• Nationalmannschaft vergisst Stürmer in Kolumbien

    Eddy Linares, Teamchef der peruanischen Nationalmannschaft, hat überraschend seinen Rücktritt angeboten. Grund für den Schritt ist, dass Linares am vergangenen Mittwoch nach dem Länderspiel gegen Kolumbien seinen Stürmerstar Hernán Rengifo einfach im Hotel in Medellin vergessen hat.

    Wie immer hatte das peruanische Nationalteam auch das WM-Qualifikationsspiel gegen Kolumbien verloren, was für peruanische Teamchefs eigentlich noch kein Rücktrittsgrund ist. Nach Angaben des peruanischen Fussballverbandes FPF schlief Hernán Rengifo noch im Hotel, als die übrigen Spieler bereits auf dem Weg nach Lima waren. Weder der Teamchef, noch Physiotherapeut Alejandro Ricchino und Sicherheitschef Fernando Obregón bemerkten, dass einer der Spieler fehlte.

    Die Spitze des Fussballverbandes FPF hat für die kommenden Tage eine Entscheidung über den Verbleib Linares´ angekündigt.

  • Die Folgen des 6. Juni

    Noch immer herrscht in den Provinzen Bagua und Utcubamba (Provinz-ähnlich Landkreis) in der Region Amazonas (Region/Departamento – entfernt ähnlich Bundesland) Ausganssperre. Inzwischen wurde diese allerdings auf die Zeit zwischen 19 und 06 Uhr gekürzt. Versammlungen etc. sind verboten. Die gesamten Provinzen sind vom peruanischen Militär abgeriegelt. Nach Angaben des Pfarrvikars von Bagua Grande, Nilson Chávez,  wurden bis auf weiteres Religiöse Feiern verboten. Das entsprechende Schreiben sei von Beamten der Nationalpolizei PNP dem Gemeindepfarrer Castinaldo Ramos García übergeben worden, so Nilson Chávez. Betroffen davon seien auch die Jubiläumsfeierlichkeiten der Alonso de Alvarado-Schule.

    Gemeindepfarrer Castinaldo Ramos García hatte vor einigen Tagen erwähnt, man habe ihm von einem Massengrab in der Nähe berichtet. Die Existenz des Massengrabes konnten aber weder die Volksanwaltschaft; noch die Staatsanwaltschaft; noch die begleitenden Journalisten feststellen. Auch auf den Hügeln der Umgebung konnten keine weiteren Leichen gefunden werden. Gleichzeitig nehmen die Gerüchte und Berichte in dieser Richtung kein Ende. Die Menschenrechtsorganisation APRODEH erstellte eine Liste aller nach dem 6. Juni verschwundenen Personen und nach dem Abgleich mit den Listen der Verhafteten gelten derzeit noch 61 Personen als vermisst. In einigen Fällen wird davon ausgegangen, dass sie sich weiterhin versteckt halten, aus Angst, festgenommen zu werden. Die Regierung spricht zudem von 24 Toten Polizisten.

    Gleichzeitig macht die peruanische Regierung Ernst mit ihren Drohungen gegen lokale Medien in der Region Amazonas. So hatte (unter anderem) die peruanische Innenministerin Mercedes Cabanillas (unter anderem) dem Lokalsender „Radio La Voz“ in Bagua Grande vorgeworfen, mit seiner Berichterstattung die Gewalt in der Gegend um die Baguas, sowie an der als „Siempre Viva“ bekannten (und in zahlreichen Berichten mit der etwas entfernten „Curva del Diablo“ verwechselten) Stelle der Fernando-Belaúnde-Terry-Strasse angeheizt zu haben. In den vergangenen Tagen hatte Carlos Flores von „Radio La Voz“ wiederholt von anonymen Drohungen berichtet, die Radiostation in die Knie zu zwingen. Gestern schliesslich berichtete der Radiosenderverbund „CNR“ vom Entzug der Sendelizenz durch das Transport- und Kommunikationsministerium wegen der fehlenden Zertifizierung der Sendeantennen. Ein Dokument von Anfang März belegt jedoch die Zertifizierung der Antennen.
    Der Kopf der Indígenaorganisation AIDESEP, der der Urheberschaft der Zusammenstösse beschuldigt wird, hat derweil in der Botschaft Nicaraguas um Asyl gebeten. Zuvor hatte die peruanische Regierung öffentlich spekuliert, er habe sich nach Bolivien abgesetzt.

    Die Streiks und Proteste gegen die peruanische Regierung sind dabei noch lange nicht vorbei. Bei zahlreichen gigantischen Protestmärschen versammelten sich – nach dem Aufruf von Indígenaorganisationen, Gewerkschaften, Parteien und kirchlichen Organisationen – zehntausende, um gegen die Regierung zu protestieren. An verschiedenen Orten Perus (so z.B. die Hafenstadt Yurimaguas) halten noch immer Indígena diverser Ethnien Strassen und Einrichtungen besetzt, um die endgültige Abschaffung der kritisierten Regierungsdekrete zu fordern. Der peruanische Kongress hatte am vergangenen Mittwoch beschlossen, die Dekrete nicht einzukassieren, diese aber für unbestimmte Zeit auf Eis zu legen und während dieser Zeit die Vorgängerregeln – die mit zahlreichen Organisationen der Indígena abgestimmt worden waren – wieder geltend zu machen. Zudem wurde eine Kommission ins Leben gerufen, in der neben Repräsentanten der Regierung und der Indígenaorganisationen auch die Regionalpräsidenten der Urwaldregionen sitzen, um nicht nur die Gesetze zu debattieren und gegebenenfalls zu überarbeiten, sondern auch Mechanismen zu erdenken, wie in Zukunft die Indígenaorganisationen in Gesetzgebungsprozesse eingebunden werden können. Nach aktueller Rechtslage ist die peruanische Regierung dazu verpflichtet – allerdings wurden für die entsprechenden Gesetze niemals entsprechende Regeln für deren Durchführung erlassen, weswegen die Konsultation der Indígena auf formellem Wege nicht stattfand.

    Die Vizepräsidentin der Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana (Aidesep), Daysi Zapata, erklärte, ihre Organisation würde protestieren, bis die Dekrete 1090 und 1064 endgültig für ungültig erklärt würden. Die Regionalpräsidenten der Urwaldregionen präsantierten in der vergangenen Woche mehrere Tausend Unterschriften, um die Normenkontrollklage gegen das Dekret 1064 zu unterstützen, die derzeit beim peruanischen Verfassungsgericht anhängig ist.

    In den vergangenen Tagen tauchten nun in den peruanischen Medien häufiger Personen wie Schauspieler oder Musiker auf, um die peruanische Regierung wegen der Zusammenstösse in Bagua zu kritisieren. Meist allerdings schlecht informiert oder mit Halbwahrheiten.

    Die peruanische Regierung ist (zumindest teilweise) schon wieder zur (konfrontativen) Alltagssprache zurückgekehrt. Der Kongressabgeordnete Luis Gonzales Posada (Regierungspartei APRA) forderte das peruanische Aussenministerium auf, die Nichtregierungsorganisationen (NRO/NGO/ONG) Amazon Watch und Survival wegen der angeblichen „Diffamierung“ Perus anzuklagen und 100 Millionen US-Dollar zu verlangen.  Die beiden Organisationen hatten in Pressemitteilungen das Vorgehen der Polizei gegen die Indígena in Bagua als unverhältnismässig dargestellt und davon gesprochen, dass die Polizei mit Waffen und aus Helikoptern die friedlichen Demonstranten angreifen würde.

    Die -linksliberale- peruanische Zeitschrift „Caretas“ veröffentlichte derweil Fotos vom Beginn der Zusammenstösse bei Bagua, auf denen – nach Angaben der Redakteure – zu sehen ist, wie sich die Polizei und die Indígena gegenüberstehen, während von nicht sichtbaren Personen aus den Büschen am Strassenrand Schüsse auf die Polizei abgegeben werden.

    Erst langsam, sehr langsam, scheinen sich – endlich wenn auch spät mit Hilfe von Anthropologen, Soziologen, Ethnologen, Psychologen, etc. – erste Ansätze eines Dialogs zu finden. Eines Dialogs, der dann hoffentlich auch die interkulturelle Komponente enthält, die in Peru bisher leider fast immer untergeht.

    Schliesslich lag das Problem nicht in erster Linie in den Regierungsdekreten selbst, sondern in der Form, wie diese zustande kamen.

  • Regierung bestätigt 12 tote Polizisten

    In einer im Staatsfernsehen und -rundfunk ausgestrahlten Pressekonferenz am gestrigen Freitag Abend bestätigte die peruanische Innenministerin Mercedes Cabanillas den Tod von 12 Polizisten. Gleichzeitig sprach sie auch von 3 Toten Indígenas, obwohl im Fernsehen bereits Bilder von mehr als 7 toten Indígenas ausgestrahlt worden waren. Die Polizisten sind seit gestern Abend in der Santa Rosa-Kirche in Lima aufgebahrt, in den frühen Morgenstunden fand ein Gedenkgottesdienst statt. Auch der Vorsitzende der peruanischen Bischofskonferenz, Mons. Cabrejos, gedachte heute um 12 Uhr Ortszeit in einer Messe den Opfern beider Seiten.

    Nachdem gestern nach den schweren Zusammenstössen zwischen der Polizei und den Indígenas der Ethnien Awajún (Aguaruna) und Huampis (Huambisa) in der Pipelinekontrollstation 6 der Nordostperuanischen Pipeline (Oleoducto Nor-Peruano) mehrere Indígenagruppen 38 Polizisten als Geiseln nahmen, bestätigte die peruanische Regierung heute gegen Mittag, die Kontrollstation 6 sei wieder unter Kontrolle der Polizei. Nach Angaben der peruanischen Polizei wurden 22 Polizisten unversehrt befreit, einer mit Verletzungen ebenfalls befreit und 9 weitere getötet. 6 Polizisten gelten noch als vermisst.

    Noch immer ist unklar, wer am gestrigen Freitag Morgen mit den Kämpfen begonnen hat, beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, wobei Innenministerin Cabanillas gestern Abend im Staatsfernsehen zugab, die Polizei habe in den frühen Morgenstunden begonnen, mit Hilfe von Helikoptern Tränengas über der von den Indígenas besetzten Strasse zu versprühen. Genaue Informationen über die aktuelle Situation auf der Fernando-Belaúnde-Terry-Strasse, die die peruanische Küste mit dem nordosperuanischen Urwald verbindet, sind nur schwer zu bekommen, da die Polizei das Gebiet weitgehend abschirmt. Nach Angaben der Transportunternehmen „Movil Tours“ und „Zelada“ fliesst der Verkehr inzwischen wieder normal auf der Strasse.

    Heute in den frühen Morgenstunden berichteten Korrespondenten des Radiosenders Radio Activa (Chachapoyas), in Bagua Grande, wo es gestern noch zu schweren Zusammenstössen gekommen war, sei etwas Ruhe eingekehrt. So würden die Geschäfte wieder normal öffnen. Zudem seien die Preise für Produkte von der Küste nach der Öffnung der Strasse stark gesunken.

    Die Verletzten Indígenas, aber auch mehrere Einwohner der Umgebung von Bagua Grande die bei den Zusammenstössen gestern verletzt worden waren, liegen noch immer in den völlig überfüllten Krankenhäusern von Bagua Grande und Jaén (Cajamarca). Einige besonders schwer Verletzte wurden nach Chachapoyas und Chiclayo evakuiert, wie der Vorsitzende der Ärztekammer der Region Amazonas gegenüber Radio Activa bestätigte.

    Die Volksanwaltschaft von Amazonas (Defensoría del Pueblo) hat inzwischen gemeinsam mit Vertretern der katholischen Kirche, der Staatsanwaltschaft und der nationalen Menschenrechtskommission eine Kommission gebildet, um im Umfeld der Zusammenstösse nach Leichen zu suchen. Zudem koordiniert die Volksanwaltschaft die Bereitstellung von Fahrzeugen, um alle Indígenas, die die Umgebung von Bagua Grande verlassen möchten, möglichst rasch an ihre Heimatorte befördern zu können.

    Derweil kommt es immer noch zu Beschuldigungen, die Sicherheitskräfte würden gefangene und tote Indígenas verschwinden lassen, um das wirkliche Ausmass der Tragödie zu vertuschen. So erklärten Anwohner gegenüber dem Radioverbund CNR, sie hätten beobachtet, wie Polizisten Körper toter Indígenas in den Marañón geworfen hätten. Eine Bestätigung hierfür gibt es bisher nicht.

  • Geschützt: Zahl der Toten steigt

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  • BAGUA EXPLODIERT

    Bis zu 30 Tote gab es bisher in der Provinz Utcubamba, zwischen der Brücke bei Corral Quemado und Bagua Grande nach Angaben des Lokalsenders „La Voz“. Offiziell bestätigt ist bisher der Tod von 4 Polizisten. Seit den frühen Morgenstunden versucht die peruanische Polizei die „Fernando Belaúnde Terry“-Strasse zu räumen, die seit einigen Wochen – unterstützt von der lokalen Bevölkerung – von Angehörigen der Ethnien Aguaruna und Huampis (Huambisa) blockiert wird. Nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio haben aufgebrachte Indígenas mehrere staatliche Einrichtungen in Bagua in Brand gesetzt. Auch das Büro der Regierungspartei APRA sei abgebrannt. In Bagua Grande sind alle Läden geschlossen. Derweil haben verschiedene Bürgerwehren der Region begonnnen, die Indígenas zu unterstützen und haben ihrerseits zahlreiche Strassen besetzt, womit der gesamte Nordosten Perus praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten ist.

    Die peruanische Regierungspartei APRA hatte gestern durch einen Tagesordnungstrick im peruanischen Kongress erreicht, dass die von den Indígenas kritisierten Regierungsdekrete nicht debattiert werden. So wurde ohne Debatte abgestimmt bevor die Abgeordneten einiger Oppositionsparteien das Parlament betreten hatten.

    Die Regionalregierung der Region Amazonas, sowie zahlreiche Provinzverwaltungen wie die Municipalidad Provincial de Chachapoyas haben den Indígenas, aber auch den Angehörigen der gefallenen Polizisten ihr Beileid ausgesprochen und die peruanische Regierung wegen ihrer Einstellung gegenüber den Indígenas kritisiert.

    In Chachapoyas wurde wegen der Vorkommnisse die jährliche Tourismuswoche gestrichen. In ganz Amazonas wurde Trauerbeflaggung angeordnet.

    Die Krankenhäuser von Bagua Grande sind inzwischen praktisch zusammengebrochen, nach Angaben von Radio La Voz werden noch immer zahlreiche verletzte und Tote gebracht. Inzwischen seien selbst auf der Strasse vor den Krankenhäusern Betten aufgestellt worden, um die Verletzten aufnehmen zu können.

    An vielen Orten der Region kam es am Morgen zu Demonstrationszügen, um die Indígenas zu unterstützen.

  • Massenausbruch in Bagua Grande: 44 Gefangene flüchten

    Einen wahrhaft Filmreifen Gefängnisausbruch lieferten 44 Gefangene, darunter zahlreiche verurteilte Mörder, Wegelagerer und Räuber, am vergangenen Samstag im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande (Prov. Utcubamba). Nach Angaben eines Lokalsenders befanden sich zur Zeit des Ausbruchs nur 4 Polizisten im Gefängnis um weit über 100 Gefangene zu bewachen. Demnach konnten die Gefangenen drei Wärter überwältigen. In deren Uniformen überwältigten sie den vierten Wärter, dem sie zudem sein AKM abnahmen. Auf dem Weg durch die Stadt bedrohten sie Passanten mit der Waffe. Inzwischen konnten mindestens 18 flüchtige eingefangen werden. In Bagua Grande herrscht derweil Angst vor Verbrechen, die von den Ausbrechern verübt werden könnten.

  • RENIEC: 11.000 Peruaner haben mehrere Identitäten

    Ob es sich dabei um ungenaue Daten handelt, die das peruanische Personenstandsregister so aus der Routine reissen, ist nicht bekannt. In jedem Fall soll es 11.000 Peruaner geben, die mehrmals im Personenstandsregister – unter verschiedenen Namen – eingetragen wurden. Der Rekord lag dabei bei 4 Eintragungen ein und derselben Person.

  • Volksanwaltschaft verurteilt Einsatz von Kinderterroristen

    In einer Pressemitteilung hat die peruanische Volksanwaltschaft (Defensoría del Pueblo) den Einsatz von Minderjährigen im bewaffneten Konflikt zwischen dem peruanischen Militär und Überresten der Terrororganisation „Leuchtender Pfad“ bestätigt und verurteilt, der am vergangenen Sonntag in einer Fernsehsendung veröffentlicht wurde. Demnach setzen die Terroristen Kinder und Jugendliche als Kanonenfutter gegen die peruanischen Streitkräfte ein.

    Vor wenigen Wochen gab es einen Skandal, nachdem bekannt geworden war, dass unter den peruanischen Soldaten, die im Tal der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) gegen Terroristen kämpfen, auch minderjährige waren.

  • Peru verurteilt Nordkoreanische Atomtests

    …in einer Pressemitteilung, die am gestrigen Montag veröffentlicht wurde.

  • Pizango spricht, Kongress analysiert

    Am heutigen Dienstag trafen im Gebäude der peruanischen Regierung (PCM) erstmals der peruanische Premierminister Yehude Simon und der Indígenaaktivist Alberto Pizango zusammen. In den vergangenen Tagen hatten beide Seiten wiederholt die jeweils andere Seite zu Gesprächen aufgefordert. Im Anschluss an die ersten Konsultationen betonte Premier Simon, die Themen, die die Indígenas betreffen, sollen künftig an erster Stelle stehen. Gleichzeitig beschloss die Verfassungskommission des peruanischen Kongresses, im Plenum ein Dekret zu debattieren, das die peruanische Regierung zur Vorbereitung des Freihandelsabkommens (TLC) mit den USA erlassen hatte und durch das sich diverse Indígenaorganisationen in ihren Rechten verletzt sehen. Die Präsidentenpartei APRA hatte als einzige Fraktion gegen die Entscheidung gestimmt. Im Anschluss erzwangen sie eine erneute Debatte in der Verfassungskommission.  Es ging dabei um das Regierungsdekret 994, das die Nutzung ungenutzter Ländereien regelt. Die Kritik, die vor allem Angehörige der linksnationalistischen Partei PNP vorbrachten basierte vor allem auf dem Argument, dass zahlreiche indigene und bäuerliche Gemeinschaften ihre Ländereien nicht amtlich registriert haben und/oder als eine Art Nomaden bestimmte Gebiete nur zu bestimmten Jahreszeiten bewirtschaften, wodurch es zu Konflikten wegen scheinbar ungenutzter Ländereien kommen könnte.

    Derweil haben diverse indigene Organisationen noch immer zahlreiche Strassen, Brücken und Flüsse blockiert, auch wenn nach Beginn des Dialogs zwischen der Indìgenaorganisation AIDESEP unter Alberto Pizango und der peruanischen Regierung unter Yehude Simon Entspannungen angekündigt wurden.

    Als nächstes soll das Dekret 1090 analysiert werden, in dem es um Urwälder und Urfauna geht. Auch die Dekrete 995, 1060 und 1064 sollen auf den Prüfstand.