• Flughafen Jorge Chávez: 4 Festnahmen wegen 18 Kilo Kokain in weniger als 12 Stunden

    Gleich 4 Ausländer mit insgesamt 18 Kg Kokain im Gepäck konnte am gestrigen Mittwoch innerhalb weniger Stunden die Antidrogenpolizei am Flughafen Jorge Chávez von Lima festnehmen. Alle vier waren bereits Reisefertig und hatten schon eingecheckt, als die Flughafenpolizei durch ihr seltsames Benehmen an der Sicherheitskontrolle aufmerksam wurde. Eine 34jährige Staatsbürgerin der Dominikanischen Republik wurde mit 12,6 Kg Kokain in ihrer Reisetasche erwischt, ein Landsmann mit 1,24 Kg eingepackt in Schuhe und Unterhosen.

    Auch eine 43jährige Spanierin konnte festgenommen werden, als sie versuchte, 1 Kg Kokain über Holland nach Spanien zu schmuggeln. Ein 39jähriger Brite auf dem Weg nach Sao Paulo (Brasilien) war mit 3,15 Kg Kokain unterwegs.

    Peru, einer der Grossproduzenten des Kokablattes, das unter Anderem für die Produktion von Kokain missbraucht wird, verfügt besonders an den internationalen Flughäfen über strenge Drogenkontrollen. Drogenschmugglern drohen in Peru langjährige Haftstrafen unter harten Haftbedingungen.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Peru verbietet Handel mit Kerosin

    Mit einem Dekret hat die peruanische Regierung mit sofortiger Wirkung den Handel mit Kerosin verboten. Grund für das Verbot ist, dass es sich bei Kerosin um einen der Hauptbestandteile des als „pasta basica“ bekannten Kokain-Vorproduktes handelt. In den vergangenen Wochen war bekannt geworden, dass manche Täler des peruanischen Urwalds – besonders in den als VRAE bekannten Tälern der Flüsse Apurimac und Ene, in denen das peruanische Militär gegen Drogenproduzenten und deren Terroristen vorgeht – einen überdurchschnittlichen Kerosinverbrauch aufweisen. Auch ein Diesel-Typ wurde verboten, der für ähnliche Zwecke eingesetzt werden konnte.

    Weiters müssen alle Tanklaster, die Kohlenwasserstoffe wie Diesel, Kerosin, Benzin etc. transportieren innerhalb von 3 Monaten mit einem GPS-System ausgestattet werden, damit ihre Fahrtrouten überwacht werden können.

    Da Kerosin besonders in ländlichen Regionen teilweise der Hauptenergielieferant ist, hat das peruanische Energie- und Bergbauministerium einen Plan erarbeitet, nach dem Stück für Stück Kerosinbetriebene Küchen, Motoren, Generatoren und Lampen Stück für Stück auf andere Brennstoffe umgestellt werden sollen.

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  • Internetpranger für Sexualstraftäter

    Eine neue Strategie zur Eindämmung von Sexualstraftaten gegen Minderjährige probt die peruanische Judikative: Ab Juni werden die Namen aller Täter in diesem Bereich auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite in einer Art „Internetpranger“  veröffentlicht. Zudem werden die Urteilssprüche veröffentlicht. Zu Beginn werden die Urteile und Täternamen aus den Regionen Lima, Cusco, Loreto, Madre de Dios, Cañete, Huaura und Callao veröffentlicht, wo in der Vergangenheit die höchste Anzahl von Fällen sexueller Ausbeutung Minderjähriger registriert wurde. Stück um Stück soll das System dann auf ganz Peru ausgeweitet werden. Neben einer abschreckenden Wirkung erhofft die peruanische Gerichtsbarkeit von dem Internetpranger auch eine einheitlichere Rechtssprechung von den verschiedenen peruanischen Gerichten. Auch der Sextourismus soll dadurch eingedämmt werden.

    Umfassende Informationen über die Täter

    Aufgenommen werden dabei sowohl die Urteile gegen diejenigen, die entsprechende Angebote machen, als auch die Urteile und Namen der Sexualstraftäter selbst, die sich an Minderjährigen vergehen.

    Erarbeitet wurde das neue System von der peruanischen Judikative mit Unterstützung von UNICEF und dem Königreich Belgien, das die technische Infrastruktur, bestehend aus Computern, Scannern, Druckern und mehreren Servern, bereitgestellt hat.

    Stiefväter Täter bei 50% der Missbrauchsfälle

    Im Rahmen der Präsentation des Projektes „Internetpranger für Sexualstraftäter“ gab der Präsident der peruanischen Judikative, Javier Villa Stein, eine erschreckende Zahl bekannt. 50% der Fälle sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen geschehe durch  Stiefväter, die das Vertrauensverhältnis in der Familie ausnutzen würden, so Villa Stein.

  • Härtere Strafen für Verkehrssünder: Enrique macht Ernst

    Drastisch verschärft wurde die peruanische Straßenverkehrsordnung durch ein heute veröffentlichtes Dekret des Transport- und Kommunikationsministeriums. Darin werden nicht nur die Strafen drastisch erhöht, es wird Verkehrsteilnehmern auch ermöglicht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit einem einfachen Handyfoto bei jedem Polizeibeamten anzuzeigen. Zudem soll ein Punkte-System ähnlich der Flennsburger Verkehrssünder-Datei eingeführt werden.

    Geldstrafen werden drastisch erhöht

    Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass Personen, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol bei einem Unfall den Tod von Personen verursachen, nicht nur eine Strafe von 3.550 Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) und der Entzug der Fahrerlaubnis droht, sondern auch auf Lebenszeit das Recht entzogen wird, wieder eine Fahrerlaubnis zu erlangen.

    Kommt es beispielsweise zur Verletzung eines Verkehrsteilnehmers aufgrund des Einflusses von Alkohol oder Drogen, liegt die Strafe bei 1.775 Nuevos Soles, zudem wird der Führerschein eingezogen und das Fahrzeug beschlagnahmt.

    Veraltete Busse dürfen nicht mehr in den Linienverkehr

    Auch für Überlandbusse gelten nun strengere Regeln. So dürfen Verkehrsunternehmen  von Überlandlinien -nach den neuen Regeln- keine Fahrzeuge mit einem Alter von über 3 Jahren mehr in Betrieb nehmen.

    Weitere der neuen Regeln, die heute im peruanischen Gesetzesblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurden, sind beispielsweise die Einführung einer Art Pflicht-„TÜV“ für die Fahrzeuge. Weiters müssen alle Busse über ein System verfügen, das die Beschleunigung auf über 90 km/h verhindert beziehungsweise die Fahrgäste über die Geschwindigkeitsüberschreitung informiert. In Sonderfällen sollen Fahrer bis 110 km/h beschleunigen dürfen, um überholen zu können oder Unfällen zu entgehen. Die Daten sollen zudem über ein Funksystem direkt an das Transport- und Kommunikationsministerium und die Nationalpolizei PNP übermittelt werden.

    Die Regeln, die im Juli diesen Jahres in Kraft treten, verpflichtet Fuhrunternehmen außerdem dazu, alle Fahrzeuge mit Fahrtenschreibern auszustatten, auf denen auch Fahrerwechsel eingetragen werden.

    Geldwäscher und Drogenschmuggler bekommen keinen Busführerschein mehr

    Einen höheren Schutz vor Diebstählen an Bord der Busse wird zudem von dem Verbot erwartet, Passagiere außerhalb der festen Terminals aufzunehmen. Dieses Vergehen kann ab Juli mit dem Entzug der Lizenz für bestimmte Reiserouten bestraft werden.

    Personen, die wegen Drogenschmuggel, Geldwäsche oder Hehlerei verurteilt wurden, dürfen in Zukunft keinen Personenverkehr mehr fahren.

    Mit dem heute veröffentlichten Dekret soll die hohe  Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden. Nach Angaben des Transport- und Kommunikationsministeriums MTC kamen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 3.500 Menschen pro Jahr ums Leben, wobei die Dunkelziffer noch höher vermutet wird.

  • Peru bekommt japanisch-brasilianisches Digitalfernsehen

    Peru wird den japanisch-brasilianischen Standart SBTVD für Digitalfernsehen einführen. Das gab heute der peruanische Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo bekannt. Die Entscheidung wurde auf Empfehlung der Kommission für digitales terrestrisches Fernsehen getroffen, die über 2 Jahre hinweg verschiedene Standarts, darunter auch den europäischen (DVB-T) und den US-Amerikanischen (ATSC) geprüft hatte.

    Zu den Aufgaben der Kommission, die sich aus Repräsentanten der Ministerien für Transport und Kommunikation (MTC), für Produktion und für das Äußere, aus dem Ministerkabinett (PCM) und dem Rundfunkrat (Concortv) zusammen setzte, gehörten unter anderem Tests der verschiedenen Übertragungssysteme in küstennahen Großstädten wie Lima und in bergigen Regionen wie Cusco.

    Die Entscheidung für den japanisch-brasilianischen Standart kam für peruanische Beobachter letztlich nicht überraschend, da sich bereits zu Beginn diesen Jahres der einflussreiche Verband der Fernsehanbieter öffentlich für die Einführung diesen Standarts eingesetzt hatte. Zudem hatten sich die Staatschefs sowohl Japans als auch Brasiliens persönlich für dessen Einführung eingesetzt und technische und finanzielle Unterstützung bei der Einführung angeboten.

    Gleichzeitig wurde mit dieser Entscheidung endgültig die Hoffnung begraben, in ganz Südamerika einen einheitlichen Standart für terrestrisches Digitalfernsehen einführen zu können. Einige Staaten haben sich bereits auf den europäischen Standart DVB-T festgelegt.

    Mit dem neuen System ist es theoretisch möglich, nicht nur mit dem Fernseher, sondern auch mit dem Handy, Laptop, mp3-Playern etc. fern zu

  • Cora Cora (Ayacucho): Hängebrücke stürzt ein, Schüler stürzen in die Tiefe

    10 Schüler kamen am vergangenen Montag in der peruanischen Region Ayacucho beim Einsturz einer Hängebrücke ums Leben. Mindestens 19 weitere Personen, darunter ein Lehrer, sind noch immer in medizinischer Behandlung. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes 70 Personen auf der Brücke. Die provisorische Brücke war während der 70er Jahre errichtet worden und war schon länger baufällig, wie Einwohner von Cora Cora gegenüber RPP erklärten. Der Bürgermeister des Andendorfes kündigte eine gründliche Untersuchung an.

    Die Verletzten wurden mit Hubschraubern des peruanischen Militärs in nahegelegene Krankenhäuser verlegt.

    Mit einem Schrecken davon kamen zwei Ärzte der peruanischen Angestelltenkrankenkasse EsSalud: Auf dem Rückweg von ihrem Einsatz in Cora Cora kamen sie mit ihrem Geländewagen bei Ica von der Straße ab. Beide überlebten leicht verletzt.

  • 20 Tote bei Zusammenstoß von Reisebus und Gaslaster

    Beim Zusammenstoß zwischen einem mit hochexplosivem Gas beladenen Gefahrguttransporter und einem Reisebus kamen am vergangenen Sonntag im südperuanischen Cañete nach Angaben der peruanischen Agentur ANDINA mindestens 20 Menschen ums Leben. Zahlreiche weitere Personen wurden teilweise schwer verletzt. Der mit nach ersten Einschätzungen 22 Personen besetzte Bus des Unternehmens Costeño war auf der Panamericana Süd unterwegs, als der Bus den Gastransporter rammte, der sofort explodierte. Die genaue Anzahl der Opfer ist noch nicht bekannt, da die Körper der Reisenden nach der Explosion nur schwer identifiziert und zugeordnet werden können. Bisher konnten erst 3 der Opfer identifiziert werden: Anatolio Simon Aquije, Fahrer des Busses, sowie Luisa Gonzáles Zambrano (27) und ihr 5jähriger Sohn Jorge Córdoba Gonzáles.

  • INEI: Peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten im Aufschwung

    Nach Angaben des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik, INEI, wächst die peruanische Wirtschaft seit 92 Monaten ununterbrochen. Im Februar diesen Jahres erreichte es mit 0,19% allerdings einen sehr niedrigen Wert. In den vorhergehenden 12 Monaten lag das Wachstum bei durchschnittlich 1,66% pro Monat (8,16% gesamt). Triebfedern des Wirtschaftswachstums waren weiter der Landwirtschafts- und Bausektor. Der Bereich Landwirtschaft wuchs im Februar um 3,96%, besonders die Viehwirtschaft konnte zulegen (6,57%), was nach Angaben des INEI vor allem mit dem für die Bauern vorteilhaften Klima zu tun hat.

    Größter Verlierer war die Fischwirtschaft, die im Februar um 17,62% schrumpfte.

    Auch der Bereich Bergbau verlor 2,01%.

    Der Bausektor zeigte sich mit einem Wachstum von 4,73% stabil.

  • 14 gefallene Soldaten nach Militäraktion gegen Drogen-Terroristen

    14 gefallene Soldaten zahlreiche Verletzte hinterließ der Angriff von Terroristen, vermutlich aus dem Drogenmillieu, auf 2 Fahrzeuge des peruanischen Militärs bei Sanabamba in der Provinz Huanta (Ayacucho). Nach Angaben eines Militärsprechers erfolgte der Angriff mit mehreren Dynamitladungen. Verteidigungsminister Ántero Flores-Aráoz vermutet hinter dem Anschlag Überreste der Terrororganisation Sendero Luminoso (leuchtender Pfad), die sich mit Drogenbaronen, die in der Gegend operieren, verbündet haben.

    Unter den Verletzten ist auch Froilan Gutiérrez Llantoy, Mitglied der Bürgerwehr von Sanabamba.

    Im Verlauf des Tages sollen die gefallenen Soldaten nach Lima geflogen werden, wo sich ihre Familien von ihnen verabschieden können, wie der Nachrichtendienst INFOREGION mitteilt.

    Inzwischen wird Kritik an der Einsatzplanung laut. Kritisiert wird vor allem der Einsatz eines minderjährigen Wehrdienstleistenden, der bei der Militäraktion ums Leben kam.

  • Hupen für die Stadtverwaltung

    Seit rund einem Monat kostet das Hupen ohne Grund auf dem Gebiet des Limaschen Nobeldistrikts Miraflores 71 Nuevos Soles. Inzwischen wurden bereits 3.000 Autohalter mit dem Busgeld belegt. Damit haben die besagten Verkehrsteilnehmer bereits 213.000 Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu)  in die Kassen des Distrikts gehupt. Interessant an der Information, die von der Distriktverwaltung in einer Pressemitteilung verbreitet wird, ist zudem, dass bis auf einzelne Ausnahmen fast alle Busgelder wegen unangebrachten Hupens von Polizistinnen verhängt wurden.

    Nach peruanischem Recht ist der Einsatz der Hupe nur erlaubt, wenn er hilft, eine Kollission zu verhindern. Der Einsatz zum Rufen von Passagieren ist nicht vorgesehen.