• Brücke "Cáclic" angeblich wieder befahrbar

    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.
    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.

    Wie der Regionalpräsident der peruanischen Region Amazonas, Óscar Altamirano Quispe, in einer Pressemeldung verbreiten ließ, ist der Autoverkehr über die Cáclic-Brücke seit vergangenem Samstag wieder zumindest mit leichen Fahrzeugen möglich. Die Brücke verbindet die Provinzen Chachapoyas und Luya . Ab heute (Dienstag) soll die neue provisorische Brücke auch für schwerere Fahrzeuge wieder freigegeben sein.

    Anfang des Jahres war die alte Brücke eingestürzt, als ein Lastwagen über sie hinweg fahren wollte, dessen Gewicht über dem zulässigen lag. Mehrere Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

    Immer wieder kommt es in Peru zum Einsturz von Brücken, in manchen Fällen wegen Material- oder Konstruktionsfehlern, oder aber wegen des Alters der Brücke. Besonders problematisch wird es während der alljährlichen Regenzeit (ca. November bis April), wenn kleinere Brücken von anwachsenden Flüssen einfach weggeschwemmt werden. In einigen Fällen ist – wie hier – das Problem der fehlerhaften Nutzung: Sie wird von Fahrzeugen befahren, die zu schwer sind.

    NACHTRAG: Inzwischen ist eine neue Brücke gebaut und eingeweiht, nähere Informationen finden Sie hier!

  • Mehr Selige aus Chachapoyas

    Emilio Lisson Chavez, Bischof von Chachapozas 1909 bis 1918. Foto: Obispado Chachapoyas

    Auf dem Weg zur „Seligkeit“ hat Monseñor Emilio Lissón Chávez, C. M., 1909-1918 Bischof von Chachapoyas, den ersten Schritt gemacht. Am 31. Mai wird in Valencia (Spanien), wo Lissón Chávez verstarb, der Diözesane Prüfungsprozess abgeschlossen. Danach geht der Prozess weiter in Rom, wo noch zahlreiche Prüfungen anstehen. Seit September 2003 hatte die Diözesanleitung von Valencia allerlei Prüfungen rund um Emilio Lissón angestellt.
    Emilio Lessón wurde am 24. Mai 1872 im südperuanischen Arequipa geboren. 1894 trat er in den Orden der Vinzentiner des heiligen Paul ein und wurde 1895 in Paris zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete in der Priesterausbildung in Arequipa und Trujillo. Mit nur 37 Jahren wurde Lissón Bischof von Chachapoyas, schon 1918 aber als Erzbischof nach Lima berufen.
    Während seiner Zeit als Bischof von Chachapoyas lag sein Hauptaugenmerk auf der Priesterausbildung, der Kinder- und Jugendkatechese, die Bildung und die Arbeit mit und für die Armen. Unter anderem wurde während seiner Zeit als Bischof der erste Kindergarten von Chachapoyas gegründet. 1931 wurde er aus Lima abberufen und lebte anschließend in Rom und in Spanien. In Spanien betätigt er sich als Hilfsbischof oder Diözesanadministrator, besonders in den Bistümern Sevilla und Valencia. In Sevilla erwarb er sich bald den Titel „Bischof der Armen“. Schon zu Lebzeiten wurde er von vielen Gläubigen als heiliger verehrt.

    So begann auch die Erzdiözese von Valencia den Seligsprechungsprozess. Seit 1991 ruhen seine sterblichen Überreste auf Wunsch der peruanischen Bischöfe in der Kathedrale von Lima.
    Quelle: Radio Horizonte / Bischof Emiliano Cisneros Martínez

  • 400 000 Soles für Kathedrale

    Foto: Stadtverwaltung ChachapoyasAm vergangenen Freitag konnte Bischof Emiliano für den Bau der Kathedrale Schecks im Wert von 300 000 Soles entgegen nehmen. 200 000 kamen von der Stadtverwaltung und 100 000 von der Regionalregierung. Emiliano versprach, das Obispado selbst werde auch noch 100 000 beisteuern. Auch die Baufirma ICCGSA, die derzeit an der Straße Pedro Ruiz-Cruze Achamaqui baut, spendete 100 Zementsäcke. Gegenüber des anwesenden Bürgermeisters Lerche und des Regionalpräsidenten Altamirano Quispe sagte Bischof Emiliano, er freue sich über die Hilfe und bedanke sich bei den von beiden vertretenen Institutionen. Zudem lud er zum Radio- und Fernsehbenefiztag für die Kathedrale am kommenden Samstag ein.
    Bürgermeister Peter Lerche erklärte, die Konstruktion des Daches der Kathedrale werde demnächst ausgeschrieben. Zudem sagte er, er hoffe, dass das Stadtfest zu Ehren der Virgen Astunta am 15. August bereits in der renovierten Kathedrale stattfinden könne.
    Hinweis: 1€ ca. S./4
    Quelle: Radio Horizonte

  • "RAYMILLACTA" & Tourismuswoche 2008 in Chachapoyas

    Mit Delegationen aus inzwischen 3 Ländern und 5 peruanischen Regionen gewinnt der „Raymillacta“ (Quechua, „Das Fest der Dörfer„) Jahr für Jahr an Bedeutung. So wird auch in diesem Jahr wieder in der ersten Juniwoche Chachapoyas und Umgebung das Szenario für eine Vielzahl von Ausstellungen, Wanderungen, Führungen, Umzügen und Festen bilden.

    Die zentrale Veranstaltung ist der große Umzug von Gruppen aus allen Teilen der Region Amazonas, Nachbarregionen und -ländern, bei dem diese ihre Traditionen und Bräuche vorstellen.

    Das Programm aller Veranstaltung findet man u.a. unter http://www.horizonteperu.com/noticias/index.php?mnid=368.

  • Kongressabgeordneter erschießt (angeblich) Hund (im Affekt?)

    Schwere Vorwürfe muss sich Miró Ruiz, Kongressabgeordneter aus dem Distrikt Chaclacayo in Lima dieser Tage anhören. Seine Parlamentsfraktion von der Nationalistischen Partei riefen ihn auf, die Geschehnisse der letzten Tage öffentlich zu erklären. Grund für die Aufregung war „Matías“, Hund einer Nachbarin von Miró Ruiz. Die Besitzerin von Matías erklärte gegenüber dem Radiosender RPP, sie habe vor einigen Tagen früh Morgens Pistolenschüsse gehört, worauf hin sie ihr Haus verlassen habe und sehen konnte, dass der erschossene Hund neben dem Haus von Ruiz lag. Nachbarn hätten ihr darauf hin erklärt, der Kongressabgeordnete sei der Täter. Zur Tat sei es gekommen, weil Ruiz dem Hund vorgeworfen habe, seine Ente im Garten getötet und gefressen zu Haben. Ruiz, der derzeit in Huancavelica weilt, bestritt im Interview mit einem Lokalsender jegliche Verwicklung in die Tat. Zudem besitze er keine Waffe, so Ruiz.

    Quelle: RPP

    NACHTRAG: Wie ANDINA berichtet, hat Ruiz den „heimtücksichen Mord“ an dem Hund gestanden. Interessant: Bisher hat er noch gar keinen Waffenschein.

  • Regierung vereinfacht Verkauf kommunaler, bauerngemeinschaftlicher und indigener Ländereien

    Die letzte Ausgabe des peruanischen Gesetzblattes „El Peruano“ enthielt die Veröffentlichung eines Dekretes, das den Verkauf von Ländereien in den Anden- und Urwaldregionen Perus vereinfacht, die im Besitz von Bauerngemeinschaften (comunidades campesinas) oder indigenen Gemeinschaften (comunidades nativas) sind. Zudem setzt es die Bedingungen für die Auflösung einer solchen Gemeinschaft herab. Bisher war für den Verkauf dieser Ländereien von allen Mitgliedern der Gemeinschaften eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Nach dem nun veröffentlichten Dektret wird diese Grenze auf 50% herabgesetzt, wobei sich diese 50% nicht auf die Gesamtzahl der Mitglieder einer Gemeinschaft beziehen, sondern auf die Zahl der Anwesenden bei einer zur Besprechung der Auflösung der Gemeinschaft oder des Verkaufs der Ländereien einberufenen Versammlung.

    Viele Bauern- und indigene Gemeinschaften lehnen das Dekret ab. Sie fürchten einen Ausverkauf ihrer Ländereien und die Ausbeutung dieser durch Mineral- und Landwirtschaftskonzerne. Zudem werfen sie der Regierung vor, die Auflösung dieser Gemeinschaften anzustreben.

    Wie das staatliche Programm zur Verwaltung von Flußtälern und Bodenkonservierung (Pronamachcs) mitteilt, geht es dabei um Ländereien in einem Umfang von ca. 300000 ha. Nach Ansicht von Luis Beltrándes, Chef des Pronamachcs, hilft das Dekret, die Wirtschaft in den Anden und in den Urwaldregionen Perus anzukurbeln.

    Quelle: Gesetzblatt „El Peruano“, CNR, ANDINA, COFOPRI

  • Toll: Zentraler Lebensmittelmarkt jetzt mit neuem Klo!

    futuristisch, futuristisch: WC des zentralen Lebensmittelmarktes Chachapoyas (Mercado Modelo). Foto: Stadtverwaltung ChachapoyasWas die Stadtverwaltung von Chachapoyas bereits seit langer Zeit auf ihrer Homepage mit futuristischen Bildern eines WCs verkündete, wurde nun wahr: Die renovierten Klos des „Mercado Modelo“, zentraler Lebensmittelmarkt von Chachapoyas, wurden heute Morgen von Pi(e)ter Lerche, Bürgermeister der Provinz Chachapoyas, eingeweiht. Händler und Besucher hatten sich schon vor Jahren über die unhygienischen Zustände beschwert. Die Kosten für die Renovierung der WCs bezifferte Lerche auf 20000 Soles (ca. 5000 Euro). Der Vorsitzende des Vereins der Händler des Marktes, Rodolfo Román Rolfo, begrüßte die Fertigstellung und forderte, nun so bald als möglich das Problem des undichten Daches anzugehen.

    Nachtrag: Die Klobenutzung soll 50 Centimos kosten (inkl. Klopapier).

  • Gefängnis Challapalca (4600m) wird geschlossen

    Im Rahmen des Neubaus 15 neuer peruanischer Gefängnise wird das Hochsicherheitsgefängnis Challapalca geschlossen. Das kündigte die peruanische Justizministerin Fernández an. Amnesty International und die Inter-Amerikanische Kommission für Menschenrechte hatten schon vor Jahren die Schließung des Gefängnisses Challapaca gefordert. Challapaca liegt auf über 4600 Metern in der Region Tacna. Neben der extremen Klimabedingungen klagten Insaßen gegenüber Amnesty International auch über Misshandlungen. Gebaut 1997, wurde das Gefängnis auch wegen der abgelegenheit kritisiert, die es den Insaßen fast unmöglich machte, Kontakt mit der Familie oder einem Rechtsanwalt aufzunehmen. Auch die Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) begrüßte den Schritt, die Gefangenen in andere Einrichtungen zu verlegen. Der Bau der neuen Gefängnisse soll bis 2017 abgeschlossen sein.

    In Peru gibt es nach Angaben des Justizministeriums in den 79 Gefängnisen des Landes derzeit 22.589 Plätze, die von 43.317 Gefangenen belegt werden. Justizministerin Fernández macht unter anderem die langsame Justiz für die Überfüllung der Gefängnisse verantwortlich.

    Der vermutliche prominenteste Gefangene derzeit ist Ex-Präsident Alberto Fujimori.

    Die überfülltesten Gefängnisse Perus sind:

    Überbelegung (Ort)

    432.80% (Chorrillos)
    362.59% (Callao)
    219.29% (San Pedro)

    Quelle: ANDINA, Amnesty International, Ministerio de Justicia

  • Radio Chachapoyas nimmt Arbeit auf

    Radioantennen.

    Pünktlich nahm Radio Chachapoyas heute Morgen um 9:30 peruanischer Zeit mit nur 30 Minuten Verspätung seine Arbeit auf. Grußworte sprachen im dazugehörigen Festakt unter anderem Bürgermeister Peter Lerche, die Gemeinderätin Elisabet Terán und der Personalchef des Rathauses, Will Sanchez Muñóz. Neben Propaganda der Stadtverwaltung soll das Radio besonders kulturelle Aktivitäten und Programme diverser staatlicher Institutionen und Vereine verbreiten. An den Vorgängersender „Norperuana“ wird Radio Chachapoyas mit an Sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit wegen einer kleineren Reichweite und fehlenden Monopolstellung nicht herankommen, aber vielleicht wird 99,1 ja wirklich einmal ein Punkt, auf den man in Chachapoyas sein Radio einstellen kann, ohne vor Schreck gleich wieder umstellen zu müssen.

    Quelle: Internetübertragung des ersten Programmes. Begrüßungsansprache hören.

  • Bereits 127 stillgelegte Piratensender in diesem Jahr

    Radioantennen.

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, hat das Transport- und Kommunikationsministerium von Januar bis April diesen Jahres 127 Radiosender ohne Sendelizenz stillgelegt. Neben einer Haftstrafe für die Betreiber werden dabei auch das Produktions- und Sendeequipment konfisziert. Von diesen 127 stillgelegten Sendern befanden sich 66 in Lima, 14 in Arequipa, 11 in Piura und Cajamarca, jeweils 5 in Puno und Amazonas, 4 in Cusco, Tumbes, Ayacucho und La Libertad und eine in Madre de Dios. Laut dem Ministerium wurde die Zahl der Piratensender in den letzten beiden Jahren um 50% verringert.

    Unter anderem um auch noch die letzten Stationen still zu legen wird das Transport- und Kommunikationsministerium (MTC) in den nächsten 2 Monaten 6 Zweigstellen in verschiedenen Landesteilen einrichten. Die „glücklichen“ Regionen, die eine solche Zweigstelle bekommen werden, sind Arequipa, Cuzco, Piura, Junín, Ancash und La Libertad.

    In vielen Regionen Perus, besonders in ländlichen Gegenden, gibt es Piratensender, die oft die einzige Informationsquelle für die lokale Bevölkerung darstellen. Zudem sind viele Gebiete bis heute noch nicht für Radiowellen “kanalisiert”, weswegen für diese Gebiete überhaupt keine Sendelizenz ausgegeben werden kann. Leider versäumen viele der Radiobesitzer, rechtzeitig eine Lizenz zu beantragen. Da sehr viele kleine Radiosender durch die sehr geringe Menge an Werbung aus dem lokalen Umfeld kaum die laufenden Betriebskosten für die technischen Anlagen finanzieren können, melden manche auch ihr Radio nicht an, um die Gebühren für die Funkfrequenz zu erhalten. Außerdem muss neben der Sendelizenz auch die Verwertungsgesellschaft für Musik APDAYC bezahlt werden – Geld, über das nur wenige der kleinen Lokalsender verfügen.

    Durch schlecht bzw. nicht abgestimmte Frequenzen und Sendestärken wird allerdings manchmal der Empfang legaler Radiostationen beeinträchtigt.

    Quelle: ANDINA / „Schluss mit Dorfpiraten“ (in diesem Blog)