• Yale, Lima: Erste Machu Picchu-Keramiken in Peru eingetroffen

    Erfolg für Perus Kulturbehörden: Gestern Morgen (Ortszeit) ist die erste Ladung Keramiken aus Machu Picchu in Lima eingetroffen. Die Keramiken, vor rund hundert Jahren von Machu Picchus „Entdecker“ Hiram Bingham als eine Art Dauerleihgabe an die Universität Yale übergeben, sollen in Zukunft in einem Forschungsmuseum im südperuanischen Cusco ausgestellt und untersucht werden. Der Rückgabe der historischen Objekte war ein langer Streit zwischen der Universität und den peruanischen Behörden vorausgegangen.

  • Imaza / Amazonas: Boot versinkt im Marañón / drei Personen vermisst

    Nach der Havarie eines mit 17 Passagieren besetzten Bootes im Marañón werden noch immer drei Personen vermisst. Wie ein Korrespondent von Radio Activa berichtet, war das Boot bei Imacita (Distrikt Imaza / Provinz Bagua / Region Amazonas) auf einen Felsen aufgelaufen und zerschellt. Vierzehn Insaßen konnten ans Ufer schwimmen, von drei weiteren fehlt bislang jede Spur.

  • Peruanischer Premierminister Chang zurückgetreten

    Der peruanische Premier- und Bildungsminister José Antonio Chang ist zurückgetreten. Gründe für diesen Schritt sind bislang keine bekannt. Justizministerin Rosario Fernández soll nun seinen Posten als Premierminister übernehmen. Auch Bauminister Juan Sarmiento soll nach Berichten der Tageszeitung „Peru.21“ aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten sein.

  • Drei Wochen vor den Wahlen: FS-Präsidentschaftskandidat Rodríguez Cuadros tritt ab

    Der Präsidentschaftskandidat der peruanischen Partei Fuerza Social und ehemalige peruanische Außenminister Manuel Rodríguez Cuadros hat seine Kandidatur zurückgezogen. Das gab Fuerza Social gestern Abend (Ortszeit) im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt. Rodríguez Cuadros erklärte, es gebe in diesem Wahlkampf keine Chancengleichheit für alle Kandidaten. Insbesondere kritisierte er die Organisatoren diverser Fernseh- und Radiodebatten während der vergangenen Tage. Es sei ein „Akt der Diskriminierung“, wenn nur fünf Parteien eingeladen würden.

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  • Madre de Dios: Großoffensive gegen illegale Goldwäscher

    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009
    informeller Bergbau in Madre de Dios. Foto: El Comercio 10.11.2009

    Im Rahmen einer großangelegten Offensive hat heute die peruanische Kriegsmarine gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft eine Offensive gegen illegale Goldwäscher auf den Flüssen Madre de Dios und Inaambari begonnen. Bei einer Pressekonferenz auf dem Luftwaffenstützpunkt Puerto Maldonado erklärte Umweltminister Antonio Brack Egg, man wolle mindestens 250 Baggerschiffe und Schwimmbagger unschädlich machen, die vorab identifiziert worden seien. Mit den Schwimmbaggern, sowie mit den zum Gold schürfen genutzten Chemikalien wurden und werden in den Gebieten um den Madre de Dios gigantische Umweltschäden angerichtet. Zudem hat sich um das illegale Goldgewerbe eine Reihe anderer zwielichtiger Wirtschaftszweige breit gemacht, Menschenrechtsorganisationen berichteten in der Vergangenheit wiederholt von Ausbeutung und sexuellem Kindesmissbrauch in großem Stil.

    Beschlagnahmtes Floß in Madre de Dios. Foto: ANDINA/Marina de Guerra del Perú.
    Beschlagnahmtes Floß in Madre de Dios. Foto: ANDINA/Marina de Guerra del Perú.

    Kritisch zu der Offensive äußerte sich allerdings Luis Aguirre Pastor, Regionalpräsident von Madre de Dios. Zwar sei auch er gegen den illegalen Goldabbau, die Militäraktion könne aber zu Protesten und sozialen Spannungen in seiner Region führen, so Aguirre Pastor.  Zudem kritisierte er, in die Planungen nicht vorab einbezogen worden zu sein.

    Nach Schätzungen des peruanischen Umweltministeriums werden pro Jahr allein in Madre de Dios illegal zwischen 16 und 18 Tonnen Gold mit einem Wert von rund 800 Millionen US-$ gefördert.

  • Busunfall in Arequipa (Peru) – Deutsche unter den Opfern?

    Beim Absturz eines Überlandbusses in der südperuanischen Region Arequipa sind nach Angaben des peruanischen Nachrichtensenders RPP vier Menschen ums Leben gekommen. Der ortsansässige Radiosender „Melodia“ berichtet gar von 6 Toten. 48 weitere Passagiere wurden teils schwer verletzt. Nach Berichten peruanischer Medien, die INFOAMAZONAS bislang nicht bestätigen konnte, befindet sich unter den Todesopfern auch die Berlinerin Franziska W., die sich nach einem Besuch in Cusco auf dem Weg nach Arequipa befand.

    Aus noch ungeklärter Ursache war der Bus des Unternehmens „Ecobus“ heute Morgen gegen 6:30 Uhr Ortszeit bei Streckenkilometer 85 der Straße von Cusco über Puno nach Arequipa von der Straße abekommen und in die Tiefe gestürzt. Die Verletzten wurden zunächst in das Krankenhaus San Juan de Dios eingeliefert, wer dort keinen Platz mehr fand wurde in das Krankenhaus Honorio Delgado eingeliefert.

  • Computertomograph im Hospital Chachapoyas nimmt Arbeit auf

    Computertomograph im Hospital Virgen de Fátima Chachapoyas. Bild: DIRESA.
    Computertomograph im Hospital Virgen de Fátima Chachapoyas. Bild: DIRESA.

    Geliefert wurde er schon vor mehreren Jahren, nun soll er endlich die Arbeit aufnehmen: Der Computertomograph (CT) im Hospital „Virgen de Fátima“ in Chachapoyas (Region Amazonas). Das Gerät mit einem Wert von rund 1,4 Millionen Nuevos Soles wird ab den kommenden Tagen als Hilfsmittel bei der Diagnose von Tumoren, sowie Herz- und Hirnkrankheiten eingesetzt werden.

    Die Arbeit aufnehmen kann der Tomograph erst jetzt, da zunächst keinerlei bauliche und technische Infrastruktur vorhanden war. Zudem mussten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospitals in die Bedienung des Apparates, des ersten seiner Art in der Region Amazonas, eingewiesen werden. 2008 war deshalb mit der Errichtung eines eigenen Gebäudes, sowie der Installation eines speziellen Stromanschlusses begonnen worden.

    Ganz billig wird die Nutzung aber nicht, für jede Untersuchung werden 300 Nuevos Soles fällig. Billiger als bisher ist es dennoch, war bisher für CT-Diagnosen eine Reise zur Küstenstadt Chiclayo notwendig.

    Das Hospital „Virgen de Fátima“ wird von der Region Amazonas betrieben.

  • Bagua / Amazonas: Sieben Tote mit Tollwut-Verdacht

    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA

    In den nordperuanischen Provinzen Bagua und Condorcanqui (Region Amazonas) ist die Zahl von Todesfällen, die mit Tollwuterkrankungen in Verbindung gebracht werden, auf sieben angestiegen. Das bestätigte heute César Velásquez Vílchez, Chef der Gesundheitsdirektion Amazonas. Ob die Todesfälle alle wirklich auf Tollwut zurück gehen, ist allerdings unklar, da sich der entsprechende Nachweis vor Ort schwierig gestaltet. Wie Velásquez Vílchez berichtet, wehren sich oftmals die Familien der Verstorbenen gegen die Entnahme entsprechender Proben. Das letzte Todesopfer, das Tollwutsympthome aufwies, war ein vierjähriges Mädchen aus Yupicusa (Imaza / Prov. Bagua). Es war zunächst im Gesundheitszentrum Chiriaco behandelt worden, dann hatten die Eltern allerdings entschieden, es zu einem traditionellen Heiler zu bringen.

    Die Tollwut wird in der Region vorwiegend von Fledermäusen übertragen, weswegen die Gesundheitsbehörden inzwischen vielerorts Fallen zur Dezimierung der Fledermauspopulation aufgestellt haben. Daneben wurde mit der Impfung gegen die Tollwut begonnen. Das jährlich neu auftretende Problem wird dadurch verschlimmert, dass die Provinzen Bagua und Utcubamba mit medizinischem Personal völlig unterbesetzt sind. Niedriges Gehalt, sowie widrige Umstände wie insbesondere fehlende Infrastruktur macht die Grenzregion zum Nachbarland Ecuador für Mediziner unattraktiv. Hinzu kommt die schwierige Kommunikation mit Bewohnern der indigenen Gemeinschaften, da nur wenige Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden deren Sprachen verstehen.

    Ohne vorherige Impfung oder sofortige Behandlung verläuft die Tollwut-Infektion innerhalb von 15 bis 90 Tagen – von einzelnen Ausnahmen abgesehen – tödlich. In diesem Jahr wurden aus Bagua und Condorcanqui bislang 1.200 Fälle von Fledermausbissen gemeldet.

  • Regenzeit: Überschwemmungen und Erdrutsche in ganz Peru

    Felssturz bei Amata (Dist. Coalaque / Prov. General Sánchez Cerro) Foto: INDECI.
    Felssturz bei Amata (Dist. Coalaque / Prov. General Sánchez Cerro) Foto: INDECI.

    Wegen des starken Regens der vergangenen Tage werden aus ganz Peru Überschwemmungen und Erdrutsche gemeldet. Für die gesamte Region Ica, für die Provinz Arequipa, sowie für die Provinz Padre Abad (Region Ucayali) wurde Katastrophenalarm ausgelöst.

    Im Distrikt San Alejandro (Provinz Padre Abad / Ucayali) zerbrachen Teile einer Hauptverkehrsroute. Das Wasser des übergelaufenen río Aguaytía überschwemmte im Distrikt Curimaná hunderte Häuser, rund 800 Menschen können noch immer nicht in ihre Häuser zurück. Felder wurden überflutet.

    Bei Huancayopampa (Distrikt Ollachea / Provinz Carabaya / Region Puno) ist seit vier Tagen wegen mehreren Erdrutschen und hoher Steinschlaggefahr kein Verkehr über die Interozeanische Straße des Südens (Interoceanica Sur) möglich. Zudem wurden in Huancayopampa mehrere Häuser durch rutschende Erdmassen zerstört.

    Zerstörte Häuser im Distrikt Mariano Melgar (Provinz und Region Arequipa). Bild: INDECI.
    Zerstörte Häuser im Distrikt Mariano Melgar (Provinz und Region Arequipa). Bild: INDECI.

    Große Teile des Abwassersystems von Arequipa (Region Arequipa) brachen zusammen, da die Rohre nicht für so große Wassermengen konzipiert waren. Insbesondere die Distrikte Mariano Melgar, Miraflores und Alto Selva Alegre sind betroffen. Im Distrikt Sachaca wurde ein Bewässerungskanal zerstört.

    In Ica traten die Flüsse Aja, Taruga, Ica, Pisco, Grande und Matagente über die Ufer. Die Wassermassen zerstörten zahlreiche Häuser und Felder, sowie mehrere Brücken und Trinkwassersysteme. Zahlreiche Orte sind deshalb noch immer ohne Trinkwasser. Die Gesundheitsbehörde Ica fürchten nun einen Malaria- oder Dengue-Ausbruch.

    Ähnliches wird auch aus der Region Moquegua gemeldet, wo insbesondere die Provinzen General Sánchez Cerro und Mariscal Nieto betroffen sind. Auch hier wurden mehrere Straßen unter Schlamm, Steinen und Felsen begraben, mehrere Häuser wurden zerstört. Ein Bewässerungssystem und eine Trinkwasserfassung müssen repariert werden. So erging es auch den Bewohnern von San Marcos de Rocchac (Provinz Tayacaja / Region Huancavelica), wo zudem eine Brücke den Wassermassen nicht mehr stand halten konnte.

  • Peru: Streit um Kontrolle von Wahlumfragen

    Eine Verordnung des peruanischen Wahltribunals JNE zur stärkeren Kontrolle von Wahlumfragen führt dieser Tage zu hitzigem Streit zwischen der Behörde und Demoskopie-Instituten, sowie diversen Präsidentschaftskandidaten. Der JNE hatte verfügt, dass die Demoskopen in Zukunft nicht nur wie bisher nur die Umfrageergebnissen und eine Beschriebung der angewendeten Umfragemethode, sondern auch die Ausweis- und Telefonnummern der Befragten vorlegen müssen. Damit soll durch Stichproben sicher gestellt werden können, dass die veröffentlichten Umfragen auch wirklich durchgeführt und nicht gefälscht wurden. Mehrere Demoskopie-Unternehmen haben inzwischen erklärt, unter diesen Vorraussetzungen keine weiteren Wahlumfragen mehr anzufertigen. Man habe keine Möglichkeit, die Umfrageteilnehmer zur Herausgabe ihrer Daten zu zwingen, so Hugo Sivina, Vorsitzender des peruanischen Marktforschungsverbandes APEIM.

    Mehrere Präsidentschaftskandidaten begrüßten die Neuregelung, insbesondere solche, die in den aktuellen Umfragen zurück liegen. So sprachen sich Luis Castañeda, Ollanta Humala, Pedro Pablo Kuczynski und José Ñique de la Puente – in derzeitigen Umfragen alle auf und unter dem dritten Platz – für die Beibehaltung der JNE-Verordnung aus. Die Kandidaten der ersten Umfragen-Plätze – Alejandro Toledo und Keiko Fujimori – sprachen sich dagegen aus. Alejandro Toledo warf dem peruanischen Präsident Alan Garcia vor, „Wahlbetrug“ vorzubereiten, da die Wahlergebnisse nicht mehr mit Umfrageergebnissen verglichen werden könnten.

    Grund für den Erlass 038-2011 des peruanischen Wahltribunals JNE sind ständige Klagen von Wahlteilnehmern, bestimmte Demoskopie-Unternehmen würden gezielt bestimmte Kandidaten besonders stark werten und so den Wahlausgang beeinflussen. Um die Ergebnisse der Umfragen genauer überprüfen zu können, wurden die Demoskopen nun verpflichtet, Namen, Personalausweis- und Telefonnummer, sowie Adresse der Befragten aufzunehmen.

    NACHTRAG VOM 16.2.2011 20:35Uhr

    Das peruanische Wahltribunal hat die umstrittene Verordnung zurückgenommen. Man werde sich in den kommenden Tagen mit Vertretern der betroffenen Unternehmen zusammen setzen, um an besseren Kontrollmechanismen zu arbeiten, so JNE-Chef Hugo Sivina gegenüber dem Nachrichtensender RPP.

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