durch starke Regenfälle zum überlaufen gebrachter Bach eine Schlammlawine ausgelöst, der mindestens eine Person zum Opfer gefallen ist. 17 weitere Personen werden noch vermisst. Wie der Zivilschutz San Martín mitteilt, sind die Sucharbeiten bereits im vollen Gange. Auch mehrere Häuser, sowie eine Brücke wurden durch abrutschende Erd- und Wassermassen zerstört. Besonders betroffen ist die Ortschaft Nuevo Porvenir an der Grenze zwischen dem Distrikt Sauce (Provinz San Martín) und Tres Unidos (Provinz Picota). Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Zivilschutzes gegen fünf Uhr morgens (Ortszeit).

    Helfer des Zivilschutzes, eines nahegelegenen Militärstützpunktes, sowie der betroffenen Distriktverwaltungen haben mit den Sucharbeiten begonnen.

  • Nach Terroranschlägen in La Convención: 600 Soldaten sollen Gas-Pipeline sichern

    Nach den Anschlägen auf drei Helikopter des Camisea-Gasförderkonsortiums in der südperuanischen Region Cusco plant die peruanische Militärführung die Verlegung von 600 zusätzliche Soldaten in die Provinz La Convención. Sie sollen die dort Gas-Pipeline sichern. Im Moment befinden sich in der Provinz rund 150 Angehörige der Streitkräfte, die – auf Wunsch des Betreiberunternehmens – die Sicherung der Gasförderung privaten Sicherheitskräften überließen. Bereits kurz nach dem Anschlag hatte Perus Premierminister Juan Jiménez angekündigt, das Militär werde sich künftig verstärkt um die Sicherung der Einrichtungen kümmern.

  • Santiago / Ica: 136 Weingut-Mitarbeiter mit Insektizid-Vergiftung

    Auf einem Weingut in der zentralperuanischen Region Ica mussten gestern nach dem Einsatz von Insektiziden mindestens 136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter medizinisch behandelt werden, darunter eine schwangere Frau. Wie die Tageszeitung Perú.21 unter Berufung auf das zuständige Krankenhaus berichtet, handelte es sich bei dem Gift um den Thiophosphorsäureester Chlorpyrifos, das wenige Stunden zuvor auf einem angrenzenden Feld versprüht worden war. Fast die Hälfte der insgesamt 400 Mitarbeiter zeigte offenbar Symptome wie Koliken, Übelkeit, Durchfälle, Erbrechen, sowie Glieder- und Bauchschmerzen. Die meisten von ihnen werden noch immer im Krankenhaus der Angestelltenkrankenversicherung Essalud in Ica behandelt, andere in lokalen Gesundheitsstationen.

    Fälle dieser Art sind in der Region Ica leider häufig. Erst Mitte September mussten 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Spargelgroßproduzenten medizinisch behandelt werden. Sie waren ihrer Arbeit nachgegangen, obwohl erst am Tag zuvor ein Insektizid versprüht worden war. Genau ein Jahr zuvor war am selben Ort ein ähnlicher Fall durch die Medien gegangen: Damals hatte es acht Personen getroffen. Je nach eingesetztem Insektizid müssen eigentlich 24-72 Stunden vergehen, bis die Felder wieder betreten werden dürfen – dies wurde damals wie heute offenbar nicht eingehalten. 2010 hatte die Staatsanwaltschaft Ica wegen eines ähnlichen Falles bereits ein Ermittlungsverfahren gegen eines der zuständigen Unternehmen eingeleitet, die Ermittlungen aber nach wenigen Monaten wieder eingestellt. Die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst hätten „fahrlässig“ gehandelt, lautete damals die Begründung der Staatsanwaltschaft. Ein Ende der Vergiftungsserie ist demnach nicht in Sicht.

  • Bei Protesten und im Kampf gegen Terroristen: Perus Innenministerium setzt künftig auf Spezialisten

    Wilfredo Pedraza, Perus Innenminister. Foto: Prensa Presidencia.
    Wilfredo Pedraza, Perus Innenminister. Foto: Prensa Presidencia.

    Um künftig besser gegen Terroristen vorgehen und bei aufgeheizten Protesten angemessener reagieren zu können, setzt Perus Innenminister Wilfredo Pedraza auf Spezialeinheiten, die mit dem Thema vertraut sind. So soll in Zukunft eine spezielle Polizeieinheit bereit stehen, die auf Proteste und sozialen Konflikte spezialisiert ist und die, neben einer Ausbildung in Themen wie Deeskalation, im Ausnahmefall sogar Verhandlungen aufnehmen darf. Damit wolle man „soziale Kosten auf beiden Seiten“ – Demonstranten und Polizei – verhindern, so Pedraza. In der jüngeren Vergangenheit kam es bei Protesten und Streiks, denen ein sozialer Konflikt zu Grunde lag, immer wieder zu Todesfällen und Verletzten, sowohl auf Seiten der Polizei, als auch bei Demonstranten oder unbeteiligten, die sich zufällig am Ort des Geschehens aufhielten. Internationale Aufmerksamkeit erlangten beispielsweise die Todesfälle bei den Protesten gegen das Bergbauprojekt Conga oder bei den als „Baguazo“ bekannten Zusammenstößen zwischen Polizei, lokaler Bevölkerung und Indigenen nahe der Stadt Bagua. Bei der Aufarbeitung dieser Fälle wurde häufig nicht nur politisches Fehlverhalten diagnostiziert, sondern vor allem auch schlecht geplante oder durchgeführte Polizeieinsätze.

    Gezielte Fahndung nach Terroristen

    Doch nicht nur in diesem Feld, auch bei der Terrorbekämpfung setzt das Innenministerium künftig auf Spezialisten mit konkretem Auftrag. So wurde innerhalb der Antiterroreinheit DIRCOTE der peruanischen Nationalpolizei eine Brigade gegründet, deren Aufgabe darin besteht, gezielt Führungspersönlichkeiten der Terrororganisation Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso) aufzuspüren. Dabei arbeitet DIRCOTE mit dem Militärnachrichtendienst zusammen. Vorbild der Gruppe ist die heute legendäre Polizeieinheit, die in den 90er Jahren Sendero-Gründer Abimael Guzman aufspürte. Organisatorisch orientiert sie sich aber vor allem an der US-Spezialeinheit, die auf Geheiß von US-Präsident Barack Obama den Terroristen Osama bin Laden in Pakistan  aufspürte. Trotz einzelner Schläge war das Vorgehen der Antiterroreinheiten in den vergangenen Monaten nur bedingt Erfolgreich. So gelang es den Sicherheitskräften nicht, nach dem Ende einer Geiselnahme von Mitarbeitern des Camisea-Konsortiums im vergangenen April auch nur einen von dutzenden Geiselnehmern zu fassen. Hauptaktinosgebiet der Brigade werden wohl die Täler der Flüsse Apurímac, Éne und Mantaro (VRAEM), die nicht nur als Coca-Anbaugebiet für die Drogenproduktion, sondern auch als Rückzugsgebiet von Terroristen des Sendero Luminoso gelten.

    Pedraza: Es fehlen 30.000 Polizeikräfte

    Peruweit gibt es im Moment rund 106.000 Polizistinnen und Polizisten, für Innenminister Pedraza 30.000 zu wenig. Perus Polizeischulen werden in diesem Jahr allerdings nur 3.500 Abgängerinnen und Abgänger haben. Die Kapazitäten der Polizeischulen wurden derweil erhöht, Anfang 2012 nahmen insgesamt 8.400 Polizeischlülerinnen und -schüler ihre Ausbildung auf.

  • Das Wetter in Peru: Wetterberichte und Wettervorhersage im Internet

    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Sonnenuntergang / Pferdeweg im Nebel. Fotos: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wie komme ich am besten an Wetterdaten und Wettervorhersagen für Reise und Aufenthalt in Peru? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen. Damit können Sie das Peru – Wetter online finden und einordnen. Deneben finden Sie am Ende der Seite die Wettervorhersage der wichtigsten Städte Perus.

    Das Wetter und Klima in Peru ist etwas kompliziert: Es hängt von der Höhe ab, von der jeweiligen Seite des Andengebirges, auf der man sich befindet, von der Jahresyeit natürlich – und dann auch noch von Wetterphänomenen wie dem wiederkehrenden „El Niño-Effekt“.

    Der peruanische Wetterdienst SENAMHI

    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.
    Wetterkarte des Wetterdienstes SENAMHI. Bild: SENAMHI.

    Die genausten Daten finden Sie beim peruanischen Wetterdienst SENAMHI. Schon auf der Startseite finden Sie dort die wichtigsten Angaben für die kommenden Tage. Wenn Sie das Reisewetter und die Wettervorhersagen für bestimmte Städte und Regionen wissen möchten, werden Sie dort ebenfalls fündig. Besonders ausführlich ist die Wettervorhersage für die Hauptstadt Lima. Sie finden entsprechende Angaben über Wetter und Regenwahrscheinlichkeit wahlweise auf Spanisch oder Englisch in der rechten Spalte.

    Dort, unter der Überschrift „Información Turistica“ können Sie neben dem Wetter in Lima auch die Vorhersage für andere große peruanische Städte finden. Hinter „Principales ciudades del Perú“ verbirgt sich der Wetterbericht für die kommenden Tage. Hinter „Principales ciudades del Perú (mensual)“ finden Sie einen Überblick über erwartete Wetterphänomene wie Niederschläge, Schneefälle und Temperaturschwankungen während der kommenden 30 Tage. Auch diese Berichte werden sowohl auf Spanisch, als auch auf Englisch angeboten. Auch Unwetterwarnungen werden zuerst dort veröffentlicht.

    Um zu wissen, wo genau auf der Wetterkarte man suchen muss, lohnt es sich, das Reiseziel zunächst auf einer Landkarte von Peru anzeigen zu lassen. Sollten Sie etwas Spanisch oder Englisch sprechen, ist SENAMHI auf jeden Fall die erste Wahl.

    Andere Anbieter und ihre Genauigkeit

    Andenhochebene, blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.
    Andenhochebene, strahlend blauer Himmel. Foto: D. Raiser / INFAMAZONAS.

    Auch andere Anbieter und Privatunternehmen bieten Wettervorhersagen für peruanische Städte, darunter auch einige, die in Deutschland ihre Dienste anbieten (Beispiel). Diese sind allerdings häufig recht ungenau oder greifen lediglich auf die Wetterdaten von Flughäfen zurück. Diese liegen aber oft außerhalb der entsprechenden Städte, es herrschen deshalb oftmals andere Klimaverhältnisse. Die peruanische Hauptstadt Lima, aber auch Großstädte wie Arequipa, Piura, Chiclayo oder Cajamarca ziehen sich häufig über große Höhenunterschiede hinweg, weswegen sich beispielsweise die Temperatur erheblich unterscheiden kann. So beginnt Lima direkt an der Pazifikküste mit entsprechendem Klima, durchzieht dann den Wüstenstreifen und endet erst an den ersten Ausläufern des Andengebirges. Eine Reihe von Wetterprognosen für diverse peruanische Städte finden Sie hier.

    Jahreszeiten / Regenzeiten

    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Von der Regenzeit aktiviert: Wasserfall nahe Jumbilla (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wer nach Peru reist, sollte sich unbedingt vorab über die klimatischen Bedingungen informieren, wovon beispielsweise die Impfempfehlung abhängt. So kommt es in der Regenzeit, die im peruanischen Hochsommer liegt, häufig zu langanhaltenden Regenfällen. Für Strandliebhaber ist es die Traumsaison für Peru-Reisende. Wer aber zwischen Dezember und April in den Hochanden und in den Urwaldregionen östlich der Anden unterwegs sein möchte, also in Städten und Regionen wie Cajamarca, Chachapoyas, Pucallpa, Iquitos, Tingo María, Puerto Maldonado, Ucayali, Loreto oder Cusco (Machu Picchu), muss wissen, dass die Niederschlagswahrscheinlichkeit sehr hoch ist. Für die Straßen abseits der Hauptrouten (Panamericana, interozeanische Straßen) bedeutet das Wetter häufig viel Schlamm und vereinzelte Erdrutsche, sowie Steinschlag.

    Wer den Regenwald lebendig und in intensivstem Grün erleben möchte, sich für Wasserfälle begeistert und zur Not auch abenteuerliche Fluß- oder Bachüberquerungen auf sich nimmt, für den ist die Regenzeit die richtige Jahreszeit zum Reisen.

    Wintermonate Juli und August meist kühl und trocken

    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Kühl und trocken: Nuevo Tingo im August. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Dagegen ist es in Peru in den Wintermonaten, vor allem im Juli und August, häufig nicht nur sehr trocken, sondern mancherorts auch empfindlich kalt. In den Zentral- und Südanden Perus sind hier Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht ungewöhnlich, wobei viele Häuser keine Heizung haben. Die in der Regenzeit aufgeblühte Vegetation wird häufig braun oder grau und viele Flüsse führen kaum Wasser. Selbst in vielen Regenwaldregionen sinkt die Temperatur stark. Die Hauptstadt Lima ist dabei häufig von dichtem Nebel umhüllt und Temperaturen zwischen 10 und 18°C lassen nicht nur frösteln.

    Dagegen hat man in den Hochanden während der Wintermonate einen herrlich blauen Himmel mit sonnigen Tagen und kalten aber wunderbar schneeklaren Nächten.

    Das Wetter und der „El Niño-Effekt“

    Ein Wetterphänomen, das Peru immer wieder betrifft, ist der „El Niño“-Effekt. Das Wetterphänomen ist nach dem Christkind benannt, denn es tritt vor allem rund um die Weihnachtsfeiertage auf, meist mit jeweils drei bis acht Jahren Abstand. In „El Niño“-Jahren verändert sich die Oberflächentemperatur des Pazifiks vor der peruanischen Küste. Für das Wetter in Peru hat das meist zur Folge, dass die Regenzeit noch stärker ausfällt. Häufig regnet es wochenlang, oft kommt es zu Überschwemmungen. Es ist deshalb wichtig, sich vor der Abreise nach Peru zu informieren, ob Experten ein „El Niño“ erwarten.

    Das Wetter in den wichtigsten Städten Perus

    Das Wetter in…

    AREQUIPA

     

    Wettervorhersage Arequipa

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    AYACUCHO

     

    Wettervorhersage Ayacucho

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    CAJAMARCA

     

    Wettervorhersage Cajamarca

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    CERRO DE PASCO

     

     

     

    CHACHAPOYAS

     

     

     

    CHICLAYO

     

    Wettervorhersage Chiclayo

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    CUSCO

     

    Wettervorhersage Cusco

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    HUANUCO

     

    Wettervorhersage Huanuco

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    HUARAZ

     

    Wettervorhersage Huaraz

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    ICA

     

    Wettervorhersage Ica

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    IQUITOS

     

    Wettervorhersage Iquitos

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    LIMA

     

    Wettervorhersage Lima

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    Wettervorhersage Moquegua

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    PIURA

     

    Wettervorhersage Piura

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    Wettervorhersage Pucallpa

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    Wettervorhersage Satipo

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    Wettervorhersage Tumbes

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    Für das Wetter in der Nähe der Inca-Ruinenstadt Machu Picchu beachten Sie bitte die Vorhersage für Cusco.