• Chiclayo: Dauerregen bringt Häuser zum Einstürzen

    Ein Dauerregen von mehr als 10 Stunden hat in der nordperuanischen Küstenstadt Chiclayo schwere Schäden angerichtet. Das berichtet die Tageszeitung „Peru21“. In zahlreichen Hauptstraßen stand das Wasser noch Stunden, da kaum Abflussmöglichkeiten vorhanden sind. In ärmeren Außenvierteln der Stadt stürzten zahlreiche Häuser ein. Der Reque-Fluss steht zudem kurz davor, über die Ufer zu treten.

  • Cusco: Regenfälle halten an / zwei Vermisste in Ollantaytambo

    Die Regenzeit hat Peru weiter fest im Griff. Wie die Hochgebirgseinheit der peruanischen Nationalpolizei mitteilt, werden seit gestern zwei Personen vermisst, die im Distrikt Ollantaytambo in den Vilcanota-Fluss gestürzt waren. Ein Felsblock im Fluss hatte gegen 10 Uhr Ortszeit die Aufhängung einer Hängebrücke über den Fluss mitgerissen. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Personen nicht mehr am Leben sind.

  • Piura: Zahl der Toten bei Straßenhändler-Protesten steigt auf 5

    Nach Angaben der peruanischen Volksanwaltschaft kamen am Ende der gewaltsamen Proteste von Straßenhändlern im nordwestperuanischen Piura mehr Menschen ums Leben als bisher bekannt. César Orrego Azula, Ombudsman von Piura, erklärte gegenüber der Agentur ANDINA, seine Institution könne den Tod von fünf Personen bestätigen, darunter ein 15jähriger Junge. Zudem rief er die Bevölkerung Piuras auf, Ruhe zu bewahren und von Gewalt abzusehen.

    Derweil trafen mehrere Hundertschaften der Polizei in Piura ein.

    Die Gewalt war nach Angaben der Polizei ausgebrochen, nachdem Vertreter von Händlern, die ohne Genehmigung im und um den Hauptmarkt von Piura Handel treiben, weitgehend erfolglos zum Rathaus von Piura marschiert waren. Die Provinzverwaltung Piura versucht seit einigen Monaten, die Händler ohne entsprechende Lizenz aus dem Umfeld des Marktes zu vertreiben. Die Händler werfen Bürgermeisterin Mónica Zapata vor, keine angemessenen Alternativen vorgeschlagen zu haben und weigerten sich, den Markt zu verlassen. Dabei kam es zu Ausschreitungen, an denen neben Händlern und der Polizei auch Kriminelle und marodierende Banden beteiligt gewesen sein sollen, die anschließend umliegende Geschäfte und Tankstellen plünderten.

    Nach den Zusammenstößen schloss die Regionalregierung vorläufig alle Schulen der Stadt. Derzeit wird debattiert, ob die peruanische Zentralregierung um die Ausrufung des Notstandes gebeten werden soll.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=jVN4vUixcVg
    Quelle: Enlace Nacional

  • Piura im Ausnahmezustand nach Straßenhändler-Protest

    Zu schweren Ausschreitungen mit bisher zwei Todesopfern führte in der nordwestperuanischen Küstenstadt Piura die Ankündigung der Stadtverwaltung, Händler ohne Genehmigung aus dem zentralen Markt der Stadt zu vertreiben. Im Anschluss auf einen Protestmarsch der Straßenhändler wurden zahlreiche Personen verletzt, darunter 23 Polizisten, zwei davon erlitten Schussverletzungen. 33 Personen wurden vorläufig festgenommen. Zuvor hatte die Provinzbürgermeisterin von Piura, Mónica Zapata de Castagnino, die Händlerinnen und Händler auf den Straßen um den Markt dazu aufgerufen, sich friedlich zurückzuziehen. Deren Vertreter wiesen den Aufruf zurück. Lokale Medien berichten, viele der Händler würden bereits seit 20 Jahren am selben Ort arbeiten und hätten die Stadtverwaltung um mehr Zeit gebeten, um ihre Verkaufsstände an einen anderen Ort zu verlegen.

    Kriminelle nutzten den Ausnahmezustand, um Geschäfte und Tankstellen zu plündern.

    Die Regionalregierung schloss vorsorglich alle 802 Schulen der Stadt, nachdem eine aufgebrachte Menschenmenge an zwei Schulen in der Nähe des Marktes große Schäden angerichtet hatte.

  • Polizei beschlagnahmt 3.200 Dynamitstangen bei Verkehrskontrolle

    3.200 Stangen Dynamit, 2.000 Meter Zündschnur, sowie 1.000 Zünder konnte die peruanische Nationalpolizei gestern bei einer Verkehrskontrolle auf der Panamericana Sur in der Provinz Palpa (Region Ica) beschlagnahmen. Nach Angaben der Polizei waren die Sprengutensilien in sechs Plastiksäcken im Frachtbereich eines Überlandbusses der Busgesellschaft Soyuz S.A. versteckt. Nach ersten Ermittlungen waren der Sprengstoff für die Minen Sarita Colonia Siglo XXI und Virgen del Rosario Siglo XXI in den Distrikten Yauca del Rosario und San José de los Molinos in der Provinz Ica (Region Ica) bestimmt. Zwei Passagiere, denen die gefährliche Fracht zugeordnet werden konnte, wurden vorläufig festgenommen.

    Laut den Ergebnissen der Volkszählung 2007 ist der Bergbau im Distrikt Yauca del Rosario nach der Zahl der im Bereich beschäftigten Mitarbeiter hinter der Landwirtschaft der zweitgrößte Industriezweig.

  • Abancay: Kind stirbt nach Puma-Attacke im Zoo

    Ein tragisches Ende nahm gestern der Zoobesuch eines 7jährigen Jungen im Zoo von Abancay (Region Apurímac). Der Junge hatte nach Angaben der Polizei seine Hand durch die Gitterstäbe gesteckt, dieser biss sofort zu und zog an seinem Arm. Auch seine 20jährige Schwester wurde verletzt, als sie versuchte, ihren Bruder aus den Klauen des Pumas zu befreien, was ihr erst nach 15 Minuten gelang. Beide wurden sofort in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert, aber für den Jungen kam jede Hilfe zu spät. Wie die Tageszeitung „La Republica“ berichtet, handelt es sich bei den Geschwistern um die Kinder des Leiters des Büros für Naturressourcen der Regionalregierung Apurímac.

    Der Zoo wird von der Provinzverwaltung Abancay betrieben. Er verfügt nach Angaben des Regionalpräsidenten von Apurímac, David Salazar, nicht über notwendige Sperrzäune, um solche Attacken künftig zu verhindern. Im Archiv des örtlichen Krankenhauses seien bereits mehrere solcher Fälle verzeichnet, so Salazar.

    Zoodirektor suspendiert

    Wie die Provinzvewaltung Abancay erklärte, wurde inzwischen der Zoodirektor, sowie weitere vier Mitarbeiter suspendiert. Zudem soll ein zusätzlicher Zaun zwei Meter von dem Schutzgitter entfernt in Zukunft verhindern, dass Kinder dem Puma-Gehege so nahe kommen können.

  • Peru-Wetterbericht jetzt auch per Facebook

    Der peruanische Wetterdienst SENAHI verteilt Unwetterwarnungen und den regelmäßigen Wetterbericht jetzt auch per Facebook. Dort könne man jetzt regelmäßig aktualisierte Wetterprognosen finden, so Elizabeth Silvestre Espinoza, wissenschaftliche Leiterin des SENAMHI gegenüber Enlace Nacional.
    Aber auch der Wetterdienst selbst erhofft sich davon einen Vorteil. Über das soziale Netzwerk erwartet man Informationen über Wetterphänomene und Ereignisse, die möglicherweise dem Klimawandel zuzuschreiben sind, für deren Erfassung aber das grobmaschige Netz an Messstationen nicht ausreicht. Zudem wurde dafür auch mit der (0051/1/)6141414 eine eigene Telefonhotline eingerichtet.

  • Proteste gegen Wasserkraftwerk Inambari (Serie Wasser-Konflikte II)

    Peru hat mit riesigen Flüssen mit hohem Gefälle, hohen Bergen und tiefen Tälern zweifelsohne ein unglaubliches Potenzial zur Stromerzeugung durch Wasserkraft. Die Projekte, die Tag für Tag durch peruanische Medien geistern, haben wahrhaft gigantische Ausmaße. 2.200 Megawatt Leistung pro Jahr soll beispielsweise das Wasserkraftwerk Inambari erbringen, vier Milliarden US-$ soll es nach Angaben des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MINEM kosten. Dafür müsste in Cusco, Puno und Madre de Dios der Inambari-Fluss aufgestaut werden. 221.000 Hektar Land würden im entstehenden Stausee verschwinden, wie Egasur, ein Konsortium diverser brasilianischer Unternehmen und derzeit im Besitz einer Lizenz für Studien rund um das Projekt, bekannt gab. Von den vier Milliarden US-$ sollen 200 Millionen für die Wahrung der „Umweltverträglichkeit“ bereit stehen, so Egasur. Die „Umweltverträglichkeit“ schließt auch die Entschädigung für diejenigen ein, die umgesiedelt werden. Das Inambari-Projekt ist eines von fünf, deren Realisierung die peruanische gemeinsam mit der brasilianischen Regierung vorantreibt.

    In den betroffenen Regionen regt sich allerdings Protest: Bewohner des Inambari-Tals wollen sich nicht damit abfinden, ihre Heimat verlassen zu müssen. Umweltschützer warnen davor, angeblich unberührte Waldflächen dem Stausee zu opfern. Auch die peruanische Ingenieurskammer (Colegio de Ingenieros) kritisiert die derzeitige Planung. Allerdings stellen die Ingenieure nicht das Projekt selbst oder gar die Stromerzeugung durch Wasserkraft in Frage, sondern die Verträge über das Inambari-Projekt. Sie befürchten, der peruanische Markt werde von der Stromerzeugung nichts abbekommen und forderten deshalb kürzlich in einem offenen Brief, erst dann Strom zu exportieren, wenn der eigene – stark wachsende – Bedarf gedeckt sei. Zudem fehle es an technischen und sozialen Studien zum Projekt, wodurch die peruanische Seite ihre Position selbst unnötig geschwächt habe. Wie peruanische Medien berichten, würden auch 65 Kilometer der erst kürzlich eröffneten interozeanischen Straße, die im Süden Perus die Küste mit Brasilien verbindet, in den Fluten verschwinden.

    In der Region Puno sind für die kommenden Tage erste Streiks gegen das Projekt angekündigt.

    Paquitzapango: 6-7 Ureinwohner-Gruppen im geplanten Stausee

    Auch ein weiteres Projekt könnte noch für Konflikte sorgen. Auf der Fläche des geplanten Stausees leben nach Angaben des peruanischen Umweltministers Antonio Brack Egg 6-7 Gruppen von Ureinwohnern. Der Paquitzapango-Staudamm würde in Junín den Éne-Fluss aufstauen und eine Leistung von 1.379 MW aufweisen.

  • "Schwerter zu Pflugscharen" – peruanische Waffenkontrolldirektion zerstört tausende Schusswaffen

    Insgesamt 3.168 Schusswaffen werden in den kommenden Tagen von der peruanischen Generaldirektion für Sicherheit und Kontrolle von Waffen, Munition und Sprengstoffen (DICSCAMEC) des Innenministeriums in einer in einer Schmiede der peruanischen Hafenstadt Callao eingeschmolzen werden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Aus dem Metall sollen Werkzeuge für die Landwirtschaft hergestellt werden, so DICSCAMEC-Direktor General A.D. Ricardo Ganiku. Die Waffen waren zuvor von der peruanischen Polizei beschlagnahmt oder von ihren Besitzern freiwillig abgegeben worden.

    Das Programm läuft seit 2007, insgesamt wurden bereits 18.500 Waffen eingeschmolzen.

  • Schuljahresbeginn für acht Millionen peruanische Schüler

    Über acht Millionen peruanische Schülerinnen und Schüler werden ab heute bis Ende Dezember wieder die Schulbank drücken. Auch die Schulen, die – wie beispielsweise in Cusco – bei den schweren Regenfällen der vergangenen Monate beschädigt wurden, sollen, wenn nötig auch in anderen Räumlichkeiten, innerhalb der kommenden 10 Tage der Unterricht beginnen, so Vizebildungsminister Idel Vexler.