Schlagwort: Huanuco

  • Atalaya / Ucayali: Starker Wind deckt Dächer ab / Schäden auch in Huánuco

    [wp_geo_map]Mindestens 60 Wellblechdächer, Holz- und Lehmhäuser wurden gestern im peruanischen Distrikt Raymondi (Provinz Atalaya /Region Ucayali) durch starke Winde und heftige Regenfälle schwer beschädigt, mindestens 10 Häuser stürzten ein. Beim Einsturz einer Steinmauer wurde eine Person verletzt. Nach Angaben des Bürgermeisteramtes der Provinz standen zahlreiche Felder zeitweise unter Wasser, große Saatflächen wurde dabei zerstört. Besonders betroffen sind die Ortschaften Atalaya, Santa Rosa und San Carlos, die Winde und Regenfälle führten aber auch zu Schäden in den Ortschaften La Loma, Fortaleza Ucayalina, Pascual Alegre und Mangualito. Einigen Opfern der Wetterkapriolen wurden vom örtlichen Zivilschutz Zelte, Matratzen und Decken zur Verfügung gestellt.

    Schäden auch in Huánuco

    Auch im Distrikt Cholón (Provinz Marañón / Region Huánuco) kam es durch die starken Winde zu Schäden. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, wurden 60 Wohnhäuser beschädigt. Besonders betroffen ist hier der Ort „La Morada“, aber auch die Ortschaften Huamuco, Magdalena, Pampa Hermosa, San Francísco und Jorge Chávez bekamen die Auswirkungen des Unwetters zu spüren.

  • Huánuco: 17 Tote bei Busunfall

    Beim Absturz eines Busses von der Straße Huánuco – La Unión sind gestern nach Angaben der Straßenpolizei Huánuco 15 Menschen ums Leben gekommen. Zwei weitere starben in einem nahegelegenen Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen. Der Bus, der keine Genehmigung für diese Route hatte, war aus noch ungeklärter Ursache bei „La Chancadora“ von der als gefährlich bekannten Straße abgekommen und über 100 Meter in die Tiefe gestürzt.

    Der Bus war mit 50 Personen besetzt.

  • Es wird Weihnachten: Feuerwerkskörper verletzen vier Menschen in Huánuco

    Es ist eine traurige Tradition, die sich Jahr für Jahr wiederholt: Selbst hergestellte Feuerwerkskörper explodieren und verletzen ihre Macher, im schlimmsten Fall kommt es –wie zuletzt im September– gar zu Todesopfern. Ähnlich erging es nun schon zum wiederholten Mal vier Knaller-Herstellern, als gestern Vormittag (Ortszeit) plötzlich mehrere ihrer Feuerwerkskörper explodierten. Glücklicherweise konnte die örtliche Feuerwehr das Feuer bald kontrollieren, und die Mitarbeiter, darunter eine 60jährige Frau, in das örtliche Krankenhaus einliefern. Da es in der illegalen Feuerwerkskörperfabrik bereits mehrfach zu ähnlichen Problemen gekommen war, nahm die Polizei die Ermittlungen auf.

  • Erste Regionalpräsidenten stehen fest, niedrige Wahlbeteiligung bei der Stichwahl

    Einen Tag nach der Stichwahl in 10 peruanischen Regionen stehen die ersten Sieger fest. Auf die Schulter klopfen dürfen sich diese aber noch nicht all zu kräftig: Viele siegten mit weniger als 50% der abgegebenen Stimmen, die Wahlbeteiligung lag mit 77,6% -im Anbetracht von Wahlpflicht- recht niedrig.

    Obwohl bislang in keiner Region ein amtliches Endergebnis verkündet wurde, zeichnet sich ab, dass in den Regionen Tumbes, Puno, Lima und Huanuco kein Kandidat mehr als 50% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, obwohl jeweils nur zwei Kandidaten gegeneinander antraten. Da allerdings nur die gültigen Stimmen zur Kandidatenbestimmung herangezogen werden, ist die absolute Mehrheit dennoch möglich.

    Außer in Lambayeque, wo der Kandidat der Partei „Alianza para el Progreso“ 71% der gültigen Stimmen auf sich vereinigen konnte, ist in den meisten Regionen der Vorsprung des jeweiligen Erstplatzierten sehr klein. So beträgt er nach derzeitigem Stand in Ica und Huánuco weniger als 1%, in Puno und Tumbes rund 5%, in Amazonas, Lima und Madre de Dios weniger als 10%, sowie weniger als 20% in Ayacucho.

    Ziel der Stichwahl war es eigentlich gewesen, in den Regionen für klare Mehrheiten zu sorgen, die den noch jungen Regionalregierungen zu einer größeren Legitimität verhelfen sollten. Deshalb war, mitten im Wahlkampf, für die Regionalpräsidentschaftswahl die 30%-Hürde eingeführt worden. Lag kein Kandidat darüber, mussten die beiden bestplatzierten Kandidaten zur Stichwahl antreten.

    IN AMAZONAS

    In der Region Amazonas ist dem Kandidaten von „Juntos por Amazonas“, José Arista, der Sieg kaum noch zu nehmen. Entsprechende Feierlichkeiten begannen bereits gestern, wo Arista und seine Anhänger auf der Plaza de Armas von Chachapoyas ausgelassen ihren Sieg begossen. Es sei darauf hingewiesen, dass bereits nach der ersten Wahlrunde am 3. Oktober der Sieg auf diese Weise gefeiert wurde – und sich einen Tag später herausstellte, dass Arista die nötigen 30% der gültigen Stimmen doch verfehlt hatte. 7% der Stimmen sind bislang noch nicht ausgezählt.

    KURIOS

    Da wegen eines fehlenden Wahlhelfers im südperuanischen Pisco ein Wahllokal nicht öffnen konnte, begannen Menschen in der Schlange vor dem Lokal, Geld zu sammeln, um einen älteren Herrn damit zu Motivieren, das Amt ersatzweise zu bekleiden. Dieser nahm das Geld dankend an. Im Wahllokal kam er niemals an. Glücklicherweise fand sich wenig später ein „freiwilliger“ Wahlhelfer.

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  • Huánuco: Zwei Tote bei Erdrutsch

    Bei einem durch starke Regenfälle ausgelösten Erdrutsch sind gestern im peruanischen Distrikt Huánuco (Provinz / Region Huánuco) zwei Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet der örtliche Zivilschutz. Langanhaltender Regen hatte die Erde so weit aufgeweicht, dass eine niedergehende Schlammlawine gegen 21 Uhr Ortszeit 30 Häuser und ein Auto mitriss. Das örtliche Abwassersystem kollabierte sofort.

    Abgeschwemmte Bodenmasse staut derweil Teile des Huallaga auf. Um größere Überschwemmungen zu vermeiden wird der Fluss notdürftig von Geröll und Schlamm befreit.

  • Huánuco: Präsidenschaftskandidatin Violeta Garay möglicherweise ermordet

    Tragisch endete am vergangenen Sonntag eine Wahlkampfveranstaltung in Angasmarca (Distrikt Huacar / Provinz Ambo) für die Violeta Garay Valdéz, die sich eigentlich zur neuen Regionalpräsidentin von Huánuco hatte wählen lassen wollen. Auf der Heimfahrt stürzte ihr Fahrzeug mehrere hundert Meter in die Tiefe, neben Garay Valdéz starben noch mindestens zwei weitere Personen. Zahlreiche Mitfahrer überlebten mit Verletzungen.

    Nach ersten Ermittlungsergebnissen der Polizei, die der Nachrichtensendung „90 Segundos“ vorliegen, soll an der Unfallstelle Bremsflüssigkeit gefunden worden sein. Zudem seien in dem Fahrzeug mehrere Kabel durchtrennt gewesen. Beides würde darauf hin deuten, dass das Bremssystem des Geländewagens bewusst manipuliert wurde, um die Kandidatin zu töten.

    Die Partei Garay Valdéz‘, „Taten statt Worte“, vermutet politische Gegner hinter der Tat. Die peruanische Polizei richtete eine Sonderkommission ein.

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  • Padre Abad / Ucayali: Coca-Produzenten blockieren Fernstraße

    PE 5N zwischen Tingo María und Aguaytía. Karte: MTC.
    PE 5N zwischen Tingo María und Aguaytía. Karte: MTC.

    Eine Gruppe von Coca-Produzenten aus der Provinz Padre Abad (Region Ucayali) hat die ostperuanische Federico Basadre-Fernstraße zwischen Tingo María (Region Huánuco) und Aguaytía blockiert. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. Zuvor hatten verschiedene Organisationen von Coca-Produzenten zu Protesten gegen die Arbeit des CORAH-Projektes aufgerufen, dessen Mitarbeiter großflächig Coca-Anpflanzungen zerstören. CORAH ist eine Behörde des peruanischen Innenministeriums zur Kontrolle und Verringerung des Coca-Anbaus.

    Allein das staatliche Coca-Unternehmen ENACO darf mit Coca handeln, nur mit ENACO-Lizenz ist der Coca-Anbau legal. Nach Angaben der CNR haben sich auf beiden Seiten der Straßensperre hunderte Fahrzeuge aufgestaut, die eigentlich Ucayali, Huánuco oder die Region San Martín anfahren wollten. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht in Sicht.

    Coca ist nicht nur eine rituelle Pflanze und ein traditionelles Heilmittel in den Anden, sondern auch Grundstoff für die Herstellung der Droge Kokain. Nach Einschätzung von Experten geht das Gros der Cocaproduktion in der Umgebung von Aguaytía in die Drogenproduktion. Während der Polizeiaktivitäten der vergangenen Tage wurden im direkten Umfeld der Stadt fünf illegale Drogenlabore entdeckt.

    Coca-Produzent stirbt bei Zusammenstößen mit der Polizei

    Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, kam bei Aguaytía ein 39jähriger Coca-Produzent ums Leben, der gemeinsam mit Kollegen mit Gewalt versucht haben soll, die Polizei von der Zerstörung ihrer Coca-Felder abzuhalten. Zwei weitere Personen haben Schussverletzungen.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Wegen extremer Kälte: Notstand in 16 peruanischen Regionen

    Wegen der extremen Kälte hat die peruanische Regierung für 16 Regionen des Landes den Notstand ausgerufen. Zuvor war bekannt geworden, dass im diesjährigen Winter bereits mehr als 400 Menschen an der Kälte und ihren Folgen gestorben waren. Vor allem Angehörige der Risikogruppen, also Kleinkinder und Senioren, sind stark von Erkrankungen der Atemwege betroffen. Im Mittelpunkt der langsam anlaufenden staatlichen Hilfe sollen nun die Menschen in den Hochanden, vor allem in Gebieten über 3.000 Metern, stehen.

    Der Notstand gilt für die Andenregionen Áncash, Apurímac, Arequipa, Ayacucho, Cusco, Huancavelica, Huánuco, Junín, Moquegua, Pasco, Puno, Lima und Tacna. Daneben werden im entsprechenden Regierungsdekret auch die Regenwaldregionen Madre de Dios, Ucayali und Loreto, sowie einzelne Distrikte der peruanischen Hauptstadt Lima (die sich nicht mit der „Region“ Lima überschneidet), und die Provinz Callao genannt.

    -4°C in Cusco Stadt, -20°C in Höhenlagen, 9°C in Puerto Maldonado

    Während in der Andenregion Cusco in einigen Höhenlagen über 3.800 Metern bis zu -20°C gemessen wurden, ist die Situation in den Regenwaldregionen ungleich komplizierter, obwohl die Temperaturen dort kaum unter +10°C fallen, so Felix Cubas vom peruanischen Wetterdienst SENAMHI gegenüber INFOAMAZONAS. Da allerdings Menschen, Tiere, Häuser und Infrastruktur nicht darauf eingestellt sind, führen bereits diese Temperaturen zu Problemen wie Atemwegsbeschwerden. So wurden allein während der vergangenen Woche in Puerto Maldonado, Hauptstadt der Region Madre de Dios, 40 Fälle von Lungenentzündung registriert.

    Nächste Kältewelle im Anmarsch

    In jedem Jahr kommt es zu Kältewellen, insbesondere in den zentralen Wintermonaten Juni und Juli. So stark wie in diesem Jahr hatte es Peru aber schon mehrere Jahre nicht mehr getroffen, so Cubas. Zudem sei das schlimmste noch nicht überstanden, nach Vorhersagen des SENAMHI ist in den kommenden Wochen mit weiteren Kältewellen zu rechnen. Insbesondere in den Regenwaldregionen soll die Temperatur noch einmal stark sinken, zudem ist mit starken Winden zu rechnen.

    40-Jahres-Rekord in Ica

    In Ica, südlich der peruanischen Hauptstadt Lima wurde mit 3,6°C die niedrigste Temperatur der vergangenen 40 Jahre registriert. Die Messstation Masocruz (Provinz El Collao / Region Puno) registrierte gar -23°C.

    Dabei leiden nicht nur Menschen unter den Extremtemperaturen. In manchen Regionen hat das peruanische Landwirtschaftsministerium begonnen, provisorische Unterstände zu errichten und Medizin für Vieh und Alpacas zu verteilen. Nach Informationen des peruanischen Zivilschutzes wurden bislang 1.649 solcher Unterstände errichtet.

  • Tingo María / Huánuco: Polizei findet 40 tote Affen im Bus-Gepäckfach

    Ein grausiges Bild bot sich den Beamten der Straßenpolizei, die südlich der Regenwaldstadt Tingo María am vergangenen Montag routinemäßig einen Überlandbuss überprüften. Wie Enlace Nacional berichtet, stießen sie im Gepäckfach des Busses nicht nur auf einen Käfig, in dem rund 100 Papageien zusammengepfercht waren, sie fanden auch zwei Holzkisten mit 40 toten Totenkopfaffen. Eine Tigerkatze konnte lebend aus einem Plastiksack befreit werden.

    Nach Angaben der Polizei sollten die Tiere von Pucallpa zum illegalen Verkauf nach Lima gebracht werden. Die Fahrer des Busses wurden festgenommen.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=iQvxb_kBmFI

  • „Sendero“-Jubiläum: Perus Regierung verhängt Ausnahmezustand

    Wegen des anstehenden Jahrestages der ersten Angriffe durch die peruanische Terrororganisation „Sendero Luminoso“ hat die peruanische Regierung über mehrere Regionen den Ausnahmezustand verhängt. Wie aus einer Resolution hervorgeht, die am vergangenen Samstag im peruanischen Gesetzesblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurde, gilt der Notstand in mehreren Provinzen der Regionen Huánuco, Ucayali und San Martín für 60 Tage. Als Grund für die Notwendigkeit dieser Maßnahme werden „Umtriebe“ angegeben, die, so die Resolution, die „freie Entfaltung der Aktivitäten der Bevölkerung in den Provinzen Marañón, Leoncio Prado, Huamalíes im Departement Huánuco, sowie der Provinz Tocache im Departement San Martín und die Provinz Padre Abad im Departement Ucayali“ stören könnten.

    Konkret bedeutet dies die Aufhebung mehrerer in der peruanischen Verfassung verankterten Grundrechte. So können Verhaftungen ohne Anklage vorgenommen werden und die Versammlungsfreiheit wurde eingeschränkt.

    Am vergangenen Freitag hatte der peruanische Verteidigungsminister Rafael Rey öffentlich erklärt, er verfüge Informationen über ein Attentat gegen ihn, ohne allerdings dabei anzugeben, woher die Informationen stammen und welcher Art sie sind. Deshalb habe er mehr Sicherheitspersonal beordert und dies auch seinen Kabinettskollegen empfohlen, so Rey gegenüber dem Nachrichtensender RPP.

    Vor 30 Jahren war in der peruanischen Region Ayacucho die von dem Soziologiedozenten Abimael Guzman gegründete maoistische Terrorgruppe Sendero Luminoso, zu Deutsch „Leuchtender Pfad“, erstmals aktiv geworden. In Chuschi (Provinz Cangalla) hatten Anhänger des Sendero Luminoso am 17. Mai 1980 mehrere Wahlurnen verbrannt. Inzwischen existieren nur noch kleinere Splittergruppen, die vor allem in den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE), sowie im Huallaga ihr Unwesen treiben und sich dort nach Ansicht von Experten mit Drogenproduzenten und -schmugglern verbündet haben.