• S./25.424,20 für Kathedrale

    Kathedrale ChachapoyasAm heutigen Donnerstag gab Bischof Emiliano Cisneros Martínez im Rahmen einer Pressekonferenz das Endergebnis der Benefizveranstaltung am vergangenen Samstag bekannt. Demnach konnte mit den nachträglich eingegangenen Spenden das Ziel von 25.000 Soles übertroffen werden. Zudem gingen weitere Materialspenden im Wert von rund S./ 1.192,50 ein. Cisneros konnte auch verkünden, dass eine Privatuniversität mit Nebensitz in Chachapoyas weitere 1.700 Soles beitragen wird. Er dankte im Namen der Diözese allen teilnehmenden Radio- und Fernsehstationen, sowie der Bevölkerung, die trotz des schlechten Wetters zahlreich in die städtische Sporthalle „Florentino Ordinola“ gekommen war. Auch den Moderatoren und Künstlern, die fast 12 Stunden am Stück Programm gestaltet hatten, dankte er.

    Im Rahmen der Pressekonferenz wurde eine weitere Aktvität für den 5. Juli angekündigt.

    Mario Torrejón von der Stadtverwaltung erklärte, um den 15. Juni sollte mit dem Neubau des Daches der Kathedrale begonnen und bis zum 30. Juli fertig gestellt werden.

    Mit der Gestaltung des Innenraums beschäftigt sich derzeit eine Architektengruppe aus der Region Ancasch.

  • Sicherheitskräfte dürfen nicht mehr erschießen, Amtsträger wieder Streiken

    Praktisch über Nacht hatte die peruanische Regierung im August vergangenen Jahres mehrere Dekrete erlassen, die nun vom Parlament wieder einkassiert wurden. Nach dem Dekret DL 982 hätten Amtsträger wie Regionalpräsidenten oder Bürgermeister durch Teilnahme an Protestveranstaltungen ihr Amt verlieren können. Zudem waren die Regeln zur Waffenanwendung von den Sicherheitskräften verändert worden. Mitgliedern von Polizei und Militär wurde im Falle eines Todes durch Waffen der Sicherheitskräfte weitgehende Straffreiheit gewährt. Ursprünglich war letzteres vom Verteidigungsministerium für das Militär erbeten worden, um höhere Rechtssicherheit im Kampf gegen terroristische Zellen und Drogenproduzenten zu haben. Die Regierung hatte das Dekret auch auf die Nationalpolizei PNP ausgeweitet. Kritisiert wurde diese Regelung vor allem im Zusammenhang mit dem bisher nicht vollständig aufgeklärten Fall eines Bauers, der während eines Streiks durch einen Schuss sein Leben verloren hatte. Allerdings ist noch immer unklar, ob der Schuss wirklich von der Polizei abgefeuert worden war.

    Der ehemalige Chef der Nationalpolizei PNP, Eduardo Pérez Rocha, erklärte gegenüber dem Verbund regionaler Radiosender CNR, das Kippen des Dekretes würde die Arbeit der Polizei nicht beeinträchtigen.

    Quellen: CNR, Ministerio de Justicia, Gesetzesblatt „El Peruano“

  • Tagesschau-Artikel zum Tag der Kartoffel

    Sehr treffend schreibt tagesschau.de über eine AFP-Meldung zum Streit zwischen Peru und Chile darüber, woher genau die Kartoffel kommt.

    http://www.tagesschau.de/schlusslicht/kartoffelstreit2.html

  • 19 000 Soles für Kathedrale

    Kathedrale Chachapoyas

    Am gestrigen Samstag fand in der städtischen Sporthalle „Florentino Ordinola“ der Radioteletón, eine Benefizveranstaltung zu Gunsten des Weiterbaus der Kathedrale statt. Durch den Verkauf und die Versteigerung von Mahlzeiten und diversen „Kleinigkeiten“, sowie durch zahlreiche Spenden kamen dabei trotz des parallel stattfindenden Länderspiels zwischen Peru und Spanien und einem Stromausfall, der den Start der Veranstaltung um einige Stunden verzögerte, rund 19000 Soles zusammen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden in der Sporthalle unter anderem Tänze, musikalische Darbietungen, Gedichtinterpretationen und Sketche aufgeführt. Um möglichst viele Menschen zum Spenden zu bewegen, wurde die Veranstaltung gleichzeitig über alle Radio- und Fernsehkanäle der Stadt übertragen (>10). Mögliche Spenden, die per Überweisung eingehen, können frühestens Morgen bekannt gegeben werden, da die Banken am Wochenende nicht geöffnet haben. Wegen des Stromausfalls am Vormittag wurde die Veranstaltung kurzerhand verlängert. So war es schon 22 Uhr, als Bischof Emiliano bekannt gab, dass Teletón und das Gastronomie-Festival vor einigen Wochen zusammen Geld und Baumaterialien im Wert von über 23000 Soles erbracht haben.
    Der Stromausfall war übrigens von einem Auto ausgelöst worden, das mit einem Strommasten kollidiert war.
    Quelle: Blog von Manuel Cabañas López / Dany Gallardo Meléndez

  • Kultusdirektor der Region Amazonas bittet um Rücktritt

    Regionalpräsident Oscar Altamirano muss nun entscheiden, wann Gustavo Corvera Coronel zurücktreten darf. Häufig wurde Coronel Korruption vorgeworfen, zu einer Verurteilung kam es nie. Er selbst beschreibt seine Arbeit als Kultusdirektor als „erfolgreich“ und sagte gegenüber dem Radiosender „Radio Horizonte“, mit ihm an der Spitze sei seine Institution modernisiert worden. EIn Nachfolger steht noch nicht fest.

  • Razzia im Mercado Modello

    Wie Radio Horizonte berichtet, durchsuchten die Steueraufsicht SUNAT, Polizei und Zollbehörden heute Morgen den zentralen Markt von Chachapoyas. Gesucht wurde dabei nach gefälschten oder gestohlenen Produkten und nach Händlern, die keine Quittungen für gekaufte Artikel ausstellen. Nach Angaben eines Augenzeugen transportierten die Einsatzkräfte mehrere Säcke mit CDs, DVDs und Mobiltelefonen zum Polizeipräsidium. Gleichzeitig wurden ähnliche Aktionen an anderen Orten der Region durchgeführt.

    Nachtrag: Es wurden bei der Razzia Waren im Wert von ca. 80.000 Soles beschlagnahmt.

  • Dina Paucar singt für die Kartoffel

    Volksmusik-Folklore-Star Dina Paukar, bekannt geworden durch Superhits wie „Madre“ (Mutter), „Me emborracho“ (Ich betrinke mich) oder „Adios Adios“ (Tschüss, Tschüss), singt den Titelsong für den diesjährigen „Tag der Kartoffel“ (día de la papa) am 1. Juni in Comas, Peru.  Dina Paucar wird dabei von den Caribeños de Guadalupe, Camaguey und Chola Chabuca begleitet. Im Rahmen der Feiern wird Dina Paucar auch offiziell als Unicef-Ehrenbotschafterin vorgestellt. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA rief sie die Peruaner auf, mehr Kartoffeln zu essen, die ja schließlich sehr lecker sei und zudem aus Peru komme. Derzeit isst der durchschnittliche Peruaner rund 75 Kilo Kartoffeln pro Jahr. Events wie die Feierlichkeiten zum Tag der Kartoffel sollen helfen, die Statistik auf 100 Kilo pro Person und Jahr zu heben. Deshalb wurde kürzlich vom Landwirtschaftsministerium auch schon das „Papapan“ vorgestellt (Wortspiel aus Papa und Kartoffel + Brot). Durch die Steigerung des Kartoffelkonsums sollen auch die in letzter Zeit stark angestiegenen Lebensmittelpreise wieder sinken.

    Quelle: ANDINA

  • Grenzkonflikt um "La Morada"

    Das Örtchen „La Morada“ liegt im Grenzgebiet der Provinzen Chachapoyas (Amazonas) und Huallaga (Region San Martín). Exakt festgelegt wurde die Provinzgrenze bisher noch nicht. Seit die Provinzverwaltung Anfang des Jahres dem Örtchen den Status eines „centro poblado“ (dt. bewohnter Ort) verlieh und begann, die Wahl von Dorfautoritäten zu organisieren, herrscht nun streit zwischen den beiden Provinzen, die beide „La Morada“ für sich beanspruchen. Während das Dorf bereits seit Jahren von der Schul- und gesundheitsverwaltung der Region Amazonas betreut wurde, ist es nach Angaben von Fernando Grandez, Provinzbürgermeister von Huallaga, bereits seit Jahren als Ort seiner Provinz anerkannt. Gegenüber dem Internetportal Peru.com warf Grandez der Provinzverwaltung von Chachapoyas vor, sich durch den Ratsbeschluss 038-2008, in dem die Gründung des „centro poblado“ geregelt wird, 200 Hektar Land von Huallaga aneignen zu wollen. Einige Einwohner von La Morada erklärten gegenüber dem Radiosender Reina de la Selva (Chachapoyas), dass das Dorf selbst sich als Teil der Region Amazonas sehe und die wenigen und schlecht ausgebauten Zugangswege nach Leymebamba (Chachapoyas) führten.

    Pikant ist der Streit vor allem deshalb, weil sich in der Umgebung von La Morada zahlreiche archäologische Fundstätten befinden, von deren Restaurierung sich beide Provinzen einen Schub im Tourismusbereich versprechen. Zudem sind die Regionen Amazonas und San Martín im Moment dabei, eine „Modell-Makroregion“ zu bilden, sich in mancher hinsicht also miteinander zu vereinen.

    Nach Angaben der Archäologin Inge Schjellerup liegt das Problem darin, dass bis 1998 als einzige Möglichkeit zur geografischen Bestimmung des Standorts von La Morada nur ein Satelitenbild mit einem Maßstab von1:250 000 vorhanden war.

    Dass das Problem kein Phantomproblem ist, zeigt übrigens auch eine Recherche beim Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI: Auf den Karten des INEI ist sowohl auf der Seite von Chachapoyas als auch auf der Seite von Chachapoyas ein Ort mit dem Namen „La Morada“ eingetragen.

    Huallaga will das nicht hinnehmen und plant einen Streik von 48 Stunden.

    Daten nach dem Ratsbeschluss vom 14. Februar:

    La Morada / Distrikt Chuquibamba / Provinz Chachapoyas / Region Amazonas

    Orte und Nebenorte: La Morada, Canaán, Añazco Pueblo, Las Villas, La Majada, Rangras, Villa Aguacate, Villa Pampa Hermosa und Jardín.

    Grenzen: Im Norden: Rrío Lejía und río Blanco. Im Süden: Río Bombonaje, Rangrapata, Santa María, San Martín und Yonán. Im Osten: Río Bombonaje. Im Westen: Yerbabuena, Kämme Pasabreve und Buenaparte.

    Quellen: Provinzverwaltung Chachapoyas, Peru.com, INEI, Radio Reina de la Selva

  • Verbot von Mototaxis in Chachapoyas beschlossen

    Seit dem 16. Mai ist im gesamten Distrikt Chachapoyas das Fahren mit dreirädrigen Motorrikschas, in Peru Mototaxi genannt, verboten. Grund dafür ist nach dem Provinzratsbeschluss, dass Chachapoyas wegen ihrem Selbstverständniß als Reiseziel und auch wegen ihrer äußerst bergigen Lage nicht für Mototaxis geeignet ist. So machten laut Ratsbeschluss die kolonialen und monumentalen Fassaden der Häuser das Bild der Stadt aus, das durch den Lärm und die Optik der Dreiräder gestört würde. Zudem könne in den meist offenen Fahrzeugen besonders in Kurven die Sicherheit der Fahrgäste nicht garantiert werden.

    Bei Verstößen soll das Fahrzeug konfisziert werden. Ausgenommen davon ist das Fahrzeug von SERPOST, dem Briefzusteller, aber nur während der Zeit der Zustellung selbst.

    Quelle: Stadtverwaltung Chachapoyas, ORDENANZA Nº 049 -2008-MPCH

  • Fizcarraldos Traum

    In einem Film von Werner Herzog kämpft Klaus Kinski alias Brian Sweeney Fitzgerald gegen Natur und Establischment, um seinen Traum zu verwirklichen, ein Opernhaus in Iquitos, mitten in der peruanischen Urwald-Region Loreto zu bauen. Damit dieser Traum in Erfüllung gehen kann, braucht Fitzgerald, auf spanisch Fizcarraldo genannt, viel Geld, das ihm ein alter Flußdampfer und eine Eisenbahn bringen soll, die Kautschuk aus Iquitos über den Amazonas und schließlich auch über die Anden an die Pazifikküste bringen sollen. Fizcarraldo im Film scheitert. Aber die Idee einer Eisenbahn von Iquitos bis zur östlichen Andenkette lebt und wenn es nach dem derzeitigen Regionalpräsidenten von Loreto geht, wird sie eher früher als später Wirklichkeit.

    Die Vorteile liegen auf der Hand: Auch schwere Güter könnten sicherer und umweltfreundlicher als wie bisher auf der Straße transportiert werden. Da Iquitos keinen Anschluss an das landesweite Straßennetz besitzt und die wenigen Zufahrtsstraßen bzw. Schiffswege in die Region Loreto bereits stark ausgelastet sind, könnte eine Zugstrecke auch verhindern, was in vielen anderen Urwaldregionen bereits passiert ist: Meist entstehen dort, wo neue Straßen gebaut werden, nach kurzer Zeit an den Straßenrändern neue Orte. Auch werden die neu erschlossenen Gebiete oft gerodet für Holz- und Landwirtschaft. Da aber eine sinnvolle Verkehrsinfrastruktur für die Region Loreto dringend notwendig ist, drängt sich auch hier der Zug auf: Durch die Festlegung von Haltepunkten und Bahnhöfen könnte die Besiedlung gezielt gesteuert werden, der Regenwald würde nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Auch der Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, erklärte sein Interesse an diesem Projekt. Von einer besseren Anbindung des Amazonasbeckens an den Pazifik würde auch die brasilianische Wirtschaft profitieren. Aus diesem Grund treiben er und sein peruanischer Amtskollege García auch die sogenannte „Carretera Interocianica“, eine Straße, die Pazifik und Atlantik miteinander verbinden soll, voran.

    Nach Angaben von Yván Vásquez Valera, Regionalpräsident von Loreto, würde der Bau einer Eisenbahn von Iquitos nach Yurimaguas, dem zentralen Hafen zum Amazonas in Nordperu, rund 700 Millionen US-$ verschlingen. Dafür sollen private Investoren gefunden werden.

    Kautschukbarone wie Fizcarraldo hat er dabei aber wohl nicht im Visier.

    Quelle: ANDINA