• Nach Rückkehr aus Exil: Indígena-Anführer Pizango festgenommen

    Alberto Pizango Chota bei der Rückkehr aus dem Exil. Foto: SERVINDI.
    Alberto Pizango Chota bei der Rückkehr aus dem Exil. Foto: SERVINDI.

    Der Vorsitzende der Indígena-Organisation AIDESEP, Alberto Pizango Chota, wurde gestern bei seiner Rückkehr aus dem Exil in Nicaragua am Flughafen Jorge Chávez (Lima) festgenommen. Gegen ihn liegt eine Anzeige wegen Aufwiegelung, Rebellion und Verschwörung im Zusammenhang mit den Indígena-Protesten im vergangenen Jahr vor, die am 5. Juni in einem Blutbad („Baguazo“) geendet hatten. Pizango Chota selbst, der sich an jenem Tag nicht am Ort des Geschehens, das Umland von Bagua Grande, aufhielt, sieht sich als politisch Verfolgter.

    Nach eigenen Angaben ist Pizango Chota freiwillig auf Wunsch verschiedener peruanischer Indígena-Organisationen zurückgekehrt.

    Neben einem großen Polizeiaufgebot wurde er am Flughafen auch von hunderten Anhängern erwartet, die seine Freiheit forderten. Pizango wurde begleitet von AIDESEP-Vizepräsidentin Daysi Zapata Fasabi, sowie der Schauspielerin und Menschenrechtlerin Q’orianka Kilcher.

    Inzwischen hat auch Amnesty International eine „Urgent Action“ gestartet, in der vor einem „unfähren Prozess“ gewarnt wird.

    NACHTRAG 28.5.

    Alberto Pizango wurde mit Auflagen aus dem Gefängnis entlassen. Diese bestehen in der Verpflichtung, monatlich bei Gericht eine Unterschrift zu leisten, sowie das Land nicht zu verlassen.

  • Schiffsunglück auf dem Amazonas: Zahl der Toten steigt auf 17

    Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI
    Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI

    Die Zahl der Menschen, die bei dem Untergang des Schiffes „Camila“ auf dem Amazonas-Strom im Nordosten Perus ihr Leben verloren, ist auf 17 gestiegen. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Das für 160 Personen zugelassene Schiff war gestern gegen kurz nach 2 Uhr Morgens vermutlich wegen Überladung mit über 231 Passagieren in den Fluten des Amazonas versunken. Bisher konnten 220 Passagiere lebend geborgen werden. Im Innern des Schiffes werden noch immer Menschen vermutet. In den nächsten Stunden wird zudem mit dem Eintreffen von Spezialtauchern gerechnet, die die drei Passagierdecks des Schiffes von innen untersuchen sollen.

    Die Unglücksstelle liegt bei Santa Rosa (Distrikt Indiana / Provinz Maynas).

  • Peru offiziell BSE-frei

    Ganado lechero de distrito de Ácora. Foto: Andina/ Atilio Alejo
    Kuh in Peru. Bild: Andina/ Atilio Alejo

    Peru wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OEI) offiziell zum Rinderwahn-freien Land erklärt. Das gab heute der peruanische vetärenärmedizinische Dienst Senasa bekannt. Dadurch haben peruanische Rindfleischproduzenten nun das Recht, ihre Produkte auf die ganze Welt zu exportieren, so SENASA-Chef Oscar Domínguez.

    Vergangenen Dezember hatte SENASA den Schritt beantragt. Für den Antrag wurden zwischen 2004 und 2008 insgesamt 1.095 Proben genommen, die allesamt negativ ausgefallen waren.

    BSE (oder auf Spanisch: EEB) ist eine Tierseuche, die tödliche Erkrankung des Gehirns vor allem bei Hausrindern verursacht.

  • Amazonas-Schiffsunglück: Zwei Tote, 80 Personen vermisst

    Ort des Schiffsunglücks.  Bild: INDECI
    Ort des Schiffsunglücks. Bild: INDECI

    In der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto kam es heute auf dem Amazonas in den frühen Morgenstunden zu einem Schiffsunglück, in dessen Folge noch immer rund 80 Personen vermisst werden. Das berichtet „La Voz de la Selva“ aus Iquitos. Nach Angaben des Radiosenders war das Schiff „Camila“ in gutem Zustand, hatte allerdings nicht nur mehr Passagiere als erlaubt an Bord, sondern auch Schmuggelware, die über die kolumbianische Grenze gebracht werden sollte. Das Unglück ereignete sich gegen 2 Uhr Nachts in der Nähe von Santa Rosa (Distrikt Indiana / Provinz Maynas), nahe der Grenze zum Nachbarland Kolumbien.

    Admiral Rodolfo Reátegui Rodríguez von der Generalkommandatur für Amazonas-Operationen der peruanischen Marine erklärte gegenüber La Voz de la Selva, das Schiff sei für 160 Passagiere zugelassen gewesen, nach Angaben der Staatsanwaltschaft seien aber bereits mehr als 200 Passagiere gerettet worden. Das oberste Stockwerk des 3stöckigen Schiffes schaue zudem noch immer aus dem Wasser und aus dem Iinnern seien noch immer Klopfzeichen zu hören, so Reátegui Rodríguez weiter.

    Wie der Zivilschutz Loreto berichtet, ist inzwischen ein Schwimmkran der Regionalregierung Loreto auf dem Weg zur Unglücksstelle. Eine Einheit der Feuerwehr ist derweil dabei, mit Schweißbrennern Löcher in die Schiffswand zu machen, um weitere Überlebende aus dem Innern des Schiffs evakuieren zu können.

    Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP waren an Bord des Schiffes auch zwei deutsche Staatsangehörige, sowie ein Italiener, die aber unverletzt geborgen werden konnten. Mehrere Brasilianer werden noch immer vermisst. Die Passagiere waren im Schlaf überrascht worden.

  • Carlincatura EULAC-Treffen in Madrid zur Pressefreiheit in Peru

    Karrikatur aus der Tageszeitung "La República".
    Karrikatur aus der Tageszeitung "La República".

    Zapatero: „Mir wurde gesagt, der Dicke, der da die Radiosender und Presse geschlossen hat, würde nicht kommen…“

    Merkel: „Chávez ist doch gar nicht gekommen, Exzelenz.“

    Zapatero: „Nein, ich sprech‘ von dem Dickerchen dort“ (mit dem Finger auf den peruanischen Präsidenten García am Rednerpult).

  • Utcubamba / Amazonas: Spannungen vor „Baguazo“-Jahrestag

    Die Spannungen steigen vor dem ersten Jahrestag des blutigen „Baguazo“ am 5. Juni vergangenen Jahres, als mehr als 30 Personen im Umland von Bagua Grande ihr Leben bei der Räumung einer besetzten Straße, sowie einer anschließenden Racheaktion verloren, immer weiter an. Mehrere Organisationen habe angekündigt, rund um den Ort „Siempre Viva“ an der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße Gedenkveranstaltungen abzuhalten. Doch unter den verschiedenen Organisatoren herrscht bei weitem keine Einigkeit. So kritisiert unter anderem die Organisation „Frente de Defensa de Amazonas“, sowie die Vereinigung der Bürgerwehren der Provinz Utcubamba die angekündigte Teilnahme des Präsidenten der Region Amazonas, Oscar Altamirano Quispe.

    Gleichzeitig berichtet die Tageszeitung „El Comercio“, die Polizei in Bagua und Bagua Grande habe für den 5. Juni Verstärkung angefordert, da man eine erneute Besetzung der „Estación 6“ fürchte, wo im vergangenen Jahr 12 Polizisten ermordet worden waren. Gleichzeitig grassiert die Angst, dass mehrere Maschinengewehre, die damals toten Polizisten entwendet wurden, im Rahmen der Feierlichkeiten für Mordanschläge verwendet werden könnten.

    Die Indígena-Organisationen ORPIAN und AIDESEP haben einen friedlichen Verlauf der Gedenkfeiern angekündigt.

    Bei Siempre Viva wird es am 5. Juni eine Messe geben.

  • La Unión / Arequipa: Erdrutsch begräbt Schule

    Ein Erdrutsch hat das Schulgebäude (N° 40619) von Seccincaylla (Provinz La Unión / Region Arequipa), sowie mehrere Außenanlagen zerstört. Das berichtet der Zivilschutz Arequipa. Menschen wurden dabei nach offiziellen Angaben nicht verletzt. Auch eine Fußgängerbrücke über den Pampamarca-Fluss wurde mitgerissen, wodurch die Ortschaften Seccincaylla und Santa Rosa getrennt wurden.

    Mehrere Felder wurden überschwemmt, auch mehrere Kühe sollen verendet sein.

  • Erdbeben in Brasilien trifft Pucallpa (Peru)

    Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat die peruanische Regenwaldregion Ucayali heute um 11:18:12 Uhr Ortszeit (18:18:12 MEZ) schwer erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut. Die US-Behörde USGS berichtet sogar von 6,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag nach Angaben des IGP jenseits der Brasilianischen Grenze, rund 319 Kilometer östlich von Pucallpa in 650 Kilometern Tiefe.

    Über Schäden ist bislang noch nichts bekannt.

    In diesem Mai wurden verschiedene Teile Perus bereits von 11 Erdbeben mit einer Stärke von 3,9° oder mehr auf der Richterskala heimgesucht.

  • Arequipa: Studenten nach Misti-Vulkanbesteigung vermisst

    Auf dem südperuanischen Vulkan Misti (Region Arequipa) sind am vergangenen Freitag zwei Jurastudenten der Universität San Agustín de Arequipa (UNSA) verschollen. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Zwei Kommilitonen riefen aus dem Basiscamp „Nido de Águilas“ auf 4.600 Metern über dem Meeresspiegel die Gebirgspolizei, die nach Angaben von RPP bereits die Suche aufgenommen hat.

    Nachtrag 25.5.

    Etwas unterkühlt und leicht deshydriert wurden die beiden Studenten gestern gefunden und in das Basiscamp gebracht. Beide sind wieder wohlauf.

  • Aserradero-Erdbebenschäden repariert: Interozeanische Straße des Nordens wieder befahrbar

    Aserradero nach dem Erdbeben. Bild: Regionalregierung Amazonas
    Aserradero nach dem Erdbeben. Bild: Regionalregierung Amazonas

    Die nordperuanische Fernando Belaúnde Terry-Straße ist wieder befahrbar. Das gab heute das Unternehmen IIRSA Norte bekannt, das die Straße betreibt und für die Instandhaltung verantwortlich ist. Bei einem Erdbeben war vergangene Woche ein Straßenabschnitt von rund einem Kilometer im Umfeld des Sektors „El Aserradero“ abgerutscht und hatte den Verkehr unmöglich gemacht.