• Mehrere "Vladikonten" eingefroren

    Mehrere Konten des ehemaligen peruanischen Geheimdienstcheffs und Beraters des Diktators Fujimori, Vladimiro Montesinos, wurden in den vergangenen Tagen auf Betreiben der peruanischen Anti-Korruptionsbehörde eingefroren. Das Berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Es handelt sich dabei um Konten in Österreich, Luxemburg, der Schweiz, Mexiko und den USA. Auf den verschiedenen Konten sollen sich bis zu mehr als 21 Millionen US-Dollar befunden haben, die von einer Art „Mafia“ um Montesinos verwaltet worden waren. Der Vorsitzende der Anti-Korruptionsbehörde „Procuraduría Anticorrupción“  Carlos Briceño erklärte gegenüber ANDINA, die Gelder seien während der Regierung Fujimori in den 90er Jahren dem Staat gestohlen worden und sollten nun an den Staat zurück fließen.

    Allein in der Schweiz waren über 12 Millionen US-Dollar gefunden worden.

  • CIA hielt Informationen über abgeschossenes Flugzeug in Peru zurück

    Das Berichtet die Washington Post. Es geht dabei um mehrere Missionare einer Pfingstkirche, die umgekommen waren, als ihr Flugzeug von einem peruanischen Kampfflugzeug beschossen worden war, nachdem die CIA es fälschlicherweise mit Drogenschmuggel in Verbindung gebracht hatte.

    Den kompletten Artikel gibt es bei der Washington Post.

  • Amazonas wird 176

    Mit einer Festmesse, dem feierlichen Hissen der National- und Regionalflagge und einer Vielzahl kultureller Veranstaltungen begeht das Departamento Amazonas heute ihr 176. Gründungsjubiläum. Gleichzeitig feiert die Regionalregierung Amazonas ihr 6jähriges bestehen als staatliche Institution. Die Region Amazonas war 2002 gegründet worden, um die Dezentralisierung voranzutreiben. Dabei stehen in naher Zukunft große Änderungen an: Derzeit ist die Region Amazonas dabei, gemeinsam mit der Nachbarregion San Martín eine „Macro-Testregion“ zu bilden.

    HYMNE DER REGION AMAZONAS:
    Kehrvers
    Amazonenses unidos cantemos
    con la fuerza del gran Marañón,
    un homenaje de paz ensalcemos
    a la grandeza de nuestra región.
    I

    Logo Regionalregierung Amazonas - Gobierno Regional Amazonas
    Logo Regionalregierung Amazonas – Gobierno Regional Amazonas

    Amazonas, paraíso y destino,
    tradición y riqueza natural,
    digna fuente del agro y turismo,
    patrimonio y selva sin igual.
    Luya, Rodríguez de Mendoza,
    Utcubamba, Bagua, Bongará,
    Condorcanqui y Chachapoyas,
    una mañana feliz florecerán.
    II
    Dominaron tu inhóspita yunga
    inmigrantes de sueño ideal,
    valientes huambisas y aguarunas
    son hermanos del llano tropical.
    Cordillera, lagunas, cataratas,
    ríos y valles con su devenir,
    con Kuélap milenaria y dorada
    territorio de noble porvenir.
    III
    Evoquemos a quienes un día
    nos legaron heroica lección:
    Sachapuyos, valor y osadía,
    Higos Urco, patriótica acción.
    Valerosos e ilustres hombres
    precursores que el Perú heredó,
    victoriosas gestas de renombre
    que Dios en El Cenepa selló.
    Text: EDY ESTRADA RIVERA
    Melodie: PEDRO VIDALÓN MERCADO

  • Evangelische Kirchen Perus fordern eigenen Feiertag

    Wie ANDINA berichtet, debattiert der peruanische Kongress derzeit die Einführung eines eigenen arbeitsfreien Feiertages für die Evangelische Bevölkerung. Diese Macht inzwischen, laut der Volkszählung 2007, immerhin 12,5% der Gesamtbevölkerung aus, was rund 2,6 Millionen Gläubigen entspricht. Im Gespräch ist dabei der 31. Oktober, an dem außerdem der „Día de la canción criolla“ begangen wird, also der Tag der peruanisch-kreolischen (afroperuanischen) Musik. Der Antrag war von evangelischen Angehörigen diverser Parteien eingebracht worden und wird nach Angaben von ANDINA von einer breiten Mehrheit unterstützt. Derzeit gibt es 7 katholische Feiertage. Laut der Volkszählung 2007 (Censo 2007) des Nationalinstitutes für Statistik und Informatik INEI waren Ende vergangenen Jahres 80% der peruanischen Bevölkerung katholisch. Im Vergleich zum Jahr 1993 (1Mio) hat sich die Anzahl der Angehörigen evangelischer Kirchen mehr als verdoppelt. Besonders im ländlichen Bereich und wenig bevölkerten Urwaldregionen konnten sie zulegen.

    Kürzlich wurde in Chile der 31. Oktober als gesetzlicher evangelischer Feiertag eingeführt.

  • Asien-Pazifiktreffen (APEC) in Lima

    Seit einigen Wochen finden in Lima Treffen von Ministern und Unternehmern aller Asiatischen und Pazifikanrainerstaaten statt. Der APEC-Gipfel ist der letzte große Gipfel des Jahres 2008, das in Peru offiziell unter dem Titel „Año de las Cumbres mundiales en el Perú“, also „Jahr der Weltgipfel in Peru“ steht.

    Die vermutlich prominentesten Staatsoberhäupter, die angereist sind, sind unter anderen der chinesische Präsident Hu Jintao und der US-Amerikanische Staatschef George W. Bush. Hu Jintao wird insgesamt 5 Tage in Peru verbringen.

    Auf dem Programm stehen vor allem Wirtschaftsthemen, diverse Freihandelsabkommen und Handelsvereinfachungen sollen beschlossen werden. Auch die derzeitige Wirtschaftskrise wird Thema sein.

    Für die First Ladies der verschiedenen Länder hat die Frau des peruanischen Präsidenten García zusammen mit der Frau des Außenministers ein buntes Programm zusammen gestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet. Der japanischen Präsidentenfrau soll dabei die peruanische Alpacamode sehr gut gefallen haben, worauf sie sich fleissig damit eingedeckt habe, so ANDINA.

  • Flughafen Chachapoyas bleibt isoliert

    Wir Radio Horizonte unter Berufung auf Statistiken des staatlichen peruanischen Luftfahrtamtes des Verkehrsministeriums (Dirección General de Aeronáutica Civil del Ministerio de Transportes) berichtet, wurden insgesamt im Juli diesen Jahres über den Flughafen Chachapoyas nur 6 Passagiere transportiert. Weniger Personenverkehr hatten nur die Flughäfen von Paranapura und Santa Marta, mit jeweils nur 3 Passagieren im gesamten Monat Juli.

  • Recht auf saubere Umwelt bekommt Verfassungsrang

    Wie das peruanische Verfassungsgericht (Tribunal Constitucional) am 11. November mit der Entscheidung „Exp. Nº 03610-2008-PA/TC“ entschieden hat, kann jeder Peruaner auf eine saubere Umwelt in seiner Umgebung bestehen und diese notfalls auch einklagen. Der Spruch kam zustande, nachdem ein Fahrzeugimportunternehmen versucht hatte, mit einer Klage das Verbot des Imports von Gebrauchtwagen zu kippen, um mehrere tausend Fahrzeuge zu importieren. Dies lehnte das Verfassungsgericht mit dieser Grundsatzentscheidung nun entschieden ab.

  • San Jerónimo-Brücke eingeweiht, Bau der zweiten Zufahrtsstraße begonnen

    Im beisein des Regionalpräsidenten Oscar Altamirano haben vor wenigen Tagen die Bauarbeiten für die alternative Zufahrtsroute zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas begonnen, die auf der Westseite des Utcubamba-Flusses durch die Provinz Luya führen wird. Der erste Teil, dessen Bau nun begonnen wird, hat eine Länge von ca. 10 Kilometern. Bis wann die Straße fertig gestellt sein wird, ist noch unbekannt.

    Im August diesen Jahres war die Straße  zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas nach einem Felssturz mehrere Wochen nicht befahrbar gewesen. Dadurch waren die Provinzen Luya, Chachapoyas und  Rodriguez de Mendoza praktisch vom Wahrenhandel abgeschlossen. Auch das soll durch die neue Straße ausgeschlossen werden.

  • Aserradero/Yerbabuena: Chachapoyas von der Außenwelt abgeschnitten

    Wie der Zivilschutz (Defensa Civíl) der Region Amazonas mitteilt, kam es aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage in Yerbabuena (La Jalca, Straße Leymebamba-Chachapoyas) zu Überschwemmungen und bei dem vormaligen Örtchen „El Aserradero“ (Straße Pedro Ruiz-Chachapoyas) erneut zu einem Erdrutsch. Dadurch sind die Provinzen Chachapoyas, Luya und Rodriguez de Mendoza absolut von der Außenwelt abgeschnitten. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden in Yerbabuena zahlreiche Häuser zerstört. Im Aserradero hatte Anfang des Jahres ein schwerer Erdrutsch das gesamte Dorf mit ins Tal gerissen. Todesopfer waren keine zu beklagen. Wie damals ist auch diesmal wieder die Straße mitgerissen worden. Wie die Regionalregierung mitteilt, soll der Verkehr bis zum 6. oder 7. November wieder hergestellt werden. Derzeit ist in den Anden Perus Regenzeit.

  • MIMDES: Möglicherweise 10.000 Kinder Opfer von sexueller Ausbeutung

    Wie das peruanische Sozialentwicklungs- und Frauenministeriums (MIMDES) mitteilt, sind möglicherweise 10.000 Kinder in Peru Opfer von sexueller Ausbeutung. Um die bisherigen Strategien von Polizei, Staatsanwaltschaft, NGOs und anderen Organisationen zur Bekämpfung der Ausbeuter und Unterstützung der Opfer weiter zu entwickeln, organisiert das Ministerium in dieser Woche einen Kongress, zu dem neben Opferorganisationen, Behörden und NGOs auch diverse Unternehmen eingeladen wurden, insbesondere aus dem Tourismussektor. Dabei sollen unter anderem Strategien, Erfahrungen und Gesetze im Kampf gegen Kinderprostitution in anderen Ländern analysiert werden. Der Kongress wird der erste seiner Art in Peru sein.

    Zudem wies MIMDES auf die Möglichkeit hin, Fälle sexueller Ausbeutung per Telefon 24h 7 Tage die Woche anzuzeigen. Dafür wurden die Telefonnummern Línea 100 y Línea Ayuda Amiga, 0800-16-800 eingerichtet, die alleine in diesem Jahr bereits 4003 Anzeigen und Anfragen wegen Nötigung oder sexueller Ausbeutung entgegen nahmen.  Zudem wurde eine Informationsseite für Kinder eingerichtet (http://www.mimdes.gob.pe/pncvfs/sientoayuda100/).

    In diesem Jahr war es wiederholt gelungen, Kinder aus den Fängen ihrer Zuhälter zu befreien.

    In der peruanischen Öffentlichkeit wird immer wieder die Einführung der Todesstrafe für sexuelle Ausbeutung Minderjähriger diskutiert. Ein prominenter Befürworter ist unter anderem Präsident García.