Schlagwort: Loreto

  • Iquitos / Loreto: Amazonas-Zufluss Itaya Ölverschmutzt

    [wp_geo_map]Mitarbeiter des peruanischen Umweltministeriums haben nach Beschwerden von Anwohnern an dem als „Ganzo Azul“ bekannten Hafen zwischen Iquitos und Punchana (Provinz Maynas / Region Loreto) die Verschmutzung des Itaya-Flusses durch Ölreste festgestellt. Wie Radio La Voz de la Selva berichtet, stammt das Öl aus dem Abwasserrohr des Energieunternehmens Electrooriente, das dort ein Kraftwerk betreibt. Nach Angaben der Energie- und Bergbaudirektion Loreto hat Electro Oriente drei Mitarbeiter zur betroffenen Stelle geschickt, um Ölreste mit Plastiktüten aufzufangen. Dies sei als Notfallplan aber unzureichend, so Regionaldirektor Víctor Montreuil gegenüber La Voz de la Selva.

    Die Umweltpolizei Iquitos nahm Ermittlungen auf.

  • Wegen Dengue-Ausbruch: Peruanisches Gesundheitssystem in Alarmbereitschaft

    Das peruanische Gesundheitsministerium hat zur Vorbeugung der weiteren Verbreitung von Dengue-Erkrankungen in 14 Regionen des Landes die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt. Zuvor war bereits der Gesundheits-Ausnahmezustand über die Region Loreto verhängt worden, aus der mehr als 10.000 Fälle von Dengue-Erkrankungen gemeldet wurden, von denen bislang 11 zum Tod des Patienten geführt haben.

    Gestern reiste Gesundheitsminister Óscar Ugarte in die Regionalhauptstadt Iquitos (Loreto), um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Es sei inzwischen ein Übergreifen auf die Regionen Ucayali, sowie entlang des Marañón registriert worden, so der Minister. Die jüngsten Erkrankungsfälle kamen demnach aus Yurimaguas, was eine weitere Verbreitung in Richtung San Martín, Amazonas und Cajamarca wahrscheinlich macht. Richtung Süden wurden Patienten aus Requena und Contamana mit Symptomen des Dengue-Fiebers in lokale Gesundheitseinrichtungen eingeliefert – sollte sich die Diagnose bestätigen, wäre gar ein Übergreifen über den Landweg auf Perus Hauptstadt Lima möglich. In Lima wurden bereits vier Fälle registriert, allerdings handelte es sich bei den Betroffenen ausschließlich um Menschen, die sich in der Region Loreto infiziert hatten.

    Die Regionen, die in Alarmzustand versetzt wurden sind Madre de Dios, Amazonas, San Martín, Ucayali, Tumbes, Piura, Lambayeque, La Libertad, Cajamarca, Ancash, Huánuco, Junín, Cerro de Pasco und Lima.

  • Loreto: Dengue-Epidemie in Iquitos

    In der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto sind tausende Menschen am Dengue-Fieber erkrankt, 13 Menschen starben bereits and der Krankheit, die von einer Mücke übertragen wird. Mit einem Übergreifen der Krankheit auf andere peruanische Regionen wird bereits gerechnet. Wie das peruanische Gesundheitsministerium inzwischen eingestehen musste, sind die Krankenhäuser von Iquitos völlig überfüllt, notwendige Medikamente sind inzwischen Mangelware. Für die kommenden Wochen rechnet das Ministerium mit einer weiteren Ausbreitung, da durch die Regenfälle der vergangenen Tage zahlreiche neue Brutstätten für die Dengue-Überträger entstanden sind.

  • Kathedrale des Vikariates Yurimaguas wegen Einsturzgefahr geschlossen

    Kathedrale Virgen de las Nieves in Yurimaguas. Foto: Radio Oriente.
    Kathedrale Virgen de las Nieves in Yurimaguas. Foto: Radio Oriente.

    Der peruanische Zivilschutz hat die Kathedrale des Vikariats Yurimaguas wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen. Das gab gestern der zuständige Dompriester Jhony Martínez bekannt. Durch zahlreiche Erdbeben wurden Teile der um 1826 errichtete Kathedrale, die der „Virgen de las Nieves“ geweiht ist und unter Denkmalschutz steht, in den vergangenen Jahren immer labiler.

    Das Vikariat hat derweil eine Sonderkommission eingerichtet, der neben Bischof José Luis Astigarraga Lizarralde C.P. auch Vertreter der Stadtverwaltung und der Zivilgesellschaft angehören. Die Sonderkommission soll Wege finden, die Renovierung der Kathedrale zu finanzieren, sowie Sprendenaktionen organisieren.

  • Dengue-Notstand in Teilen Loretos und San Martín

    Die Gesundheitsbehörden der peruanischen Regionen San Martín und Loreto haben wegen der Häufung von Dengue-Erkrankungen den Gesundheits-Notstand ausgerufen. Zuvor war bekannt geworden, dass in der Regenwaldregion Loreto sechs Todesfälle wegen Dengue bestätigt wurden. Obwohl bislang in der Nachbarregion San Martín bislang kein Dengue-Fall bestätigt werden konnte, hat die regionale Gesundheitsdirektion dort mit Vorsorgemaßnahmen begonnen. So wurden nach Angaben der Regionalregierung in großem Stil Mosquitonetze und Chemikalien erworben, um der weiteren Ausbreitung Dengue-übertragender Stechmückenarten vorzubeugen. Gleichzeitig wurde die Medienkampagne verstärkt, in der über den Schutz vor Dengue informiert wird.

    Wegen Dengue: Loreto verhängt Ausgangssperre
    Um eine weitere Ausbreitung des Dengue zu verhindern, hat die Regionalregierung Loreto für Iquitos und Umgebung eine Ausgangssperre verhängt. Selbst wichtige Fahrten dürfen nur zwischen vier Uhr Morgens und 24 Uhr durchgeführt werden.

  • Ramón Castilla / Loreto: Passagierschiff havariert / keine Opfer

    Das mit 200 Personen besetztes Passagierschiff „Dennis David“ ist gestern bei Palometillo (Distrikt Pebas / Provinz Mariscal Ramón Castilla) nach dem Zusammenstoß mit einem im Wasser treibenden Baumstamm in den Fluten des Amazonas gesunken. Das berichtet Radio La Voz de la Selva. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Das Schiff war auf dem Weg von Caballococha zur Regionalhauptstadt Iquitos. Nach Angaben des lokalen Gesundheitspostens schaut nur noch ein kleiner Teil des Schiffs aus dem Wasser.

  • Alto Amazonas / Loreto: Gericht spricht Journalisten frei

    Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org
    Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org

    Ein Gericht in der peruanischen Provinz Alto Amazonas (Region Loreto) hat die Unschuld der Journalisten Geovanni Acate und Pater Mario Bertolini festgestellt, denen Anstachelung zu Straßenblockaden vorgeworfen wurde. Gleichzeitig verurteilte das Gericht allerdings mehrere führende Köpfe lokaler sozialer Bewegungen zu jeweils vier Jahren Freiheitsstrafe. Allen war vorgeworfen worden, im Juni 2009 – im Umfeld der als „Baguazo“ bekannten Zusammenstöße zwischen Ureinwohnern, lokaler Bevölkerung und der Polizei – zu Straßenblockaden und anderen Protestaktionen aufgerufen zu haben. Die Verteidigung hatte stets auf die Meinungsfreiheit verwiesen.

    Pater Mario Bertolini, Pfarrer der Gemeinde Barranquita in San Martín, stand wegen des Prozesses bereits kurz vor der Abschiebung. Geovanni Acate Coronel ist Direktor des Diözesandsenders „Radio Oriente“ aus Yurimaguas. Die Verteidigung der verurteilten Adilia Tapullima, Gorki Vásquez, Elias Sánchez, Javier Alava und Bladimiro Tapayuri kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

    Radioantennen. Foto: D. Raiser
    Radioantennen. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Seit dem 5. Juni 2009, dem Tag des „Baguazo“, kam es wiederholt zu Maßnahmen gegen kirchliche oder der katholischen Kirche nahestehende Radiosender im Norden Perus. So wurde den Sendern „Radio La Voz“ (Bagua) und „Radio Horizonte“ (Chachapoyas) vorrübergehend Lizenzen entzogen. Erst nach großem Protest durften die Radios wieder senden.

  • Iquitos: 9.000 Kisten Bier versinken im Amazonas

    Da werden sich die Amazonas-Anrainer freuen: In der Nähe der nordostperuanischen Stadt Iquitos sank ein Transportschiff mit 9.000 Bierkästen an Bord, nachdem es von dem Hospitalschiff einer Hilfsorganisation gerammt worden war. Das Schiff, die „Eduardo VI“, war Ende November unterwegs, um den Biernachschub für die großen Feierlichkeiten zu Ehren der „Unbefleckten Jungfrau“ zu sichern, deren Fest Jahr für Jahr am 8. Dezember insbesondere im Distrikt Punchana, nördlich der Regionalhauptstadt Iquitos (Provinz Maynas / Region Loreto), begangen wird.

    Die „Eduardo IV“ war mit rund 230 Tonnen beladen, darunter auch Baumaterialien und Lebensmittel. Nach Angaben der „Eduardo“-Besatzung war das Hospitalschiff trotz wiederholter Warnsignale mit der Sirene auf Kollisionskurs geblieben. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Erst kurz vor dem Zusammenstoß waren zahlreiche Passagiere ausgestiegen.

    Der Hafenkapität von Iquitos berichtet, man habe bereits mit den Bergungsarbeiten begonnen.

  • Loreto: Amazonas-Wasserstände normalisieren sich

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    In den vergangenen Monaten wurden die niedrigsten Wasserstände am peruanischen Teil des Amazonas-Stromes seit beginn der Aufzeichnungen gemessen. Inzwischen haben sich diese aber dank der starken Regenfälle der letzten Tage wieder erholt und liegen sogar über dem Durchschnitt, wie der peruanische Wetterdienst SENAMHI gestern in Iquitos (Region Loreto) bekannt gab. Demnach ist für diese Jahreszeit ein Wasserstand von 108 Metern über dem Meeresspiegel normal, gestern lag die Marke dann sogar bei 109,56 Metern.

    Nach Angaben des SENAMHI nahm insbesondere die Wassermenge der Flüsse Ucayali und Huallaga stark zu, auch der Marañón, sowie der Ucayali konnten leicht zulegen.

    Am 9. Oktober lag der Wasserstand bei Iquitos mit 105,38 Metern über dem Meeresspiegel und machte vielerorts Schiffsverkehr und Trinkwasserversorgung unmöglich.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Loreto: Schutzgebiet Pucacuro wird Nationalpark

    Schutzgebiet Pucacuro. Bild: SERNANP.
    Schutzgebiet Pucacuro. Bild: SERNANP.

    Das Schutzgebiet Pucacuro an der Grenze zu Perus Nachbarland Ecuador wird endgültig zum Nationalpark. Das berichtet das peruansche Umweltministerium. Fünf Jahre nach Beginn der Vorabuntersuchungen über Flora und Fauna des neuen Schutzgebietes ist damit die nordostperuanische Regenwaldregion Loreto um einen Nationalpark mit einer Ausdehnung von immerhin 637.953 Hektar reicher.

    Das Schutzgebiet, das unter anderem den Weißstirnklammeraffe (Ateles belzebuth), das Riesengürteltier (Priodontes maximus) und den Riesenotter (Pteronura brasiliensis) beherbergt, liegt im Distrikt Tigre (Provinz Loreto). Es gehört zu den feuchten Wäldern aus dem Einflussgebiet des Napo-Flusses. Für zahlreiche Tierarten ist es der weltweit einzige Lebensraum, darunter auch zahlreiche Fischarten. Bewohnt wird die Region unter anderem von mehreren Ureinwohner-Gemeinschaften.

    Karte des Schutzgebietes. Karte: SERNANP
    Karte des Schutzgebietes. Karte: MINAM / SERNANP

    Mit der nun erreichten Einrichtung des Nationalparks soll vor allem der Wilderei und dem illegalen Holzeinschlag Einhalt geboten werden.