Schlagwort: Huanuco

  • Peruanische Antidrogenpolizei beschlagnahmt 500 Kilo Kokain und zerstört Drogenlabor

    Der Antidrogenpolizei Tingo María (Region Huanuco) ist ein wichtiger Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Im Distrikt Monzón (Provinz Huamalíes) konnte nach Angaben des Informationsdienstes INFOREGION nicht nur ein geheimes Drogenlabor zerstört, sondern auch noch über eine halbe Tonne Kokain beschlagnahmt werden. Zudem wurden mehrere Waffen, verschiedene Chemikalien, Generatoren, Gasflaschen, mehrere Mikrowellen, sowie eine Funkanlage gefunden.

    Nach ersten Ermittlungen der Polizei sollen die Drogenproduzenten mit einem mexikanischen Drogenkartell in Verbindung gestanden haben.

    Das Drogenlabor lag in der Nähe des 336-Einwohner-Dörfchens Agua Blanca.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Ambo / Huanuco: Erdrutsche fordern über 28 Todesopfer

    Porvenir nach dem Erdrutsch. Bild: ANDINA
    Porvenir (Dist./Prov. Ambo) nach dem Erdrutsch. Bild: ANDINA

    Bei mehreren Erdrutsche kamen gestern in der peruanischen Provinz Ambo (Region Huanuco) mindestens 28 Menschen ums Leben. Das berichtet der peruanische Zivilschutz. Zunächst hatte ein Erdrutsch das 450-Einwohner-Dorf Porvenir (Distrikt Ambo) weitgehend zerstört und 23 Personen in den Tod gerissen. Im nahegelegenen Cancejos (Dist. Chinchao / Prov. Huanuco) starben fünf Personen, darunter ein Kind im Alter von 6 Jahren, als eine Schlammlawine ihr Dorf überrollte. Insgesamt 600 Menschen verloren nach Schätzungen des Zivilschutzes ihr Dach über dem Kopf, 120 Häuser wurden zerstört. Noch immer gelten 25 Personen als vermisst, weswegen die Summe der Opfer noch steigen könnte. 50 Personen werden wegen ihrer Verletzungen noch behandelt.

    Mit Hilfe von Polizei, Militär, der Regionalregierung und der Feuerwehr haben inzwischen die Aufräumarbeiten begonnen.

    Cancejos (Chinchao / Huanuco) nach dem Erdrutsch. Bild: ANDINA
    Cancejos (Chinchao / Huanuco) nach dem Erdrutsch. Bild: ANDINA.

    Nach Angaben des Zivilschutzes hatten starke Regenfälle die Erde zum rutschen gebracht. Zudem seien die Flüsse Huertas und Huallaga über die Ufer getreten.

    Die Provinz Ambo liegt im Süden der Region Huanuco und hat rund 55.483 Einwohner.

  • Überschwemmungen in Huanuco und Amazonas: Flüsse reißen Häuser und Felder mit

    Tingo María; Huallaga. Bild: Peruanischer Zivilschutz INDECI.
    Tingo María; Huallaga. Bild: Peruanischer Zivilschutz INDECI.

    Im südperuansichen Cusco geht das Wasser langsam zurück. Im Norden Perus haben die Überschwemmungen gerade erst begonnen. Aus Huánuco und Amazonas wird berichtet, dass Flüsse wie der Huallaga und der Utcubamba über die Ufer getreten sind und mehrere Häuser, sowie große Anbauflächen mitgerissen wurden. In der Provinz Bagua (Amazonas) haben nach Angaben von Radio Marañón hunderte Reisbauern ihre gesamte Ernte verloren. Die Fernando-Belaúnde-Terry-Straße, die den peruanischen Nordosten mit der Küste verbindet, ist zwischen Bagua und Olmos an mehreren Stellen unterbrochen. Bei Rioja (San Martín) steht die Brücke über den Tónchima-Fluss kurz vor dem Kollaps.

    In der Provinz Leoncio Prado, im Umland von Tingo María, versanken mehrere Ortschaften vollständig in den Fluten. In der Ortschaft Castillo Grande wurde die Hauptstrasse weggeschwemmt. Ähnlich  erging es den Bewohnern von „Aguas Verdes“ südlich von Tingo María, wo Autos und Häuser in den Fluten verschwanden. Wie der Informationsdienst „Inforegion“ berichtet, arbeiten örtliche Feuerwehren gemeinsam mit der Polizei und dem Militär an der Rettung von Personen, die von den Wassermassen eingeschlossen wurden. Auch die Nachbarstadt Aucayacu ist schwer betrofen.

    Derweil wurde auch Kritik an den Präventionsmaßnahmen gegen die Überschwemmungen laut. Gegenüber dem Fernsehsenderverbund Enlace Nacional sagte der Bürgermeister von Castillo Grande, er habe bereits vor Monaten den Bau einer Stützmauer gefordert. Entgegen aller Empfehlungen habe man diese aber an anderer Stelle gebaut.

    Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI werden die Regenfälle noch bis Dienstag anhalten.

  • Oyón / Lima: Explosion in Kohlebergwerk fordert acht Todesopfer

    Acht Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in der peruanischen Provinz Oyón (Lima) ums Leben. Der Bürgermeister der Provinz erklärte gegenüber dem Radiosenderverbund CNR, Grund für die Explosion seien Grubengase gewesen, die von den Bergleuten durch Unachtsamkeit zur Explosion gebracht wurden. Das Bergwerk wurde inzwischen von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschlossen. Die Betreibergesellschaft Gazuna S.A. verfügt zwar über eine gültige Bergbaukonzession, hat aber keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen lassen und ist deshalb weder für entsprechende Untersuchungen, noch zum Kohleabbau berechtigt. So wird sich Gazuna S.A. nicht nur wegen des Todes der Mitarbeiter vor Gericht verantworten müssen.

    Derweil forderte der Regionalpräsident der Region Lima Nelson Chui, mehr gegen informellen Bergbau zu unternehmen. Das Geld von der Regierung für die Kontrolle des Bergbaus reiche gerade einmal für zwei Inspekteure. Bei über 6.000 ungenehmigten Bergbauunternehmungen allein in der Region Lima sei das viel zu wenig, so Chui gegenüber der CNR.

    Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP kamen alle Todesopfer aus dem 14.873-Einwohner-Distrikt Llata (Prov. Huamalíes / Reg. Huánuco).

  • Pucallpa: Panik nach Erdbeben

    Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der Richterskala hat vorgestern Nacht die peruanische Urwaldstadt Pucallpa (Region Ucayali) in Angst und Schrecken versetzt. Selbst in der Hauptstadt Lima, dem 240 Kilometer entfernt liegenden Huanuco und in der nordperuanischen Stadt Chachapoyas war es zu spüren. Das Erdbeben ereignete sich am Montag Nachmittag kurz vor 18 Uhr, das Epizentrum lag nach Angaben der Direktion für Seismologie des peruanischen geographischen Institutes IGP etwa 25 Kilometer südwestlich von Pucallpa in einer Tiefe von 154 Metern. Über Schäden ist bisher nichts bekannt.

  • Derzeit in Huánuco…


    Wie jedes Jahr kann man vom 25. Dezember bis zum 19. Januar besonders in und um Huanuco die „Danza de los Negritos“ bewundern, einen Volkstanz, der in der Region eindrücklich gepflegt wird. So gibt es in Huanuco rund 80 Gruppen von je 50 Personen, die in dieser Zeit tanzend durch die Straßen ziehen. Die Vorläufer des Tanzes kamen mit Afrikanern, die als Sklaven nach Peru gebracht worden waren. Mit dem Tanz wird das Christkind geehrt.