Schlagwort: Polizei

  • Hilfeschrei: Trujillo fordert 1.000 Polizisten gegen ausufernde Kriminalität

    1.000 Polizisten, große Anstrengungen aller in Trujillo tätigen Behörden, Institutionen und Organisationen und eine den Umständen angepasste Medienberichterstattung fordern im sogenannten „Pronunciamiento de Trujillo“ lokale Autoritäten, sowie Vertreter diverser Organisationen der Zivilgesellschaft und der Regionalregierung. Diese waren von Mons. Miguel Cabrejos, Erzbischof der nordwestperuanischen Stadt und Vorsitzender der peruanischen Bischofskonferenz, zu einem Krisengipfel eingeladen worden.

    Unter anderem hält die Stellungnahme, die von allen Beteiligten unterschrieben wurde, fest, dass die Gefängnisse [Perus] in ihrer derzeitigen Form eine Art „Schule des Verbrechens“ darstellen. Neben den zusätzlichen Polizisten und den größeren Anstrengungen aller Beteiligten wird auch der Bau einer Polizeischule in Trujillo und die Einführung einer landesweiten Politik zur inneren Sicherheit gefordert. Für den 18. Dezember ist ein Friedensmarsch durch die gesamte Innenstadt von Trujillo angekündigt.

  • Motupe / Lambayeque: Straßenräuber überfallen Bus / Polizei fasst Tatverdächtige

    Nur eine halbe Stunde nach dem Überfall auf einen mit 50 Passagieren besetzten Überlandbus im nordwestperuanischen Distrikt Motupe konnte die Polizei fünf Tatverdächtige festnehmen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA.

    Nach Angaben der Polizei hatten fünf Personen heute gegen 3 Uhr Morgens (Ortszeit) am Streckenkilometer 61 der Panamericana Norte den Reisebus des Fuhrunternehmens Transcade überfallen, der von Bagua (Region Amazonas) nach Chiclayo unterwegs war. Sie blockierten die Straße mit Steinen und Gestrüpp und zwangen so den Fahrer zum Anhalten.

    Als der Bus die Kontrollstelle Motupe nicht zur gewohnten Uhrzeit passierte, machte sich nach Angaben der Polizei eine Streife auf den Weg und fand den ausgeraubten Bus. Innerhalb von 30 Minuten wurden in der Umgebung fünf Personen dingfest gemacht, die des Raubes dringend tatverdächtig sind.

  • Huancabamba / Piura: 2 Tote bei Polizeieinsatz

    Zwei Tote und mehrere Verletzte hinterließ gestern in Huancabamba (Region Piura) eine Auseinandersetzung zwischen der Polizei und Bewohnern des Ortes Cajas-Canchaque. Die Polizisten hatten zuvor auf richterliche Anordnung mehrere Personen im Zusammenhang mit dem Mord an Mitarbeitern des Río Blanco-Bergbauprojektes in der Nähe festgenommen. Nach Angaben des Radiosenderverbundes CNR hatte die Polizei mit der Festnahme des Bürgerwehranführers Lorenzo Rojas García die Bevölkerung von Cajas-Canchaque gegen sich aufgebracht. Die Polizei habe daraufhin geschossen, wobei 2 Personen getötet und 6 weitere schwer verletzt worden seien, so die CNR.

    Nach Angaben der peruanischen Regierung sind bereits mehrere Polizeieinheiten auf dem Weg nach Cajas-Canchaque, um die Geschehnisse zu untersuchen. Die lokale Bürgerwehr (ronda campesina) rief die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoria del Pueblo) an, die Untersuchung genau zu verfolgen. Ayde García Ruiz, Sprecherin des Dachverbandes der Bürgerwehren der Provinz Huancabamba kritisierte, die Staatsanwaltschaft habe sich bisher geweigert, den Tod der zwei Personen festzustellen.

    Wie die staatliche Agentur ANDINA berichtet, wurden auch 3 Polizisten bei dem Einsatz verletzt.

  • Ausgesaugte Ziegen mit Menschenfett

    Die Geschichte ging um die Welt: Ein Ring von Kriminellen habe Menschenfett verkauft, zum Kochen oder für rituelle Zwecke. Auch sensationslüsterne Medien in Deutschland konnten nicht widerstehen, sie zu veröffentlichen. Grund genug für den Chachablog, sie völlig zu ignorieren.

    Bis jetzt. Denn die Geschichte kostete den Kopf von Eusebio Félix Murga, bis heute Direktor der Kriminalistik-Einheit der peruanischen Nationalpolizei. Dieser hatte die Geschichte auf einer Pressekonferenz ins Rollen gebracht. In den vergangenen Tagen wuchsen aber die Zweifel an der Wahrheit seiner Erklärungen. Um nun eine „vollständige und unabhängige“ Untersuchung zu ermöglichen, werde Murga vorübergehend im „Innendienst“ eingesetzt, so Miguel Hidalgo, Generaldirektor der peruanischen Nationalpolizei.

    Für bestimmte Verbrechen werden in Peru immer wieder gerne Begriffe aus Mythen und Legenden der an solchen reichen Berg- und Urwaldwelt verwendet. Für diese Geschichte wurde der sog. „Pishtaco“ bemüht, ein Berggeist, der ähnlich dem „bösen Wolf“ vor allem Kinder davon abhalten soll, von zu Hause weg zu laufen. Ähnliche Geschichten gibt es auch vom Duende oder dem Chullachaqui, beides Geister, Phantome oder Gestalten, die einsam wandelnde vom Weg abbringen wollen.

    Manchmal werden aber auch Geschichten „importiert“, so z.B. der „Chupacabra“, der Nacht für Nacht Ziegen völlig aussaugt und dann einfach liegen lässt.

    Zum Abschluss ein Hinweis: Die angebliche „Menschenfettbande“, wurde bei Monzón verortet. Bei „Monzón“ handelt es sich nicht um eine Region, sondern um einen Distrikt.

    Mehr über den oben geschilderten Fall findet man übrigens am besten direkt bei La República.

  • Razzia im Picsi-Hochsicherheitstrakt: 12 Handys beschlagnahmt

    12 Mobiltelefone, zahlreiche weitere Handykarten und mehrere Hefte mit Telefonnummern von vermutlich erpressten Geschäftsleuten wurden heute im Hochsicherheitsgefängnis Picsi im nordperuanischen Ferreñafe beschlagnahmt. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. In der unter dem Decknamen „Cordillera X-2009“ geplanten Razzia durchsuchten 5 Stunden lang 15 Staatsanwälte gemeinsam mit Polizisten und Gefängniswärtern des Gefängnisinstitutes INPE die verschiedenen Zellen und Aufenthaltsräume.

    Die Mobiltelefone wurden für weitere Ermittlungen der Kriminalpolizei Divincri übergeben.

    Neben den Telefonen und den Handychips fand die Polizei auch mehrere Päckchen, die vermutlich Kokain enthielten.

  • Abancay / Apurímac: Zahlreiche Verletzte nach Demonstration gegen Regionalregierung

    Über 50 verletzte Demonstranten und 17 verletzte Polizisten hinterließen in Abancay die Zusammenstöße der Polizei mit Protestierenden, die seit mehr als 10 Tagen teils gewaltsam gegen den Haushalt 2010 der Region Apurímac demonstrieren. Die Gewalt entlud sich nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio, als die Menge versuchte, den Sitz der Regionalregierung zu besetzen.

    Grund für die Proteste ist die nach Ansicht der Protestierenden ungerechtfertigt hohe Mittelzuweisung für die Nachbarstadt Andahuaylas. Die Regionalregierung hatte bereits einen Tag vor den gewaltsamen Auseinandersetzungen beschlossen, den Haushalt für das kommende Jahr neu zu verhandeln.

  • Nach 5 Monaten: Polizei traut sich wieder in Indígena-Gebiet

    Das Kommissariat Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui / Region Amazonas) wird nach 5 Monaten wiedereröffnet. Es war nach den schweren Zusammenstößen zwischen Indígena und der Polizei am 5. Juni diesen Jahres in der Nähe von Bagua geschlossen worden. In den folgenden Monaten hatten sich mehrere Indígena-Gruppen geweigert, Polizisten auf ihr Territorium zu lassen.

    Die neue Besatzung des Kommissariats besteht aus 30 Polizisten aus verschiedenen Teilen der Region Amazonas. Diese traf bereits in Bagua Grande ein, von wo aus sie in den kommenden Tagen nach Santa María de Nieva reisen wird.

    Der neue Hauptkommissar ist Arrascue Camus, Major der Nationalpolizei PNP. Er war bereits vor dem 5. Juni in Santa María de Nieva stationiert.

  • Innenminister Salazar will Hooligans per Pflichtwehrdienst umerziehen

    Vergangene Woche kam in Lima nach einem Fußballspiel eine junge Buchhalterin ums Leben, nachdem sie aus einem Kleinbus gestoßen worden war. Dieser war nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA mit Fußballfans und -angeblich- auch Hooligans völlig überfüllt. Die Polizei nahm inzwischen einen Verdächtigen fest, der aber abstreitet, die junge Dame gestoßen zu haben. Das Thema hat in Peru eine Debatte über die Behandlung von Hooligans („Barras Bravas“) ausgelößt, die Woche für Woche ganze Straßenzüge im Umkreis der großen Stadien von Lima verwüsten und dabei Angst und Schrecken verbreiten. Dabei ist unter anderem eine Registrierung gewalttätiger Fußballfans im Gespräch oder eine finanzielle Beteiligung der Vereine an den Polizeikosten.

    Den jüngsten Geistesblitz hat nun der peruanische Innenminister und ehemalige Präsident der Nationalpolizei Octavio Salazar verbrochen. Er forderte als Universalrezept gegen die Hooligans die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Und nicht nur gegen Hooligans, allgemein könne so der Jugendgewalt vorgebeugt werden, so Salazar. In den Kasernen lernten jugendliche „Disziplin, Vaterlandsliebe und viele andere Werte“, lernten „früh aufzustehen“ und würden „ordentlicher“.

    Octavio Salazar war vor wenigen Monaten von seinem Amt als Polizeichef abberufen worden, um Innenminister zu werden.

  • La Libertad: Polizei findet 4 tote Räuber

    Die Körper von vier toten auf Busüberfälle spezialisierten Räubern konnte die peruanische Nationalpolizei PNP in der Provinz Santiago de Chuco (Region La Libertad) gestern bergen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten die vier 32-34jährigen in der Gegend um den „Calpuy“ genannten Ort an der Straße nach Huaraz mehrere Busse überfallen und die Insaßen ihrer Habseligkeiten beraubt. Vermutlich habe eine Bürgerwehr sie vor rund 5 Tagen geschnappt, verprügelt und dann in den Abgrund gestoßen. In der Nähe der Aufprallstelle fand die Polizei 22 Handys, 3 Digitalkameras, eine Filmkamera, sowie mehrere Revolver.

    Die Toten wurden inzwischen identifiziert und befinden sich zur Obduktion in der Gerichtsmedizin Trujillo.

  • La Oroya: Polizist stirbt bei Bergarbeiter-Streik

    Bei den Protesten der Bergarbeiter in der Andenstadt La Oroya kam nach Angaben des Nachrichtensenders RPP ein Polizist ums Leben. Vier weitere wurden verletzt. Nach Angaben des Provinzstaatsanwaltes von Yauli, Juan Alcántara, hatten Streikteilnehmer vom Hang herab Steine auf die Polizisten geworfen, die dieser Tage verhindern sollen, dass die „Carretera Centrál“, die peruanische Zentralautobahn, von den Bergarbeitern besetzt werden kann.

    Wie RPP weiter berichtet, verfügte der verstorbene Polizeibeamte über einen Schutzhelm, der habe die Wucht des Steins aber nicht mindern können.

    Die Bergarbeiter des Unternehmens Doe Run streiken, um die peruanische Regierung dazu zu bewegen, ihrem Unternehmen mehr Zeit für die Einführung ihres Umweltplans (PAMA) zu gewähren. Bereits drei Mal war die Frist verlängert worden. Zuletzt hatte Doe Run 36 weitere Monate gefordert, die Regierung hatte sich aber auf 20 Monate festgelegt.