• Energie- und Bergbauminister tritt zurück

    Wie ANDINA berichtet, hat Präsident García das Rücktrittsangebot von Minister Juan Valdivia bereits angenommen. Auslöser war ein Bericht der Fernsehsendung „Cuarto Poder“, in dem Tonaufnahmen von einem Gespräch veröffentlicht wurden, aus denen hervorgeht, dass der Apra-Politiker Rómulo León Alegría gemeinsam mit dem Chef von Perupetro Discover, Alberto Químper, darüber sprach, gegen Geld (Korruption) bei der Vergabe von Ölförderlizenzen ein norwegisches Unternehmen zu bevorzugen. Rómulo León war wegen ähnlicher Vorwürfe bereits 1991 aus seiner Partei geworfen, 1998 aber wieder aufgenommen worden.

    Rómulo León streitet bisher alle Vorwürfe ab. Zudem beklagte er sich darüber, dass für die Aufnahmen sein privater Telefonanschluss angezapft worden sein müsse.

    Die Antikorruptionsstaatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen aufgenommen.

    Quelle: ANDINA

  • Analphabetismus sinkt, bleibt aber ein Problem

    Analphabetismus im Verhältnis zum Geschlecht. Quelle: INEI
    Analphabetismus im Verhältnis zum Geschlecht. Quelle: INEI

    Nach Angaben des INEI sank die Analphabetismus- rate um 5,7 Prozentpunkte, liegt aber mit 7,1% der Bevölkerung über 15 Jahren immer noch sehr hoch. Gravierend sind auch die Unterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Während die Analphabetismusrate im urbanen Umfeld bei 3,7% liegt, liegt er in ländlichen Regionen bei 19,7%. In letztgenannten Gegenden konnte die Rate seit 1993 um rund 10 Prozentpunkte gesenkt werden.

    Die Region mit der höchsten Analphabetismusrate bleibt auch 2007 Apurímac, wo die sie seit 1993 zwar um beeindruckende 15,2% abnahm, allerdings noch immer bei 21,7% liegt. Gefolgt wird Apurímac von Huancavelica (20,1%), Ayacucho (17,9%), Cajamarca (17,1%) und Huánuco (16,6%). Die niedrigsten Raten haben das Stadtgebiet von Lima und die Provinz Callao mit 1,8% bzw. 1,6%.

    Überraschenderweise sind aber nicht nur die großen Küstenstädte ganz vorne dabei, sondern auch die Urwaldregionen Ucayali (4,8%), Madre de Dios (3,2%), sowie Moquegua (4,7%), Tacna (3,7%), Arequipa (4,1%), Tumbes (3,4%) und Ica (2,8%).

    Noch immer ist leider ein großer Unterschied im Geschlecht (Mann: 3,6%, Frau: 10,6%) zu beobachten.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Peru wird städtischer

    Nach den kürzlich veröffentlichten Volkszählungsergebnissen des vergangenen Jahres stieg die Bevölkerungszahl zwischen 1993 und 2007 um 5,7 Millionen (ca. 1,6% / Jahr) auf 28.220.764 Einwohner. Das Geburtenverhältnis von Frauen und Männern blieb unverändert (49,7% Männer, 50,3% Frauen) ausgewogen. In den Ergebnissen der Zählung schlägt sich eine starke und anhaltende Landflucht nieder. So wuchs zwar die ländliche Bevölkerung um über 11.000 Personen gegenüber der Zählung 1993, gleichzeitig wuchs die städtische Bevölkerung um über 5 Millionen Personen. So lebt heute nur noch rund ein Drittel der Bevölkerung auf dem Land. Bedenkenswert ist dabei, dass die Geburtenrate in den Städten weit unter der im ländlichen Raum lag. Während 2007 in Lima die Geburtenrate bei 1,3 Kindern pro Frau lag (1993: 1,6), kommen Frauen in ländlichen Regionen wie Amazonas oder Loreto im Durchschnitt auf 2,4 (1993: beide 3,1), in Huancavelica und Apurímac sogar auf 2,5 Kinder (1993: 3,4/3,3).

    Quelle: INEI (Instituto Nacional de Estadistica e Informatica): Perfil Sociodemográfico del Perú, Segunda Edición. Lima: 2008

  • INC bereitet Kulturministerium vor

    Im Verlauf des kommenden Jahres soll das peruanische Kulturministerium gegründet werden. Das berichtet das nationale Kulturinstitut Perus, INC (Instituto Nacional de Cultura). Vorangetrieben wird das Projekt unter anderem von der spanischen Entwicklungsagentur Aesid.  Zu Beginn des kommenden Jahres soll der Vorschlag dem peruanischen Kongress vorgelegt werden.

  • La Libertad: Gefährliche Fahrt im Überlandbus

    Wie die amtliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die Tourismuspolizei der Region La Libertad berichtet, gehen 70% der Strafanzeigen, die von ausländischen Touristen gestellt werden, auf Diebstähle in Überlandbussen von und nach Trujillo zurück. Häufig würden Diebe als Passagiere mitfahren, dann aber mitten in der Nacht den Bus verlassen. Die restlichen 30% konzentrieren sich auf die Zielorte selbst, wobei dies hauptsächlich die An- und Abfahrt zu Hotels oder Busterminals und Taxifahrten im allgemeinen betrifft.

    Häufige Verbrechen sind zudem die Ausgabe von Falschgeld und die Flucht von Taxifahrern mitsamt dem Reisegepäck, während die Reisenden sich im Hotel nach dem Preis erkundigen.

    In seltenen Fällen seien auch Hotelzimmer ausgeraubt worden, so die Tourismuspolizei.

  • Pro Peruaner: 1,08 Kg Müll/Tag

    Wie Umweltminister Brack Egg bekannt gab, produziert Peru pro Tag 22.475 Tonnen Müll, darunter Altpapier, Plastik, Glas und Restmüll. Nur ca. 17% davon würden ordnungsgemäß entsorgt und recycelt, so Brack. Besonders auffällig sei dabei, dass von den 1.833 Distrikten, in die Peru unterteilt ist, gerade einmal 100 Distrikte 62% der Müllmenge auf sich vereinen. Als „peinlich“* bezeichnete der Umweltminister, dass täglich über 19 Tonnen Müll einfach so in der freien Wildbahn entsorgt würden.

    Nach der fehlenden Klärung von Abwässern ist der Müll nach Ansicht von Experten das im Moment zweitgrößte Umweltproblem. Ein Grund ist neben der fehlenden Initiative durch Städte und Gemeinden auch der komplizierte Genehmigungsprozess, der vom Gesundheitsministerium in Lima durchgeführt werden muss.

    Außerdem kündigte Brack gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA an, sein Ministerium werde Menschen, die vom Sammeln und Verarbeiten von Müll leben, deren Zahl er auf über 100.000 in ganz Peru schätzt, dabei moralisch und ideel unterstützen, als kleine Recyclingunternehmer tätig zu werden.

    Ab Mitte 2009 soll zudem eine neu gegründete Abteilung des Umweltministeriums die Einhaltung der Regeln zum Umweltschutz durch Bergbauunternehmen überwachen. In der Vergangenheit kam es des öfteren zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen, da Anwohner sich von Bergbauaktivitäten in ihrer Nähe bedroht gefühlt hatten.

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  • Verkehrsministerium beginnt Untersuchung über Einsturz des "Túnel"

    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Das zumindest lässt der Vorsitzende des Kommunikations- und Verkehrsausschusses im peruanischen Parlament, Alfonso Maslucan, verlautbaren. Eine fehlerhafte Sprengladung hatte im August zum unkontrollierten Einsturz eines natürlichen Tunnels an der Straße zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas geführt. Der Sprengmeister und eine weitere Person, die beide für die Firma ICCGSA, die an der Asphaltierung der Straße arbeitet, waren dabei ums Leben gekommen. Für mehrere Wochen waren die Provinzen Luya, Chachapoyas und Rodriguez de Mendoza praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten gewesen.

  • Chacha bekommt Müllkippe

    Das gab Elisabet Terán, Gemeinderätin von Chachapoyas und sowohl Vorsitzende der städtischen Umweltkommision, als auch der Umwelt-NGO „Eco Verde“, gegenüber Radio Horizonte bekannt. Im Verlauf des nächsten Jahres sollen alle benötigten Papiere zusammen sein. Bisher noch wird der Müll einfach ins Tal des Sonche-Flusses gekippt. Näheres bald. Währenddessen sind fast alle anderen städtischen Baustellen ein wenig hinter der Zeit. Seit vorletzter Woche arbeiten Bauarbeiter am Vergraben der Telefonkabel im Jirón Amazonas, Teil des (pseudo-)historischen Stadtkerns von Chachapoyas. Das Dach der Kathedrale ist noch immer nicht sichtbar und der Jirón Santo Domingo wird noch immer nicht geteert oder zementiert, was in diesem Fall allerdings einmal nicht an der Stadtverwaltung liegt, sondern daran, dass sich keine Baufirma an der Ausschreibung beteiligen will. Außerdem hat der Gemeinderat dafür gestimmt, Bürgermeister Lerche für 30 Tage zu suspendieren, bis das geschieht, wird wohl aber noch ein wenig Wasser die Mühlen hinabfließen und den Müll in Richtung Bagua spülen..

  • 2 Tote bei Erdrutsch in Aramango

    2 Personen kamen am vergangenen Dienstag im Distrikt Aramango, Provinz Bagua, bei einem durch Straßenbauarbeiten ausgelösten Erdrutsch ums Leben. Die beiden Arbeiter waren im Rahmen eines Gemeinschaftsarbeitstages (faena comunal) mit anderen Dorfbewohnern dabei, die Straße zwischen Pomabamba und Miraflores herzurichten, als sich die Erde lößte.

    Obwohl die Dorfbewohner sofort mit der Suche nach dem 45jährigem Severino Quispe Coronado und dem 65jährige Eloy Dávila Centurión begannen, konnten nach zweistündiger Suche und sofortiger Einlieferung in das Gustavo Lanatta Luján-Krankenhaus in Bagua nur noch ihr Tod festgestellt werden.

    Quelle: ANDINA

  • 2008 bereits über 500 Prozesse gegen Piratensender

    Radioantennen.
    Radioantennen.

    Wie das Transport- und Kommunikations- ministerium (MTC) berichtet, hat es seit Januar 2008 bereits 528 Strafen gegen Radio- und Fernsehsender verhängt, die über keine Sendelizenz verfügten. In 244 Fällen wurde das gesamte Produktions- und Sendeequipment beschlagnahmt. Insgesamt wurden in diesem Jahr bisher 1570 Sender überprüft. Verteilt auf die verschiedenen peruanischen Regionen lag die Anzahl der beschlagnahmten Anlagen bei:

    • Lima (83)
    • Cajamarca (25)
    • San Martín (19)
    • Ancash (19)
    • Piura (18)
    • Arequipa (15)
    • Ayacucho (13)
    • La Libertad (9)
    • Cusco (8)
    • Amazonas (5)
    • Lambayeque (5)
    • Puno (5)
    • Huancavelica (4)
    • Ica (4)
    • Loreto (4)
    • Madre de Dios (4)
    • Tumbes (4).

    Im vergangenen Jahr hatten Radiosender in Ica beklagt, Sendelizenzen würden teilweise nach rein politischen Kriterien vergeben. Viele Betreiber von Radiosendern beantragen ihre Sendelizenz erst, wenn sich ihr Sender finanziell stabilisiert hat und begeben sich so in die Gefahr der Beschlagnahmung ihres Equipments.