• Volksanwaltschaft: Zwei Häftlinge auf jeden Gefängnisplatz / Gefangenenzahl geht leicht zurück

    Gefängnis Huancas – Wachturm Nordwest. Foto: D. Raiser / infoamazonas.pe

    In den 69 peruanischen Gefängnissen sitzen doppelt so viele Menschen ein, als es eigentlich Plätze gibt. Das gab vergangene Woche José Ávila, Vorsitzender des Programms Gefängnis- und Strafthemen der peruanischen Volksanwaltschaft bekannt. Demnach sitzen derzeit 45.000 Menschen in peruanischen Gefängnissen, die große Mehrheit davon Männer. Den Gefängnissen würde oft allgemein die Aufgabe zugedacht, Menschen zu bestrafen, obwohl sie in erster Linie dazu gedacht seien, die Gesellschaft vor bestimmten Menschen zu schützen, so Ávila gegenüber CNR.

    Am schlimmsten ist die Situation in Lima, Huancayo und San Martín, wo mehr als doppelt so viele Gefangene einsitzen, als die Gefängnisse über Plätze verfügen.

    Zudem kritisierte Ávila, die Gefängnisverwaltungen würden nicht hart genug gegen die Nutzung von Handys im Inneren von Gefängnissen vorgehen. Vor wenigen Tagen waren bei einer Durchsuchung des Piedras Gordas-Gefängnisses 80 Handys gefunden worden.

    Gefangenenzahl geht leicht zurück

    Anstieg der Gefängnispopulation in Peru 1996-2010. Grafik: Peruanisches Justizministerium MINJUS
    Anstieg der Gefängnispopulation in Peru 1996-2010. Grafik: Peruanisches Justizministerium MINJUS

    Allgemein ist trotz der anhaltenden Überfüllung der Gefängnisse nach jahrelangem Anstieg ein leichter Rückgang der Gefangenenzahl zu beobachten. Nach Statistiken des peruanischen Justizministeriums saßen im Februar 2010 fast 500 Menschen weniger im Gefängnis, als noch im Vorjahr. Damit beträgt die derzeitige Gefangenenpopulation 43.981 Personen. Mehr als die Hälfte der Gefangenen wartet noch auf einen Richterspruch.

  • MINCETUR: 38 Millionen US$ für Kuelap und Gocta

    Ausgaben in Höhe von 38 Millionen US$ für die Chachapoya-Ruinenstadt Kuélap plant das peruanische Außenhandels- und Tourismusministerium MINCETUR. Minister Pérez erklärte, man wolle Kuélap zu einem Tourismus-Anziehungspunkt ähnlich der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu im südperuanischen Cusco machen. Nach einer Studie der japanischen Entwicklungsagentur JICA wären hierfür allerdings – gemeinsam mit der Promotion von Gocta, des dritthöchsten Wasserfalls der Welt – insgesamt 130 Millionen US$ notwendig.

    Kuélap ist eines der meistbesuchten Reiseziele Nordperus und liegt auf 3.000 über dem Meeresspiegel über dem Utcubama-Tal, an dem sich neben Kuelap auch der Gocta-Wasserfall, die Ruinenstadt Macro, sowie das für seine Höhlen, seine Kondorsichtungen und sein Museum mit hunderten ausgestellten Mumien Leymebamba befinden.

    Es liegt auf einer Bergnase im Distrikt „El Tingo“, oberhalb des gleichnamigen Ortes.

  • Erdbeben der Stärke 4,1 lässt Lima zittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,1 auf der Richterskala hat heute Nacht die peruanische Region Lima erzittern lassen. Das meldet das peruanische geophysische Institut auf seiner Internetseite. Das Epizentrum lag 42 Kilometer nordöstlich von San Vicente de Cañete in einer Tiefe von 102 Kilometern. Das Beben begann um 0:37:11 Uhr in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag. Schäden gab es nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes keine.

    Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanischen Platte, weswegen es hier sehr häufig zu Erdbeben kommt.

    Der Distrikt San Vicente de Cañete hat 46.464 Einwohner und liegt direkt an der Pazifikküste.

  • Ein Jahr nach Einführung: Peruanische Verkehrssünderdatei kostet 3.000 Fahrern den Führerschein

    Die im vergangenen Jahr in Peru eingeführte Verkehrssünderdatei zeigt Ergebnisse, bereits 3.000 Fahrern wurde, wie der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo gestern vor Journalisten erklärte, der Führerschein entzogen, nachdem sie über 100 Punkte angehäuft hatten.

    Darunter, so der Minister, waren neben Fahrern von Privatautos auch Bus- und Taxifahrer.

    Das Punktesystem war im vergangenen Jahr eingeführt worden, um der großen Zahl an Verkehrsunfällen Herr zu werden. Zudem müssen seitdem Überlandbusse über eine Höchstgeschwindigkeitssperre – auf 110 KM/h – , ABS, sowie ein GPS- Satelitenortungssystem verfügen – was allerdings nur sehr wenige Busunternehmen bisher eingeführt haben.

  • Ausfuhrquoten für Alpacas und Lamas: 1.000 Tiere dürfen 2010 exportiert werden

    Lamas in Kuelap. Foto: D. Raiser
    Lamas in Kuelap. Foto: D. Raiser
    Peruanische Alpaca- und Lamazüchter dürfen in diesem Jahr höchstens 1.000 dieser Tiere exportieren. Das gab das peruanische Landwirtschaftsministerium (MINAG) bekannt. Für Lamas liegt die Obergrenze bei 200 Tieren.

    Die jährliche Ausfuhrquote wird nach der geschätzten Zunahme der Tiere festgelegt. Im vergangenen Jahr hatte die Alpacaausfuhrquote noch bei 1.000 gelegen, ein geringeres Anwachsen der Alpacapopulation ließ diese Zahl um 200 sinken.

    Ausgenommen von der Quotenregelung sind Alpacas und Lamas, die bei offiziellen Wettbewerben Preise gewonnen haben.

  • Huabal / Cajamarca: Erdrutsche verschüttet Fernstraße Olmos – Corral Quemado

    Die nordperuanische Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße ist in der Provinz Jaén (Region Cajamarca) an mehreren Stellen von einer dicken Geröllschicht überzogen und vorläufig unpassierbar. Das berichtet Radio Marañón. Besonders betroffen sind Straßenabschnitte in den Distrikten Pomahuaca und San Felipe. Dutzende Fahrzeuge haben sich inzwischen auf beiden Seiten aufgestaut. Das Straßenbetreiberunternehmen IIRSA Norte begann inzwischen mit den Räumarbeiten.

    Zudem wurden in San Felipe und Huabal rund 60 Häuser beschädigt, nachdem der Chusal-Bach über die Ufer getreten war.

    Auch weiter südlich, im Distrikt Baños del Inca, wurden 41 Häuser durch einen Bach beschädigt.

  • La Mar / Ayacucho: Überlandbus stürzt mit 35 Passagieren in die Tiefe

    Ein Überlandbus des Unternehmens „Cholito Bus“ mit 35 Passagieren an Bord kam gestern in den frühen Morgenstunden bei Machente (Provinz La Mar / Region Ayacucho) von der Straße ab und stürzte über 100 Meter in die Tiefe. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die örtliche Polizei. Wie viele Überlebende es gab, ist noch unklar, da der Absturz an einer schwer zugänglichen Stelle im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) passierte. Ein lokaler Infodienst spricht von 26 Personen, die in eine lokale Krankenstation eingeliefert sein sollen. Zudem seien sieben Menschen ums Leben gekommen, von denen bisher nur einer Identifiziert werden konnte. Die Unfallursache ist noch unklar, zum Unfallzeitpunkt waren schwere Regenfälle niedergegangen.

    Der Bus war von Huamanga (Ayacucho) nach Pichari (La Convención / Cusco) unterwegs.

    Die Unfallstelle liegt im Norden der Region Ayacucho, im 10.196-Einwohner-Distrikt Ayna.

  • Jauja / Junín: Feuerwehrmann ertrinkt bei Unfallopfer – Bergung im Mantaro

    Die starke Strömung des Mantaro-Flusses wurde vergangene Woche einem 30jährigen Feuerwehrmann im zentralperuanischen Jauja (Region Junín) zum Verhängnis, als er versuchte, die Leiche einer Frau aus den Fluten zu bergen. Zuvor war ein mit vier Personen besetzter Geländewagen von der Straße abgekommen und in den Fluss gestürzt.

    Edwin Quinto Casas, der Feuerwehrmann aus Jauja, hinterlässt eine Frau, sowie mehrere Kinder.

  • Universität Chachapoyas bekommt asphaltierte Zufahrtsstraße

    Bagger an der Baustelle zur Straße Chachapoyas-Higos Urco. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    Bagger an der Baustelle zur Straße Chachapoyas-Higos Urco. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Nur wenige Monate nach Übergabe der endgültigen Betriebserlaubnis an die Toribio Rodriguez de Mendoza-Universität Chachapoyas wird für Studenten und Lehrpersonal schon bald ein weiterer Traum wahr: Die Straße zum Universitätscampus wird asphaltiert. Das berichtet Radio Horizonte. Demnach wurde bereits mit den Vorarbeiten an Teilen der Strecke begonnen, über die dann das neben der Universität gelegene Denkmal der Higos Urco-Schlacht, sowie die umliegenden Stadtviertel Tushpuna und Higos Urco noch schneller erreicht werden können.

    In der Vergangenheit hatten sich Bus- und Taxiunternehmer wiederholt geweigert, die Universität zum normalen Fahrpreis anzufahren. Als Grund gaben sie den hohen Verschleiß an ihren Fahrzeugen wegen des schlechten Straßenzustands an. In der Folge mussten wiederholt hunderte Studierende zu Fuß zum etwas außerhalb der Stadt liegenden Universitätscampus laufen.

    Die Asphaltierungsarbeiten werden von der Regionalregierung Amazonas finanziert, die dafür 9.361.000 Nuevos Soles aufgebringt. Bis Anfang komenden Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

  • Peru verbietet das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen

    Rauchen fördert Krebs – an allen Körperteilen. Warnung des peruanischen Gesundheitsministeriums MINSA.

    Seit vergangenem Donnerstag ist in Peru das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen, sowie am Arbeitsplatz verboten (Gesetz 29517). Ein entsprechendes, vom peruanischen Kongress verabschiedetes Gesetz wurde bereits durch den peruanischen Präsidenten unterschrieben. Demnach müssen in Zukunft alle öffentlichen Einrichtungen gut sichtbar den Schriftzug „Es ist verboten in öffentlichen Einrichtungen zu rauchen, da dies die Gesundheit schädigt“ anzubringen. Dem Gesetz zufolge handelt es sich um einen „geschlossenen öffentlichen Raum“ bzw. Arbeitsplatz, wenn dieser von einem Dach bedeckt und von mindestens einer Wand umschlossen ist, egal, aus welchem Material und für welche Dauer das Dach oder die Wand gebaut sind.

    Außerdem müssen verkaufte Zigarettenverpackungen zu mindestens 50% ihrer Oberfläche mit Warnmeldungen vor den Gefahren des Rauchens bedeckt sein und den Schriftzug „Der Verkauf an unter-18jährige ist verboten“ tragen. Um den billigen Verkauf einzelner Zigaretten beispielsweise in Diskotheken zu unterbinden, dürfen diese ab jetzt nur noch in Packungen mit mindestens zehn Zigaretten darin verkaufen.

    Ob und inwieweit das Gesetz durchgesetzt werden kann, wird sich noch zeigen müssen. Ein entsprechendes Reglement soll während der kommenden 60 Tage ausgearbeitet werden.