Bei der Kontrolle eines mit Handelsware beladenen Sportwagens im peruanischen Distrikt San Juan de Lurigancho (Lima) hat die peruanische Nationalpolizei Falschgeld im aufgedruckten Wert von 90.000 US$ beschlagnahmt. Die Besatzung des Gefährts, zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren, wurde festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen sollte das Falschgeld in einem Rucksack versteckt nach Villa María del Triunfo transportiert werden, um es dort gegen echte US-Dollar umzutauschen.
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Piura: Drogenschmuggler errichten eigenen Hafen

Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República. Die peruanische Antidrogenpolizei hat eine spanisch-peruanische Verbrecherorganisation aufgedeckt, die als Schwefel getarnt große Mengen Kokain von Piura (Nordperu) nach Bilbao (Spanien) schmuggeln wollte. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“ in ihrer Internetausgabe. Fast vier Tonnen Kokain gemischt mit Schwefel konnte die Polizei beschlagnahmen.
Die Drogenschmuggler hatten einiges investiert, um ihr illegales Geschäft zu betreiben. Nach Angaben der Polizei errichtete die Verbrecherorganisation in einem Industriegebiet in Paita (Piura) einen eigenen Landungssteg, von dem aus der angebliche Schwefel über die bei der peruanischen Hauptstadt Lima liegende Hafenstadt Callao nach Bilbao transportiert werden sollte. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ist der peruanischen Polizei mit dem Ausnehmen des Schmugglerrings ein harter Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Unter den inzwischen verhafteten Drahtziehern soll auch ein Mitarbeiter des peruanischen Zolls sein.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Iquitos / Loreto: Polizisten sollen Englisch lernen

Plaza de Armas – Stadtzentrum von Iquitos mit Eiffel-Haus. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS Mitarbeiter der Tourismuspolizei Loreto müssen dieser Tage die Schulbank drücken. Wie die regionale Tourismusbehörde erklärte, sollen den Beamten Grundkenntnisse in der englischen Sprache vermittelt werden, um die Interaktion mit Touristen zu vereinfachen. Der dreimonatige Kurs enthält neben dem Spracherwerb auch Grundlagen des peruanischen Tourismusgesetzes und der örtlichen Sehenswürdigkeiten.
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Chucuito / Puno: Blitz tötet Grenzpolizist
Eine Patrullienfahrt wurde ihm zum Verhängnis: Der peruanische Grenzpolizist Zacarías Estofanero Vargas kam gestern gegen 14 Uhr Ortstzeit ums Leben, als er bei einer Fahrt mit dem Motorrad entlang der Grenzlinie von einem Blitz getroffen wurde. Das berichtet die peruanische Polizei. Der 46jährige Polizist hatte gemeinsam mit einem Kollegen einen Abschnitt der Grenze zu Bolivien kontrolliert und war bereits auf dem Rückweg zum Polizeiposten Ipiñuma, der im Distrikt Pisacoma (Provinz Chucuito / Region Puno) liegt, als es zu dem fatalen Blitzeinschlag kam. Der Beifahrer überlebte nach Angaben der Polizei leicht verletzt.
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Huancané / Puno: Fünf Tote bei Verkehrsunfall
Mindestens fünf Personen verloren am gestrigen Freitag in der peruanischen Provinz Huancané (Puno) beim Zusamenstoß eines Lastwagens mit einem PKW ihr Leben. Das berichtet die örtliche Polizei. Der mit Teer beladene Lastwagen – im Besitz der Regionalregierung Puno – stürzte nach ersten Erkenntnissen der Polizei gegen 13 Uhr Ortszeit in einer Kurve der Straße von Huancané nach Putina zur Seite und begrub den Geländewagen unter sich. Fünf Insaßen des Geländewagens starben noch an der Unfallstelle, ein weiterer schwebt noch in Lebensgefahr. Einer der Toten konnte noch nicht identifiziert werden.
Ein Sprecher der Polizei erklärte gegenüber der Agentur ANDINA, der Lastwagen sei vermutlich überladen und mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen.
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Quispicanchi / Cusco: Straßenräuber ertrinken bei Flucht vor der Polizei
Der Mapocho-Fluss setzte der Flucht zweier Straßenräuber im peruanischen Distrikt Marcapata (Provinz Quispicanchi / Region Cusco) ein tödliches Ende. Das berichtet die Tageszeitung „La Republica“. Gemeinsam mit vier Komplizen hatten die mit Pistolen und Revolvern bewaffneten Straßenräuberauf der interozeanischen Straße des Südens einen Überlandreisebus, einen Flüssigkeitstransporter und einen Kleinbus überfallen und die Passagiere ihrer Habseligkeiten beraubt. Ein Lastwagenfahrer wurde an der Hand verletzt. Als die gerufene Polizei am Tatort eintraf, versuchten die Räuber zu flüchten. Zwei konnten noch am Tatort selbst verhaftet werden, zwei weitere wurden von einer lokalen Bürgerwehr auf einem nahen Bergkamm aufgespürt und der Polizei übergeben. Zwei der mutmaßlichen Verbrecher wollten sich mit einem Sprung in den Mapocho-Fluss retten – was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde. Die sterblichen Überreste wurden schon kurze Zeit später unter der nahegelegenen Carhuayo-Brücke gefunden.
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Polizei beschlagnahmt 3.200 Dynamitstangen bei Verkehrskontrolle
3.200 Stangen Dynamit, 2.000 Meter Zündschnur, sowie 1.000 Zünder konnte die peruanische Nationalpolizei gestern bei einer Verkehrskontrolle auf der Panamericana Sur in der Provinz Palpa (Region Ica) beschlagnahmen. Nach Angaben der Polizei waren die Sprengutensilien in sechs Plastiksäcken im Frachtbereich eines Überlandbusses der Busgesellschaft Soyuz S.A. versteckt. Nach ersten Ermittlungen waren der Sprengstoff für die Minen Sarita Colonia Siglo XXI und Virgen del Rosario Siglo XXI in den Distrikten Yauca del Rosario und San José de los Molinos in der Provinz Ica (Region Ica) bestimmt. Zwei Passagiere, denen die gefährliche Fracht zugeordnet werden konnte, wurden vorläufig festgenommen.
Laut den Ergebnissen der Volkszählung 2007 ist der Bergbau im Distrikt Yauca del Rosario nach der Zahl der im Bereich beschäftigten Mitarbeiter hinter der Landwirtschaft der zweitgrößte Industriezweig.
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Cayaltí / Lambayeque: Polizei beschlagnahmt gestohlene Grabbeigaben
Mehrere Krüge, präkolumbische Messer, sowie weitere wertvolle Gegenstände, die vermutlich von Grabräubern aus Begräbnisstätten im nordperuanischen Distrikt Cayaltí (Lambayeque) gestohlen worden waren, konnten Beamte der peruanischen Nationalpolizei beschlagnahmen. Die Grabräuber waren vermutlich mit der Sichtung der gestohlenen Schätze beschäftigt, als die Patrullie sie überraschte. Sie flüchteten sofort, wobei sie das Diebesgut zurücklassen mussten. Die Beamten registrierten die Fundstücke und übergaben sie dem peruanischen Kulturinstitut INC Lambayeque, das nun deren historischen und kulturellen Wert feststellen soll.
In Lambayeque finden sich hunderte Fundstätten, von deinen manche, wie beispielsweise die des „Señor de Sipán“ weltberühmt sind.
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"Baguazo": Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Polizisten
Die Untersuchung der Geschehnisse des vergangenen 5. Juni im Umland des nordperuanischen Bagua kommt langsam voran. Die Staatsanwältin Olga Bobadilla erhob Anklage gegen drei Polizisten, die den Polizeieinsatz zur Räumung der Fernando Belaúnde Terry-Straße befehligt hatten. Bei dem Polizeieinsatz, sowie anschließenden Racheaktionen kamen über 30 Menschen ums Leben, darunter Polizisten und Indígena. Den Polizeigenerälen Luis Elias Muguruza Delgado und Javier Uribe Altamirano wird vorgeworfen, als mittelbare Täter am Tod von 11 Polizisten und 6 Indígena mitschuldig zu sein. Der Anklageschrift zufolge hatten sich die Polizeigeneräle vor dem Einsatz kein genaues Bild der Lage verschafft. Zudem seien Einsatzpläne völlig ignoriert worden. So habe die Polizei nur über sehr ungenaue Angaben zur Zahl der Indígena gehabt („2000-3000“), die sich wirklich rund um die „Curva del Diablo“ („Siempre Viva“) aufgehalten hatten. Auch wusste man nicht, wie viele Reservisten der peruanischen Armee sich unter den Indígena befanden. Diese hatten Ende der 90er Jahre im Krieg um das Kondor-Gebirge gegen Ecuador gekämpft und verfügen so über militärische Erfahrung. Schließlich habe man auch die Helikopterflüge nur für das Versprühen von Tränengas genutzt, nicht jedoch für die noch wichtigere Aufklärung.
Dem Polizisten del Carpio Sánchez wird vorgeworfen, bei dem Versuch, den Berg oberhalb der „Teufelskurve“ einzunehmen, fahrlässig vorgegangen zu sein. So hatten, so die Anklageschrift, mehrere Polizisten nach einem 45minütigen Marsch, ihre Schutzausrüstung abgelegt. Zudem seien kleine Gruppen von Polizisten zur Aufklärung vorangeschickt worden. Als offensichtlich wurde, dass Anwohner von Siempre Viva, sowie eine große Anzahl von Indígena den Berg hinaufstiegen, hieß Carpio Sánchez seine Truppe, die Schutzausrüstung wieder anzulegen und eine Linie zu bilden. Die Anwohner von Siempre Viva begannen darauf hin, die Polizisten mit Steinen und Molotovcoctails zu bewerfen und das trockene Gras anzuzünden, woraufhin Carpio Sánchez den Einsatz von Tränengas anordnete, was zu Kämpfen zwischen den Reservisten unter den Indígena auf der einen und der Polizei auf der anderen Seite führte. Eine kleine Gruppe von Polizisten um den bis heute verschollenen Mayor Bazán Soles löste sich daraufhin ohne entsprechenden Befehl aus der Reihe, um den Berg weiter zu erklimmen. Darauf hin gelang es den Reservisten, mehrere Polizisten einzukreisen. Bei dem Versuch der Polizei, Warnschüsse abzugeben, kamen, so die Anklageschrift, David Jausito Mashigkash, Romel Tenazoa Sánchez, Jesús Carlos Timias und Genaro Chijiap Chamik ums Leben. Bei den anschließenden Gefechten wurden zahlreiche Polizisten erschossen, ihre Namen werden in der Schrift nicht ausdrücklich erwähnt, da es sich dabei um ein anderes Verfahren handelt.
Eine weitere Person wird dagegen aufgeführt: Yuri Coloma Pinillos war zum Zeitpunkt der Zusammenstöße verantwortlich für das Kommissariat Bagua Grande. Als am 5. Juni vor dem Kommisssariat 2-300 Menschen begannen, gegen den Polizeieinsatz zu demonstrieren, hatte dieser angeordnet, die Demonstranten mit Tränengas und Schüssen automatischer Waffen zu verjagen. Zwei Zivilisten verloren dabei ihr Leben, zahlreiche wurden verletzt. Die Menge begann darauf hin, vor dem Kommissariat zu randalieren.
Nächste Station der Anklageschrift ist das Strafgericht Utcubamba.
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Ab 1.1.2010 peruanische Überlandbusse nur noch mit GPS
Bis zum 1.1.2010 müssen peruanische Überlandbusse mit einem GPS-Ortungssystem ausgerüstet werden. Dann tritt der letzte Teil der in diesem Jahr geänderten Straßenverkehrsordnung in Kraft, der diese Regel vorsieht. Damit soll die Sicherheit für die Fahrgäste verbessert werden. Über das Ortungssystem kann nicht nur der aktuelle Aufenthaltsort des Busses abgerufen werden – womit außerplanmäßigen Halts z.B. wegen Unfällen oder Überfällen aufgespürt werden können sollen – auch Geschwindigkeistüberschreitungen sollen ermittelt und sanktioniert werden können.
Nach Angaben der peruanischen Polizei kamen allein in diesem Jahr bis heute bei 1.854 Verkehrsunfällen 733 Menschen ums Leben.
Ob alle Busunternehmen wirklich das GPS-Gerät einbauen werden und ob durch die Überwachung wirklich die Unfallzahlen sinken, wird das kommende Jahr zeigen.
Mindestens vier Tote bei Autounfall
Mindest vier Personen kamen gestern in der Region Huancavelica beim Absturz eines Geländewagens ums Leben. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Unter den Toten befinde sich auch der Bürgermeister des Distriktes Anco, Delfín Huarcaya Palante.
In der Region Puno wurden 5 Polizisten verletzt, nachdem das Polizeiauto mit einem Traktor zusammengestoßen war.