Schlagwort: Polizei

  • Ventanilla: Polizeibrigadier schießt sich aus Versehen auf dem Klo an

    Bei einem Besuch auf dem stillen Örtchen kann einem ja so einiges passieren. Ganz verwegene sprechen von Gebissen im Plumpsklo („habs wiedergefunden, aber es passt net“) oder von der traumatischen Anziehungskraft der Unterdrucktoiletten in Flugzeugen. Eine 44jährige peruanische Polizistin aus Ventanilla (Lima) hat nun eine ähnlich traumatische Erfahrung machen müssen. Sie wurde, wie es im offiziellen Bericht heißt, „von ihrer eigenen Waffe verletzt, als sie sich im Bad des Kommissariats des Distrikts Ventanilla, wo sie Dienst tut“ befand.

    Demnach „aktivierte sie ungewollt ihre Waffe, als sie gegen 8:15 Uhr das WC der Polizeistelle belegen wollte“. Anschließend, so der Bericht, sei die Kugel „durch die linke Gesäßbacke“ ausgetreten.

    Inzwischen ist das wohl erste Klo-Opfer dieser Art nicht mehr in Lebensgefahr. Die Operationen seien gut verlaufen, berichtet der Nachrichtensender RPP.

    Ein Mord- oder Selbstmordversuch schloss Rubén Carbajal – Kommissar von Ventanilla – ausdrücklich aus. Dennoch nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Ob dann auch gegen das Klo Anklage erhoben wird, ist nicht bekannt.

  • Bagua: Justiz rekonstruiert Zusammenstöße / offiziell weiterhin 33 Tote

    Am vergangenen Freitag wurde versucht, die schweren Zusammenstöße zwischen der Polizei und Indígena in der Nähe des nordperuanischen Bagua Grande (Provinz Utcubamba) zu rekonstruieren. Dafür fanden sich am Ort des Geschehens sowohl der Strafrichter Francisco Miranda Caramutti und die Staatsanwältin Olga Bobadilla Terán, als auch die Rechtsanwälte mehrerer der Tötung mehrerer Polizisten Angeklagter ein. Aus Angst vor neuerlichen Zusammenstößen wurde die Rekonstruktion von 60 Polizisten begleitet.
    Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, begann die Rekonstruktion auf Höhe der Zahlstelle IIRSA Norte (Utcubamba) in Siempre Viva, von wo der bis heute verschollene Major der Nationalpolizei PNP Felipe Bazán Soles gemeinsam mit seiner Polizeieinheit aufbrach.

    Anschließend wurde der Weg bis zur Erhebung hinter der sog. „Teufelskurve“ („Curva del Diablo“) abgeschritten – die von Fernfahrern vor Jahren so getauft wurde, da sie sehr unübersichtlich ist, was häufig zu Unfällen führte. Hinter der Kurve waren am 5. Juni die Leichen von fünf Polizisten gefunden worden waren. Auch „El Reposo“ wurde besucht, wo die peruanische Polizei am 5. Juni über drei Stunden hinweg gegen Reservisten des peruanischen Militärs und die Bevölkerung von Bagua und Bagua Grande kämpfte – und wobei mindestens eine Person ums Leben kam und zahlreiche weitere verletzt wurden.  Gegen Ende wurden die Einrichtungen besucht, in die sich Indígena nach den Zusammenstößen geflüchtet hatten: den Gesundheitsposten El Milagro, wo rund 600 Indígenas untergekommen waren und das katholische Gemeindehaus in Bagua Grande, wo rund 800 Indígena bis zu sieben Tage verharrt hatten, bevor sie in ihre Dörfer zurückkehren konnten.

    Für die kommenden Tage ist nun die Rekonstruktion der der Kämpfe um das Komisariat Bagua Grande  und die Straßenpolizeistation Bagua Grande geplant. Letztere war am 5. Juni geplündert und abgebrannt worden.

    Währenddessen bleibt die offizielle Zahl der Toten gleich. Demnach kamen 5 Indígena ums Leben, sowie 5 Mestizen und 23 Polizisten. Ein Polizist, der Polizeimajor Felipe Bazán Soles, wird noch immer vermisst.

    Weitere Informationen im Bericht des “ COMMITTEE ON ELIMINATION OF RACIAL DISCRIMINATION“ der Vereinten Nationen auf

    http://www.unog.ch/unog/website/news_media.nsf/(httpNewsByYear_en)/9235FFBD3221E243C1257608002C72C5?OpenDocument

  • 2 Tage vor Santa Rosa: 5 Soldaten verschwinden in Cusco

    Nur 2 Tage vor dem großen Fest der Patronin der peruanischen Nationalpolizei PNP verschwanden heute Morgen fünf Soldatenbei einem Routinetraining in der südperuanischen Region Cusco spurlos. Wie der peruanische Nachrichtensender RPP berichtet, absolvierten die fünf  Soldaten am Vilcanota-Fluss im Distrikt San Salvador (Provinz Calca) ein Routinetraining für Einsätze im Hochgebirge. Beim Durchschwimmen des Flusses seien die sie verschwunden. Dabei sollen alle, wie es sich für die Übung gehöre, an einem Seil zusammen gebunden gewesen sein. Polizeiquellen berichteten gegenüber RPP, inzwischen seien mehrere Militäreinheiten vor Ort mit der Suche befasst.

    NACHTRAG 2. September

    Nach Angaben von RPP wurden inzwischen die sterblichen Überreste von 3 der verunglückten Soldaten gefunden.

  • Nationalpolizei: 2009 schon 168 Verkehrstote

    Bei 507 registrierten Verkehrsunfällen kamen im ersten Trimester 2009 bereits 168 Menschen ums Leben. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei PNP. Zudem wurden 1.478 Personen teils schwer verletzt. Zu den meisten Unfällen kommt es nach Angaben der Polizei auf der Panamericana, hauptsächlich in der Nähe der Hauptstadt Lima. Eine weitere gefährliche Route ist die Carrentera Central.

    Die meisten Unfälle wurden bisher im Januar verzeichnet (200). Die meisten Unfallopfer waren dagegen im Februar mit 71 Todesopfern und 558 Verletzten zu beklagen.

    Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der registrierten Unfälle dagegen leicht zurück.

  • Härtere Strafen gegen korrupte Polizisten

    In den kommenden Wochen sollen Regeln für ein härtere Disziplinarstrafen in der peruanischen Nationalpolizei PNP in Kraft treten. Das gab die neue peruanische Innenministerin Cabanillas (APRA) bekannt. Damit soll unter anderem die Korruption eingedämmt werden. Wie diese Strafen aussehen werden und in welchen Fällen sie verhängt werden, ist noch nicht bekannt.

  • 320 Kilo Kokain, oder: Warum man Geschenke aus Peru vor dem Abflug öffnet

    Zahlreiche Menschen aus ebenso vielen verschiedenen Ländern bleiben Jahr für Jahr an der peruanischen Grenze hängen. Meist trifft es sie am Flughafen Jorge Chávez, dem größten und wichtigsten Luftfahrtdrehkreuz Perus in Lima, aber auch an den Grenzen zu Chile, Brasilien, Bolivien oder Ecuador. Ihre zweite große Gemeinsamkeit ist aber, dass sie viele Jahre keine Möglichkeit mehr haben werden, sich frei zu bewegen – oder gar zu reisen. Es sind die gewollten oder ungewollten Drogenschmuggler, die versuchen, Kokain, Heroin oder andere Drogen beziehungsweise Drogengrundstoffe aus Peru und seinen Nachbarländern nach Asien, Europa, Australien oder in die vereinigten Staaten von Amerika zu transportieren.

    Nicht einmal 2 Monate ist das Jahr 2009 alt und doch kann die Flughafenpolizei des Flughafens „Jorge Chávez“ schon einen neuen Rekord vermelden: 63 auf spanisch „Burriers“ oder „mulo“ (Maultier) genannte Drogenkuriere wurden in diesen nicht einmal 2 Monaten dort festgenommen – und somit der Schmuggel von immerhin 320 Kg Kokain verhindert. Nach Angaben von Leonardo Morales von der Drogenschmuggelbekämpfungseinheit der peruanischen Nationalpolizei PNP waren unter den gefassten Schmugglern 40 Männer und 23 Frauen.

    Wie dreist die Drogenmafia dabei vorgeht zeigen einige Fälle der vergangenen Wochen. So war ein Spanier den Ermittlern ins Netz gegangen, weil er kurz vor dem Abflug plötzlich Panik bekam und die Rückgabe seines Gepäcks verlangte. Die Polizei überprüfte sein Gepäck – und fand darin mehrere mit Drogen gefüllte Tüten. In einem anderen Fall hatte der Neffe einer jungen Peruanerin dieser ein Päckchen auf ihrer Reise nach Spanien mitgegeben. Angeblich wusste sie nichts von der delikaten Fracht. Der Neffe wurde inzwischen ebenfalls festgenommen. Ein ähnliches Schicksal erlitt eine 19jährige Schweizerin, die seit einigen Tagen im „Santa Monica“-Gefängnis in Chorillos (Lima) einsitzt. Sie war mit 3,5 Kilo Kokain festgenommen worden.  Ihr drohen wohl mindestens 5 Jahre Haft.

  • 6 Tote bei Zusammenstoß mit Überlandbus in Piura

    Beim Zusammenstoß eines Überlandbusses mit einem Geländewagen auf der nordwestperuanischen Straße Piura-Chulucanas kamen am späten Samstag Abend nach Angaben der Straßenpolizei Piura 6 Personen ums Leben. Alle Todesopfer waren mit dem Geländewagen unterwegs, als nach ersten Ermittlungen der Polizei mehrere Kühe auf die Straße liefen. Der Fahrer des Geländewagens versuchte den Kühen auszuweichen und kam in einer Kurve auf die Gegenspur, wo er mit dem Überlandbus zusammenstieß. Unter den Opfern sind auch eine 61jährige Frau und ein 9jähriges Kind.

    2 Tote bei Busunfall in der Region La Libertad

    Beim Absturz eines Kleinbus, der  von Simbal nach Trujillo unterwegs war, kamen am gestrigen Sonntag in der Region La Libertad 2 Personen ums Leben, 15 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Wie RPP unter Berufung auf die Nationalpolizei PNP berichtet, saß in dem Bus eine Großfamilie, die nach einem Treffen ihrer religiösen Gemeinschaft auf dem Weg nach Hause waren. Der Fahrer hatte in einer Kurve beider „Cholocal“-Brücke die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Bei dem folgenden Absturz verloren ein 66 jähriger Mann und seine 6jährige Enkelin ihr Leben.

  • Mind. 26 Tote bei 3 Busunfällen in 48 Stunden

    Allein 16 Todesopfer und 48 teils schwer Verletzte hinterließen zwei Busunfälle heute in Arequipa und Cajamarca. 10 Personen waren gestern beim Absturz eines Busses in der Region Ayacucho ums Leben gekommen. Auf der Straße, die Juliaca mit Arequipa verbindet, stießen zwei Überlandbusse mit einem Lastwagen zusammen. Wie RPP unter Berufung auf die Verkehrspolizei berichtet, kamen dabei 14 Personen um. Die amtliche Agentur ANDINA spricht dagegen von 20 Toten.

    In Shoclla (Cajamarca) stürzte heute Morgen ein Fahrzeug, das von der Straße nach Bambamarca abgekommen war, in einen Fluss, wo 2 der Insaßen ertranken, darunter ein Kleinkind.

    Bei allen drei Unfällen wird als mögliche Unfallursache der schlechte Zustand der Straßen wegen der seit Wochen anhaltenden Regenfälle genannt. Auch schlechte Sichtverhältnisse könnten beigetragen haben, so die Polizei.

  • Razzia im Gefängnis von Bagua Grande: 12 Messer…und 20 Liter Chicha

    Bei einer Razzia im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande wurden heute Morgen mehrere Stichwaffen gefunden. Zudem konnten mehrere Mobiltelefone und Ladegeräte beschlagnahmt werden. Auch zwei Päckchen Marihuana wurden gefunden. Der Fund, der aber wohl am schwierigsten erklärt werden kann, ist der Eimer, der mit 20 Litern Chicha (Maisbier) gefüllt war. Die Polizei hat ihn jedenfalls auch mitgenommen, wie José Antonio Aguilar, Pressesprecher der Polizei in Amazonas erklärt. Was danach damit geschehen ist, ist nicht bekannt.

  • Ayacucho: 10 Tote bei Busunglück

    Bei einem Busunglück in der peruanischen Region Ayacucho kamen in den frühen Morgenstunden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA 10 Personen ums Leben. 41 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Bus des Reiseunternehmens „Aga“ war aus noch unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und ca. 70 Meter in die Tiefe gestürzt.
    Der Bus mit der Rute Lima – Sucre – Andamarca sei auf der Straße von Puquio nach Lucanas in dem als „Huayllahuarmi“ bekannten Sektor unterwegs gewesen, als sich der Absturz ereignete, wie die Nationalpolizei PNP bekannt gab. Zudem hätten sehr schlechte Sichtverhältnisse geherrscht. Die Verletzten wurden inzwischen in das Krankenhaus von Ayacucho gebracht.