• Ban Ki-moon lobt Perus Initiative zur Kontrolle von Rüstungsausgaben

    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat bei einem Besuch in Peru die Initiative der Regierung des Landes gelobt, die Rüstungsausgaben der Länder Lateinamerikas zu kontrollieren und zu senken. In vielen Teilen der Welt seien die Rüstungsausgaben zu hoch und führten zu Ängsten und Spannungen, so Ban Ki-moon nach einem Gespräch mit dem peruanischen Präsident Alan García. Bei der Pressekonferenz im Präsidentenpalast erklärte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, das Geld solle besser für die soziale und ökonomische Entwicklung eingesetzt werden.

    Die Etablierung eines Kontrollsystems der Rüstungsausgaben, sowie von Verträgen zur Senkung dieser Ausgaben sind die zentralen außenpolitischen Ziele der derzeitigen peruanischen Regierung. Grund dafür ist neben der diplomatischen Tradition Perus vor allem auch die Angst, die durch hohe Ausgaben für die Streitkräfte von Perus Nachbarn – insbesondere Chile – geweckt wird.

  • Amazonas: Condorcanqui nach Regenfällen von Außenwelt abgeschnitten

    Die starken Regenfälle der vergangenen Tage haben auf der Straße zwischen Bagua und Santa María de Nieva mehrere Erdrutsche ausgelöst und so die nordperuanische Provinz Condorcanqui weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Wie Radio Nieva berichtet, ist vor allem der Abschnitt zwischen Wawik (Wawiko) und Puente Nievas (Distrikt Imaza / Provinz Bagua) auf einer Länge von rund 8 Kilometern betroffen. Zudem sollen achtzehn Häuser, sowie die Wasserversorgung von Wawik stark beschädigt worden sein.

    Probleme auch in Cumba

    Auch etwas weiter südlich, im Distrikt Cumba (Provinz Utcubamba) kam es aufgrund der Regenfälle zu Problemen. Der gestiegene Wasserstand des Marañón lässt derweil nur eingeschränkt Verkehr durch den Distrikt zu, der wichtige Ortschaften wie Lonya, Camporredondo und Ocallí mit der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße verbindet.

  • Geheime Prüfungsaufgaben verkauft – Lehrer-Einstellungstest abgesagt

    Jahr für Jahr führt er in Peru zu ganz außergewöhnlichen neuen Problemen: Der zentrale Einstellungstest für Lehrerinnen und Lehrer. Im vergangenen Jahr veränderte sich immer wieder die Platzierung von Teilnehmern auf den offiziellen Ergebnislisten, in diesem Jahr wurde der Test nun einen Tag vor der Durchführung abgesagt. Der Grund: In der peruanischen Hauptstadt Lima wurden am vergangenen Freitag drei Lehrer festgenommen, die – das hat das Bildungsministerium inzwischen bestätigt – Zettel mit den echten Aufgaben und Fragen des Einstellungstests bei sich trugen und versuchten, Kopien davon zu verkaufen. Wie die Lehrer genau an diese Aufgaben kamen, ist bislang nicht bekannt.

    Zu der zentralen Prüfung, die nun auf den 27. Februar verschoben wurde, hatten sich 173.000 Lehrerinnen und Lehrer angemeldet. Eine gute Note ist notwendig, wenn eine Verbeamtung im peruanischen Schuldienst angestrebt wird. In jedem Jahr werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor dem Test angebliche Lösungsskizzen oder Aufgabenstellungen angeboten, häufig kommt es in diesem Zusammenhang auch zu Festnahmen. Meist stellt sich dann aber heraus, dass es sich lediglich um Fälschungen findiger Geschäftemacher handelt.

  • Iquitos / Loreto: Amazonas-Zufluss Itaya Ölverschmutzt

    [wp_geo_map]Mitarbeiter des peruanischen Umweltministeriums haben nach Beschwerden von Anwohnern an dem als „Ganzo Azul“ bekannten Hafen zwischen Iquitos und Punchana (Provinz Maynas / Region Loreto) die Verschmutzung des Itaya-Flusses durch Ölreste festgestellt. Wie Radio La Voz de la Selva berichtet, stammt das Öl aus dem Abwasserrohr des Energieunternehmens Electrooriente, das dort ein Kraftwerk betreibt. Nach Angaben der Energie- und Bergbaudirektion Loreto hat Electro Oriente drei Mitarbeiter zur betroffenen Stelle geschickt, um Ölreste mit Plastiktüten aufzufangen. Dies sei als Notfallplan aber unzureichend, so Regionaldirektor Víctor Montreuil gegenüber La Voz de la Selva.

    Die Umweltpolizei Iquitos nahm Ermittlungen auf.

  • Peru vor Mehrwertsteuersenkung?

    Perus Wirtschaftsministerium denkt laut über eine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes nach. Damit könne der Konsum angekurbelt und so die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs gehalten werden, so Wirtschafts- und Finanzminister Ismael Benavides am Rande einer Konferenz über Export und Tourismus in der peruanischen Hauptstadt Lima. Wie hoch die Senkung der Mehrwertsteuer ausfallen könnte, wollte Benavides allerdings auf Anfrage der Zeitung Perú.21 nicht mitteilen. Dennoch zeigte er sich zuversichtlich, die Steuersenkung noch vor Ende der Legislaturperiode Ende Juli durchzusetzen.

  • Peru: Personenstandsregister RENIEC soll in Zukunft Reisepässe ausstellen

    Im Rahmen des Bürokratieabbaus soll nach Plänen des Innenministeriums nicht mehr die Migrationsbehörde DIGEMIN, sondern das Personenstandsregister RENIEC für die Ausstellung peruanischer Reisepässe zuständig sein. Das gab gestern Innenminister Miguel Hidalgo bekannt. RENIEC, das auch für die Ausstellung von Personalausweisen zuständig ist, verfügt bereits über alle wichtigen Daten, die der Migrationsbehörde bislang bei jedem Antrag auf Passerneuerung extra bereitgestellt werden müssen.

    Für Peruanerinnen und Peruaner brächte das Vor- und Nachteile mit sich, denn beispielsweise war es bislang möglich, in der DIGEMIN-Zentrale in Lima innerhalb weniger Stunden nach dem Antrag einen Reisepass zu bekommen. RENIEC dagegen hat zwar insgesamt keinen schlechten Ruf, ist aber vor allem im Zusammenhang mit der Ausstellung von Personalausweisen (DNI) für seine Langsamkeit bekannt, insbesondere außerhalb der Hauptstadt Lima. Dafür wird der Zugang zu einem nun Reisepass erleichtert, da RENIEC peruweit über 250 Büros verfügt – DIGEMIN dagegen nur über 25.

    Der peruanische Kongress muss dem Vorschlag noch zustimmen.

  • Arabisch-lateinamerikanisches Gipfeltreffen in Lima abgesagt

    Wegen der aktuellen Situation in mehreren Teilnehmerländern wurde das arabisch-lateinamerikanische Gipfeltreffen (ASPA) vorerst abgesagt. Man plane, es „Ende März oder April“ nachzuholen, so Perus Präsident Alan García. Der genaue Termin werde mit der arabischen Liga abgesprochen. Für das Gipfeltreffen war die Teilnahme von Staats- und Regierungschefs zahlreicher arabischer Staaten angekündigt worden, auch aus Ägypten und Tunesien. Der König von Marokko habe aber nun darum gebeten, „einige Wochen oder Monate“ abzuwarten, wie die Lage sich entwickle, so García gegenüber ANDINA.

  • Peruanisches Nationalmuseum bleibt…ein grauer Betonblock

    Peruanisches Nationalmuseum in San Borja (Lima). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Proteste zahleicher Künstler, Architekten und Bürger haben erfolgreich den weißen Anstrich des peruanischen Nationalmuseums verhindert. Der Anstrich hätte das Museum in einen „Clown“ verwandelt, so Miguel Cruchaga, Architekt und Mitinitiator der Proteste. Das Gebäude, in den 70er Jahren für das damalige Fischereiministerium gebaut, sei äußerst „ausdrucksstark“.

    Vor wenigen Tagen hatte das Kulturministerium den gigantischen Betonblöcken einen neuen Anstrich verordnet, um das Gebäude, das in den kommenden Tagen ein Gipfeltreffen der Staatschefs südamerikanischer und arabischer Staaten (ASPA) beherbergen wird, etwas freundlicher aussehen zu lassen. Miguel Cruchaga, selbst an der Planung des heutigen Nationalmuseums beteiligt, warf dem Ministerium vor, wegen des Zeitdrucks lieber die schmutzige Fassade zu überstreichen, anstatt eine Reinigung durchzuführen

    Nach dem Umzug des Fischereinministeriums beherbergte das vor 36 Jahren erbaute Gebäude zunächst die Nationalbank, seit 1988 wird es als Ausstellungs- und Kongresszentrum genutzt.

  • Wegen Dengue-Ausbruch: Peruanisches Gesundheitssystem in Alarmbereitschaft

    Das peruanische Gesundheitsministerium hat zur Vorbeugung der weiteren Verbreitung von Dengue-Erkrankungen in 14 Regionen des Landes die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt. Zuvor war bereits der Gesundheits-Ausnahmezustand über die Region Loreto verhängt worden, aus der mehr als 10.000 Fälle von Dengue-Erkrankungen gemeldet wurden, von denen bislang 11 zum Tod des Patienten geführt haben.

    Gestern reiste Gesundheitsminister Óscar Ugarte in die Regionalhauptstadt Iquitos (Loreto), um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Es sei inzwischen ein Übergreifen auf die Regionen Ucayali, sowie entlang des Marañón registriert worden, so der Minister. Die jüngsten Erkrankungsfälle kamen demnach aus Yurimaguas, was eine weitere Verbreitung in Richtung San Martín, Amazonas und Cajamarca wahrscheinlich macht. Richtung Süden wurden Patienten aus Requena und Contamana mit Symptomen des Dengue-Fiebers in lokale Gesundheitseinrichtungen eingeliefert – sollte sich die Diagnose bestätigen, wäre gar ein Übergreifen über den Landweg auf Perus Hauptstadt Lima möglich. In Lima wurden bereits vier Fälle registriert, allerdings handelte es sich bei den Betroffenen ausschließlich um Menschen, die sich in der Region Loreto infiziert hatten.

    Die Regionen, die in Alarmzustand versetzt wurden sind Madre de Dios, Amazonas, San Martín, Ucayali, Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad, Cajamarca, Ancash, Huánuco, Junín, Cerro de Pasco und Lima.

  • Olmos-Projekt: Umsiedlung schreitet foran

    Schon in wenigen Wochen sollen 27 Familien umgesiedelt werden, die auf dem Gelände wohnen, das für die Bewässerungsflächen des Olmos-Tinajones-Projektes (PEOT) in Nordperu vorgesehen ist und nun versteigert wird. Im Rahmen des Projektes wird Wasser des Huancabamba-Flusses auf der Ostseite der peruanischen Anden durch einen Tunnel zur trockeneren Westseite des Gebirges geleitet, um dort den Wüstenboden urbar zu machen. Das Dorf „La Algodonera“, in das die betroffenen Bewohner des PEOT-Geländes umgesiedelt werden sollen, befindet sich nach Angaben von Radio Marañón bereits im Bau. Die Schule, sowie die Dorfhalle seien bereits fertiggestellt.

    Nach Angaben der Projektinitiatoren ist „La Algodonera“ bereits der zweite Ort umgesiedelte Anwohner. In der Region Cajamarca wurden bereits Teile des Dorfes Huabal verlegt, das sich auf dem Gelände befand, das von dem Staudamm des Olmos-Tinajones-Projektes („El Limón“) überflutet worden war.