• "Urwald-Gesetz" abgeschafft.

    Am vergangenen Samstag veröffentlichte das peruanische Gesetzblatt „El Peruano“ den Parlamentsbeschluss, die Gesetze 1015 und 1073 abzuschaffen, die den Verkauf bzw. die Umwidmung kommunaler Ländereien und von Ländereien im Besitz bäuerlicher und nativer Gemeinschaften vereinfachen. Nach den genannten Gesetzen hätten die Mitglieder dieser Gemeinschaften, statt wie bisher mit einer Mindestmehrheit für Verkauf und Umwidmung ihrer Ländereien 66% aller eingeschriebenen Mitglieder dieser Gemeinschaften nur noch 50%+1 Mitglied aller auf einer dafür einberufenen Versammlung anwesenden Mitglieder benötigt. Viele dieser Gemeinschaften fürchten daher den Ausverkauf ihrer Ländereien, besonders an ausländische Unternehmen und Bergbaubetriebe.

    Im vergangenen Monat hatten wegen dieser Gesetze für mehrere Tage angehörige der Ethnien Aguaruna und Huambisa im Norden der Region Amazonas die Brücke bei „Corral Quemado“ besetzt.

    Die Gesetze waren nicht, wie gewöhnlich, im Parlament entstanden, sondern im Rahmen der Kompetenzen, die das Parlament der Regierung übergeben hatte, damit diese die notwendigen Grundlagen für ein Freihandelsabkommen mit den vereinigten Staaten von Amerika legen kann, ohne den üblichen Weg über das Parlament nehmen zu müssen.

    Die Veröffentlichung des Gesetzes geschah zudem im Gedenken an die kürzlich verstorbene Kongressabgeordnete Fabiola Salazar, zu deren Wahlkreis grosse Teile des Gebietes gehörte, das von Aguaruna und Huambisa bewohnt wird. Nach Angaben des peruanischen Präsidenten Alan García Pérez hatte diese ihn gebeten, die Parlamentsentscheidung über die Abschaffung der auch „Urwald-Gesetz“ genannten Norm zu respektieren und zu veröffentlichen

  • Chachapoyas: Höchste Inflation in ganz Peru

    Wie das nationale Statistik- und Informatikinstitut INEI vergangene Woche bekannt gab, stiegen die Preise von Juli auf August um durchschnittlich 1,74%. Landesweit lag die Inflation im Vergleich zum Vormonat um 0,67%. Im Vergleich zum August des Vorjahres lag die Preissteigerung des Warenkorbes des INEI bei 7,34%.

  • Kongressabgeordnete stirbt bei Autounfall

    Die Kongressabgeordnete Fabiola Salazar kam heute in den frühen Morgenstunden in der Region Lambayeque bei einem Autounfall ums Leben. Nach ersten Angaben stiess aus noch ungeklärten Gründen ihr Geländewagen mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Fabiola Salazar war auf dem Weg von ihrem Wahlkreis und Heimatort Bagua nach Lima. Sie war Kongressabgeordnete der Regierungspartei APRA fûr die Region Amazonas.
    Präsident García sprach der Familie sein Beileid aus und kündigte an, früher von seinem Staatsbesuch in Brasilien zurück zu kehren.
    Die Region Amazonas liess derweil 2 Trauertage ausrufen und ordnete Beflaggung auf Halbmast an.

  • Drogendepot wird Koordinationsbüro der Regionalregierung

    Wie die Regionalregierung kürzlich verlautbaren liess, verfügt sie nun, Dank der Unterstützung eines befreundeten Polizeigenerals über ein Koordinationsbüro in Lima. Am heutigen Mittwoch erwähnte selbiger Polizeigeneral gegenüber Radio Horizonte, wie er selbst an die Räumlichkeiten kam:

    „Die Räumlichkeiten waren von Drogenhändlern zur Herstellung und Lagerung von diversen Drogen verwendet worden. Im Rahmen einer konzertierten Polizeiaktion konnte das Haus geräumt und beschlagnahmt werden.“

  • Strasse wieder offen

    Für einige Stunden pro Tag ist wieder Verkehr zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz möglich. In Huancas wird derweil über eine Strasse Huancas-Tingorbamba (an der Strasse Achamaqui-Pedro Ruiz) nachgedacht.

  • Felssturz nach Sprengung: 1 Bauarbeiter tot

    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    eingestürzter Tunnel. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Am vergangenen Samstag kam ein Arbeiter des Strassenbauunternehmens ICCGSA bei Sprengarbeiten an einem natürlichen Tunnel an der Strasse zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas ums Leben. Laut der Regionalregierung Amazonas waren die Sprengarbeiten fehlerhaft durchgeführt worden. Seit Samstag ist die Strasse nun gesperrt, der Zugang zu Chachapoyas ist nur über die Strecke Cajamarca-Leymebamba-Achamaqui oder über den Fussweg Tingobamba-Huancas möglich. ICCGSA führt derzeit Asphaltierunsmassnahmen an der Strasse nach Chachapoyas durch.

  • Kongress hebt Dekrete auf – Konflikt vorläufig beigelegt

    Nachdem die entsprechende Parlamentskommission die Verhandlung der kritisierten Dekrete beschlossen hatte, beschloss der Kongress nun die Aufhebung der Dekrete. Die verschiedenen Organisationen Indigener Völker und Ethnien hoben darauf hin die Besetzung der Brücke Corral Quemado und die Besetzung des Wasserkraftwerkes El Muyo auf.

  • Puente Corral Quemado weiterhin besetzt

    Noch immer ist die Brûcke bei Corral Quemado, die San Martìn, Amazonas und Loreto mit der peruanischen Küste verbindet, von angehôrigen verschiedener indigener Ethnien besetzt. Sie fordern von Prâsident Alan Garcìa Verhandlungen mit den 7 Vorsitzenden der Dachorganisationen indigener Vôlker ûber zwei Dekrete, mit welchen der Verkauf kommunitârer Lândereien vereinfacht wurde. Im Laufe der Brûckenbesetzung wurden bereits mehrere Personen verletzt, darunter 8 Polizisten.

    Die meisten Indìgenas gehören den Ethnien Awajun und Huambisa an, die Aktion ist Teil eines Landesweiten Streiks indigener Vôlker, der seit dem 9. August andauert.

    Die zwei Dekrete, an denen sich der Streit entzûndet hatte, setzten die Vorraussetzunen fûr den Verkauf von Lândereien indigener und bäuerlicher Gmeinschaften herab.

  • Indígenas blockieren Brücke von Corral Quemado

    Wie staatiche, kirchliche und private Medien berichten, ist seit gestern Abend die Fahrt über die „Corral Quemado“-Brücke über den Marañón, die Cajamarca und Amazons miteinander verbindet, von angehörigen der Ethnien Aguaruna und Huambisa blockiert, die diverse Forderungen an die Zentralregierung stellen. Die Anfahrt nach Chachapoyas ist daher bis auf weiteres nur úber Cajamarca möglich.

  • Höchstens 400 Besucher pro Tag

    …hält die Festung „Kuelap“ aus, die touristische Hauptattraktion der Region Amazonas.