• TVPeru Chachapoyas bekommt neuen Sender & Lokalstudio

    Das peruanische Staatsfernsehen TVPeru hat für seine Sendeanlage in Chachapoyas einen neuen Sender bekommen. Das teilt die Regionalregierung Amazonas in einer Pressemitteilung mit. Der 1000-Watt Sender der französischen Marke Thomson kostet ca. 80.000 US-Dollar. Er ersetzt den alten Techno-Systems-Sender, der in letzter Zeit immer wieder ausfiel. Gleichzeitig soll die Sendeanlage so ausgebaut werden, dass verstärkt auch lokal produzierte Programme ausgestrahlt werden können. Übergeben und finanziert worden war der Sender durch das peruanische Radio- und Fernsehinstitut IRTP, das auch das Staatsradio Radio Nacional betreibt. Insgesamt tauscht IRTP derzeit die Sendeanlagen in 22 peruanischen Städten.

    Das Staatsfernsehen ist auch unter dem Namen „Canal 7“ bekannt – weil es traditionell auf diesem Fernsehkanal liegt.

  • FIFA wirft Peru raus

    Der Fußball-Weltverband FIFA sprach heute Peru das Recht ab, an jeglichem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Grund dafür sind Streitigkeiten über den Vorsitzenden des peruanischen Fußballverbandes, Manuel Burga, dessen Rücktritt die FIFA fordert.

  • Journalisten-Mordprozess wird wieder aufgerollt

    Der Prozess über den Mord an dem Journalisten Alberto Rivera wird wieder aufgerollt. Das entschied das oberste peruanische Gericht (Corte Suprema de Justicia). Grund dafür sind Unregelmäßigkeiten in dem ursprünglichen Prozess am Regionalgericht Ucayali, in dem der dringend tatverdächtige Bürgermeister von Coronel Portillo, Luis Valdez, freigesprochen wurde. Zudem wurde die Verbeamtung des Staatsanwaltes D. Rodríguez rückgängig gemacht, der nach der Entscheidung des Gerichtes nicht in Berufung gegangen war. Während Luis Valdez, der verdächtigt wird, den Mord in Auftrag gegeben zu haben, freigesprochen wurde, hatte das Regionalgericht Ucayali am 14. November A. F. Pizango, als ausführender Täter zu 35 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von  100.000 Nuevos Soles und seinen Komplizen Alex Ventura Panduro zu 20 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Letzterer hatte Pizango 300 US-Dollar für den Mord an Alberto Rivera Fernández angeboten.

    == Wiederaufnahme des Verfahrens am 9. März 2009

    Das Regionalgerichtes Ucayali hat nun den Termin für die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Luis Valdéz auf Frühjahr 2009 festgelegt.

  • Polizist stirbt während Bergbau-Streik

    Der Polizist Giuliano Villarreal Lobatón kam gestern in Casapalca, Zentralperu, ums Leben, als er im Zusammenhang mit einem Streik von Mitarbeitern der Mine „Casapalca“ seinen Dienst verrichtete. Wie der ehemalige peruanische Parlamentspräsident Gonzales Posada gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, war er durch einen an einem Hang vorsätzlich ins Rollen gebrachten Stein getroffen worden. Verdächtigt werden mehrere Mitarbeiter der Mine.

    Wie ANDINA weiters berichtet, fordern die Streikenden eine Lohnerhöhung.

  • Fujimori-Prozess: Urteil vermutlich bald.

    Im Prozess darum, ob der ehemalige peruanische Diktator Fujimori in den 90er Jahren Menschenrechtsverletzungen angeordnet, oder zumindest von ihnen gewusst hat, wird für die nächsten Wochen das Urteil erwartet. Am gestrigen Montag hielten die Verteidiger ihre Plädoyers zu diesem Thema ab. Die Anwältin, die am gestrigen Prozesstag den von Chile ausgelieferten Fujimori verteidigte, beharrte auf der Aussage, Fujimori habe neben der offiziellen Militärstrategie gegen den Terrorismus von der inoffiziellen Militärstrategie unter dem Titel „Colina-Gruppe“ (Grúpo Colina) nichts gewusst. Die Staatsanwaltschaft bezweifelt dies und verwies darauf, dass die „Colina-Gruppe“ nicht nur den Staatsapperat für ihre Aktionen verwendet hatte, sondern auch Waffen des Staates. Die Colina-Gruppe, deren Existenz von ehemaligen Militärs und Politikern bis heute vehement bestritten wird, hatte mehrere politische Morde verübt.

  • Scheidung in Lima kostet jetzt S/. 291

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA mitteilt, hat die Stadtverwaltung von Lima die Verwaltungsgebühren für die so genannte „Schnellscheidung“ (Divorcio Rápido) auf 291 Nuevos Soles festgelegt. Die Einführung dieser Art der Scheidung wurde im Vorfeld stark kritisiert, besonders von der katholischen Kirche.

  • Chachapoyas kauft 2 LKW und einen Bagger

    Das verkündet die Internetseite der Provinzverwaltung. Die Kosten dafür belaufen sich nach Angaben des Evaluierungskomitees auf insgesamt 958.388 Soles:

    02 CAMIONES COMPACTADORES

    1. Interamericana Lambayeque SRL, que obtuvo un total de 91.6 cuya propuesta económica fue de S/. 654.000.00

    01 CARGADOR RETROEXCAVADOR

    1. Ferreyros S.A.A. que obtuvo un total de 100 puntos, y cuya propuesta económica fue de S/. 304,388.00, superando las propuestas de Mitsui Maquinarias S.A. y  Stenica S.A
  • Lima hat 8.472.935 Einwohner, Peru zieht es zur Küste

    Lima hat Acht Millionen vierhundertzweiundsiebzigtausendneunhundertfünfunddreißig Einwohner. Das ist eines der Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Auswertung der Volkszählung 2007 (Censo 2007). Die Zahl bezieht sich dabei nur auf die Stadt Lima (Lima Metropolitana), nicht die gleichnamige Region.

    Bevölkerungsverteilung Perus 1940-2007. Quelle: INEI
    Bevölkerungsverteilung Perus 1940-2007. Quelle: INEI. Klicken für großes Bild.

    Zudem konzentriert sich die peruanische Bevölkerung weiter und verstärkt an der Pazifikküste. Während die Bevölkerung der verschiedenen Regenwaldregionen leicht und die Küstenbevölkerung stark anstieg, sank die Bevölkerung der peruanischen Andenregionen im Vergleich zu den anderen Regionen seit 1940 um über 30 Prozentpunkte ab. Heute macht die Küstenbevölkerung über 54% der Gesamtbevölkerung aus, im Gegensatz zu 28,3% 1940. Innerhalb der vergangenen 14 Jahre stieg die Küstenbevölkerung um 3.425.521 Personen an.

    Höchstes Bevölkerungswachstum in Regendwaldregion Madre de Dios

    Vom Bevölkerungswachstum her ist übrigens die Urwaldregion Madre de Dios mit durchschnittlich 3,5% Spitzenreiter. 1940 wurden hier noch 4.950 Einwohner gezählt, 2007 bereits 109.555. Dieses extreme Wachstum ist allerdings möglicherweise auf Schwierigkeiten bei der Durchführung der Zählung zurückzuführen. Viele Gegenden verfügen erst seit kurzer Zeit über Verkehrsinfrastruktur, was vermuten lässt, dass bei den ersten Zählungen nicht alle Gegenden wirklich vollständig abgedeckt worden waren.

    Vor allem die Einwohnerzahlen fernab der Küste für das Jahr 1940 sind dabei mit Vorsicht zu betrachten, möglicherweise wurde zu jener Zeit lediglich nicht gründlich genug gezählt. Auch die heutigen Zahlen werden von peruanischen Autoren häufig nur unter Vorbehalt zitiert.

    In Peru wurde bereits 2005, damals unter Präsident Alejandro Toledo, eine Volkszählung durchgeführt. Die nachfolgende Regierung unter Präsident Alan García kritisierte allerdings deren Methodologie und ordnete deshalb die Durchführung einer neuen Volkszählung an, die dann Mitte und Ende 2007 durchgeführt wurde. Dieser Beitrag basiert auf den im Jahr 2008 veröffentlichten Daten dieser Zählung.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • RPP präsentiert neue Homepage

    Seit gestern verfügt der größte peruanische Radionachrichtensender RPP über eine neue Internetseite. Besonders die Übersichtlichkeit und die Nutzer- und Kommentarfunktionen wurde verbessert. Zudem wurde ein Videobereich der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA eingebaut.

  • Dina Paucar feiert 16jähriges Bühnenjubiläum (Kommentar)


    Dina Paucar, die Folkloresängerin, die peruweit durch Hits wie „Madre“ oder „Mil Años“ bekannt wurde, feiert 16jähriges Bühnenjubiläum. Das ist an sich nichts besonderes, handelt es sich dabei nicht einmal um ein besonders rundes Datum. Aber sie bekommt zu diesem Jubiläum ein Geschenk, das die meisten Stars erst nach ihrem Tod erhalten. Ihr zu Ehren drehte der Sender „Frecuencia Latina“ eine Art Soap, in der ihr Leben dargestellt wird, ihr Werdegang als Künstlerin. Dina Paucar, eigentlich Dina Magna, wurde in Leoncio Prado, einer Provinz der Region Huánuco geboren. Ihre Ältern waren nicht wohlhabend und hatten sehr viele Kinder. Mit 10 Jahren riss sie von zu Hause aus und schlug sich bis nach Lima durch, der peruanischen Hauptstadt. Dort lebte Dina Magna einige Jahre und hielt sich zuerst als Straßenhändlerin, dann als Hausmädchen über Wasser. 1992 schaffte sie schließlich den Durchbruch als Sängerin, vor allem weil der Hayno, ihr bevorzugter Musikstil, besonders in ländlichen Gegenden Perus eine Vielzahl von Anhängern hat. Und so ist sie, immer von einer Harfe begleitet, bis heute eine der erfolgreichsten Musikerinnnen Perus.

    Seit Anfang des Jahres ist Dina Paucar auch als UNICEF-Botschafterin tätig.