Kategorie: Chachapoyas

Die Provinz Chachapoyas liegt in Nordperu, im Süden der Region Amazonas. Sie ist von den Anden geprägt, die sie von Nord nach Süd durchqueren, obwohl Chachapoyas selbst auch von vielen Peruanern fälschlicherweise als „Urwaldstadt“ bezeichnet wird. Ihren Namen tragen sowohl die Provinz, als auch die Chachapoyas, dem präinkaischen Volk der „Chachapoya“ zu Ehren, das unter Anderem die Kuelap-Festung errichtet hat. Chachapoyas ist die Hauptstadt der Region Amazonas und so wichtiges administratives Zentrum der ganzen Umgebung. Mit einer Pädagogischen Hochschule, einer Kunsthochschule, sowie einer Universität ist Chachapoyas zudem Bildungszentrum mit hohem Einzugsbereich.

Für Touristen ist Chachapoyas zudem wegen seiner Altstadt und den Museen, wie auch als Ausgangspunkt zu spannenden Reisezielen wie Gocta (dritthöchster Wasserfall der Welt), die Kuelap-Ruinen, das Leymebamba-Museum (mit hunderten Mumien) und den Kondorsee. Zudem ist Chachapoyas, gegründet am 5. 9. 1538, eine der ältesten Kolonialstädte Südamerikas.
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  • Radio Horizonte darf wieder senden

    Nachdem sich die peruanische Volksanwaltschaft, die Bischofskonferenz, sowie ein Kongressabgeordneter für den Radiosender der Diözese Chachapoyas eingesetzt hatten, rückte das Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC von seiner Position ab, der Richtfunksender, der das Radiosignal vom Studio zur Sendeanlage überträgt, sei ohne Genehmigung betrieben worden. Das erklärte der Bischof von Chachapoyas Emiliano Cisneros Martínez, der gleichzeitig Direktor der Organisation „Asociación Católica San José“ ist, zu der Radio Horizonte gehört. Damit ging der Streit um die illegale Beschlagnahmung des Richtfunksenders durch Polizei, Verkehrsministerium und Staatsanwaltschaft überraschend schnell zu Ende. Nach Angaben des Bischofs hat das Ministerium den Richtfunksender bisher noch nicht zurückgegeben. Seine Rückführung kann demnach noch einige Tage dauern, während derer Radio Horizonte seinen Sendebetrieb noch nicht normal wieder aufnehmen kann.

    Am vergangenen Freitag hatten zahlreiche Polizisten gemeinsam mit Beamten des Verkehrs- und Kommunikationsministeriums und der Staatsanwaltschaft das Studio von Radio Horizonte umstellt, um den Richtfunksender zu beschlagnahmen, obwohl die Lizenz – entgegen der Aussagen des Ministeriums – rechtzeitig erneuert worden war.

  • "MTC verhindert willkürlich Sendebetrieb von Radio Horizonte" – Offizielle Stellungnahme von Radio Horizonte zu seiner Schließung

    Offizielle Stellungnahme von Radio Horizonte zu seiner Schließung

    MTC VERHINDERT WILLKÜRLICH SENDEBETRIEB VON RADIO HORIZONTE

    Am vergangenen Freitag Vormittag beschlagnahmte das Personal des Verkehrs- und Kommunikationsministeriums
    (MTC), das von Beamten der Nationalpolizei und einem Repräsentanten der Staatsanwaltschaft begleitet wurde, willkürlich einen Apparat zur Signalübertragung, womit sie den Sender praktisch stillgelegt haben.

    Die Intervention wurde mit einer richterlichen Verfügung begründet, die einen Befehl zur Hausdurchsuchung und Beschlagnahmung enthielt, was letztendlich wegen unserer „Kolaboration“ überhaupt nicht notwenig war, die wir als Kommunikationsmedium trotz der ungerechtfertigten Härte zeigten.

    Den Angaben zufolge verfügt Radio Horizonte nicht über die entsprechende Genehmigung (Lizenz), um ein System zur Übertragung unseres Signals (zur Sendeanlage, anm. d. Übers.) zu benutzen, obwohl die technische Inspektion und der anschließende Bericht des MTC akzeptieren, dass dieser Sender den Antrag gestellt und die entsprechende Zahlung hierfür durchgeführt hat.

    Um genau zu sein, war mit der Beantragung der Lizenz am 16. März 2007 begonnen worden, wie auf der Eingangsbestätigung des Antragsformulares zu sehen ist. Zu jenem Zeitpunkt wurde auch ein Zahlungsbeleg von der Nationalbank in Höhe von 863,00 Nuevos Soles (Mit Datum 24.02.2007)  beigefügt.

    Zudem verlangte das MTC für die Lizenz eine Genehmigung für den Wechsel des Senderstandortes, die ebenfalls mit der Genehmigung R.D.N°0828-2008-MTC /28 vom 19. Mai 2008 erteilt wurde.

    Dennoch wurde willkürlich und widerrechtlich die Beschlagnahme durchgeführt und damit die Ausstrahlung von Radio Horizonte unterbrochen, obwohl es sich bei dem Kommunikationsmedium um eines der wenigen (am Ort, anm. d. Übers.) handelt, das zu jedem Zeitpunkt alle Forderungen der verantwortlichen Institution (des MTC, anm. d. Übers.) erfüllt hat.

    Damit handelt es sich um ein Attentat auf die Meinungs- und Informationsfreiheit, sowie auf das Recht der Mitarbeiter des Radios, ihrer Arbeit nachzugehen.

    Nach entsprechenden Anfragen kommen wir zudem zu dem Schluss, dass jegliche Koordination zwischen den verschiedenen Abteilungen des MTC gefehlt hat, wodurch Medien wie Radio Horizonte, wo immer versucht wurde, der Bevölkerung zu Diensten zu sein, großer Schaden zu gefügt wurde.

    Das Überraschendste an dieser Situation ist, dass andere Sender in Chachapoyas, die ebenfalls von Mitarbeitern des MTC „besucht“ wurden, bereits wenige Stunden später wieder auf Sendung waren, als ob nichts passiert wäre. Was die Situation noch verschlimmert ist die Tatsache, dass einer der Sender nicht einmal über eine Sendelizenz verfügt. Zudem gibt es in der Stadt weitere Radios, die über keinerlei Sendeerlaubnis verfügen oder in deren Papieren zahlreiche Unregelmäßigkeiten existieren und die dennoch weiter senden, was ein klares Zeichen der Ungleichbehandlung und Ungerechtigkeit ist.

    Mit dem entsprechenden Respekt vor der Rechtslage im Lande haben wir die nötigen Entscheidungen getroffen, um möglichst bald den Sendebetrieb wieder aufnehmen zu können und erwarten die entsprechende Richtigstellung des MTC.

    Bitte beachten Sie, dass es sich nicht um eine offizielle Übersetzung handelt. Zum Zitieren verwenden Sie bitte die Originalstellungnahme in spanischer Sprache, die unter http://www.horizonteperu.com/2009/10/26/mtc-arbitrariamente-impide-transmisiones-de-radio-horizonte.html eingesehen werden kann.

  • Peruanisches Verkehrsministerium schließt Diözesanradio

    Mit großem Polizeiaufgebot hat das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC am vergangenen Freitag die Radiostation der Diözese Chachapoyas im nordperuanischen Andenhochland geschlossen. Offiziell wird als Grund für die Schließung eine fehlende Lizenz angegeben. Der Bischof der Diözese, Emiliano Cisneros Martínez, erklärte gegenüber lokalen Medien, die Diözese habe bereits vor mehr als 2 Jahren einen Antrag auf Erneuerung der Sendelizenz gestellt und dafür auch bezahlt. Deshalb läge die Schuld am Fehlen der Lizenz nicht bei der Diözese. Zudem beklagte sich der Bischof über die Art, wie die Radiostation geschlossen worden war. Mit Maschinenpistolen bewaffnet war die Polizei eingedrungen – als würde es sich um eine kriminelle Organisation handeln, so Cisneros Martínez. Dabei hätte die Polizei wissen müssen, dass kein großer Widerstand zu erwarten war, denn das Radio verfügte zuletzt nur über 3 Mitarbeiter.

    Konkret bemängelte das Verkehrs- und Kommunikationsministerium Perus, das Diözesanradio, das unter dem Namen Radio Horizonte sendet, habe keine gültige Erlaubnis mehr gehabt, um sein Signal per Funk aus dem Radiostudio zur vier Kilometer entfernt gelegenen Sendeanlage zu übertragen. Die entsprechende Anlage nahmen die Beamten daraufhin mit.

    Der Administrator von Radio Horizonte, Percy Chuquizuta Alvarado, sieht die Polizeiaktion auf einer Linie mit der Schließung eines anderen der katholischen Kirche nahestehenden Radiosenders. Vor wenigen Monaten war im nahegelegenen Bagua der Radiosender „La Voz“, zu Deutsch „die Stimme“ geschlossen worden. Den Machern des Senders war vorgeworfen worden, am 5. Juni diesen Jahres die Gewalt zwischen peruanischen Ureinwohnern und der Polizei angeheizt zu haben. Obwohl bei der Analyse der Sendungen keine Anzeichen von Aufwiegelung zur Gewalt nachgewiesen werden konnten, wurde Radio „La Voz“ geschlossen, ebenfalls wegen angeblich abgelaufener Sendelizenzen. Auch hier konnte der Besitzer nachweisen, alles rechtzeitig und korrekt gemacht zu haben, seine Sendelizenz bekam er dennoch nie zurück.

    Klar ist dabei, dass es sich bei der Schließung von Radio Horizonte um eine politische Entscheidung handelte. In Chachapoyas operieren derzeit 4 Piratensender. Nur einer davon wurde ebenfalls durchsucht – war aber nach Angaben von Einwohnern der Andenstadt bereits 2 Tage nach der Durchsuchung wieder auf Sendung.

    Übergangsweise wird Radio Horizonte nun versuchen, in den kommenden Tagen direkt aus der Sendeanlage Senden, was aber wegen deren abgelegener Lage und der fehlenden Einrichtung kein Dauerzustand sein kann. Zahlreiche Radiosender und Personen des öffentlichen Lebens solidarisierten sich mit der Radiostation, die im September ihr 20jähriges Bestehen feierte.

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  • Universität Chachapoyas eröffnet Institut zur Nachhaltigen Entwicklung des Bergurwaldes

    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS
    Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva (INDES-CES) Foto: UNAT-AMAZONAS

    Die Toribio Rodríguez de Mendoza-Nationaluniversität Chachapoyas hat das neue Gebäude des Forschungsinstitutes  für die nachhaltige Entwicklung des Hochregenwaldes offiziell eröffnet (INDES-CES; Instituto de Investigación para el Desarrollo Sustentable de Ceja de Selva). Héctor Garay Montañez, Übergangsdirektor der Universität erklärte in seiner Eröffnungsansprache, das Institut solle in seinen eigenen Räumen nicht nur die Ausbildung in seinem Forschungsbereich an der Universität unterstützen, sondern auch ganz praktisch für die nachhaltige Entwicklung der Region Amazonas wirken. Ein erstes großes Projekt des INDES-CES wird die Einrichtung von 3 Versuchs- und Experimentierstationen. Dadurch sollen Forschungen in den Bereichen Umweltmanagement, biologische Vielfalt, Entwicklung nachhaltiger Landwirtschafts- und Wassernutzungstechniken, sowie sozialwissenschaftliche Studien mit interkulturellem Fokus über die Lebensumstände in den Hochregenwaldregionen der Region Amazonas ermöglicht werden.

    Der Hochregenwald (Ceja de Selva), wörtlich übersetzt „Augenbraue des Regenwaldes“ liegt auf der dem Amazonasbecken zugewandten Seite der Anden und schließt somit große Teile der Region Amazonas mit ein.

    Weitere Daten

  • Kunsthochschule Chachapoyas eingeweiht

    "UNIDAD EN LA VARIEDAD" - Ausstellung der ESNABAP Chachapoyas. Foto: D. Raiser
    "UNIDAD EN LA VARIEDAD" – Ausstellung der ESNABAP Chachapoyas. Foto: D. Raiser

    Nach mehreren Jahren in einer Abstellkammer der pädagogischen Hochschule hat die Kunsthochschule Chachapoyas (Escuela Nacional Superior Autonoma de Bellas Artes (ESNABAP), Filial Chachapoyas) seit gestern ihr eigenes Gebäude. Nachdem alle Probleme – wie die Installation von 3-Phasen-Strom- behoben worden waren, wurden die fünf Hörsäle und Ateliers, die Direktion, der Ausstellungsraum, das Labor, die Bibliothek und das WC feierlich von Bischof Emiliano A. Cisneros Martínez eingeweiht. César Reina Santillan, Rektor der Kunsthochschule, dankte während des anschließenden Festaktes allen Beteiligten für ihre Hilfe und führte sie durch das Gebäude, in dem zahlreiche Werke der Studenten und des Lehrpersonals ausgestellt waren – darunter auch Werke der Ausstellung „Unidad en la Variedad“, in der gemeinsam Künstler, Studenten, Polizisten und Indígena die schweren Zusammenstöße zwischen Polizei und Indígena am 5. Juni bei Bagua verarbeitet haben.

  • Schwere Schäden nach 4 Erdrutschen im Alto Imaza

    Wie in fast jedem Jahr, wurde auch jetzt wieder der Notstand für die Region Amazonas ausgerufen. Grund ist der desolate Zustand der Straßen, die Amazonas mit den Nachbarregionen, aber auch die Orte der Region untereinander verbinden.
    Vor wenigen Tagen kam es im Alto Imaza nach starken Regenfällen und einem Hagelsturm zu mindestens 4 Erdrutschen und Schlammlawinen. Dabei verendeten mindestens 39 Rinder, weiters wurden 15 Häuser und 50 Ha Felder zerstört. Zudem wurde – nach Angaben des technischen Hilfswerkes (Defensa Civíl) – die Straße nach Asunción Goncha auf einer Länge von fast 500 Metern vollständig zerstört. Im Regionalfernsehen sprachen Anwohner von Tennisballgroßen Hagelkörnern, die zudem zahlreiche Wellblechdächer durchschlagen hatten.
    Betroffen sind die Provinzen Chachapoyas und Bongara.

  • Seit heute: Freie Fahrt zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz

    Seit heute ist die Straße zwischen Chachapoyas und Pedro Ruiz Gallo wieder uneingeschränkt befahrbar. Das bestätigte Lindon Vela, Funktionär der Regionalregierung Amazonas, gegenüber Red Informativa Regional von Radio Activa. Seit Beginn des vergangenen Jahres war die Hauptzufahrtsrute zur Hauptstadt Chachapoyas wegen der gefährlicher Bauarbeiten nur wenige Stunden am Tag befahrbar gewesen. Da an manchen Teilen der Strecke noch gearbeitet wird, ist die Geschwindigkeit aber auf 35 km/h begrenzt.

  • "Chachapoya-Wanderweg" beschlossene Sache

    11 Distrikte der Provinz Chachapoyas werden in den kommenden Jahren durch einen „Chachapoya-Abenteuerwanderweg“ verbunden. Er soll von Huancas über Chachapoyas, Levanto, San Isidro del Maino, Magdalena, Jalca Grande, Montevideo, Mariscal Castilla, Leymebamba, Chuquibamba nach Balsas am Marañón führen. Damit wird er viele archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern, beobachtungspunkte seltener Vögel und über Jahrhunderte unberührten Bergregenwald miteinander verbinden.

    443.000 Soles stehen bereit

    Neben der Aufstellung von Schildern auf der gesamten Länge des Weges umfasst das nun angestoßene Projekt auch die Förderung von Unterkünften, Rastmöglichkeiten und sanitären Einrichtungen  in den Orten, die an der „Gran Camino Chachapoya” genannten Route liegen. Zudem werden die gepflasterten historischen Inkawege – soweit notwendig – wieder hergerichtet und mit wichtigen Wegen der bis heute genutzten Mauleselspfade verknüpft. Die Provinz Chachapoyas, sowie die beteiligten Distrikte, stellen dafür nach Angaben von Provinzbürgermeister Peter Lerche insgesamt 443.000 Nuevos Soles zur Verfügung (Wechselkurse auf chachapoyas.eu). Ein Teil des Geldes soll auch für die Ausbildung von Fremdenführern aus der Umgebung aufgewendet werden. Weitere Mittel wollen die beteiligten Bürgermeister auf einer für Anfang März vorgesehenen Reise nach Lima organisieren.

    Wandern auf den Spuren der Chachapoya als Touristenattraktion

    Die 120-Kilometer-Route war von dem als „Chasqui Peruano“ genannten Abenteurer und Tourismusberater Felipe Valera konzipiert worden und soll Teil des „Circuito Turistico Nor Oriental“ (CNT), also der nordostperuanischen Reiseroute werden. Wie sehr Abenteuerwanderwege dieser Art gefragt sind, zeigt der seit Jahren anhaltende Erfolg des „Camino Inca“ zum Inkaheiligtum „Machu Picchu“ bei Cusco. Dort muss inzwischen, wegen des großen Andrangs, manchmal der Weg gesperrt werden. Gute Aussichten also für die Route, die innerhalb von ca. 8 Tagen in normalem Wandertempo abgelaufen werden kann.

  • Muni machts vor: Gobierno Regional offline

    Nur wenige Tage nachdem die Internetseite der Stadtverwaltung von Chachapoyas plötzlich „verschwand“, ist nun auch die Regionalregierung Amazonas „verloren gegangen“. Aus Kreisen der Stadtverwaltung wird heftig über den vormaligen Zuständigen für Öffentlichkeitsarbeit diskutiert, der, so die Gerüchteküche, trotz mehrerer Aufforderungen „einfach vergessen“ hatte, den Server für 2009 zu bezahlen…

    Dabei ist die Regionalregierung allerdings in einem Punkt weiter: Sie haben nicht nur eine Ersatzseite geschaltet, sondern auch die regionale Presse darüber informiert. http://200.107.134.7 ist zwar nicht gerade einfach zu merken, aber dafür so informativ wie immer. Und wie der Betreiber mitteilt, soll in einigen Tagen auch die alte Adresse, www.regionamazonas.gob.pe, wieder online sein.

  • "Santa Ana"-Museum eingeweiht

    Im Beisein von Francesco Rausi, des italienischen Botschafters in Peru, wurde am vergangenen Samstag in Chachapoyas das ethnohistorische Museum Santa Ána eingeweiht. Auf den Grundmauern der 1569 errichteten Santa Ána-Kirche, die 2005 bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden war, hatten im Rahmen des Tourismusförderungsprojektes „PROMARTUC“ der italienisch-peruanische Entschuldungsfonds Fondo Ítalo Peruano (FIP) gemeinsam mit Cáritas Perú ein Gebäude gleicher Struktur gebaut, das in Zukunft eine Dauerausstellung, sowie zeitlich begrenzte Ausstellungen über Chachapoyas und die Region Amazonas beherbergen soll. Neben Informationen über die spanische Gründung von Chachapoyas wird es, wie Radio Activa (Red Informativa Regional) berichtet, auch Ausstellungsstücke und Erklärungen zum Totenkult des Chachapoya-Volkes geben. Aber auch Darstellung der Natur in allen Teilen der Region Amazonas und vielfältige Traditionen, die bis heute erhalten sind, werden ihren Platz erhalten.

    Santa Ána war zur Zeit ihrer Errichtung die „Gemeinde der Indios“, bis dahin hatten sich die „Missionsbemühungen“ der katholischen Geistlichkeit hauptsächlich auf die spanischstämmigen Bewohner von Chachapoyas gerichtet.

    Nach Angaben von Cáritas Chachapoyas kostete die Wiedererrichtung der Kirche 1 Million Nuevos Soles.