Schlagwort: Verkehr

  • Camaná/Arequipa: 15 Saisonarbeiter sterben bei Verkehrsunfall

    Bei einem schweren Verkehrsunfall am Streckenkilometer 819,5 der Panamericana in der Provinz Camaná (Region Arequipa) kamen gestern nach Angaben der Agentur ANDINA 15 Saisonarbeiter eines Landwirtschaftsbetriebes ums Leben. Sieben weitere wurden teils schwer verletzt.

    Ein Kleinlaster, der die Arbeiter zu ihrer Arbeitsstelle bringen sollte, war mit einem Sattelschlepper bolivianischen Kennzeichens zusammengestoßen. Bisher konnte nur der Fahrer des Kleinlastwagens identifiziert werden, da die Arbeiter selbst keine Dokumente bei sich trugen. Die Polizei vermutet, dass es sich dabei um Personen aus Ilave (Region Puno) handelt, die als Saisonarbeiter nach Camaná gekommen waren, um dort bei der Reisaussaat zu helfen.

  • Ein Ärgernis weniger: Flughafensteuer soll mit dem Ticket bezahlt werden

    Das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC plant, in Zukunft die Flughafensteuer (Tarifa Unica por Uso de Aeropuerto, TUUA) nicht mehr wie bisher an peruanischen Flughäfen zu kassieren, sondern von den Fluglinien in den Ticketpreis einrechnen zu lassen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA.

    Verkehrsminister Cornejo erklärte, Peru sei das einzige Land, in dem die Flughafensteuer noch extra kassiert würde, was unnötige Unannehmlichkeiten wie lange Schlangen und Wartezeiten mit sich bringen würde. Nach Angaben des Ministers haben alle in Peru aktiven Fluglinien ihre Unterstützung für den Plan angekündigt. Das Finanzministerium und die Steuerbehörde SUNAT müssen noch zustimmen.

    Bisher ist es notwendig, vor dem Abflug von einem peruanischen Flughafen die Flughafengebühr an einem Schalter zu entrichten.

  • Noch vor der Regenzeit: Zahlreiche Tote bei Auto- und Busunfällen

    Obwohl in Peru die Regenzeit noch nicht begonnen hat, kam es in den vergangenen Tagen in verschiedenen Teilen des Landes zu schweren Verkehrsunfällen mit zahlreichen Toten und Verletzten.

    Am vergangenen Samstag Abend kam gegen 21:30 Ortszeit nach Polizeiangaben beim Absturz eines Busses der Busgesellschaft Perla de Altomayo eine Frau ums Leben. Ungefähr 40 weitere Passagiere wurden teils schwer verletzt. Der Bus war auf der Strecke Huarochiri – Sihuas unterwegs, als er auf Höhe der als „Trigopampa“ (Ancash) bekannten Stelle von der Straße abkam. Die Verletzten werden zur Stunde im Krankenhaus von Chibote, sowie im Gesundheitszentrum Sihuas behandelt.

    Zwei weitere Personen verloren am frühen Sonntag Morgen ihr Leben, als ein Reisebus des Busunternehmens Etusol gegen 2:15 von der Panamericana Norte abkam und sich überschlug. Der Bus war von Chiclayo nach Lima unterwegs. Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP kamen zwei weitere Personen noch während der Fahrt ins Krankenhaus ums Leben.

    Auch der frühe Montag Morgen brachte schlechte Nachrichten: Bei dem Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und einem Reisebus des Busunternehmens Julio César verloren sowohl der Busfahrer, als auch sein Beifahrer ihr Leben. Der Bus befand sich zum Unfallzeitpunkt in Chancay, Provinz Lima.

    In der Region Huancavelíca kam ebenfalls gestern ein 46jähriger Polizist ums Leben, als das Auto, in dem er unterwegs war, in den Mantaro-Fluss stürzte. Das Auto war von Huancayo unterwegs nach Ayacucho. Der Fahrer des Autos konnte gerettet werden.

    In Arequipa stürzte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA gegen 22 Uhr ein Bus der Busgesellschaft Pacifico del Sur in die Tiefe. Dabei kamen 7 Passagiere ums Leben, 30 wurden teils schwer verletzt. Der Bus kam aus Lima. Die Passagiere wurden in das nahegelegene Gesundheitszentrum Chala eingeliefert.

    Auch der heutige Dienstag begann tragisch: Sieben Schüler kamen ANDINA zufolge heute in den frühen Morgenstunden ums Leben, als der Bus, der sie und ihre Lehrer und Eltern nach Alto Inambari-Massiapo (Puno) bringen sollte, rund 150 Meter in die Tiefe stürzte. 40 andere Passagiere wurden schwer verletzt.

  • Puno: Acht Tote bei Combi-Unfall

    Acht Personen verloren ihr Leben, als am vergangenen Sonntag bei Streckenkilometer 27 der Straße  Calapuja-Azángaro (Region Puno) ein Kleinbus (Combi) auf einen Lastwagen auffuhr. Weitere Personen wurden verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden die Todesopfer inzwischen von Familienangehörigen aus der Gerichtsmedizin in Azángaro abgeholt, mehrere Verletzte liegen noch immer im Krankenhaus von Juliaca (Provinz San Román). Nach Angaben von Zeugen war der Kleinbus mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und gleichzeitig der Lastwagen an einer unübersichtlichen Stelle abgestellt.

    Ein Toter bei Verkehrsunfall in der Region La Libertad

    Auch in der Region La Libertad kam auf Streckenkilometer 518 der Panamericana Norte eine Person ums Leben, als ein Geländewagen mit einem Lastwagen zusammenstieß.

  • PNP: Peruweit durchschnittlich 10 Verkehrstote pro Tag

    Durchschnittlich verlieren pro Tag 10 Peruaner ihr Leben im Straßenverkehr. Das gab die peruanische Nationalpolizei (PNP) bekannt, die derzeit die „Woche der Verkehrssicherheit“ veranstaltet. 342.000 Personen wurden zudem während des vergangenen Jahrzehnts als durch einen Unfall im Straßenverkehr verletzt gemeldet, was den peruanischen Staat wohl allein im Gesundheitssektor 1.975.000 Nuevos Soles gekostet hat, so die Polizei.

  • Trotz härteren Regeln und Kontrollen: 18 Tote bei Busunfall in Huancavelica

    Obwohl Ende Juli drastische Strafen und stärkere Kontrollen zur Erhöhung der Sicherheit auf peruanischen Straßen eingeführt wurden, kommt es noch immer zu tragischen Unfällen mit zahlreichen Toten. Wie die Gerichtsmedizin Huancayo (Region Junín) mitteilte, kamen heute in den frühen Morgenstunden 18 Menschen ums Leben, als ein Bus des Fuhrunternehmens „Molina Unión“  bei Quichuas (Distrikt Colcabamba, Provinz Tayacaja (Huancavelica) in den Abgrund stürzte. Unter den bisher 15 identifizierten Toten befindet sich nach Angaben der Gerichtsmedizin auch der 27jährige australische Staatsbürger James Nielsen. 30 weitere Personen, darunter zwei Kolumbianerinnen, kamen mit teils schweren Verletzungen davon. Fahrgäste sagten gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA, der Fahrer sei zum Unfallzeitpunkt „abgelenkt“ gewesen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

  • Bus Chiclayo-Jaén stürzt in die Tiefe: 18 Tote

    An der als „El Cuello“ bekannten Grenze der Regionen Lambayeque und Cajamarca kamen heute in den frühen Morgenstunden beim Absturz eines Busses des Transportunternehmens Móvil Tours auf der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße 18 Menschen ums Leben. Das berichten übereinstimmend Red Informativa Regional und RPP. 9 der Todesopfer konnten bislangnoch nicht identifiziert werden. Der Bus war auf der Route Chiclayo – Bagua – Jaén unterwegs, als er nach Angaben des Fahrers wegen des dichten Nebels und zahlreicher kleiner Erdrutsche von der Straße abkam und über 70 Meter in die Tiefe stürzte. Wegen der dichten Vegetation und der extremen Hanglage kommen die Bergungsarbeiten nur langsam voran. 16 weitere Personen wurden verletzt und wurden nach Chiclayo gebracht, wo sie medizinisch betreut werden. Insgesamt waren nach Angaben von Móvil Tours 44 Personen in dem Bus unterwegs.

  • Flennsburg jetzt auch in Peru: Punktesystem für Verkehrssünder

    Wer in Peru gegen Verkehrsregeln verstößt und dabei erwischt wird, muss in Zukunft mit härteren Strafen rechnen. Teil der neuen Regeln ist die Einführung eines Punktesystems für Verkehrssünder mit der dazugehörigen Verkehrssünderdatei. Nach dem Gesetz, das gestern vom peruanischen Kongress verabschiedet wurde, werden für kleinere Vergehen 1-20 Punkte vergeben, während schwerere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit 30-50 Punkten und sehr schwere Verstöße mit 30-100 Punkten geahndet werden.

    Erreicht ein Inhaber einer Fahrerlaubnis 100 Punkte, verliert er diese für 6 Monate. Erreicht er diese Ziffer ein zweites Mal, muss er 1 Jahr warten. Beim dritten Mal schließlich wird die Fahrerlaubnis vollständig und auf Lebenszeit entzogen. Zudem müssen bereits beim Erreichen der ersten 100 Punkte Auffrischungskurse in einem Umfang von mindestens 20 Stunden besucht und eine Prüfung abgelegt werden.

    Das System tritt im Juli diesen Jahres in Kraft.

  • Härtere Strafen für Verkehrssünder: Enrique macht Ernst

    Drastisch verschärft wurde die peruanische Straßenverkehrsordnung durch ein heute veröffentlichtes Dekret des Transport- und Kommunikationsministeriums. Darin werden nicht nur die Strafen drastisch erhöht, es wird Verkehrsteilnehmern auch ermöglicht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit einem einfachen Handyfoto bei jedem Polizeibeamten anzuzeigen. Zudem soll ein Punkte-System ähnlich der Flennsburger Verkehrssünder-Datei eingeführt werden.

    Geldstrafen werden drastisch erhöht

    Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass Personen, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol bei einem Unfall den Tod von Personen verursachen, nicht nur eine Strafe von 3.550 Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) und der Entzug der Fahrerlaubnis droht, sondern auch auf Lebenszeit das Recht entzogen wird, wieder eine Fahrerlaubnis zu erlangen.

    Kommt es beispielsweise zur Verletzung eines Verkehrsteilnehmers aufgrund des Einflusses von Alkohol oder Drogen, liegt die Strafe bei 1.775 Nuevos Soles, zudem wird der Führerschein eingezogen und das Fahrzeug beschlagnahmt.

    Veraltete Busse dürfen nicht mehr in den Linienverkehr

    Auch für Überlandbusse gelten nun strengere Regeln. So dürfen Verkehrsunternehmen  von Überlandlinien -nach den neuen Regeln- keine Fahrzeuge mit einem Alter von über 3 Jahren mehr in Betrieb nehmen.

    Weitere der neuen Regeln, die heute im peruanischen Gesetzesblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurden, sind beispielsweise die Einführung einer Art Pflicht-„TÜV“ für die Fahrzeuge. Weiters müssen alle Busse über ein System verfügen, das die Beschleunigung auf über 90 km/h verhindert beziehungsweise die Fahrgäste über die Geschwindigkeitsüberschreitung informiert. In Sonderfällen sollen Fahrer bis 110 km/h beschleunigen dürfen, um überholen zu können oder Unfällen zu entgehen. Die Daten sollen zudem über ein Funksystem direkt an das Transport- und Kommunikationsministerium und die Nationalpolizei PNP übermittelt werden.

    Die Regeln, die im Juli diesen Jahres in Kraft treten, verpflichtet Fuhrunternehmen außerdem dazu, alle Fahrzeuge mit Fahrtenschreibern auszustatten, auf denen auch Fahrerwechsel eingetragen werden.

    Geldwäscher und Drogenschmuggler bekommen keinen Busführerschein mehr

    Einen höheren Schutz vor Diebstählen an Bord der Busse wird zudem von dem Verbot erwartet, Passagiere außerhalb der festen Terminals aufzunehmen. Dieses Vergehen kann ab Juli mit dem Entzug der Lizenz für bestimmte Reiserouten bestraft werden.

    Personen, die wegen Drogenschmuggel, Geldwäsche oder Hehlerei verurteilt wurden, dürfen in Zukunft keinen Personenverkehr mehr fahren.

    Mit dem heute veröffentlichten Dekret soll die hohe  Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden. Nach Angaben des Transport- und Kommunikationsministeriums MTC kamen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 3.500 Menschen pro Jahr ums Leben, wobei die Dunkelziffer noch höher vermutet wird.

  • 20 Tote bei Zusammenstoß von Reisebus und Gaslaster

    Beim Zusammenstoß zwischen einem mit hochexplosivem Gas beladenen Gefahrguttransporter und einem Reisebus kamen am vergangenen Sonntag im südperuanischen Cañete nach Angaben der peruanischen Agentur ANDINA mindestens 20 Menschen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Der mit nach ersten Einschätzungen 22 Personen besetzte Bus des Unternehmens Costeño war auf der Panamericana Süd unterwegs, als der Bus den Gastransporter rammte, der sofort explodierte. Die genaue Anzahl der Opfer ist noch nicht bekannt, da die Körper der Reisenden nach der Explosion nur schwer identifiziert und zugeordnet werden können. Bisher konnten erst 3 der Opfer identifiziert werden: Anatolio Simon Aquije, Fahrer des Busses, sowie Luisa Gonzáles Zambrano (27) und ihr 5jähriger Sohn Jorge Córdoba Gonzáles.