• Nachtleuchtende Pilze?

    Eine komplette Meldung wird dies hier nicht. Aber allein das Foto in dem Bericht der staatlichen peruanischen Nachrichtenagentur ANDINA über die Entdeckung eines Nachtleuchtenden Pilz im Westen Brasiliens ist durchaus sehenswert:

    http://www.andina.com.pe/espanol/Noticia.aspx?id=xv0T8wv3+68=

  • RENIEC: 8 Mio minderjährige Peruaner ohne Geburtsurkunde und Ausweis

    Rund 8 Millionen Kinder und Jugendliche in Peru verfügen über keine Geburtsurkunde oder keinen Ausweis (DNI) . Das gab Adolfo Herrera vom peruanischen Personenstandsregister RENIEC  bekannt. Als Grund dafür vermutet Herrera den besonders in ländlichen Regionen und indigenen Gemeinschaften verbreiteten Glauben, die Meldung sei unwichtig. Auch eine reaktionäre Familienstruktur trage zu dem Problem bei. Weiters seien auch die Urkunden ein Problem, die bei Naturkatastrophen oder während des peruanischen Bürgerkrieges Ende des vergangenen Jahrhunderts verloren gegangen waren.

    Neues Gesetz soll Probleme mit verschwundenen Urkunden lösen

    Anfang des Jahres war ein Gesetz in Kraft getreten, das insbesondere letztere Fälle regelt. Demnach können verschwundene Personenstandsurkunden auch dann ausgetellt werden, wenn der ursprüngliche Eintrag im Personenstandsregister nicht mehr vorhanden ist. Dafür sind entweder Urkunden anderer staatlicher Einrichtungen anzuerkennen – oder die Aussage zweier Zeugen.

    Nun soll dieses Gesetz im Rahmen einer landesweiten Kampagne bekannt gemacht werden, mit dem Ziel „innerhalb eines Jahres“ alle 8 Millionen minderjährigen Peruaner ohne Geburtsurkunde oder Pass mit eben diesen auszustatten, wie es in einer Pressemitteilung des RENIEC heißt.

    Kinder ohne Geburtsurkunde „existieren“ nicht

    Grund für diese Anstrengungen des RENIEC ist unter anderem, dass Kinder ohne Eintrag im Register – weitgehend unbemerkt – entführt, misshandelt oder gar verkauft werden könnten. Dies ist zwar verboten, aber ohne entsprechende Dokumente nur schwer nachzuweisen.

    Eigene Regelungen für indigene Gemeinschaften

    Deshalb sollen nun verstärkt lokale Autoritäten angehalten werden, für die Registrierung aller Kinder und Jugendlichen zu sorgen. Zudem soll ein spezielles Registrierungssystem für Angehörige indigener Gemeinschaften eingeführt werden, an dem RENIEC derzeit gemeinsam mit UNICEF arbeitet. Hierdurch soll beispielsweise vermieden werden, dass es zu einer -möglicherweise ungewollten – schlechten Behandlung durch Beamte des RENIEC kommt, wenn es um die Registrierung traditioneller Namen von Angehörigen indigener Gemeinschaften geht.

  • Nach schweren Regenfällen: Straßenzustand weiter kritisch

    Nachdem auch in den vergangenen Tagen die Regenfälle in der Anden- und Urwaldregion Perus weiter anhielten, bleibt der Zustand der Straßen weiter kritisch. Die Carretera Central wurde – nach Angaben des Verkehrsministeriums MTC – bereits geräumt. Für die Straße zwischen Moyobamba und Tarapoto wurde inzwischen bei Chiclayo eine Bayly-Behelfsbrücke abgebaut, um sie über dem Jera-Fluss in San Martín wieder aufzubauen.

    Gleichzeitig berichten lokale Radiosender aus Cajamarca und Amazonas von weiteren Erdrutschen und Flüssen, die über die Ufer getreten sind. So ist in der Region Amazonas die Straße zum Tourismusmagnet Kuélap auf Höhe des Dorfes Choctamal nach Angaben lokaler Autoritäten auf einer Länge von mindestens 50 Metern verschüttet. Entspannung ist noch nicht in Sicht.

  • In 5 Jahren soll Cerro de Pasco woanders stehen

    Bis zu fünf Jahre soll es dauern, dann soll Cerro de Pasco, Hauptstadt der zentralperuanischen Region Pasco, vollständig umgesiedelt worden sein. Das erklärte Arturo Delgado, abgesandter der peruanischen Regierung, gegenüber dem Radiosenderverbund CNR.  Die Umsiedlung ist notwendig, weil  seit einigen Jahrzehnten in der Nähe der Stadt mehrere Bergbauunternehmen im Tagebau diverse Metalle abbauen, wobei in Folge dessen sowohl Kinder als auch Erwachsene überhöhte Schwermetallwerte im Blut aufweisen. Seit vergangenem Jahr arbeitet die peruanische Zentralregierung gemeinsam mit der Regionalregierung von Pasco sowie diversen Akteuren der Zivilgesellschaft an einem Plan zur Umsiedlung der Stadt.

  • Perlen peruanischer Musik (II): El Jilguero del Huascarán

    httpv://www.youtube.com/watch?v=Gn6p_fefV-M

    Kein stilles Wasser war der Mann, dem zur Ehre derzeit eine Ausstellung im Museum der PUCP-Universität in Lima gezeigt wird. Der peruanische Folkloresänger Ernesto Sánchez Fajardo, besser bekannt als „Jilguero del Huascarán“, war nicht nur Begründer zahlreicher Musikgruppen, sondern auch Initiator der peruanischen Gewerkschaft der Folkloremusiker und Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung Perus im Jahre 1979.

    Sánchez Fajardo wurde 1928 in Bambas (Regoin Áncash) geboren und machte seine ersten Schritte im Musikgeschäft 1942 mit dem Trio „Los Hijos del Sol“. Sein großes Ziel war aber, als Solist mit andiner Musik die peruanische Hauptstadt Lima zu erobern. Da zu jener Zeit die Migration aus den Anden nach Lima immer mehr zunahm, wurde er dort mit offenen Armen empfangen. Sonntag für Sonntag spielte er vor ausverkauften Konzertsäälen. Inzwischen waren auch andere Länder auf ihn aufmerksam geworden. Er tourte mit – bis heute in Peru unvergessenen – Liedern wie „El Huascarán“, „Carrito de Gobierno“ oder „Malaya Suerte“ durch Argentinien, Chile und Bolivien. Schon um 1950 waren die Schallplatten des „Jilguero“ unter den Wünschen in den ersten Musikhandlungen Limas an erster Stelle. Nur zehn Jahre später erreicht seine erste LP Gold-Status.

    Inzwischen sehr gut im Geschäft, ist Sánchez Fardo an der Ausarbeitung des ersten „Künstlergesetzes“ Perus beteiligt. Zur verfassungsgebenden Versammlung ist es da nur noch ein kleiner Schritt für den Mann, der die Gewerkschaft peruanischer Folkloremusiker gegründet hat.

    Als er 1988 verstirbt, trauert nicht nur seine Familie, das ganze Land nimmt Anteil daran.

    Die Ausstellung „El Jilguero del Huascarán“ ist im „Museo de Artes y Tradiciones Populares del Instituto Riva-Agüero“  ist noch bis Ende April in Camaná 459 (Lima) zu sehen.

    Sie ist von Montag bis Samstag zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet.

  • Utcubamba: Forscher finden fast 10.000 Felsmalereien

    Beinahe 10.000 Felsmalereien fanden der Archäologe Quirino Olivera Nuñez und sein Team unter dichter Vegetation an dem „Shupcha“ genannten Ort nahe dem Dörfchen Tambolic im Distrikt Jamalca (Utcubamba). Wie die peruanische Tageszeitung „El Comercio“ berichtet, sind hauptsächlich Jagdszenen und Tiere dargestellt. Nach Angaben des Archäologen Olivera sollen die ältesten der Malereien vor bis zu 6.000 Jahren entstanden sein. Vorherrschende Farben seien rot, braun, gelb und schwarz, sowie einige weiße Flächen.

    Die Malereien sind über die Täler der Flüsse  Marañón und Utcubamba verteilt.

    Martiniano Pérez, Dorfvorsteher von Tambolic hofft nun, durch die entdeckten Felsmalereien auch interessierte Reisende anlocken zu können.

    Quirino Olivera Nuñez ist Spezialist für die Ausgrabungen zwischen den Zusammenflüssen der Flüsse Chinchipe, Utcubamba und Marañón, wo er bereits zahlreiche Ausgrabungen geleitet hat. Zudem arbeitet er federführend im „Señor de Sipán“-Museum in Lambayeque.

  • Fluß reißt Brücke zwischen Tarapoto und Moyobamba mit

    Der gleichnamige Fluss hat am heutigen Freitag die „Gera“-Brücke zerstört, die Teil der „Fernando Belaúnde Terry“-Fernstraße ist und Moyobamba mit Tarapoto (San Martín) verbindet. Das berichtet der Zivilschutz San Martín.  Demnach hatten die seit Tagen anhaltenden, schweren Regenfälle den Fluss so stark anschlwellen lassen, dass die Brücke mitgerissen wurde. Inzwischen haben sich auf beiden Seiten der Brücke mehrere hundert Passagier- und Frachtfahrzeuge angestaut. Ein Fahrzeug wurde bei dem Versuch, den Fluss zu durchqueren, von den Fluten mitgerissen.

    Schwierige Lage auch in Amazonas und Cajamarca

    Auch an anderer Stelle kam es wegen der Regenfälle zu Problemen. So ließen die Regenfälle den Utcubamba in Amazonas so stark anwachsen, dass mehrere Straßen überflutet wurden. Auch die Straße von der Küste nach Cajamarca wurde nach mehreren Erdrutschen bis auf weiteres gesperrt. Ähnliches wird von der Carretera Central berichtet.

  • Innenministerium: Nein zur Korruption. .

    Denuncia al corrupto. Korrupte anzeigen. Quelle: MININTER
    Denuncia al corrupto. Korrupte anzeigen. Quelle: MININTER

    Das peruanische Innenministerium hat eine kostenlose Rufnummer zur Anzeige von Korruption geschaltet. Obs was bringt, ist noch nicht bekannt. Schön wäre es aber und das Plakat dazu sieht man rechts.

  • "Die Hunde waren dick, die Menschen abgemagert": Magaly Solier über Erinnerungen an den Bürgerkrieg

    Gemeinsam mit der Schauspielerin Magaly Solier besuchte der peruanische Kolumnist und Blogger Marco Sifuentes eine Ausstellung über die Verbrechen während des peruanischen Bürgerkrieges Ende des vergangenen Jahrhunderts – die Ausstellung, die in den vergangenen Wochen in Peru zu heftigen Diskussionen geführt hatte. Wer ein wenig spanisch versteht, bekommt zu erschütternden Bildern auch noch schreckliche Geschichten erzählt:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=9bOlpMN6BLs

    Teil 2:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=Vq3Tc04AWxg

    http://utero.pe/2009/03/13/con-magaly-solier-en-yuyanapaq/

    Die Ausstellung „Yuyanapaq“ ist derzeit noch im peruanischen Nationalmuseum zu sehen:
    Museo Nacional de la Cultura Peruana
    Avenida Alfonso Ugarte 650, Lima 1.

  • Mehr Peruaner kehren zurück, weniger wandern aus

    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI
    Ein- und Auswanderer in Peru 2007-2009. Bild: INEI

    Im vergangen Januar lag die Zahl der Peruaner, die zurück in ihr Land einwanderten  3,5% über der Zahl des Vorjahres. Das berichtet das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI. Demnach kommen vor allem Menschen zurück, die zuvor nach Chile oder in die USA ausgewandert waren. Gleichzeitig nahm die Zahl der Auwanderer um 0,2% ab und fiel damit auf 206.623 Auswanderer.

    Peruanische Medien vermuten als Gründe für die zunehmende Zahl der Rückkehrer die Wirtschaftskrise, sowie bessere Möglichkeiten in Peru.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.