Der Antidrogenpolizei Tingo María (Region Huanuco) ist ein wichtiger Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Im Distrikt Monzón (Provinz Huamalíes) konnte nach Angaben des Informationsdienstes INFOREGION nicht nur ein geheimes Drogenlabor zerstört, sondern auch noch über eine halbe Tonne Kokain beschlagnahmt werden. Zudem wurden mehrere Waffen, verschiedene Chemikalien, Generatoren, Gasflaschen, mehrere Mikrowellen, sowie eine Funkanlage gefunden.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei sollen die Drogenproduzenten mit einem mexikanischen Drogenkartell in Verbindung gestanden haben.
Das Drogenlabor lag in der Nähe des 336-Einwohner-Dörfchens Agua Blanca.
Ein Eisblock, der vorgestern Vormittag vom Gletscher am nevado Hualcán in der zentralperuanischen Region Áncash abgebrochen und in den Gletscherrandsee „513“ gestürzt war, hat eine Flutwelle und Schlammlawine losgetreten und damit große Schäden angerichtet. Das berichtet Radio Melodía. Durch den Eisbruch war der See zum über die Ufer getreten und hatte den Chuc–Chún Fluss zum überlaufen gebracht.
Allein im Distrikt Acopampa (Prov. Carhuaz) wurden von der unerwarteten Flutwelle mindestens 20 Häuser mitgerissen. Die Wassermassen zerstörten mehrere Hektar Ackerland, eine wichtige Zufahrtsstraße, sowie die Wasserversorgung von Acopampa. Nach Angaben des Zivilschutzes Ancash ist eine Brücke unpassierbar, zwei weitere wurden beschädigt.
Bei einem Überflug des Gletschers stellten Experten fest, dass sich möglicherweise im Verlauf der kommenden Tage noch größere Eismengen von dem Gletscher lösen.
Der Nevado Hualcán hat eine Höhe von 6.125 Metern.
Mindestens 14 Menschen verloren ihr Leben, als ein Reisebus des Unternehmens „San Román“, der von Tilali (Provinz Moho / Region Puno) nach Juliaca (Provinz San Román) unterwegs war, gestern Nacht gegen 23:30 von der Straße abkam und in den Titicacasee fiel. Das berichtet Pachamama Radio. Vier Personen konnten wurden verletzt geborgen. Wegen der hohen Wassertiefe konnte das Fahrzeugwrack noch nicht geborgen werden. Die Feuerwehr befürchtet, dass sch in dem Bus noch weitere Personen befanden.
Unter den Toten befand sich auch ein 6 Monate altes Kind, sowie der ehemalige Bürgermeister von Tilali.
300 Gramm Marihuana und eine Portion Kokain fanden überraschte Mitarbeiter des peruanischen Gefängnisinstitutes INPE bei einer Routineprüfung am vergangenen Samstag in einem Schuh, den ein Gefängnisarzt im peruanischen Chimbote in seinem Gepäck hatte. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Der Arzt war RPP zufolge seit 2008 bei dem Gefängnis angestellt.
Fast ein Uhr Morgens (Ortszeit) war es, als heute ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala die nordperuanische Provinz Condorcanqui (Region Amazonas) erschütterte. Nach Angaben des peruanischen Geophysischen Institutes (IGP) lag das Epizentrum 86 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Santa María de Nieva in einer Tiefe von 160 Kilometer.
Über Schäden ist noch nichts bekannt.
Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanischen Platte, weswegen es sehr häufig zu Erdbeben kommt.
Abschnitt der Straße Corral Quemado – Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTCFast wäre dem Staatsanwalt Edwin Vásquez Bazán vergangene Woche ein Routineeinsatz im Distrikt Cumba (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) zum Verhängnis geworden. Eskortiert von sechs Polizisten in zwei Geländewagen war er in den frühen Morgenstunden auf dem Weg zu einem Piratensender, als unbekannte auf beiden Seiten mit automatischen Waffen und Schrotflinten das Feuer eröffneten. Die Polizei erwiederte das Feuer und konnte die Täter in die Flucht schlagen. Staatsanwalt Vásquez Bazán wurde von vier Querschlägern im Bein getroffen. Trotz eingehender Suche konnte die Polizei der Täter bisher nicht habhaft werden. Im Gestrüpp wurden neben einem Revolver zahlreiche Hülsen von Maschinengewehrkugeln gefunden.
Die Straße von Corral Quemado, wo die Brücke der interozeanischen Straße des Nordens über den Marañón-Fluss steht, über Lonya Grande und Cumba nach Camporredondo und Ocallí gilt als gefährlich, wiederholt kam es in Vergangenheit zu Überfällen auf Privatautos und fahrende Händler, da auf der teils sehr kurvenreichen Straße Kaffee und andere Produkte hohen Werts transportiert werden. Zudem werden an der Straße immer wieder illegale Coca-Transporte abgefangen.
Cumba in der Provinz Utcubamba: Karte: INDECI / ANDINA / INFOAMAZONAS
Mit Glück konnten sich heute in den Morgenstunden die Bewohner mehrerer Dörfer am Marañón-Fluss in der nordperuanischen Region Amazonas vor den Fluten Retten. Ein Erdrutsch auf der Westseite (Cutervo / Chota / Cajamarca) des Flusses hatte diesen teilweise aufgestaut und über die Ufer treten lassen. Dank einer Warnung des Zivilschutzes konnten die Einwohner aber rechtzeitig evakuiert werden, es blieb bei Materialschäden.
Wie die Staatsanwältin María Rosa Malqui Vilcarromero gegenüber INFOAMAZONAS berichtet, wurden im 155-Einwohner-Ort Puerto Malleta mehrere Häuser weitgehend zerstört. Im Nahen Cumba riss der Marañón 40 Hektar Reisfelder mit.
Auslöser wurde Erdrutsches auf der Westseite des Marañón durch das Über die Ufer Treten eines Stausees in Cutervo (Region Cajamarca). Große Schlamm- und Geröllmassen wurden in den Marañón geschwemmt.
Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI ist in Cajamarca noch bis Ende des Monats mit schweren Regenfällen zu rechnen.
Der Regionalrat der nordwestperuanischen Regio Piura hat wegen der Häufung von Dengue-Erkrankungen für 90 Tage den Notstand ausgerufen. In einer Sondersitzung des Rates Ende der vergangenen Woche wurde zudem der Kauf von Chemikalien zur Bekämpfung der Aedes Aegypti-Mücke im Wert von 168.500 Nuevos Soles beschlossen.
Den Entscheidungen vorausgegangen waren Empfehlungen der regionalen Gesundheitsdirektion Piura, wie die Verbreitung des Denguefiebers eingedämmt werden kann.
Das Denguefieber wird durch Stiche bestimmter Mücken von Mensch zu Mensch, aber auch von Affe zu Mensch übertragen.
Betroffen sind nach Angaben der Gesundheitsdirektion Piura die Distrikte Piura und Castilla in der Provinz Piura.
Das harte Vorgehen des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC gegen oppositionelle Radiosender wird Thema des zuständigen Kongressausschusses. Das kündigte der Ausschussvorsitzende Juvenal Silva an. Er habe Kenntniss von 80 Fällen, in denen unter dem Vorwand administrativer Probleme politisch unbequeme FM-Radiosender geschlossen und Sendeanlagen beschlagnahmt wurden, so Silva. Für die kommenden Tage wurde deshalb Verkehrsminister Enrique Cornejo vorgeladen, um die Unregelmäßigkeiten zu erklären.
Der prominenteste Fall war die Schließung von Radio La Voz aus Bagua, ein Lokalsender, dem man Aufrufe zur Gewalt unterstellt hatte – Besitzer und Redaktion des Senders konnten aber das Gegenteil Beweisen. Als offiziellen Grund hatte das MTC vorgeschoben, die Antenne sei nicht am vom Ministerium festgelegten Ort aufgestellt worden. Das stimmte zwar, aber die örtliche Stadtverwaltung hatte die Aufstellung von Antennen am festgelegten Ort verboten, weil dieser die Bedingungen für die Aufstellung von Antennen nicht erfüllte und über keinen Stromanschluss verfügte. Inzwischen wurde die Frequenz von Radio La Voz zur Neuvergabe freigegeben – ein unerhörter Vorgang, sind doch anhängende Verfahren darüber bis heute nicht abgeschlossen
Nur wenige Wochen später war mit unverhältnismäßigem Polizeiaufgebot der diözesane Lokalsender Radio Horizonte aus Chachapoyas geschlossen und ein für den normalen Sendebetrieb notwendiger Richtfunkapparat beschlagnahmt worden. Als Grund war das Fehlen einer Lizenz für den Richtfunkbetrieb angegeben worden – was nicht der Wirklichkeit entsprach, wie inzwischen auch das Ministerium einräumen musste. Dennoch wurde der Richtfunkapparat bis heute nicht zurückgegeben.
Vor wenigen Monaten schließlich entzog das Verkehrs- und Kommunikationsministerium dem diözesanen Fernsehsender „TV Oriente“ in Yurimaguas die Sendeerlaubnis. Das Ministerium berief sich auf eine technische Überprüfung aus dem Jahr 2005 – obwohl eine zweite Überprüfung 2007 ergeben hatte, dass bei dem zu Radio Oriente gehörige TV-Sender alle Mängel behoben worden waren.
Am vergangenen Donnerstag wurden in Sechura (Piura) die Sendeanlage und der Studiocomputer von Radio „La Buenísima“ -nach Angaben des Geschäftsführers Leoncio Rumiche Fiestas ohne Gerichtsbeschluss – von einer Polizeieinheit beschlagnahmt. Begründet wurde die Beschlagnahmung mit dem Einsatz ungenehmigter Sendeanlagen. Wie Radio Cutivalú berichtet, verfügt „La Buenísima“ über eine bis 2012 gültige Sendelizenz und hat sich bisher an Fristen und Zahlungen gehalten.
In 60% der derzeitig 255 aktiven sozialen Konflikte in Peru kam es erst nach einem Ausbrechen von Gewalt zu einem Dialog mit der Regierung. Das prangerte Miguel Lévano Muñoz von der Konfliktprävention- und Governance-Einheit der peruanischen Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) an. Als Beispiel nannte Muñoz die Konflikte bei den Protesten illegaler Schürfer, Bergbauunternehmer und Bergarbeiter, in deren Verlauf in den vergangenen Wochen bei einer Straßenblockade in Chala (Arequipa) mehrere Personen ums Leben kamen. Die Volksanwaltschaft wirft der peruanischen Regierung vor, nicht genug für die Vorbeugung solcher Konflikte zu tun. „Wir sehen noch eine nachsorgende, keine vorsorgende Haltung des Staates. Erst, wenn er die Gewalt zu Kenntnis nimmt, kümmert er sich darum [um die Konflikte]“, so Muñoz gegenüber CNR. Deshalb forderte alle staatlichen Ebenen auf, mehr für die Konfliktprävention zu tun, falls notwendig auch mit runden Tischen.
Allein im März war die Anzahl registrierter Konflikte um 10 gestiegen, in sechs davon geht es um Umweltfragen.