Heute wird der Freihandelsvertrag zwischen Peru und China in Kraft treten. Damit können bestimmte Produkte mit niedrigeren Zöllen zwischen beiden Ländern gehandelt werden.
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Fujimoris Tochter heiratet und der Brautvater und verurteilte Häftling darf dabei sein
Kommentar
So etwas würden sich wohl auch andere Insaßen peruanischer Gefängnisse wünschen: Bei der Hochzeit der eigenen Tochter trotz abzusitzender Haftstrafe anwesend sein. Dem wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit (eigentlich) eingesperrten peruanischen Ex-Diktator Alberto Fujimori war dies gestern möglich. Für fast eineinhalb Stunden war Fujimori, wie die peruanische Tageszeitung „El Comercio“ berichtet, in der Kapelle des Hauptsitzes der Spezialeinheit der peruanischen Polizei (Diroes), um der Hochzeit seiner Tochter Sachie Fujimori beizuwohnen. Bei Alberto Fujimoris frisch gebackenem Schwiegersohn handelt es sich, so El Comercio, um den deutschstämmigen Marc Koening.Von Alberto Fujimori wird noch erzählt, er habe bei der Hochzeit geweint.
In den 90er Jahren hatte die Fujimori-Regierung dem jetzigen peruanischen Präsidenten García die Einreise aus dem Exil verweigert, als dieser zur Beerdigung seines Vaters anreisen wollte.
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Lima: Gewerkschaftsgründung in nur drei Stunden
In nur drei Stunden soll die Anmeldung einer neuen Gewerkschaft beim peruanischen Arbeitsministerium möglich sein. Das erklärte heute das Ministerium selbst. Der Vorgang sei „automatisiert und gratis“, so das Ministerium. Und das Angebot wird angenommen, wie offizielle Statistiken zeigen. So sind allein in Lima-Hauptstadt 616 verschiedene Gewerkschaften angemeldet. In Lima selbst wird die Registrierung vom Arbeitsministerium (MTPE) selbst vorgenommen, in den anderen Landesteilen von der zuständigen Regionaldirektion für Arbeit (Direcciones Regionales de Trabajo y Promoción del Empleo).
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Nazca / Ica: Sieben Tote bei Flugzeugabsturz
Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in der peruanischen Provinz Nazca (Region Ica) verloren am gestrigen Donnerstag sieben Menschen ihr Leben. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA.
Das Flugzeug des Typs Cessna U206F war nach Angaben der Fluglinie Nazca Airlines S.A.C. in einen Wirbelsturm geraten und abgestürzt. An Bord waren neben dem Pilot drei chilenischen, sowie drei peruanischen Touristen, darunter ein 5jähriges Kind. Es war bereits der dritte Einsatz des Flugzeuges am gestrigen Tag.
Bis auf weiteres können vom Flughafen „Maria Reiche“ keine Flugzeuge mehr starten.
2008 waren ganz in der Nähe beim Absturz eines Kleinflugzeuges fünf französische Touristen gestorben.
Rundflüge in der Provinz Nazca sind besonders beliebt, da man aus der Luft die gigantischen „Nazca-Linien“ betrachten kann.
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Kampf gegen Rauschgiftschmuggel: Peruanische Post kauft Röntgengerät
Zur Verhinderung des Drogenschmuggels setzt das peruanische Postunternehmen SERPOST künftig auf ein Röntgengerät. Das berichtet ANDINA. Mit dem Röntgengerät werden ab kommender Woche Brief- und Paketsendungen aus und nach Peru durchleuchtet, über verdächtige Sendungen wird dann sofort an die Antidrogenpolizei verständigt.
In den vergangenen Wochen waren mehrere SERPOST-Mitarbeiter entfernt worden, die Aktiv am Drogenschmuggel mitgewirkt hatten. Die Namen werden nach Angaben der Polizei noch geheim gehalten, um weitere Ermittlungen nicht zu erschweren.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Ab heute impft Peru gegen Schweinegrippe
Heute startet nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums (MINSA) die Impfung gegen die sog. neue Grippe AH1N1. Als erste sollen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, schwangere Frauen, sowie Kinder unter acht Jahren geimpft werden. Zudem sollen, so Gesundheitsminister Ugarte, Personen, in deren Heimat man im bald kommenden Winter sehr niedrige Temperaturen erwartet, bevorzugt werden. Insgesamt 3 Millionen Peruaner plant das Ministerium in diesem Jahr zu impfen, 595.000 Impfdosen trafen bisher in Peru ein. Für die Impfungen wird die peruanische Regierung nach eigenen Angaben bisher 86.298.719 Nuevos Soles ausgeben – umgerechnet über 20 Millionen Euro.
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La Joya / Arequipa: Polizei beschlagnahmt 205 Kilogramm Drogen
Ein großer Fang gelang gestern der peruanischen Nationalpolizei PNP im Distrikt La Joya (Prov. / Reg. Arequipa). Sechs Monate hatte nach Angaben der Agentur ANDINA die Antidrogenpolizei Divandro Arequipa einen Kleintransporter beobachtet, gestern in den frühen Morgenstunden fanden sie im inneren des Fahrzeuges 104 Kilogramm des Kokain-Grundstoffes PBC (pasta básica de cocaina). Das PBC war in Form von Backsteinen verpackt. Der 22jährige Fahrer des Kleintransporters wurde festgenommen. Im Haus des festgenommenen konnten die Beamten anschließend weitere 101 Kilogramm PBC sicherstellen. Obwohl die Pakete in über einem Meter Tiefe eingegraben waren, entgingen sie dem Drogenspürhund „Black“ nicht, wie die Polizei berichtet.
Ersten Ermittlungen zufolge stammt die „Lieferung“ aus Ayacucho. Von Arequipa sollte sie, so die Polizei, über Tacna nach Chile geschmuggelt werden.
Der Distrikt La Joya liegt ca. eine Autostunde von Arequipa entfernt und zählt rund 24.192 Einwohner.
Polizei beschlagnahmt 143 Kilogramm PBC in Andahuaylas
Auch in Andahuaylas (Region Apurímac) wurde die Polizei fündig. So konnten 143 Kilogramm PBC, mehrere Schusswaffen, sowie zwei Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Vier mutmaßliche Drogenschmuggler wurden festgenommen, von denen einer bereits mehrfach wegen Drogenschmuggels vorbestraft war. Bei der Festnahme von drei der Schmuggler kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, wobei eine Person verletzt wurde.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Paiján / La Libertad: Crash zwischen Bus aus Chachapoyas und Lastwagen – vier Tote
Die Serie tödlicher Busunfälle auf peruanischen Straßen reißt nicht ab. Wie die peruanische Nationalpolizei PNP berichtet, heute gegen 5:45 Uhr Ortszeit vier Menschen ums Leben, als ein Überlandreisebus des Unternehmens „Civa“ auf einen Zementtransporter auffuhr. Mindestens 19 Menschen wurden teils schwer verletzt. Wie Radio Activa berichtet unter Berufung auf Augenzeugeugen berichtet, war der Zementtransporter auf der Panamericana Norte liegen geblieben, der Fahrer habe es versäumt, ein Warndreieck oder -licht auf- beziehungsweise anzustellen. Wegen des Nebels habe der Fahrer des Busses den Transporter in der Dunkelheit nicht rechtzeitig ausgemacht.
Der Bus war mit 56 Passagieren von Chachapoyas (Amazonas) in die peruanische Hauptstadt Lima unterwegs. Unter den Toten ist auch der 42-jährige Fahrer des Busses.
Das Busunternehmen Civa ist auf der Liste der peruanischen Busunternehmen mit den meisten Toten und Verletzten pro Anzahl der Busse und Jahr auf Platz 14. Im Zeitraum August 2008 bis Juli 2009 verloren nach Angaben des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC (Liste der unsichersten Busunternehmen Perus hier herunterladen) bei 15 schweren Unfällen 15 Personen ums Leben, 81 Menschen wurden teilweise schwer verletzt.
Die regionale Verkehrsbehörde kündigte inzwischen an, ihre Buskontrollen weiter zu verstärken.
Ein Todesopfer bei Busunfall in Áncash
Bei dem Zusammenstoß zwischen einem Bus und einem Lastwagen auf der Straße von Pativilca nach Huaráz auf Höhe des Ortes Chasquitambo wurde nach Angaben der Polizei eine Person getötet. Vier weitere Personen wurden verletzt.
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51 Tote bei Verkehrsunfällen in Cusco, Ayacucho und La Libertad
Eine Serie von Verkehrsunfällen hinterließ gestern und heute mindestens 51 Todesopfer. 39 Personen verloren ihr Leben, als zwei Überlandbusse heute gegen 6:30 Ortszeit auf der Panamerikana Norte in der Provinz Virú (La Libertad) frontal zusammenstießen. Beteiligt waren ein Doppelstockbus des Unternehmens Crisolito, der auf dem Weg von Lima nach Trujillo war, und ein Bus von „América Express“, der in Trujillo mit dem Ziel Chimbote gestartet war.
Fünf Personen verloren ihr Leben, als in Paccha (Dist. Vinchos / Prov. Huamanga / Reg. Ayacucho) der Krankenwagen, in dem sie unterwegs waren, von der Straße abkam und 50 Meter in die Tiefe stürzte. Fahrer und Beifahrer des Krankenwagens überlebten den Absturz und wurden in das Gesundheitszentrum Vinchos eingeliefert. Nach Angaben der Polizei verfügte der Krankenwagen weder über ein Nummernschild, noch über eine Versicherung. Unter den Toten ist auch ein Arzt des örtlichen Gesundheitszentrums.
Auf der Straße von Cusco nach Quillabamba kamen nach Angaben der Polizei sieben Personen ums Leben, als auf Streckenkilometer 128 ein Kleinbus („combi“) einen 200-Meter-Abhang hinunterstürzte. Nach Angaben eines überlebenden hatte der Kleinbus versucht, einem Reisebus auszuweichen, der auf die Gegenfahrbahn geraten war.
In Peru kommt es in jedem Jahr zur Regenzeit zu einer extremen Häufung von Verkehrsunfällen mit oftmals hohen Opferzahlen.
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Anguía / Cajamarca: Dutzende Familien obdachlos nach Erdrutsch

Erdrutsch in der Provinz Chota. Bild: peruanischer Zivilschutz INDECI. Bis zu 90 Häuser stürzten ein, als am Samstag gegen 13 Uhr Ortszeit der Rodeopampa-Gipfel (cerro „El Calabozo de Rodeopampa“) im Distrikt Anguía (Prov. Chota / Region Cajamarca) abrutschte. Am stärksten betroffen sind die Ortschaften Ushun (Rodeopampa), sowie Chilac und Casián (Cutervo). Das berichtet aus Chota Radio Santa Mónica. Erste Berichte über ein Todesopfer konnten bisher nicht bestätigt werden, eine Person gilt noch als vermisst. Der Erdrutsch riss nicht nur Häuser mit sich, er zerstörte auch um Rodeopampa (Chota) und San Luis de Lucma (Cutervo) zahlreiche Felder. Zudem stauten Erde und Geröll den Sócota-Fluss, wodurch Überschwemmungen in flussnahen Ortschaften erwartet werden.
Anwohner hatten von einer großen Explosion berichtet, die dem Erdrutsch vorangegangen sei. Dann aber habe eine dichte Staubwolke jegliche Sicht verhindert, so ein Korrespondent von Radio Santa Mónica. Kurz nach dem Erdrutsch waren Gerüchte umgegangen, es habe sich um einen Vulkanausbruch gehandelt, was Miguel Alva, Direktor des Zivilschutz Cajamarca, klar verneint. Der Krach und die Staubwolke sei durch das Abrutschen der Fläche von 40 Hektar selbst entstanden, so Alva gegenüber ANDINA.

Erdrutsch in Rodeopampa (Chota). Foto: Radio Santa Mónica. Der Bürgermeister von Anguía äußerte auch Sorge um das Wasserkraftwerk Guineamayo (Cutervo), das durch den gebildeten Stausee Schaden erleiden könnte. Zudem gestand er ein, dass der örtliche Zivilschutz – dem er als Bürgermeister vorsteht – nicht über die nötigen Mittel verfügt, um notwendige Maßnahmen zu treffen. Inzwischen habe man vom Zivilschutz Chota zwar mehrere Zelte bekommen, aber die Anzahl sei ungenügend, so Irigoin Montenegro gegenüber „Radio Santa Mónica“.
Im Nachbardistrikt San Luis de Lucma sollen nun zahlreiche Familien evakuiert werden, deren Häuser von einer möglichen Flutwelle des Sócota getroffen werden könnten. Nach Angaben des Korrespondenten von Radio Santa Mónica waren die Anwohner bereits mehrere Tage vor dem Erdrutsch gewarnt worden, die betroffenen Familien hätten aber ihre Häuser nicht verlassen wollen.
Auch aus den Nachbarprovinzen Cajabamba und Celendín werden mehrere kleine Erdrutsche gemeldet, bei denen mehrere Häuser zerstört wurden.
Die Ortschaft Rodeopampa liegt auf 2.211 Metern über dem Meeresspiegel. 2007 wurden 313 feste Einwohner gezählt.
httpv://www.youtube.com/watch?v=O_22y-sHO_s
(von Enlace Nacional)