• Huanta / Ayacucho: Terroristen greifen VRAE-Militärstützpunkt an

    Bei einem Angriff auf eine Patroullie der Militärbasis Unión Mantaro in der peruanischen Provinz Huanta (Region Ayacucho) haben Unbekannte heute gegen 6 Uhr Morgens (Ortszeit) nach Berichten peruanischer Medien einen Offizier getötet und einen weiteren schwer verletzt. Der verletzte Soldat wurde in das Krankenhaus von Pichari eingeliefert, die Streitkräfte begannen eine großangelegte Suchaktion, um die Täter aufzuspüren.

    Die Militärbasis liegt im Distrikt LLochegua und damit in einem Gebiet, das in Peru als VRAE (Valle de los Ríos Apurímac y Éne, dt. Tal der Flüsse Apurímac und Éne) bekannt ist und als Rückzugsgebiet für die Drogenmafia, sowie Überreste der Terrororganisation Leuchtender Pfad gilt.

  • Warum das Verbot von Chemikalien zur Eindämmung der Kokainproduktion nur begrenzt taugt…

    …erklärt IDL-Reporteros in einem äußerst detailreichen Beitrag zum Thema. Denn: Fast alle der notwendigen Chemikalien können auch durch andere ersetzt werden. Was IDL-Reporteros nicht schreibt, aber aus den Info-Grafiken hervorgeht, kann man aber in jedem Fall die Kosten für die Drogenproduzenten in die Höhe treiben. Dadurch sinkt im besten Fall die Wirtschaftlichkeit des Kokain-Geschäftes.
    Den gesamten Beitrag finden Sie (auf spanisch) unter:
    http://idl-reporteros.pe/2012/02/15/el-dilema-de-los-insumos/

  • Überschwemmungen in Tahuamanu (Madre de Dios)

    In der peruanischen Provinz Tahuamanu, im Dreiländereck Peru-Brasilien-Bolivien, sind die Flüsse Acre und Yaverija über die Ufer getreten und haben Teile der Provinzhauptstadt Iñapari überschwemmt. Nach Berichten der Provinzverwaltung mussten die Bewohnerinnen und Bewohner tiefer liegende Stadtteile evakuiert werden. Neben dem Stadtzentrum selbst, in dem nach Angaben des Zivilschutzes insgesamt 150 Häuser in den Fluten versanken ist wohl insbesondere der Stadtteil Virgen del Rosario betroffen. Von dort werden bislang 50 überflutete Häuser gemeldet. Große Teile der Stadt sind noch immer ohne Strom.

    Starke Regenfälle sind im peruanischen Sommer normal, in diesem Jahr fallen sie allerdings stärker aus als in anderen Jahren.

  • Lucanas / Ayacucho: Erdrutsche zerstören Straßen und rund 50 Häuser

    Eine Reihe von Erdrutschen haben im peruanischen Distrikt Laramate (Provinz Lucanas / Region Ayacucho) mehrere Straßen unpassierbar gemacht und bislang rund 50 Häuser zerstört. Wie aus dem jüngsten Notfallreport des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) hervorgeht, rutschten Teile der Berge Calvario, Rodeo und Bellavista. Mehr als 100 Familien können ihre Häuser derzeit nach INDECI-Angaben nicht betreten, auch ein Gesundheitsposten wurde beschädigt.

    Inzwischen hat die Regionalregierung Ayacucho die Verlegung von Baumaschinen angeordnet, um die verschütteten Straßenabschnitte zumindest provisorisch wieder freizulegen.

    Die Regenzeit, die Peru alljährlich in den Sommermonaten trifft, fällt in diesem Jahr besonders heftig aus.

  • Pallasca / Áncash: Nach Flutwelle 25 Personen vermisst

    Starke Regenfälle haben heute im peruanischen Distrikt Llapo (Provinz Pallasca / Region Áncash) den Encantada-See über die Ufer treten lassen und damit eine Flutwelle Schlammlawine ausgelöst, die vermutlich mehrere Menschen das Leben kostete. Auch der Nachbardistrikt Santa Rosa ist betroffen. Eine Mitarbeiterin der regionalen Gesundheitsbehörde sagte dem Nachrichtensender RPP, es würden bislang noch 25 Personen vermisst. Die Flutwelle ereignete sich heute in den frühen Morgenstunden (Ortszeit), am stärksten Betroffen sind offenbar die Wohneinheiten eines Bergbauprojektes an der gemeinsamen Distriktgrenze, sowie die Orte Ancos, Miraflores und Porvenir. Auch drei Brücken sollen zerstört worden sein. Möglicherweise hing die Flut- und Schlammwelle mit den Bauarbeiten an einem Damm zusammen, der das Wasser der Laguna Encantada (verwunschener See) stauen soll.

    NACHTRAG 16.02.2012: Offenbar drei Tote
    Wie aus dem jüngsten Bericht des peruanischen Zivilschutzes hervorgeht, haben offenbar drei Menschen durch die Flut- und Schlammwelle ihr Leben verloren. Berichte über weitere Vermissten wurden bislang nicht bestätigt.

  • Peru: Erdbeben lässt Lima erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,8 auf der Richterskala hat gestern Abend kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die peruanische Hauptstadt Lima erzittern lassen. Wie aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) hervorgeht, lag das Epizentrum 42 Kilometer südlich von Lima in einer Tiefe von 42 Kilometern. Wegen der geringen Tiefe des Epizentrums war das Beben insbesondere in der Hauptstadt um 23:42:20 Uhr stark zu spüren.

    Berichte über Schäden liegen bislang nicht vor.

  • Calca / Cusco: Drei Tote bei Fernbus-Unfall

    Drei verloren ihr Leben, aber Glück im Unglück hatten die meisten Fahrgäste eines überfüllten Fernbusses des Unternehmens „Caminos del Inka“, der in das „Valle Sagrado“ unterwegs war und aus noch ungeklärter Ursache umstürzte, jedoch nicht den von der Straße abkam, was einen Absturz von mehreren hundert Metern zur Folge gehabt hätte. Insgesamt 35 weitere Personen wurden mit teils schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Wie der Cusco-Korrespondent der Tageszeitung „La República“ berichtet, sollen während der Fahrt sogar auf dem Gang noch Passagiere gesessen sein. Zudem soll der Fahrer nach dem Unfall zunächst geflüchtet, dann aber von der Polizei festgenommen worden sein. „La República“ berichtet, er verfüge über keinen Führerschein. Die Polizei spekuliert über Bremsversagen.

  • VRAE / Peru: Überfall auf Gesundheitsposten

    Rund 30 Unbekannte, die vermutlich im Zusammenhang mit der peruanischen Terrororganisation Sendero Luminoso (dt. leuchtender Pfad) stehen, haben im Distrikt Vilcabamba (Provinz La Convención / Region Cusco) einen Gesundheitsposten überfallen und große Mengen Medizin gestohlen. Wie RPP Noticias berichtet, wurde die Gruppe mutmaßlich von „Camarada Gabriel“ angeführt, der zur von Víctor „Camarada José“ Quispe Palomino geführten VRAE-Kolumne gezählt wird. VRAE ist die in Peru gebräuchliche Abkürzung für die Täler der Flüsse Apurímac und Éne im Süden Perus, gleichzeitig eine der zentralen Drogenproduktionsregionen und Rückzugsort der Terroristen. Erst vergangene Woche hatten Unbekannte versucht, die nahegelegene Polizeistation von Pucyura einzunehmen und dabei zwei Polizisten verletzt. Die Ermittler vermuten, dass es sich um die selben Täter handelt. Möglicherweise soll die gestohlene Medizin zur Versorgung von bei der Schießerei in Pucyura Verletzten eingesetzt werden.

  • Sendero Luminoso-Führer „Artemio“ gefasst

    Die peruanische Polizei hat offenbar den Anführer der Huallaga-Fraktion der Terrororganisation Sendero Luminoso schwer verwundet gefasst. Über seinen Zustand gibt es widersprüchliche Medienberichte, inzwischen wird er in der Hauptstadt Lima medizinisch behandelt. Auch über die Umstände seiner schweren Schussverletzungen gibt es widersprüchliche Angaben. Während die Polizei berichtet, sie habe Florindo „Artemio“ Flores verletzt, wurde er nach Medienberichten von eigenen Anhängern angegriffen, die das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld in Millionenhöhe aus waren und mit der Polizei kollaborierten.

    Präsident Humala rief die verbleibenden Anhänger des Sendero Luminoso auf, ihre Waffen niederzulegen.

     

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    San Martín: Gerüchte über beinahe-Verhaftung von Sendero Luminoso-Führer “Artemio”

    Peru: Sendero-Luminoso-Fraktion Huallaga bittet um Amnestie

  • Pisco / Ica: Kleinflugzeug des Militärs stürzt ab / 2 Tote

    Beim Absturz eines Schulungsflugzeuges des peruanischen Militärs sind gestern in der Nähe der südperuanischen Stadt Pisco zwei Personen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich nach Informationen des Generalkommandos der peruanischen Streitkräfte um zwei Soldaten. Die Unglücksursache ist bislang nicht bekannt.