• In 45 Tagen wird Flughafensteuer mit dem Ticket bezahlt

    In spätestens 45 Tagen sollen die ersten Fluglinien damit beginnen, die peruanische Flughafensteuer (TUUA, Tarifa Unica por Uso de Aeropuerto) mit dem Flugticket zu kassieren. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf den peruanischen Außenhandels- und Tourismusminister Martín Pérez. Begonnen wird mit dem Flughafen Jorge Chávez in der Hauptstadt Lima. Bisher muss die Flughafensteuer an einem Schalter im Flughafen selbst entrichtet werden, was oftmals zu zusätzlichen Schlangen und Wartezeiten führte. Für die Durchführung, so Pérez, wird die Steuerbehörde SUNAT entsprechende Vereinbarungen mit dem Flughafenbetreiber LAP (Lima Airport Partners) abschließen.

  • INEI: 28 von 100 peruanischen Kindern arbeiten

    28 von 100 peruanischen Kindern zwischen 6 und 17 Jahren arbeiten bereits. Das gab heute das peruanische Statistik- und Informatikinstitut INEI bekannt. Insgesamt entspricht das rund 2.115.400 Jungen und Mädchen. Am stärksten wuchs die Kinderarbeit in den vergangenen Jahren in Urwald oder Bergurwaldregionen wie Amazonas, Ucayali, Madre de Dios, Junín und Huanuco. In Cajamarca und Lima sank dem INEI zufolge dagegen der Anteil arbeitender Kinder.

    Von den arbeitenden Kindern sind 38,6% in der Land- und Viehwirtschaft, 16,2% im Einzelhandel, 9,3% als Haushaltshilfe, sowie 8,8% in der Produktion.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Trotz Krise: Peruanisches Bruttoinlandsprodukt 2009 um 1,12% gewachsen

    Die peruanische Wirtschaft hat in großen Teilen der Krise getrotzt: Dank einem Sprung von 6,38% im Dezember lag das Wachstum des gesamten vergangenen Jahres bei 1,12%, wie das peruanische Statistik- und Informatikinstitut INEI heute bekannt gab. Treibende Kraft war das Baugewerbe, das um 6,14% zulegen konnte. Auch die Landwirtschaft, im Restaurant- und Hotelgewerbe und im Dienstleistungssektor konnte ein Wachstum festgestellt werden.

    Große Verlierer dagegen waren die Fischwirtschaft (-7,67% insgesamt, -10,79% in der Binnenfischwirtschaft), der Metall-Bergbau (-1,41%) und die Fertigung (7,18%).

    Gesunken ist unter anderem auch das Exportvolumen. Im Vergleich zum Vorjahr lag dieses mit 26.452,6 Millionen US-$ rund 15,46% unter dem Vorjahreswert. Auch der Verkauf von Neuwagen sank um 11,82% im Gegensatz zu 2008.
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  • "Cusco Pone": Reisen für den Aufschwung

    Um die Region Cusco, die in den vergangenen Wochen schwer unter den starken Regenfällen zu leiden hatte, für Touristen attraktiv zu machen, hat das peruanische Ministerium für Außenhandel und Tourismus MINCETUR gemeinsam mit Transport- und Reiseunternehmen die Kampagne „Cusco Pone“ gestartet. Im Rahmen der Kampagne sind unter anderem Flüge von Lima nach Cusco und zurück für 49 US$ zu haben. Zahlreiche Hotels in Cusco haben sich der Kampagne angeschlossen. Nähere Informationen bietet das Ministerium auf http://www.turismoperu.info/cuscopone/cuscopone_bannergrande.html. Für die meisten Aktionen ist ein Wohnsitz in Peru notwendig.

  • Wahlen rücken näher: Marco Arana vom Priesteramt suspendiert

    Der peruanische Umweltaktivist Marco Arana wurde vom Priesteramt suspendiert. Das gab er auf einer Pressekonferenz in Sicuani bekannt. Der Schritt erfolgte, nachdem in konservativen Kreisen der peruanischen Kirche Kritik an seinem Politischen Engagement geübt worden war. Geplant war der Schritt eigentlich, so Arana, für die Zeit vor dem ersten Parteikongress des Bündnisses „Tierra y Libertad“ Anfang April. Der Bischof von Cajamarca, Mons. Carmelo Martínez Lázaro, habe die Suspension dann allerdings vorgezogen.

    „Die Suspendierung basiert auf kirchlichen Normen, nach welchen es Priestern untersagt ist, in politischer Parteipolitik mitzuwirken“, so Arana gegenüber Journalisten. Weiter erklärte er, dies gebe ihm die Möglichkeit, seinen politischen Aktivitäten mehr Zeit zu widmen.

    Das Bündniss „Tierra y Libertad“ war aus den Initiativen des umtriebigen Geistlichen gegen Umweltverschmutzung durch Bergbau entstanden und steht nach eigenen Angaben der Europäischen Grünen Partei nahe.

    Durch Aranas Suspendierung tritt seine mögliche Präsidentschaftskandidatur für das kommende Jahr wieder in die Schlagzeilen, die in den vergangenen Wochen durch die Kandidaturankündigung des populären Talkmasters und Schrifstellers Jaime Bayly auf die hinteren Zeitungsseiten gerutscht war.

  • Quispicanchi-Bus-Crash: Zahl der Toten erhöht sich auf 17

    Die Zahl der Fahrgäste, die beim Zusammenstoß zweier Busse, von denen einer anschließend in den Vilcanota-Fluss fiel, ums Leben kamen, liegt weit höher als ursprünglich angenommen. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei PNP. Demnach waren sechs Personen bei dem Unfall selbst ums Leben gekommen, vier weiter verstarben noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Die sterblichen Überreste von sechs weiteren Personen wurden im Fluss in der Nähe der Unfallstelle, sowie rund 30 Kilometer Flussabwärts in Urcos gefunden. Von 5 weiteren Personen fehlt noch jede Spur.

    Der Reisebus des Unternehmens „Copacabana“ war, so Augenzeugen gegenüber der Polizei , mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. In der Nähe einer Kurve ließ der zweite Bus gerade Passagiere einsteigen. Der „Copacabana“-Bus konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Nach Angaben der Polizei sind 61 Verletzte noch in Behandlung, darunter ein Kind im Alter von fünf Jahren, das bisher nicht identifiziert werden konnte.Nach Angaben des Regionaldirektors für Verkehr und Kommunikation Cusco, Darwin Cayo, verfügte der „Copacabana“-Bus über eine gültige Unfallversicherung, der Führerschein des Fahrers war dagegen im Januar abgelaufen.

  • "Baguazo": Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Polizisten

    Die Untersuchung der Geschehnisse des vergangenen 5. Juni im Umland des nordperuanischen Bagua kommt langsam voran. Die Staatsanwältin Olga Bobadilla erhob Anklage gegen drei Polizisten, die den Polizeieinsatz zur Räumung der Fernando Belaúnde Terry-Straße befehligt hatten. Bei dem Polizeieinsatz, sowie anschließenden Racheaktionen kamen über 30 Menschen ums Leben, darunter Polizisten und Indígena. Den Polizeigenerälen Luis Elias Muguruza Delgado und Javier Uribe Altamirano wird vorgeworfen, als mittelbare Täter am Tod von 11 Polizisten und 6 Indígena mitschuldig zu sein. Der Anklageschrift zufolge hatten sich die Polizeigeneräle vor dem Einsatz kein genaues Bild der Lage verschafft. Zudem seien Einsatzpläne völlig ignoriert worden. So habe die Polizei nur über sehr ungenaue Angaben zur Zahl der Indígena gehabt („2000-3000“), die sich wirklich rund um die „Curva del Diablo“ („Siempre Viva“) aufgehalten hatten. Auch wusste man nicht, wie viele Reservisten der peruanischen Armee sich unter den Indígena befanden. Diese hatten Ende der 90er Jahre im Krieg um das Kondor-Gebirge gegen Ecuador gekämpft und verfügen so über militärische Erfahrung. Schließlich habe man auch die Helikopterflüge nur für das Versprühen von Tränengas genutzt, nicht jedoch für die noch wichtigere Aufklärung.

    Dem Polizisten del Carpio Sánchez wird vorgeworfen, bei dem Versuch, den Berg oberhalb der „Teufelskurve“ einzunehmen, fahrlässig vorgegangen zu sein. So hatten, so die Anklageschrift, mehrere Polizisten nach einem 45minütigen Marsch, ihre Schutzausrüstung abgelegt. Zudem seien kleine Gruppen von Polizisten zur Aufklärung vorangeschickt worden. Als offensichtlich wurde, dass Anwohner von Siempre Viva, sowie eine große Anzahl von Indígena den Berg hinaufstiegen, hieß Carpio Sánchez seine Truppe, die Schutzausrüstung wieder anzulegen und eine Linie zu bilden. Die Anwohner von Siempre Viva begannen darauf hin, die Polizisten mit Steinen und Molotovcoctails zu bewerfen und das trockene Gras anzuzünden, woraufhin Carpio Sánchez den Einsatz von Tränengas anordnete, was zu Kämpfen zwischen den Reservisten unter den Indígena auf der einen und der Polizei auf der anderen Seite führte. Eine kleine Gruppe von Polizisten um den bis heute verschollenen Mayor Bazán Soles löste sich daraufhin ohne entsprechenden Befehl aus der Reihe, um den Berg weiter zu erklimmen. Darauf hin gelang es den Reservisten, mehrere Polizisten einzukreisen. Bei dem Versuch der Polizei, Warnschüsse abzugeben, kamen, so die Anklageschrift, David Jausito Mashigkash, Romel Tenazoa Sánchez, Jesús Carlos Timias und Genaro Chijiap Chamik ums Leben. Bei den anschließenden Gefechten wurden zahlreiche Polizisten erschossen, ihre Namen werden in der Schrift nicht ausdrücklich erwähnt, da es sich dabei um ein anderes Verfahren handelt.

    Eine weitere Person wird dagegen aufgeführt: Yuri Coloma Pinillos war zum Zeitpunkt der Zusammenstöße verantwortlich für das Kommissariat Bagua Grande. Als am 5. Juni vor dem Kommisssariat 2-300 Menschen begannen, gegen den Polizeieinsatz zu demonstrieren, hatte dieser angeordnet, die Demonstranten mit Tränengas und Schüssen automatischer Waffen zu verjagen. Zwei Zivilisten verloren dabei ihr Leben, zahlreiche wurden verletzt. Die Menge begann darauf hin, vor dem Kommissariat zu randalieren.

    Nächste Station der Anklageschrift ist das Strafgericht Utcubamba.

  • Mindestens 6 Tote bei Bus-Frontalcrash in Cusco

    Beim Zusammenstoß zweier Überlandbusse kamen heute Nachmittag in der peruanischen Provinz Quispicanchi (Region Cusco) mindestens 6 Personen ums Leben. Zahlreiche weitere wurden verletzt. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei. Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Bus des Unternehmens Copacabana, der von Puno nach Cusco unterwegs war, einen zweiten Bus gerammt, der aus Sicuani ebenfalls auf dem Weg nach Cusco war. Der Fahrer des Copacabana-Busses verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, das sich mehrfach überschlug und schließlich im Vilcanota-Fluss liegen blieb.

  • Zarumilla / Tumbes: Regenfälle lassen Abwassersystem zusammenbrechen

    Die extremen Regenfälle der vergangenen Tage haben in der Provinz Zarumilla (Tumbes) das Abwassersystem zusammenbrechen lassen. Das berichtet der örtliche Zivilschutz. An einigen Orten ist die Stromversorgung gestört. Auch der Tumbes-Fluss steht kurz davor, über die Ufer zu treten. In Incahuasi (Ferreñaffe / Reg. Lambayeque) wehten starke Windböen die Wellblechdächer von fast 400 Häusern weg. Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI werden die Regenfälle noch bis zum 12. Februar anhalten.

    Weiter südlich, in der Region Ancash, kam es Infolge der starken Niederschläge ebenfalls zu Überschwemmungen. In der Nähe der Hafenstadt Chimbote trat der Salta-Fluss (río Salta) über die Ufer.

    In Zurite (Prov. Anta / Reg. Cusco) zerstörte ein Erdrutsch eine Schule, sowie zahlreiche Wohnhäuser, darunter das des Bürgermeisters. Inzwischen sind mehrere Einheiten des Militärs vor Ort, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

  • Peru verspricht 10 Millionen US-$ für Haitis Wiederaufbau

    Der peruanische Präsident Alan García Pérez hat auf der ausserordentlichen Versammlung der Union südamerikanischer Staaten (UNASUR) in Quito (Ecuador) 10 Millionen US-Dollar für den Wiederaufbau Haitis zugesagt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Von dem Geld soll der Wiederaufbau von Schulen und Trinkwassersystemen finanziert werden, die bei dem schweren Erdbeben am vergangenen 12. Januar in Haiti zerstört worden waren. Auch mehrere Ingenieurseinheiten der peruanischen Armee sollen schon bald nach Haiti aufbrechen, um die Reparatur von Straßen zu unterstützen.

    Als Wirtschaftshilfe unterstrich Präsident García in seiner Rede auch seine Unterstützung für die Ideen Ecuadors zur Stärkung der Haitianischen Wirtschaft. Peru werde es unterstützen, Haitianische Industrie- und Landwirtschaftserzeugnisse Steuer und Zollfrei zu importieren, um die Wirtschaft des Landes wieder in Schwung zu bringen, so García.

    Die UNASUR-Staaten verpflichteten sich zudem zur Bereitstellung von 100 Millionen US-Dollar Soforthilfe für Haiti.