• Notstand im Straßenverkehr

    Die Kommission für Straßenverkehr des peruanischen Kongresses hat am gestrigen Dienstag für jeglichen Straßenverkehr auf peruanischem Territorium für 365 Tage den Notstand ausgerufen. Das Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC, die Lokal- und Regionalregierungen, sowie alle anderen staatlichen Institutionen wurden zudem dazu angehalten, alles in ihrerer Macht stehende zu tun, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren.

  • Huancayo: Pepelucho wird eingeschläfert.

    Als einen „Akt der Menschlichkeit“ bezeichnete heute Wilfredo Sosa Valenzuela, Direktor des städtischen Zoos von Huancayo (Region Junin), die Einschläferung des bei den Zoobesuchern beliebten Löwen Pepelucho. Der Löwe war 2006 vom peruanischen Naturgüterinstitut INRENA aus einem Zirkus befreit worden, in dem er über Jahre hinweg geschlagen wurde. Unter anderem litt Pepelucho deshalb an schweren, unheilbaren Rückenproblemen. Deswegen hatte die Zooleitung nun zwei Monate nach ihrem entsprechenden Antrag bei INRENA und der Staatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten nun die Erlaubnis bekommen, Pepelucho einzuschläfern. Er sei betäubt worden und sei sanft entschlafen, so Sosa Valenzuela.

  • Nationalpolizei: 2009 schon 168 Verkehrstote

    Bei 507 registrierten Verkehrsunfällen kamen im ersten Trimester 2009 bereits 168 Menschen ums Leben. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei PNP. Zudem wurden 1.478 Personen teils schwer verletzt. Zu den meisten Unfällen kommt es nach Angaben der Polizei auf der Panamericana, hauptsächlich in der Nähe der Hauptstadt Lima. Eine weitere gefährliche Route ist die Carrentera Central.

    Die meisten Unfälle wurden bisher im Januar verzeichnet (200). Die meisten Unfallopfer waren dagegen im Februar mit 71 Todesopfern und 558 Verletzten zu beklagen.

    Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ging die Zahl der registrierten Unfälle dagegen leicht zurück.

  • Ganz plötzlich: Museum der Erinnerung kommt doch

    Das „Museum der Erinnerung“ kommt. Das gab der peruanische Premierminister nach einem Treffen zwischen dem peruanischstämmigen Schriftsteller Mario Vargas Llosa und dem peruanischen Präsidenten Alan García bekannt. Demnach haben beide in einem persönlichen Gespräch ihre Differenzen ausgeräumt. Mitglieder der peruanischen Regierung hatten sich ursprünglich gegen die Annahme des Angebots Deutschlands, ein „Museum der Erinnerung“ für die Opfer des peruanischen Bürgerkrieges zu finanzieren, ausgesprochen.

    Der peruanische Aussenminister José Antonio García Belaunde sagte gegenüber der staatlichen Agentur ANDINA, das Museum werde ein breites Bild der Zeit des Terrors durch den Leuchtenden Pfad (Sendero Luminoso) zeichnen. Zudem habe der Präsident den Schriftsteller Vargas Llosa gebeten, Personen für die Erarbeitung eines Konzeptes für das Museum vorzuschlagen, so García Belaunde.

    Auch ehemalige Mitglieder der Wahrheits- und Versöhnungskommission (CVR) wie der Jurist Enrique Bernales und der Pater Gastón Garatea begrüssten die Entscheidung der peruanischen Regierung. Bernales betonte, es sei sehr wichtig, dass die „Lektionen gelernt“ würden und nicht versucht werde, das unversteckbare zu verstecken. Gastón Garatea forderte, nun wirklich unabhängige Persönlichkeiten für die Erarbeitung des Museumskonzeptes zu finden, um weitere Konflikte zu vermeiden.

    Als mögliche Kandidaten wurden bisher der umtriebige Bischof im Ruhestand von Chimbote, Luis Bambarén, Enrique Bernales Ballesteros, Frederick Cooper Llosa, Fernando de Szyszlo Valdelomar, der ehemalige Vorsitzende der Wahrheits- und Versöhnungskommission Salomón Lerner Febres und der Anthropologe Juan Ossio Acuña vorgeschlagen.

  • Lage auf Perus Strassen in den Osten weiterhin kritisch

    Noch immer sind ob der starkten Regenfälle der vergangenen Wochen zahlreiche Strassen besonders in den Berg- und Urwaldregionen Perus nur eingeschränkt befahrbar. Vielerorts traten Flüsse über die Ufer und rissen Teile von Strassen mit. Zudem kommt es weiterhin zu Erdrutschen. Der peruanische Wetterdienst SENAMHI warnt fûr die kommenden Tage vor einem kritischen Pegelstand des Amazonas, der die Lage weiter verschlimmern könnte. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes Defensa Civìl kamen in dieser Regenzeit bereits über 40 Menschen ums Leben.

  • "Olmos"-Projekt: Längster peruanischer transandiner Tunnel

    Über 20 Kilometer lang soll der Tunnel werden, durch den schon bald Wasser von der atlantischen Seite der Anden aus dem Huancabamba-Fluss auf die Pazifikseite nach Lambayeque gepumpt werden soll. Neben der Wasserversorgung auf der Pazifikseite der Anden soll der für das Projekt gebaute Staudam auf der Atrlantikseite auch zur Stromproduktion eingesetzt werden können. Die Kosten der Bauarbeiten werden auf 250 Millionen US-$ geschätzt und begannen 2006. Insgesamt arbeiten im Rahmen der Baurarbeiten rund 600 Personen. Die Idee des Wassertransports in dieser Art ist bereits über 80 Jahre alt.

    Umweltschützer befürchten schwerwiegende Folgen für das Amazonasbecken, wenn das Wasser – anstatt durch das Amazonasbecken in den Atlantik zu fließen – in den Pazifik fließt. 100.000 Hektar verwüstetes Ackerland sollen durch das Projekt in Lambayeque urbar gemacht werden.

  • Kurzmeldung: Digitales Erinnerungsmuseum geplant

    Eine Gruppe peruanischer Internetschaffender um den Blogger Marco Sifuentes vom peruanischen Wissenschaftsnetz RCP plant, eine Art „virtuelles“ Museum der Erinnerung zu gestalten. Näheres dazu findet sich auf

    http://utero.pe/2009/03/17/toda-la-entrevista-a-magaly-solier-y-una-idea/

    (auf Spanisch). Zudem findet sich dort eine E-Mail-Adresse für Interessierte.

  • Peru debattiert über mehr Parlamentsabgeordnete

    In Peru läuft derzeit eine Debatte um die Erhöhung der Anzahl von Parlamentsabgeordneten. Anstoß ist die fehlende Repräsentation der Region Lima, sowie der Wunsch, auch unter Auslandsperuanern Parlamentsabgeordnete wählen zu lassen. Diese Rrhöhung ist allerdings nicht so einfach, denn im Artikel 90 der peruanischen Verfassung ist die Anzahl der Abgeordneten auf genau 120 festgelegt. Die meisten Vorschläge, die bisher vorgebracht worden waren, enthielten die Forderung, die Anzahl der Abgeordneten durch eine Verfassungsänderung um 2 bis 5 zu erhöhen – um jeweils 1-4 Abgeordnete für die Region Lima und zusätzlich noch einen Abgeordneten für die Auslandsperuaner, um nicht andere Wahlkreise zusammen legen zu müssen.

    Die Nichtregierungsorganisation TRANSPARENCIA schlägt dagegen vor, die genaue Zahl aus der Verfassung zu streichen, um dynamischer auf Bevölkerungsentwicklungen reagieren zu können, sowie die Anzahl der Abgeordneten auf mindestens 150 zu erhöhen, um die Vertretung der fast 29 Millionen Peruaner im Parlament zu verbessern. Die Verfassungskommission des peruanischen Kongresses hat die Vorschläge inzwischen an das Plenum überwiesen.

    Damit sind es bereits drei Projekte mit grundlegend Bedeutung für die peruanische Verfassung, die in diesem Jahr debattiert werden sollen. Im Moment ist auch die Abschaffung des Präferenzstimmensystems, sowie die Rückkehr zum zwei-Kammer-System im Gespräch.

  • Pedro Suárez Vértiz singt Hymne für "Stunde des Planeten"

    httpv://www.youtube.com/watch?v=5vIZ-yxVPZc

    „Ich rede nicht vom Tanzen und nicht vom Schmerz der Liebe“ beginnt der Text der neusten Produktion der peruanischen Musikers Pedro Suárez Vértiz. Wobei zweiteres vielleicht nicht so ganz stimmt. Denn diesmal ist das – wie schon in seinen letztne Liedern nicht einfache – Thema der Klimaschutz.Die Bilder, die den Video zum Titel „Amazonas“ bilden, sind nicht ganz so drastisch wie bei Michael Jacksons „Earth Song“, aber sie rütteln durchaus auf und – zeigen eine gewisse Liebe Suarez Vertiz‘ zur unberührten Natur. Eine sichtbar schmerzvolle Liebe.

    Pedro Suárez Vértiz. Foto: offizielles Pressefoto von Solver Productions.
    Pedro Suárez Vértiz. Foto: offizielles Pressefoto von Solver Productions.

    Mit diesem Lied hat der peruanische Sänger wohl die inoffizielle Hymne eines Events geschrieben, das am Samstag, dem 28. März, in allen Teilen Perus durchgeführt wird: Die „Stunde des Planeten“ (hora del planeta). Für eine Stunde (von 20:30 bis 21:30) soll in öffentlichen Einrichtungen – und wenn es nach dem peruanischen Umweltministerium geht auch in Privathaushalten – das Licht und sämtliche Elektrogeräte abgeschaltet werden. Angetrieben wird dies auch vom peruanischen Umweltminister Brack Egg. Mehr noch als Energie sparen, soll diese „Stunde“ aber vor allem darauf aufmerksam machen, dass das Problem „Klimawandel“ besteht und Peru in besonderem Maße betreffen wird.

    Am kommenden Donnerstag nun wird Pedro Suárez Vértíz eine ganz besondere Ehre zu Teil Er darf in Lima sein Lied spielen. Und zwar im peruanischen Kongress.

  • Callao: 10 Verletzte nach Streit im Gefängnis

    10 Verletzte hinterließ der Streit zwischen mehreren Insaßen in einem Gefängnis der peruanischen Hafenstadt Callao. Das berichtet die ANDINA. Demnach mussten mehrere der Gefangenen wegen Knochenbrüchen behandelt werden, einer – der eine Haftstrafe wegen schweren Raubes verbüßt – verlor sein Auge.

    Die Gründe für den Streit sind noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Callao nahm die Ermittlungen auf.