• Gilberto Herrera ist Tot

    Der Komponist und Musiker Gilberto Herrera, der mit seiner Musikgruppe „Hermanos Herrera“ bekannt wurde, ist kürzlich verstorben. Berühmt wurde er unter anderem durch seine berühmte Version des Walzers „Amazonas“ und verschiedener Heimatlieder im Takt der Polka, die bis heute ihren festen Platz im Kulturgeschehen der Region Amazonas, insbesondere aber ihrer Hauptstadt Chachapoyas, haben.

  • Seilbahn nach Kuélap: Jetzt wirds ernst

    Ddunkle Wolken über Kuelapen Protesten der lokalen Bevölkerung zum Trotz soll die Konzession für die Seilbahn von Tingo nach Kuélap in der zweiten Jahreshälfte diesen Jahres ausgeschrieben werden. Die Kosten für das Projekt werden auf 30 Millionen Nuevos Soles geschätzt. Mit dem Bau der Seilbahn soll der Weg zum archäologischen Aushängeschild der Region Amazonas um fast 40 Kilometer verkürzt werden, wodurch sich die Ministerin für Außenhandel und Tourismus Mercedes Aráoz eine Zunahme von Kurz- und Luxustouristen verspricht. Zudem bringe die Verlagerung der Touristenströme auf die Seilbahn Vorteile für die Umwelt, so Aráoz.

    Bewohner umliegender Orte befürchten, dass sie von den Touristenströmen abgeschnitten werden und so bedeutende Einnahmequellen verlieren, die gerade erst erschlossen werden. Zudem wird befürchtet, die Straßen im Tal unterhalb von Kuélap könnten gegenüber der Seilbahn vernachlässigt werden.

    Vor genau einem Jahr hatte die Ministerin verkündet, der Bau der Seilbahn würde Anfang 2008 begonnen.

    Quelle: MINCETUR/ANDINA

  • ONE LAPTOP PER CHILD in Amazonas

    Der frisch gebackene Kultusdirektor der Region Amazonas (DREA), Prof. Grimaldo Vasquez Tan, präsentierte gestern in Chachapoyas den ONE LAPTOP PER CHILD (OLPC)-Laptop. Dieser mobile Computer soll besonders Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Gegenden helfen, einfacher auf moderne Informationstechnologie zurückzugreifen. Der in erster Linie für Lehr- und Lernprogramme gestaltete Computer ist aber nicht nur sehr robust und größtenteils wasserunempfindlich, sondern verfügt auch über Spielmöglichkeiten und Netzwerkzugang über ein drahtloses Netzwerk.

    In einer Testphase bekommen nun 2.921 Schülerinnen und Schüler der Region einen solchen Computer zur Verfügung gestellt. Parallel dazu wird es eine Reihe von Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer geben, damit ein Einsatz dieser neuen Technologie auch sinnvoll in den Unterricht eingebaut werden. Außerdem werden technische Grundlagen vermittelt, um kleinere Macken selbst lösen zu können. Betreut wird das Projekt von Mitarbeitern des Bildungsministeriums, die extra für die OLPC-Kampagne ausgebildet wurden.

    Quelle: DREA

  • Peru hat 28.220.764 Einwohner

    Wie das Nationale Statistik- und Informatikinstitut INEI heute Morgen mitteilte, wurden bei der Volkszählung im Oktober vergangenen Jahres 28.220.764 Personen gezählt. Rund ein Drittel (30%) der Bevölkerung konzentriert sich auf Lima. Im Vergleich zur Volkszählung 1993 wuchs damit die Bevölkerung Perus um 5.581.321 Personen, was einem Wachstum von 24,7% entspricht. Verteilt auf die drei geografischen Regionen hielten sich zum Erhebungszeitpunkt 14.973.264 Menschen an der Küste auf, 8.770.738 in den Bergregionen und 3.675.292 in den Urwaldregionen. Das bedeutet, dass über die Hälfte der Einwohner Perus an der Küste leben. Bei der Volkszählung 1940 waren es noch 28,3% an der Küste, 65,0% im Gebirge und 6,7% im Urwald gewesen.

    Größte Bevölkerung in Lima, geringste in Tacna

    Die Regionen mit der höchsten Einwohnerzahl sind Lima (8.445.211 Einwohner), Piura (1.676.315), La
    Libertad (1.617.050), Cajamarca (1.387.809) und Puno (1.268.441).

    Die südperuanische Region Tacna an der Grenze zu Chile ist die Region mit der geringsten Einwohnerzahl (288.781).

    76% der peruanischen Bevölkerung leben in der Stadt, 24% auf dem Land.

    In der Region AMAZONAS

    Am Tag der Volkszählung im vergangenen Oktober befanden sich in Amazonas 375.993 Personen.

    Quelle: INEI

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Brücke zwischen Mayno und Levanto eingeweiht

    Am vergangenen Mittwoch wurde die Auto- und Fußgängerbrücke eingeweiht, über die der Verkehr zwischen Levanto, Mayno und Magdalena erheblich vereinfacht wird. Provinzbürgermeister Peter Lerche sagte, Paten der neuen Brücke sollten die anwesenden Kinder sein, seien sie doch diejenigen, die mit der Brücke ihre Zukunft verbrächten. Durch die Brücke tut sich auch eine bessere Verbindung touristischer Attraktionen auf. So werden die Ruinenstätten von Návar, Yálape und Puyán, der Kanal „Aspachaka“, der Inka-Weg „Camino Inca“ und andere interessante Orte miteinander verbunden.

    Quelle: Provinzverwaltung Chachapoyas

  • Raymillacta – la gran fiesta del pueblo

    Tausende Besucher säumten auch in diesem Jahr die Straßen, als zum 13. Mal der Umzug folklorischer Tanzgruppen und bäuerlicher Gemeinschaften durch das Stadtzentrum von Chachapoyas zog. Jede Gruppe war mit einer eigenen Musikkapelle angereist. Zum Abschluss zogen alle Gruppen in das Kuélap-Stadion ein, um dort gemeinsam ein „Fest der Freundschaft“ zu feiern. Neben Teilnehmern aus verschiedenen Regionen Perus waren auch Gruppen aus dem Nachbarland Ekuador zugegen. Stargast war die Sängerin Fabiola de la Cuba, die am 15. August ein Konzert in der Kuelap-Festung geben möchte.

    Quelle: Provinzverwaltung Chachapoyas

  • Fortsetzung der Debatte um 2-Kammer-System

    Vor gut einem Jahr hatte die Kommission für Verfassungsangelegenheiten empfohlen, den Senat als zweite Parlamentskammer wieder einzuführen. Nächste Woche wird er sich nun erneut der peruanische Kongress mit dieser Frage beschäftigen. Die Parteienbündnisse Unidad Nacional (UN) und Alianza Parlamentaria (AP), sowie die Regierungspartei Apra, die zusammen über 50% der 120 Parlamentssitze verfügen, haben bereits ihre Zustimmung zugesichert. Die Linksnationalistische Partei PNP sowie die Partei Union por el Perú (UPP) haben sich noch nicht festgelegt, nach letzten Aussagen sind sie aber einer wiedereinführung des Senates nicht abgeneigt. Von der Wiederinführung wird eine höhere Qualität der Gesetzte erwartet.

    Der Senat war während der Fujimori-Diktatur in den 90er Jahren abgeschafft worden. Die Fujimori nahestehenden Parteien im Kongress lehnen die Reform ab.

    === Keiko Fujimori für Amnestie ihres Vaters

    Keiko Fujimori, mögliche Präsidentschaftskandidatin und Tochter des ehemaligen peruanischen Diktators Alberto Fujimori, kündigte an, im Falle eines Wahlsieges ihren Vater freizulassen.

    Quelle: ANDINA

  • Neuer Kultusdirektor für Amazonas

    Vereidigung von Grimaldo Vasquez Tan, Director Regional de Amazonas. Foto: DREAAm vergangenen Montag wurde in Chachapoyas der neue Kultusdirektor vereidigt. Grimaldo Vasquez Tan übernahm damit das Amt von Gustavo Corvera Coronel, der auf eigenen Wunsch zurückgetreten war.

    Die Lehrergewerkschaft SUTEP hatte zuvor gefordert, den Kultusdirektor nicht mehr vom Regionalpräsidenten als Vertrauensperson aussuchen zu lassen, sondern im Rahmen eines Auswahlverfahrens den besten Bewerber zu bestimmen.

    Quelle: DREA

  • Umweltministerium: Geldlos aber allgegenwärtig

    Antonio Brack. Foto: Agencia AndinaKaum ein Satz würde die derzeitige Situation des frisch gegründeten peruanischen Umweltministeriums besser ausdrücken als der, mit dem der regierende Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit einmal seine Stadt beschrieb: Arm, aber Sexy. Das Thema Umweltschutz steht ganz oben auf der Presseagenda und ist auch in Alltagsgesprächen ständig im Mittelpunkt. Dass es so ist, überrascht kaum, hängt doch über Lima ein ganzjähriger Smogfilm. Selbst an den abgelegensten Orten findet man herumliegende Plastiktüten und der Müll wird meist entweder einfach verbrannt oder einfach einen Berg hinuntergekippt. Abwässer fließen bis auf wenige Ausnahmen ungeklärt einfach ins Meer oder in Flüsse. So war es schon seit langem an der Zeit, auf höchster Ebene eine Instanz zu schaffen, die sich um diese Themen kümmert. Geschickt hatte der Staatschef Alan García den Lateinamerika-Karibik-EU-Gipfel ausgewählt, um die Gründung des neuen Ministeriums bekannt zu geben. So konnte er sich dort nicht nur von vielen Staatschefs auf die Schulter klopfen lassen, sondern gleich Kontakte knüpfen, um an KnowHow und Geld aus den Ministerien und Kassen der Teilnehmerstaaten zu kommen.

    Mit Antonio Brack Egg zog er zudem einen Minister aus dem Hut, der nicht von allen, aber von sehr vielen Organisationen und Institutionen, die sich mit dem Umweltschutz auseinandersetzen, seit Jahren als Experte anerkannt und geschätzt wird. Auch war er vorher durch ein Fernsehprogramm über Flora und Fauna Perus bereits das „Gesicht des Umweltschutzes“.

    Seitdem nun ist Brack Egg beinahe täglich in den meisten Medien an sehr prominenter Stelle vertreten. Mit seinen Forderungen nach besserer Wasseraufbereitung, -verteilung und -klärung, nach Bau und Verbesserung von Müllentsorgungs- und Recyclingmöglichkeiten rennt er offene Türen ein. Zuletzt gab es einen Streit um einen Abwasserabfluss in la Perla, einem Stadtteil der Hafenstadt Callao, über den Schmutzwässer aus ganz Lima ungeklärt ins Meer fließen. Die Anwohner von La Perla wehrten sich vergebens, an ein Bad im Pazifik ist rund um den Stadtteil nicht mehr zu denken. So ließ es sich Brack Egg nicht nehmen, demonstrativ den gestrigen „Tag der Umwelt“ dafür zu nutzen, öffentlich in Villa El Salvador (VES) aufzutreten – einem der wenigen Teile Limas, die über ein voll funktionsfähiges Wasser- und Abwassersystem verfügen.

    Am Tag seines Amtsantrittes verkündete Brack Egg, sein Ministerium nach Vorbild des deutschen Umweltministeriums aufbauen zu wollen. So war dann auch konsequenterweise eine seiner ersten Forderungen, Kraftfahrzeuge nach ihrem Verbrauch und dem Ausstoß von Abgasen zu besteuern.

    Allein: So erfolgreich sich Brack Egg auch im „Agenda Setting“ (besetzen der Medien mit seinen Themen) betätigt, sein Ministerium besteht bisher nur auf dem Papier. Die wenigen Mitarbeiter und spärlichen Räumlichkeiten, über die das Umweltministerium derzeit verfügt, sind hauptsächlich durch internationale Kooperation finanziert. Vor wenigen Tagen lehnte es der Kongress ab, Mittel, die bisher der nationale Umweltrat CONAM erhält, auf das neue Ministerium zu übertragen. Der Grund dafür liegt weniger am Widerstand gegen ein Umweltministerium, sondern eher an der Art, wie das Ministerium gegründet worden war. Nicht das Parlament hat eine gesetzliche Grundlage geschaffen, sondern Präsident García hatte per Dekret die Gründung angeordnet.

    Antonio Brack Egg hat sich schon durch so manche Schwierigkeit gebissen, vermutlich wird es auch bei diesem Mal klappen. Zu wünschen wäre es ihm, aber vor allem auch der peruanischen Umwelt.

    Quelle: ANDINA, PCM

  • "Freihandel" verspielt Sympathien

    Im Rahmen der Ratifizierung eines Freihandelsabkommens zwischen Peru und den USA beginnen die peruanischen Behörden, Verstöße gegen das Urheberrecht härter zu ahnden. War es bisher nicht erlaubt, aber halbwegs gedultet, kopierte CDs, Bücher oder gefälschte Kleidung zu verkaufen, gab es seit dem Beginn der Verhandlungen mit den vereinigten Staaten bereits mehrere große Razzien, in deren Verlauf es zu schweren Zusammenstößen zwischen Händlern und der Polizei kam. So wehrten sich Händler des Marktes „Polvos Azules“ Anfang des Jahres gewaltsam gegen die Konfiszierung ihrer Waren. Auch im Internet wurden Internetseiten wie der Blog PeruMP3 geschlossen, über die peruanische Musik getauscht wurde. Hin und wieder waren wohl auch Lieder internationaler Labels dazwischengerutscht – was dem Blog letztendlich zum Verhängnis wurde.

    Oft ist das härtere Durchgreifen im Zusammenhang mit gefälschten Produkten allerdings auch sehr begrüßenswert, insbesondere im Bereich von gefälschten Medikamenten. Immer wieder sterben Menschen, die mit gefälschten Medikamenten behandelt wurden, die keine – oder gar eine negative – Wirkung hatten. Wie hoch die Zahl der Opfer ist, ist unbekannt.

    Der Kampf gegen die gefälschten Produkte („bamba“), die natürlich manchem Geschäftsmensch das Geschäft verhageln, könnte sich allerdings auch negativ auf die Einstellung der peruaner gegenüber dem Freihandelsabkommen (TLC) auswirken. Immer wieder kommt es bereits jetzt zu Protesten gegen das Abkommen.