Peruanische Busunternehmen sind verpflichtet, alle ihre Überlandbusse mit einem GPS-Ortungssystem auszustatten. Wie aus Daten der peruanischen Fernverkehrsüberwachungszentrale SUTRAN hervorgeht sind bereits 70% der legalen Reisebusse mit den Geräten ausgestattet.
Mit Hilfe des Ortungssystems sollen von der Überwachungszentrale aus die Einhaltung der Routen, die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, sowie Halte außerhalb der genehmigten Terminals kontrolliert und sanktioniert werden. Nach Angaben der SUTRAN-Chefin Elvira Moscoso wurden allein in den ersten beiden Betriebstagen über 400 solcher Vorkommnisse registriert. Herausgerechnet sind dabei bereits die 5minütigen Toleranzzeiten. So darf ein Bus kurzfristig die Geschwindigkeit von 90km/h überschreiten, wenn er beispielsweise links überholen muss.
Die Busunternehmen, die bislang kein entsprechendes Ortungssystem eingebaut haben, können, nach einer ersten Verwarnung, die Lizenz für eine bestimmte Reiseroute verlieren. Bislang wird das System nur auf den Personenfernverkehr angewandt. Für die Zukunft ist auch eine GPS-Pflicht für den Güterfernverkehr geplant.
Durch die verstärke Kontrolle des Fernverkehrs soll die extrem Hohe Zahl von Verkehrstoten in Peru gesenkt werden. Gleichzeitig wird der Diebstahl und Überfall von Reisebussen erschwert.
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Nur zwei Monate nach der publikumswirksamen Neueröffnung des Flughafens Chachapoyas hat die Fluglinie LC Busre ihre Linienflüge dorthin bereits wieder eingestellt. Auch alle anderen peruanischen Nordostrouten wie Chiclayo-Tarapoto und Tarapoto-Trujillo werden bis auf weiteres nicht mehr geflogen, so Karla Ruiz Pomar vom Passagierservice des Unternehmens gegenüber INFOAMAZONAS.
Die Einrichtung von Linienflügen auf der Strecke Chiclayo-Chachapoyas-Chiclayo hatte insbesondere in der Tourismusindustrie der Region Amazonas große Hoffnungen geweckt. Auch wegen der hohen Preise war die Linie allerdings nur teilweise ausgelastet.
Bei einem Busunfall in der südperuanischen Region Cusco sind fünf Personen ums Leben gekommen. 30 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Bus war aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und in die Tiefe gestürzt, als er die Strecke Cusco-Paucartambo fuhr. Die Verletzten wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.
Soll ausgebaut und besser gesichert werden: Straße von Chachapoyas nach Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Der 135 Kilometer lange Straßenabschnitt von Chachapoyas über Rodriguez de Mendoza (San Nicolas) bis zum Ende der Straße (Punta de Carretera) wird in Zukunft von einem privaten Betreiber in Konzession in stand gehalten. Das gab die Regionalregierung Amazonas bekannt. Läuft alles nach Plan, kann der Konzessionär schon am 21. Juni seine Arbeit aufnehmen.
In der Region Amazonas (Nordperu) wurde die Nachricht begeistert aufgenommen, da die Straße bislang unter staatlicher Aufsicht dauerhaft in schlechtem Zustand war. Wiederholt kam es zu schweren Unfällen, was nicht zuletzt mit ungesicherten Abhängen extremer Höhe zusammenhing. Da die Straße bisher nicht geteert ist, konnte die Straße in der Regenzeit oft für mehrere Wochen nicht befahren werden.
Nach Angaben der Regionalregierung soll die Straße zudem bald schon in Richtung der Nachbarregion San Martín weiter ausgebaut werden.
Maut wird, wie bei der Straße Chachapoyas-Leymebamba-Balsas-Celendin, vorerst nicht erhoben.
Ein Flugzeug mit neun Personen an Bord ist heute Morgen (Ortszeit) in der südperuanischen Region Ica verschollen. Das gab das staatliche peruanische Luftaufsichtsunternehmen CORPAC bekannt. Über die Ursache gebe es bisher nur Spekulationen, möglicherweise sei die Maschine entführt worden oder abgestürzt, so CORPAC.
Wie die peruanische Tageszeitung La República berichtet, war die Cessna Caravan der Fluglinie Aerodiana mit peruanischen Touristen an Bord heute Morgen um 7:30 Uhr (Ortszeit) vom Maria Reiche-Flughafen Nazca für einen Überflug der weltberühmten Nazca-Linien gestartet. Schon kurz nach dem Start brach der Pilot den Kontakt zum Tower ab. Die Rückkehr war ursprünglich für 8:15 Uhr angesetzt.
Nachtrag 20:03:
Wie Aerodiana unter Berufung auf den Handynetzbetreiber Telefónica berichtet, konnte das Handy des Copiloten für kurze Zeit in Puno geortet werden. Puno liegt an der Grenze zu Bolivien. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass das Flugzeug gestohlen wurde und in das südliche Nachbarland gebracht wird. Das Flugzeug hatte Treibstoff für rund 900 Kilometer Flugstrecke an Bord.
Mindestens vier Menschen wurden heute Morgen (Ortszeit) bei zwei Busunfällen in den südperuanischen Provinzen Carabaya und Sandia (Region Puno) getötet. Das berichtet die peruanische Nationalpolzei.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 8 Uhr Ortszeit, als ein Bus des Unternehmens „Sur Oriente“ auf Höhe des Yocara-Sees in der Provinz Carabaya von der Straße Macusani-Ayapata abkam und rund 70 Meter in die Tiefe stürzte. Dabei verstarb ein 12jähriges Mädchen, 11 Menschen wurden schwer verletzt in das Krankenhaus von Macusani eingeliefert.
Nur eine Stunde später kam nicht weit entfernt bei Tiraca, in der Provinz Sandia, ein Kleinbus der Route Ayapata-Patambuco von der Straße ab und viel rund 40 Meter in den Abgrund. Dabei starben drei Menschen, darunter der Fahrer. 10 Personen konnten verletzt gerettet werden.
Beim Absturz eines Überlandbusses sind in der peruanischen Region Ucayali bei Streckenkilometer 113 der Federico Basadre-Fernstraße sechs Menschen ums Leben gekommen, 35 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei. Aus noch ungeklärter Ursache war der Bus des Fuhrunternehmens Turismo Central heute Morgen gegen 4:05 Uhr von der Straße abgekommen und einen Abhang von mehr als 50 Metern Höhe hinabgestürzt.
Der Bus war von Huánuco unterwegs nach Pucallpa.
Drei Tote bei Bus-Crash in Huancavelica
Auch die Region Huancavelica wurde von einem brutalen Crash heimgesucht. Drei Personen verstarben, als im Distrikt Acostambo (Provinz Tayacaja) ein Omnibus mit einem Mototaxi zusammenstieß.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Loreto wurden im Innern der vergangene Woche gesunkenen „Camila“ neben zahlreichen Treibstoffbehältern auch 24 Kilogramm Kokain gefunden. Zumindest ersteres sollte wohl ins Nachbarland Kolumbien geschmuggelt werden. Die Drogen waren in Plastiktüten eingewickelt in einer Obstkiste unter Orangen versteckt. Wegen der Treibstoffbehälter fürchten Experten nun schwere Folgen für die Umwelt.
Derweil versuchen Schwimmkräne weiter, das Schiffswrack wieder aufzurichten, um die Suche nach weiteren Opfern fortsetzen zu können. Die Staatsanwaltschaft gibt inzwischen die Zahl der gefundenen Unglücksopfer mit 24 an. Wie viele Personen bei dem Untergang des völlig überladenen Schiffs wirklich ihr Leben verloren, wird wohl nie exakt geklärt werden können, da nur ein Bruchteil der Passagiere in die Passagierlisten eingetragen war. Neben weit mehr als 200 Passagieren und dem Schmuggelgut hatte das Schiff auch mehrere Kühe, sowie Baumaterialien geladen.
Probleme längst bekannt
Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI
Wie INFOAMAZONAS feststellen konnte, sind illegale Anlegestellen, sowie überladene Schiffe auf dem peruanischen Teil des Amazonas keine Neuheit. Teil des Problems ist aber auch, dass kaum legale Anlegestellen existieren. Nach Angaben des Regionalpräsidenten von Loreto, Iván Vásquez, existieren in der gesamten Regenwaldregion Loreto mit Iquitos und Yurimaguas nur zwei genehmigte Häfen, an denen die Anzahl der Passagiere, sowie die Ladung überprüft wird.
Die „Camila“ war in den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwoch bei Santa Rosa (Distrikt Indiana / Provinz Maynas / Region Loreto) vermutlich wegen Überladung in den Fluten des Amazonas versunken.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINAFlughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge sind zwar mit bis zu 90US$ ziemlich teuer, dennoch rückt die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) dieser Tage hunderte Kilometer in Richtung Perus Zentrum. Grund dafür ist die Einweihung des umgebauten Flughafens Chachapoyas (SPPY), sowie die Ankündigung regelmäßiger Linienflüge in die peruanische Küstenstadt Chiclayo.
Auch innerhalb der Region Amazonas soll es in Zukunft mehr Linienflüge geben, mit Rodriguez de Mendoza im Westen, sowie Puerto Galilea und Ciro Alegría (Provinz Condorcanqui) im Norden sollen die Einwohner der Region dank stark subventionierter Kurzstreckenflüge näher zusammenrücken. Die Tickets zu den drei letztgenannten Zielen sollen dabei schon ab 50 Nuevos Soles (etwas über 10 Euro) zu haben sein. Die entsprechende Fluggesellschaft soll nun über eine Ausschreibung bestimmt werden.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge zwischen Chachapoyas und Chiclayo werden von der Fluggesellschaft LC Busre angeboten und richten sich nach Angaben des Unternehmens zumindest zu Beginn vorwiegend an Touristengruppen. Der peruanische Verkehrsminister Enrique Cornejo erklärte gestern bei der Einweihung des modernisierten Flughafenterminals in Chachapoyas, sollte es ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geben, könnten die Preise für die Route sinken. Zudem, so Cornejo, soll mit der Fluglinie LAN verhandelt werden, um über Chiclayo mit einem einzigen Ticket Flüge nach Lima anbieten zu können.
Seit 2003 gab es nur noch vereinzelt Flüge von und nach Chachapoyas, zuletzt bot die peruanische Luftwaffe subventionierte Flüge in alten Militärtransportmaschinen von Chachapoyas nach Lima an. Grund für die geringe Anzahl an Flügen war der Absturz eines Flugzeugs im Landeanflug auf den Flughafen Chachapoyas, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen Chachapoyas. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Seit vier Jahren wird der Flughafen in Konzession von dem privaten Betreiber Aeropuertos del Perú (AdP) betrieben und modernisiert. Nach Angaben der Regionalregierung Amazonas wurden in die Modernisierung bisher 6,5 Millionen Nuevos Soles investiert.
Neben Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo waren bei der Einweihung auch Außenhandels- und Tourismusminister Dr. Martín Pérez, sowie die „primera dama“ (first lady) Dr. Pilar Nores de García anwesend.
Durch die Flugverbindung verkürzt sich die Reisezeit in Perus Hauptstadt Lima um rund 12 Studen.
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINA
Die im vergangenen Jahr in Peru eingeführte Verkehrssünderdatei zeigt Ergebnisse, bereits 3.000 Fahrern wurde, wie der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo gestern vor Journalisten erklärte, der Führerschein entzogen, nachdem sie über 100 Punkte angehäuft hatten.
Darunter, so der Minister, waren neben Fahrern von Privatautos auch Bus- und Taxifahrer.
Das Punktesystem war im vergangenen Jahr eingeführt worden, um der großen Zahl an Verkehrsunfällen Herr zu werden. Zudem müssen seitdem Überlandbusse über eine Höchstgeschwindigkeitssperre – auf 110 KM/h – , ABS, sowie ein GPS- Satelitenortungssystem verfügen – was allerdings nur sehr wenige Busunternehmen bisher eingeführt haben.