Am kommenden Sonntag, 7. Dezember 2008, findet in vielen Provinzen und Distrikten Perus die sog. „Revocatoría“, also die Abwahl von Volksvertretern statt. Dieses Mittel ist seit dein 90er Jahren in der peruanischen Verfassung vorgesehen. Danach kann die Bevölkerung eines Distriktes oder einer Provinz, wenn sie genug Unterschriften sammelt, eine Abstimmung über den Verbleib eines Bürgermeisters, einzelner Gemeinderäte oder über die gesamte politische Führung einer lokalpolitischen Einheit einfordern. Wie bei normalen Wahlen in Peru, herrscht auch bei der „Revocatoría“ Wahlpflicht, wer nicht abstimmt, muss eine Strafe bezahlen.
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2008 449 Radiosender "beschlagnahmt"
Wie das peruanische Transport- und Kommunikationsministerium (MTC) mitteilt, wurde 2008 das gesamte Equipment von rund 450 Radiosendern beschlagnahmt, die über keine Sendelizenz verfügten. Neben der Beschlagnahmung des Equipments drohen Besitzern dieser „Piratensender“ seit 2006 Geld- und Freiheitsstrafen, letztere zwischen einem und 8 Jahren.
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Landwirtschaftsminister: Einführung genetisch veränderter Samen hat keine Priorität
Die Einührung genetisch veränderten Saatgutes nach Peru hat steht nicht an erster Stelle. Das erklärte der peruanische Landwirtschaftsminister Carlos Leyton gegenüber der staatlichen peruanischen Nachrichtenagentur ANDINA im Rahmen der Vorstellung eines Gesetzesentwurfes über die Regulierung der Einfuhr des Saatgutes, das vom Nationalinstitut für Agrarinnovation (INIA) erstellt wurde.. Vorerst sollte das Gesetzesprojekt veröffentlicht und eingehend diskutiert werden. Das Gesetzesprojekt sieht vor, unter bestimmten Bedingungen den Import einzelner Sorten zuzulassen. Gleichzeitig soll mit drastischen Strafen der illegale Import verhindert werden. Wie Leyton erklärt, können z.B. bestimme Impfstoffe nur mit Hilfe gentechnisch veränderten Saatgutes hergestellt werden. Der peruanische Umweltminister Brack Egg fordert dagegen, Peru zu einem „Gentechnikfreien“ Land zu erklären und anstatt dessen mehr den bereits vorhandenen Reichtum in Flora und Fauna des Landes zu erforschen und einzusetzen.
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2009 soll über "Macroregion" Amazonas-San Martín abgestimmt werden
Wie der peruanische Premier Yehude Simon gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“ erklärte, soll es im kommenden Jahr eine Volksabstimmung über den probeweisen Zusammenschluss der Regionen Amazonas und San Martín geben. Auch die Regionen Ancásh, Huánuco und Ucayali seien dabei, diesen Schritt zu gehen, so Simon. Dazu stehe man in engem Kontakt zur lokalen und regionalen Verwaltung. Mit der Bildung von „Macroregionen“ zu Testzwecken soll der Dezentralisierungsprozess weiter vorangetrieben werden. Bereits vor einigen Jahren war eine Volksabstimmung, der keine breite Diskussion vorausgegangen war, in vielen Teilen Perus gescheitert. Erst seit rund einem Jahr wird probiert, den Prozess wiederzubeleben.
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Utcubamba: Mögliche Vorinka-Stadt entdeckt
In La Palma, einem Teilörtchen des Distriktes Jamalca in der Provinz Utcubamba (Amazonas) hat Dorflehrer Benedicto Pérez Goicochea gestern die Entdeckung einer Ruinenstadt aus der Zeit vor den Inkas bekannt gegeben. Nach Angaben des Lehrers waren ihm und seinen Schülern die Reste von Hauskonstruktionen während eines Schulausfluges aufgefallen. Neben den Hauskonstruktionen wurden inzwischen unter der dichten Vegetation auch Reste hoher Mauern entdeckt, sowie zwei Höhlen, in denen unter anderem diverse Keramiken aufbewahrt werden.
Der Sprecher Der Dorfverwaltung von La Palma, Adelino Ramírez Rimarachin, erklärte gegenüber lokalen Medien, inzwischen würden sowohl Ruinen als auch Höhlen von der lokalen Bauernwehr (Ronda Campesina) bewacht, um Grabräubereien zu verhindern. Zudem bat er die Regionalregierung Amazonas darum, ihren Ort nun in die großen Tourismusrouten der Region aufzunehmen. In der Nähe findet sich auch der Wasserfall „Lejía“, der nach Angaben des Sprechers immerhin eine Höhe von 672 Metern hat.
Die Ruinenstadt „Pachallama“ wurde nach dem Berg benannt, auf dem sie steht. Wie Pérez Goicochea erklärt, ist Pachallama der Name eines Heilkrautes, das sich an dieser Stelle in großen Mengen findet.
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SEDAPAL weiter kreativ: Prepaid-Strandduschen
Nach Wasserzählern mit Internetanschluss hat sich das Wasserunternehmen Limas nun wieder einmal etwas neues einfallen lassen: Prepaid-Duschen für Strandbesucher. Im Distrikt Punta Hermosa sollen ab Januar Testweise am Strand duschen aufgestellt werden, deren Wasser per „Duschkarte“ bezahlt wird. Diese muss, ähnlich einer Telefonkarte, vorher erworben werden. Bewährt sich das Prinzip, soll es auf allen Strände Limas Anwendung finden, wie Guillermo León Suematsu, der derzeitige Chef von Sedapal, betont.
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Minister für Bau und Verkehr/Kommunikation vereidigt.
Wie der peruanische Premier Yehude Simon bekannt gab, wurde heute die neue Bauministerin, die APRA-Abgeordnete Nidia Vílchez, und der neue Verkehrs- und Kommunikationsminister, Enrique Cornejo, vereidigt. Letzterer ersetzt so Verónica Zavala, die bereits vor einigen Wochen einen Rücktritt nicht mehr ausschloss. Dieser Wechsel ist Teil des Kabinettumbaus, den Yehude Simon nach dem Rücktritt von Jorge Del Castillo als Premierminister wegen der „Petroaudio“-Affäre eingeleitet hat.
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Staatsfernsehen wird 50
Das peruanische Staatsfernsehen, derzeit unter dem Namen „TVPeru“ bekannt, wird 50 Jahre alt. Der Sender, der bis heute landläufig unter dem Namen „Canal 7“ (Kanal 7) bekannt ist, wurde unter eben diesem Namen 1958 gemeinsam von der UNESCO und dem peruanischen Bildungsministerium gegründet. Damit war das Staatsfernsehen jenerzeit der erste Fernsehsender überhaupt in Peru. Die folgenden Jahre war er auch Peruweit der erste Sender, der in Farbe sendete und über ein Satelitensignal verfügte. Über seine gesamte Geschichte hinweg änderten sich Instrumentallisierung und Nähe zur Regierung, insgesamt stand der Sender aber stets in der Nähe der jeweiligen Regierung. Allerdings trug er durch die Ausstrahlung belastenden Videomaterials („Vladivideos“) auch zum Sturz des Diktators Fujimori bei. Inzwischen verfügt der Sender über 275 Übersetzer (Stationen mit Satelitenschüssel, Sendeanlage und Antenne, die das aus Lima kommende Programm weitersenden) in fast allen Ecken und Enden Perus (Siehe Grafik).

Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007 Derzeit hat TVPeru den Auftrag, die Bevölkerung „moralisch und kulturell zu bilden“.
Und da der Sender unter fast jeder Regierung bisher umbenannt worden war, passt wohl am besten:
Herzlichen Glückwunsch, „Canal 7“.
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Regionalregierung Amazonas will Maschinenpark erneuern
Wie die Regionalregierung Amazonas (Peru) mitteilt, soll ihr Straßenbaumaschinenpark erneuert werden. Hierfür möchte Regionalpräsident Altamirano auf seiner USA-Reise bis zu 6,5 Millionen US-Dollar sammeln, besonders im Umfeld der „Fundación Peru brazos abiertos“, einer Organisation von Exilperuanern in den vereinigten Staaten. Das genaue Reisedatum wurde bisher noch nicht bekannt gegeben, die Reise wird aus Mitteln der Regionalregierung finanziert.
Die derzeitig vorhandenen Maschinen zum Straßenbau sind zu einem großen Teil in schlechter Verfassung. Nach Angaben des Verkehrs- und Kommunikationsministeriums (MTC) sind derzeit rund 92% des Straßennetzes der Region Amazonas in mangelhaftem Zustand.
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Wahlbehörde gibt Strafen für Nichtwähler bekannt
In Peru herrscht Wahlpflicht. Wer dagegen verstößt und nicht zur Wahl geht, muss eine Strafe bezahlen. Dies wird auch am 7. Dezember so sein, wenn in mehreren hundert Orten Perus die sogenannten „revocatorias“ abgehalten werden, also Abstimmungen über die Abberufung von Regionalpräsidenten, Bürgermeistern, Provinz-, Stadt- und Gemeinderäten. Diese Art der Abstimmung ist bereits seit Anfang der 90er Jahre in der peruanischen Verfassung vorgesehen, wird nun aber erst zum zweiten Mal angewandt. Wie die Jury für diese Art spezieller Wahlen, der „Jurado Electoral Especial“ (JEE), nun bekannt gab, liegen die Strafen bei dieser Wahl zwischen 17,50 und 70 Nuevos Soles. Wie hoch die Strafe jeweils ist, hängt vor allem davon ab, ob der jeweilige Ort nach der letzten Volkszählung im Vergangenen Jahr (CENSO 2007) als „nicht Arm“, “ „nicht extrem Arm“ oder „extrem Arm“ eingestuft wurde. In den „nicht Arm“en Orten beträgt die Strafe 70 Nuevos Soles, in „nicht extrem Arm“en Orten 35 und in „extrem Arm“en Orten 17,50 Nuevos Soles. Sonderstrafen gibt es zudem noch für die Wahlhelfer, die unter allen Wählern ausgeloßt werden. Erscheinen sie am Wahltag nicht, kommt auf sie eine Strafe von 175 Nuevos Soles zu.