Schlagwort: Polizei

  • Trujillo: Kinder finden Knochen beim Fußball

    Einen gruseligen Fund machte ein Junge in Trujillo, der in ein leerstehendes Gebäude eindrang, um seinen Fußball zu suchen. In einem der seit rund einem Jahr unbewohnten Zimmer lagen ein Schädel, ein Unterkiefer, sowie ein Oberschenkelknochen. Die sofort gerufene Polizei fand außerdem mehrere Bücher über Medizin, weswegen sie davon ausgeht, dass die beiden jungen Leute, die dort gewohnt hatten, Medizinstudenten waren, die ihre „Studienobjekte“ zurückgelassen hatten. Wie die Anwohner gegenüber der Agentur ANDINA erklärten, waren die beiden Bewohner des Hauses vor rund einem Jahr ausgezogen, weil es ihnen in dem Stadtviertel zu gefährlich war.

    Dass peruanische Medizinstudenten Leichenteile zu Studienzwecken zu Hause liegen haben, ist keine Seltenheit. Immer wieder erzählen Medizinstudenten vom Handel mit Knochen und anderen Leichenteilen unter den Studenten.

  • Mind. 2 Polizisten bei Räumung des "Pómac"-Schutzgebietes getötet

    Die peruanische Polizei hat den größten Teil des Schutzgebietes „Bosques de Pómac“ bei Chiclayo geräumt. Viele der noch verbleibenden Siedler, die sich teils schon vor 10 oder mehr Jahren dort gesiedelt hatten, wurden von den Sicherheitskräften abtransportiert. Dabei kamen mindestens 2 Polizisten ums Leben, 8 weitere wurden schwer verletzt. Der Radioverbund „CNR“ berichtet sogar von 3 Toten. Die Siedler wehrten sich mit Macheten, Pistolen, Molotivcoctails und Gewehren gegen die Polizei. Neben den genannten Waffen fand die Polizei in den Siedlungen auch Munition für Maschinengewehre, sowie mehrere versteckte Sprengfallen. 22 Siedler wurden festgenommen. Wie das peruanische Innenministerium ursprünglich mitteilte, trugen die Polizisten keine Waffen, verfügten aber über Tränengas. Nach aufkommender Kritik an der schlechten Vorbereitung der Räumung hat das Ministerium inzwischen aber seine Meinung geändert. So habe es doch 50 bewaffnete Polizeibeamte gegeben. Nach Angaben von Carlos Elera Arévalo, dem Direktor des „Sicán“-Museums in dessen Einflussbereich das Schutzgebiet gehört, erklärte gegenüber „ANDINA“, die Ausrüstung der Siedler habe sich gezeigt, dass es sich nicht um arme Bauern ohne Land handle, sondern um gefährliche Gewalttäter mit Waffen.

    Erste Kritik an der Planung

    Inzwischen mehrt sich auch die Kritik an der Planung der Siedlungsräumung. Wie die Tageszeitung „La Republica“ meldet, war die Polizei bereits Tage vor der Räumung über die Existenz einer bewaffneten Söldnertruppe informiert, die von einem Kriminellen angeheuert worden sein soll, der mit Land handelt, das ihm nicht gehört. Zudem sei die Logistik und Verpflegung der Sicherheitskräfte unzureichend geplant gewesen. So habe, so La Republica, nicht einmal die Verpflegung der Polizisten funktioniert.

    Inzwischen sind schwere Maschinen in der Siedlung eingetroffen, um viele der noch verbiebenen Häuser abzureißen. Zudem werden weiterhin Polizisten in der Nähe verbleiben, um eine Rückkehr der Siedler in die bereits geräumten Gebiete zu verhindern. Noch immer sollen sich noch mehrere Tausend Personen dort aufhalten. Gleichzeitig erklärten lokale Autoritäten, in den bereitgestellten Notunterkünften für Obdachlose Siedler hätten sich bisher höchstens „15, 16“ Siedler eingefunden.

    Die Räumung der Siedlungen innerhalb des Schutzgebietes waren Ende vergangenen Jahres auf Antrag des Landwirtschaftsministeriums vom peruanischen Höchstgericht angeordnet und vom Umweltministerium unterstützt worden. Insgesamt waren 1.350 Polizisten an der Aktion beteiligt. Sie hatte Dienstag Mittag begonnen.

  • Bagua Grande: 3 Häuser nach Familienstreit in Schutt und Asche

    3 bis auf die Grundmauern abgebrannte Häuser sind das Ergebnis des Streits zweier rivalisierender Familien in San Martin Alto (Bagua Grande/Utcubamba). Wie die Polizei gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, waren 2 maskierte Personen in das Haus einer der Familien eingedrungen. Als sie nur ein Kind und nicht das gesuchte Familienoberhaupt antrafen, gossen sie Benzin über die Hauseinrichtung und zündeten sie an. Nachdem die Täter geflohen waren, schafften es die Nachbarn, das Kind aus den Flammen zu retten.
    Wenig später ging die Hausbesitzerin mit mehreren hundert aufgebrachten Personen aus der Nachbarschaft in Richtung der Häuser der rivalisierenden Familie, die man der Tat verdächtigte. Die aufgebrachte Menschenmenge setzte sofort 2 der Häuser in Brand. Menschen kamen dabei nicht ums Leben, wie die Polizei von Bagua Grande berichtet. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.
    Zudem weißt die Polizei auf eine Tatsache hin, die das Geschehen noch verschlimmert hat: Bagua Grande verfügt trotz seiner 50.000 Einwohner bis heute über keine Feuerwehr.

  • Zahl der Verkehrsunfälle um 10% gesunken

    Die Zahl der peruweit registrierten Verkehrsunfälle lag 2008 10% unter der Zahl des Vorjahres. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei PNP. Insgesamt wurden in diesem Jahr 1.788 Verkehrsunfälle gemeldet, 2007 waren es noch 1.917. Die Zahl derjenigen, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen, stieg dagegen an. Waren es 2007 noch 859 Unfallopfer, erhöhte sich die Zahl in diesem Jahr um 16 Tote. Mit rund 1000 war die Panamericana die Straße, auf der es zu den meisten Unfällen kam.

  • Polizei wird umstrukturiert

    Die peruanische Nationalpolizei PNP bekommt eine neue Struktur. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf den peruanischen Innenminister Remigio Hernani. Demnach sollen besonders die Ermittlungskompetenzen der Kommissare verbessert werden. Als weiterer Schwerpunkt wird die Präventionsarbeit genannt. Zudem soll die Polizei, auch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Verwaltung, technisch besser ausgestattet werden. In einem ersten Schritt hat das Innenministerium bereits 600 Computer und 170 Drucker für über 30 Millionen Soles erworben.

    Der Grund für die Neustrukturierung der peruanischen Polizei ist nach Innenminister Hernani die noch immer vorhandene Korruption das fehlende Vertrauen in der Bevölkerung. So würde von 3 Verbrechensopfern nur eines Anzeige erstatten. Das brächte der Polizei den Ruf von Ineffizienz ein, so Hernani.

    Der Plan für die Umstrukturierung war von einem Team von Ermittlungsspezialisten der Nationalpolizei PNP ausgearbeitet worden.

  • Polizei vereitelt Massenausbruch im Gefängnis von Bagua Grande

    Bei einer genauen Untersuchung des Gefängnisses San Humberto in Bagua Grande (Utcubamba) hat die Nationalpolizei am gestrigen Dienstag an mehreren Stellen beinahe durchstoßene Wände gefunden. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Nach ersten Untersuchungen hatten einige Insaßen mit noch unbekannten Werkzeugen versucht, mehrere Löcher in die Außenwand des Gefängnisses zu graben. Um die Löcher zu tarnen, waren sie provisorisch mit rotem Lehm vom Boden des Gefängnishofes ausgefüllt worden. 4 Verdächtige wurden inzwischen in das Hochsicherheitsgefängnis Huancas bei Chachapoyas verlegt.
    Derzeit sitzen rund 160 Häftlinge im Gefängnis von Bagua Grande ein.

  • Nationalpolizei wird 20

    Die peruanische Nationalpolizei PNP feiert heute ihr 20jähriges Jubiläum mit zahlreichen Festakten. Zum zentralen Festakt um 10 Uhr in der Polizeischule in Chorillos werden dabei auch zahlreiche Parlamentarier und angehörige der Regierung, darunter Premier Simon, erwartet. In einem Grußschreiben dankte der peruanische Innenminister Remigio Hernani Meloni den Polizistinnen und Polizisten für ihren Dienst und gedachte der im Dienst gefallenen Beamten.

    Vorläufer der „Policia Nacional del Perú“ war die 1821 in frühen Tagen der peruanischen Republik gegründete „Guardia Cívica“, die als „Guardia Nacional“ 1825 Teil des Militärs wurde. Um 27 Jahre später wird sie wieder herausgelößt und bekommt als „Gendarmería“ wiederum eine eigene Struktur. Diese wird einige Jahre später wiederum in „Guardia Civíl“ (für den städtischen Bereich) und „Gendarmería“ (für ländliche Regionen) geteilt. Über die Jahre hinweg wurde diese Struktur immer weiter ausdifferenziert, es kamen spezielle Einheiten für besondere Untersuchungen hinzu, auch ein eigenes Polizeigesundheitssystem wurde aufgebaut. Schließlich, unter dem Eindruck des aufkommenden Terrorismus durch Organisationen wie den leuchtenden Pfad (Sendero Luminoso) oder MRTA, wurde 1988 die Policia Nacional del Perú (PNP), die peruanische Nationalpolizei gegründet, unter derem Namen alle bisherigen Polizeiorganisationen ihren Platz fanden. Zudem gab sich die Polizei den Leitspruch „Dios, Patria y Ley“, also „Gott, Vaterland und Gesetz“, der bis heute das Wappen der peruanischen Polizei ziert.

    KURZCHRONIK

    1825
    Die „Guardia Nacional“ wird gegründet, ebenso wie die „Guardia de Policía“ als Teil der Streitkräfte
    1834
    Während der Regierung des Präsidenten Orbegoso werden Bürgermilizen wieder aufgebaut.
    1839
    Die Bürgermilizen werden neu organisiert
    1845
    Unter Präsident Ramón Castilla wird die „Guardia Nacional“ (Nationalgarde) umstrukturiert.
    1855
    Per Dekret werden unter dem Namen „Gendarmería“ alle Polizeiorganisationen zusammengefasst.
    1873
    La fuerza regular de Policía se divide en Guardia Civil y Gendarmería.
    1880
    Unter Präsident Piérola wird die räumliche Verteilung von Kommissariaten und Polizeikräften per Dekret festgelegt.
    1919
    Unter Präsident Leguía wird die republikanische Garde (Guardia Republicana) gegründet.
    1922
    Die spanische „Guardia Civil“ wird beauftragt, die peruanische Polizei neu zu organisieren
    1922
    Die erste Polizeischule Perus wird gegründet, mit dem Motto „El Honor es su Divisa“.
    1924
    Das Polizeigesundheitssystem wird gegründet.
    1956
    Zum ersten Mal werden auch Frauen zur Polizeischule zugelassen.

    HYMNE DER NATIONALPOLIZEI
    Policía soy, de corazón, por vocación noble y leal,
    con la tradición de los heróicos policías del ayer;
    doy mi juventud, mi abnegación, mi patriotismo y lealtad,
    para servir con fe y honor, en la gloriosa Policía Nacional.

    1. Policía peruana, eres pueblo hecho Ley
    por el orden interno, por la vida y la paz
    donde exista el peligro, donde clame el dolor,
    siempre habrá un Policía, presto a servir,
    listo a morir por el Perú.

    2. Como norte y divisa, Dios mi patria y la Ley,
    construyendo un mañana, soberano y triunfal,
    sin fatiga sin tregua, con honor hasta el fin
    siempre habrá un policía, presto a servir
    listo a morir por el Perú.

  • Fünf Tote und 17 verletzte bei Busunfall

    Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, kam heute Morgen gegen 4:30 ein Bus der Busgesellschaft Móvil Tours in der Region San Martín von der Straße ab und überschlug sich. Dabei kam ein Passagier ums Leben, 17 weitere wurden verletzt, wie die Polizei berichtet. Möglicherweise steige die Zahl der Todesopfer noch, da die Verletzungen teilweise sehr schwer sind. Laut Peru.com stürzte der Bus wegen dichten Nebels ca. 20m in die Tiefe.

    Der Unfall ereignete sich am Streckenkilometer 268 der Fernstraße Fernando Belaunde Terry. Der Bus war von Trujillo nach Tarapoto unterwegs.

    Inzwischen wurden die Verletzten in das Krankenhaus von Moyobamba eingeliefert.

    Auf der Fernando Belaunde Terry-Straße kommt es häufig zu schweren Verkehrsunfällen.

    Quelle: ANDINA

  • Iquitos: Polizisten mit Gefangenem auf Kneipentour

    Kurios-erschreckendes passierte vergangene Woche in Iquitos, der Hauptstadt der Nachbarregion Loreto. Wie der Radiosender La Voz de la Selva berichtet, verließen zwei Gefängnisaufseher mit dem wegen Drogenhandels verurteilten Javier Ricardo Herrera Calle das Gefängnis „San Jacinto“, um ihn wegen angeblicher gesundheitlicher Beschwerden in das örtliche Krankenhaus zu bringen. Nicht schlecht war das Erstaunen zweier anderer Gefängnisaufseher, die zufällig in der Bar saßen, die die beiden Polizisten mit ihrem „Gefangenen“ aufsuchten. Als sie schließlich gegen ein Uhr morgens die Anwesenheit der beiden anderen Gefängnisaufseher bemerkten, vierließen sie schnell die Bar und torkelten, stark alkoholisiert, zum Krankenhaus. Dort wurden die Polizisten wie auch der Gefangene verhaftet.

    Javier Ricardo Herrera Calle wurde zu 15 Jahren Freiheitsstrafe wegen Drogenhandel und -schmuggel verurteilt.

    Dieser Fall ist dabei nicht der erste seiner Art: Wie La Voz de la Selva weiter berichtet, wurde vor fünf Monaten ein Häftling mit dem Spitznamen „Polaco“ fotografiert, als er in einem Supermarkt gerade alkoholische Getränke erwarb. Offiziell war er zu jener Zeit „beim Zahnarzt“.

    Quelle: La Voz de la Selva

  • Umweltminister Bracks Feuerprobe

    Antonio Brack. Foto: Agencia AndinaDer mit dem Aufbau seines Ministeriums beschäftigte peruanische Umweltminister Antonio Brack Egg wird heute in die Region Madre de Dios reisen, um dort mit einer hoch besetzten Vermittlermission die Konflikte zwischen indigener Bevölkerung, Gewerkschaften, Unternehmen und Regionalregierung lösen zu helfen. Vor wenigen Tagen war bei Demonstrationen gegen die Regionalregierung deren Sitz angezündet worden. Dabei wurden neben dem Regionalarchiv fast alle Einrichtungen, auch technische Geräte im Wert von mehreren Millionen US-Dollar zerstört. Zudem wurden mehrere Polizisten verletzt.

    Juan Perry Cruz, Kongressabgeordneter der Region Madre de Dios, erklärte in einem Brief an die Regierung, die Bevölkerung sei wegen der Vorkommnisse beunruhigt, die Vandalen seien nicht aus den Reihen der verschiedenen Organisationen der Region gekommen. Zudem habe man inzwischen die Demonstrationen wegen der Vermittlungsmission eingestellt, so Perry Cruz.

    Die indigene Bevölkerung demonstrierte gegen ein Gesetz, das private Investitionen in forst- und landwirtschaftliche Projekte regelt. Man habe das Gesetz beschlossen, ohne sie zu fragen, war von Demonstranten zu hören, wie die staatliche Nachrichtenagentur „ANDINA“ berichtet.

    Gewerkschaften wie die CGTP protestierten allgemein gegen neoliberale Wirtschaftspolitik, Inflation, steigende Lebensmittelpreise und für höhere Löhne.

    Quelle: RPP, ANDINA