Schlagwort: Loreto

  • Amazonas-Wasserstand weiter kritisch niedrig

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Der Wasserspiegel des Amazonas liegt noch immer kritisch niedrig. Das berichtet die Außenstelle Loreto des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI. Dadurch ist nicht nur die Wasserversorgung diverser Orte der nordostperuanischenRegion Loreto in Gefahr, auch der Flussverkehr, auf den die Region angewiesen ist, wird fast unmöglich. Inzwischen wurde gar der Rekordstand von 105.48 Metern über dem Meeresspiegel vom vergangenen 5. September um 18 Zentimeter unterboten.

    Derzeit sinkt der Wasserspiegel um durchschnittlich 10 cm pro Tag, so Marco Paredes, Chef des SENAMHI Loreto. Den niedrigen Wasserstand führt Paredes auf ausbleibende Regenfälle und eine extreme Hitzewelle zurück, die der Regionalhauptstadt Iquitos bereits seit Wochen Temperaturen über 35°C beschert. Erst für November rechnet er mit einer Entspannung der Lage.

    Für die kommenden Tage hat die politische Führung der Region Loreto gemeinsam mit Fachleuten ein Krisentreffen angekündigt.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert San Martín und Loreto

    Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat heute um 8:28 Uhr Ortszeit Perus Nordosten erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag rund 40 Kilometer östlich von Tarapoto, Hauptstadt der Region San Martín, in einer Tiefe von 50 Kilometern. In Tarapoto war das Beben deshalb auch besonders stark zu spüren. Das IGP ermittelte für Tarapoto den Wert III auf der modifizierten Merkalliskala, für Lamas II.

  • Loreto / Peru: Amazonasschiffer klagen über Wassermangel / Trinkwasserrationierung in Iquitos

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Schwierige Zeiten für Amazonasschiffer: Der Wasserstand des Amazonas im Hafen von Iquitos (Region Loreto) hat mit 106,83 einen neuen Jahrestiefstand erreicht. Das berichtet der peruanische Wetterdienst SENAMHI. Nördlich der Regionalhauptstadt Iquitos ist an mehreren Stellen derzeit kein Fracht- und Personenschiffsverkehr möglich. Zudem musste die Trinkwasserversorgung in verschiedenen Teilen von Iquitos vorrübergehend eingeschränkt werden. Inzwischen wurden 9 Notfalltanks aufgestellt, die den Wasserbedarf aber nicht vollständig stillen können. Zudem wurden mehrere Tankwagen bereitgestellt, um die Wasserversorgung zu unterstützen.

    Der Wasserspiegel von 106,83 Metern über dem Meeresspiegel im Hafen von Iquitos lag 3,59 Meter unter der für die Trockenzeit normalen Höhe von 110,42 Metern. Der bislang niedrigste gemessene Wasserstand war 2005 mit 106,46 Metern. Große Schiffe müssen derweil an anderer Stelle ankern.

    Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes sind für den niedrigen Wasserstand vor allem ausbleibende Regenfälle verantwortlich.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,6 erschüttert Pucallpa

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 4,6 auf der Richterskala hat die Umgebung der peruanische Regenwaldstadt Pucallpa (Region Ucayali) erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut (IGP). Das Epizentrum lag rund 82 Kilometer Nordwestlich von Curimana (Ucayali) in der Region Loreto in einer Tiefe von 60 Kilometern.

    Das Beben war in Curimana, Contamana und Pucallpa mit der Stärke II bzw. III auf der modifizierten Merkalliskala zu spüren. Die United States Geological Survey (USGS) gab die Stärke des Bebens mit 5,1 auf der Richterskala an.

    Über Schäden liegen bislang keine Berichte vor.

  • Erdbeben der Stärke 6,7 erschüttert auch Perus Norden

    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.
    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala mit Epizentrum in Ecuador hat heute Morgen um 6:54 Uhr Ortszeit den gesamten peruanischen Norden, insbesondere Piura, Bagua, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag rund 216 km Nordwestlich von Pastaza (Region Loreto) jenseits der Grenze in einer Tiefe von 161 Kilometern.

    In Piura, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba war das Erdbeben mit der Stärke III auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Wegen extremer Kälte: Notstand in 16 peruanischen Regionen

    Wegen der extremen Kälte hat die peruanische Regierung für 16 Regionen des Landes den Notstand ausgerufen. Zuvor war bekannt geworden, dass im diesjährigen Winter bereits mehr als 400 Menschen an der Kälte und ihren Folgen gestorben waren. Vor allem Angehörige der Risikogruppen, also Kleinkinder und Senioren, sind stark von Erkrankungen der Atemwege betroffen. Im Mittelpunkt der langsam anlaufenden staatlichen Hilfe sollen nun die Menschen in den Hochanden, vor allem in Gebieten über 3.000 Metern, stehen.

    Der Notstand gilt für die Andenregionen Áncash, Apurímac, Arequipa, Ayacucho, Cusco, Huancavelica, Huánuco, Junín, Moquegua, Pasco, Puno, Lima und Tacna. Daneben werden im entsprechenden Regierungsdekret auch die Regenwaldregionen Madre de Dios, Ucayali und Loreto, sowie einzelne Distrikte der peruanischen Hauptstadt Lima (die sich nicht mit der „Region“ Lima überschneidet), und die Provinz Callao genannt.

    -4°C in Cusco Stadt, -20°C in Höhenlagen, 9°C in Puerto Maldonado

    Während in der Andenregion Cusco in einigen Höhenlagen über 3.800 Metern bis zu -20°C gemessen wurden, ist die Situation in den Regenwaldregionen ungleich komplizierter, obwohl die Temperaturen dort kaum unter +10°C fallen, so Felix Cubas vom peruanischen Wetterdienst SENAMHI gegenüber INFOAMAZONAS. Da allerdings Menschen, Tiere, Häuser und Infrastruktur nicht darauf eingestellt sind, führen bereits diese Temperaturen zu Problemen wie Atemwegsbeschwerden. So wurden allein während der vergangenen Woche in Puerto Maldonado, Hauptstadt der Region Madre de Dios, 40 Fälle von Lungenentzündung registriert.

    Nächste Kältewelle im Anmarsch

    In jedem Jahr kommt es zu Kältewellen, insbesondere in den zentralen Wintermonaten Juni und Juli. So stark wie in diesem Jahr hatte es Peru aber schon mehrere Jahre nicht mehr getroffen, so Cubas. Zudem sei das schlimmste noch nicht überstanden, nach Vorhersagen des SENAMHI ist in den kommenden Wochen mit weiteren Kältewellen zu rechnen. Insbesondere in den Regenwaldregionen soll die Temperatur noch einmal stark sinken, zudem ist mit starken Winden zu rechnen.

    40-Jahres-Rekord in Ica

    In Ica, südlich der peruanischen Hauptstadt Lima wurde mit 3,6°C die niedrigste Temperatur der vergangenen 40 Jahre registriert. Die Messstation Masocruz (Provinz El Collao / Region Puno) registrierte gar -23°C.

    Dabei leiden nicht nur Menschen unter den Extremtemperaturen. In manchen Regionen hat das peruanische Landwirtschaftsministerium begonnen, provisorische Unterstände zu errichten und Medizin für Vieh und Alpacas zu verteilen. Nach Informationen des peruanischen Zivilschutzes wurden bislang 1.649 solcher Unterstände errichtet.

  • Belén / Iquitos: Brand zerstört Pfahlbauten

    Ein Großbrand hat in Belén in der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto (Prov. Maynas) 10 Wohnhäuser zerstört. Das berichtet der peruanische Nachrichtensender RPP unter Berufung auf den Zivilschutz Iquitos. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, vier Kinder konnten sich rechtzeitig vor den Flammen retten.

    Belén, ein Stadtteil von Iquitos, ist für seine Pfahlbauten, die ursprünglich im Wasser standen, mit dem Rückgang des Wasserspiegels des Amazonas aber auf dem trockenen stehen, berühmt.

  • Umweltaktivist und Missionar Paul McAuley ausgewiesen

    Die peruanische Migrationsbehörde Digemin hat dem englischen Umweltaktivist und Missionar Paul Michael Thomas McAuley eine Frist von sieben Tagen gestellt, um das Land zu verlassen. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. McAuley, der zum Orden der Schulbrüder („La Salle“) gehört, wird vorgeworfen, an Konferenzen und Protesten teilgenommen zu haben, in deren Verlauf es zur „Störung die Öffentliche Ordnung“ gekommen sei. Zudem arbeite er für die Umweltorganisation „Red Ambiental de Loreto“, die sich mit Geldern der Entwicklungszusammenarbeit finanziere, dies sei nicht vom Ausländerrecht gedeckt, so Digemin.

    McAuley erklärte inzwischen, er habe zwar Rechtsmittel eingelegt, werde der Entscheidung aber nachkommen. Er habe über Jahre für die Durchsetzung von Gesetzen gekämpft, deshalb könne er jetzt nicht selbst davor flüchten. Zuvor hatten ihm Awajún-Indígenas angeboten, sich auf ihrem Gebiet zu verstecken.

    Für heute Morgen (Ortszeit) haben Unterstützer des Misionars und Umweltaktivisten einen Protestzug im Zentrum von Iquitos (Loreto) angekündigt.

  • Erdbeben der Stärke 4,5 erschüttert Yurimaguas (Loreto)

    Ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala hat heute in den frühen Morgenstunden das Umland von Yurimaguas in der peruanischen Region Loreto erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut IGP. Das Epizentrum lag 87 Kilometer östlich von Yurimaguas in einer Tiefe von 102 Kilometern unter dem Pacaya-Samira-Nationalreservat. In Yurimaguas selbst war das Beben mit der Stärke II auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren.

  • IIAP: Marañón-Ölkatastrophe noch nicht unter Kontrolle

    Das peruanische Amazonas-Forschungsinstitut IIAP hat bestätigt, dass die Ölkatastrophe in der peruanischen Region Loreto noch nicht unter Kontrolle ist. Dort war die Außenhaut eines Tankschiffes wegen des niedrigen Pegelstands des Marañón-Flusses beschädigt worden. Rund 400 Barrel Öl sollen darauf hin ins Wasser geflossen sein. Obwohl auf den ersten Blick keine Ölreste mehr sichtbar sind, sei das „Wasser noch immer hoch kontaminiert“, so IIAP-Forscher Víctor Sotero. Zuvor waren mehrere Wasserproben untersucht worden, die das IIAP an der Unfallstelle (Saramuro, Distrikt Parinari, Provinz und Region Loreto) selbst, sowie 500 Meter unterhalb genommen hatte.

    Auch in Santa Rita de Castilla, einem flussabwärts liegenden Ort, der sein Trinkwasser aus dem Fluss bezieht, wurde eine hohe Öl-Verschmutzung festgestellt. Das IIAP hat für die kommenden Tage einen detaillierten Bericht angekündigt.

    Der Unfall des von Pluspetrol gecharterten Tankschiffs ereignete sich am vergangenen Samstag.