• Nazca: Touristenflugzeug verschollen

    Ein Flugzeug mit neun Personen an Bord ist heute Morgen (Ortszeit) in der südperuanischen Region Ica verschollen. Das gab das staatliche peruanische Luftaufsichtsunternehmen CORPAC bekannt. Über die Ursache gebe es bisher nur Spekulationen, möglicherweise sei die Maschine entführt worden oder abgestürzt, so CORPAC.

    Wie die peruanische Tageszeitung La República berichtet, war die Cessna Caravan der Fluglinie Aerodiana mit peruanischen Touristen an Bord heute Morgen um 7:30 Uhr (Ortszeit) vom Maria Reiche-Flughafen Nazca für einen Überflug der weltberühmten Nazca-Linien gestartet. Schon kurz nach dem Start brach der Pilot den Kontakt zum Tower ab. Die Rückkehr war ursprünglich für 8:15 Uhr angesetzt.

    Nachtrag 20:03:

    Wie Aerodiana unter Berufung auf den Handynetzbetreiber Telefónica berichtet, konnte das Handy des Copiloten für kurze Zeit in Puno geortet werden. Puno liegt an der Grenze zu Bolivien. Damit erhärtet sich der Verdacht, dass das Flugzeug gestohlen wurde und in das südliche Nachbarland gebracht wird. Das Flugzeug hatte Treibstoff für rund 900 Kilometer Flugstrecke an Bord.

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  • Callao: Peruanische Polizei beschlagnahmt Kokain-Container

    Ein harter Schlag gegen die Drogenmafia ist der peruanischen Antidrogenpolizei gelungen. Wie AméricaTV berichtet, wurde heute in den frühen Morgenstunden ein Container beschlagnahmt, der mehr als eine Tonne Kokain enthielt und über den Hafen von Callao nach Südafrika transportiert werden sollte. Das Rauschgift war auf 29 Paletten zu je 20 Tüten verteilt und zwischen Windeln versteckt.

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    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Cajabamba / Cajamarca: Tote bei Konflikt um informellen Bergbau

    Bei dem Versuch, das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba zu besetzen, sind nach Angaben von Radio Santa Mónica (Chota) mehrere Menschen ums Leben gekommen. Um wie viele Personen es sich dabei handelt, sowie ihre Identität ist noch nicht geklärt.

    Mehrere Personen, die illegalen Bergbau betreiben, hatten das Gelände des Bergbauprojektes Minera Cajabamba besetzt, um dort ihrem Handwerk nachzugehen. Nach Angaben der Polizei  wurden die Beamten, die versuchten, das Gelände zu räumen, mit Schusswaffen und Sprengstoff angegriffen, wobei ein Polizist verletzt wurde.

    Anwohner berichten, die illegalen Bergleute würden giftige Cyanide einsetzen, um Mineralien zu gewinnen.

    Bereits seit 2005 leidet die Provinz Cajabamba unter verschiedenen Bergbaukonflikten, zunächst zwischen zwei Bergbauunternehmen, die Schürfrechte jeweils für sich beanspruchten, nun auch mit informellen Bergleuten.

  • Wie aus „One Laptop per Child“ 0,06 Laptops pro Kind werden und warum peruanische Schüler digital schreiben sollen

    Kinder mit OLPC-Laptop. Bild: ANDINA

    Eine interessante Interpretation von „One Laptop per Child“ (OLPC), zu Deutsch „Ein Laptop pro Kind“ bietet das peruanische Bildungsministerium. Denn dort wurden daraus nun 0,06 Laptops pro Kind. So überreichte Präsident Alan García Pérez heute in Rimac, einem Distrikt der peruanischen Hauptstadt Lima, feierlich 29.414 Exemplare der OLPC-Laptops, die auf Spanisch „Una Laptop Por niño“ heißen und stellte dabei fest, Peru sei jetzt nicht mehr ein passives, sondern ein interaktives Land. So wie einst Südkorea oder Singapur, wo es eine gesellschaftliche „Revolution“ gegeben habe.

    García sagte auch, es sei „schrecklich“, wenn er daran denken müsse, wie Peruaner bis heute alphabetisiert würden: Es würde beigebracht, „mit der Hand“ zu schreiben und zu lesen, „während in Europa, Japan, den Vereinigten Staaten und anderen entwickelten Ländern die Kinder im Schulalter digital alphabetisiert werden“, so García wörtlich. Die „Schuld“ hat er sich dann wohl auch selbst zuzuschreiben, seine Regierung führte eine aggressive Alphabetisierungskampagne durch – zumindest auf dem Land mit Stift und Papier.

    Wie das peruanische Bildungsministerium erklärte, werden in Lima 29.414 OLPC-Laptops verteilt, die dann von 455.366 Schülern, sowie 17.936 Lehrern genutzt werden sollen. Landesweit wurde für die kommenden Monate ein Projekt angekündigt, für das 230.705 OLPC-Laptops an 718.499 Schüler und 85.413 Lehrer in 16.412 Schulen verteilt werden. Das wären dann 0,32 Laptops pro Kind, beziehungsweise, rechnet man auch die Lehrer mit ein, 0,29 Laptops pro Nutzer.

    Peru ist Großabnehmer der OLPC-Laptops, zahlreiche Schulen, besonders im ländlichen Raum, wurden bereits damit ausgerüstet – dabei bekam zumindest an der INFOAMAZONAS bekannten Schule wirklich jedes Kind ein Exemplar. Neben den Laptops wurde in diesem Fall auch ein zentraler Computer für das Lehrpersonal eingerichtet.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Erdbebenserie erschüttert Zentral- und Südperu

    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.
    Epizentrum des Erdbebens bei Camaná. Bild: IGP.

    Eine Serie von Erdbeben hat vergangene Nacht Zentral- und Südwestperu erschüttert. Zunächst ließ ein Beben der Stärke 3,9 auf der Richterskala um 21:50:59 Uhr Ortszeit Ricardo Palma südlich der peruanischen Hauptstadt Lima erbeben, das Epizentrum lag in einer Tiefe  von 49 Kilometern. Um 1:32:18 Uhr Ortszeit zitterten dann Camaná und Moquegua, als ein Erdbeben der Stärke 4,7 auf der Richterskala vor der Küste die Städte erschütterte. Hier lag das Epizentrum rund 86 Kilometer Südostöstlich von Mollendo in einer Tiefe von 31 Kilometern. In Camaná war das Beben nach Angaben des peruanischen geophysischen Instituts IGP mit einer Stärke von II auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden sind bislang noch nichts bekannt.

  • Seit Wiedereröffnung bereits 13.400 Inka-Weg-Touristen

    Die Verluste durch die Schließung des Inka-Weges nach Machu Picchu nach den schweren Regenfällen im Januar und Februar diesen Jahres relativieren sich langsam. Nach Angaben der Machu Picchu-Verwaltung haben seit der Wiedereröffnung am 1. April 13.400 Reisende die Route zu Fuß zurückgelegt. Zuvor waren Teile des Weges durch Erdrutsche unpassierbar geworden und mussten wiederhergerichtet werden.

    Der Inka-Weg startet in Pisacucho auf der linken Seite des Vilcanota-Flusses. Von dort aus – auf 2.570 Metern über dem Meeresspiegel steigen die Wanderer auf 4.201 Meter auf, um dann wiederum auf 2.472 Meter dahin hinabzusteigen, wo sich die Ruinenstadt Machu Picchu befindet. Am Rande des Weges befinden sich verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie die Ruinen von Salapunku, Q’anabamba, Willkarakay, Q’entimarka, Patahuasi, Runkuraqay, Sayaqmarka, Qonchamarka, Phuyupatamarka, Yunkapata, Wiñaywayna, Intipunku, Choquesuysuy, Chachabamba, Waynaq’ente, Torontoy und Qorihuayrachina. Nach Angaben des peruanischen nationalen Kulturinstitutes INC dauert die Wanderung bis zu vier Tage und drei Nächte.

    Pro Tag beginnen rund 200 Besucher den Treck, zudem 300 Träger.

  • Peru: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen unbezahlten Urlaub

    Ein für außenstehende seltsam anmutendes Schauspiel lässt sich derzeit in Perus Regionalregierungen beobachten: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen plötzlich 120 Tage Urlaub. César Trelles Lara, Regionalpräsident von Piura schaffte es noch vor Freitag, José Murgia Zannier, Amtsinhaber in Piura war später dran, aber immer noch pünktlich, denn: Am 6. Juni war Abgabeschluss, ab da mussten alle diejenigen im „Urlaub“ sein, die an der Wahl am 3. Oktober diesen Jahres teilnehmen wollen. Und den Termin wollten die 11 Regionalpräsidenten im Sonderurlaub nicht verpassen.

    Direkte Wiederwahl wird in Peru nur ungern gesehen. Präsidenten dürfen es nicht, auch wenn das Diktatoren wie beispielsweise Alberto Fujimori nicht besonders interessiert. Regionalpräsidenten dagegen dürfen es, aber nur, wenn sie 120 Tage vor der Wahl unbezahlten Sonderurlaub nehmen. Damit soll verhindert werden, dass Kandidaten beispielsweise bei der Einweihung von wichtigen Bauwerken, die auf Staatskosten errichtet wurden, oder mit Verteilen von Geschenken Wahlkampf betreiben.

    So kommt es, dass Tumbes, Áncash, Huancavelica, San Martín, Madre de Dios, Loreto, Ucayali, Cajamarca, Lima, Piura und La Libertad in den kommenden Monaten in gewisser Weise „Kopflos“ sein werden. Derweil gibt es noch weitere, die sich gerne hätten aufstellen lassen, die 120 Tage waren ihnen aber zu viel. Bei manchen bestimmt eine Geldfrage, wird von anderen – wie beispielsweise dem Regionalpräsidenten von Puno – gemunkelt, sie hätten sich so mit ihren Stellvertretern überworfen, dass sie Angst hätten, ihnen das Ruder zu überlassen. Ganz aufgegeben haben sie aber noch nicht, derzeit geistert noch eine Gesetzesvorlage durch den peruanischen Kongress, die den vorgeschriebenen Urlaub von 120 auf 45 Tage verkürzen soll.

    In Madre de Dios macht Regionalpräsident Santos Kaway Komori bereits Nägel mit Köpfen. Bereits am Samstag, dem Tag, an dem der „Urlaub“ begann, fand bereits der Wahlkampfauftakt statt, so Alcides Arguedas, Reporter von Radio Madre de Dios, gegenüber INFOAMAZONAS.

    Bürgermeister haben es übrigens etwas einfacher: Sie dürfen sich auch so zur Wiederwahl aufstellen lassen. Allein bei Einweihungen müssen sie sich gebührend zurückhalten.

    Nachtrag 8.6.: Regionalpräsident von Cajamarca zieht den Rücktritt zurück

    Jesús Coronel Salirrosas, Regionalpräsident von Cajamarca hat inzwischen den Rücktritt von seinem Rücktritt erklärt. Er könne nicht verantworten, dass eine Person ohne Moral, die zudem einer ganzen Reihe von Unregelmäßigkeiten verdächtigt wird, seinen Posten übernehme und damit alle erreichten Fortschritte gefährde, so Salirrosas heute Morgen in Cajamarca. Kurz zuvor wollte sein Vize Aníbal Balcázar Torrejón unter dem Protest von Mitarbeitern der Regionalregierung Cajamarca seinen Posten als neuer Regionalpräsident antreten. Im April 2008 war Balcázar Torrejón auf frischer Tat ertappt worden, als er von einem Distriktbürgermeister 1.000 Nuevos Soles annahm, um diesem bei Wasser- und Abwasserprojekten „unter die Arme zu greifen“. Seine Partei, Fuerza Social, schloss ihn daraufhin aus.

  • Puno: 4 Tote bei Busunfällen in Carabaya und Sandia

    Mindestens vier Menschen wurden heute Morgen (Ortszeit) bei zwei Busunfällen in den südperuanischen Provinzen Carabaya und Sandia (Region Puno) getötet. Das berichtet die peruanische Nationalpolzei.

    Der erste Unfall ereignete sich gegen 8 Uhr Ortszeit, als ein Bus des Unternehmens „Sur Oriente“ auf Höhe des Yocara-Sees in der Provinz Carabaya von der Straße Macusani-Ayapata abkam und rund 70 Meter in die Tiefe stürzte. Dabei verstarb ein 12jähriges Mädchen, 11 Menschen wurden schwer verletzt in das Krankenhaus von Macusani eingeliefert.

    Nur eine Stunde später kam nicht weit entfernt bei Tiraca, in der Provinz Sandia, ein Kleinbus der Route Ayapata-Patambuco von der Straße ab und viel rund 40 Meter in den Abgrund. Dabei starben drei Menschen, darunter der Fahrer. 10 Personen konnten verletzt gerettet werden.

  • Tarapoto / San Martín: Erste zentrale Blutbank Perus eingeweiht

    Die Blutbank der Region San Martín. Foto: MINSA.
    Die Blutbank der Region San Martín. Foto: MINSA.
    Als erste peruanische Region hat San Martín gestern eine zentrale Blutbank eingeweiht. Das berichtet die staatliche Agentur ANDINA. Von der Blutbank sollen künftig alle öffentlichen und privaten Krankenhäuser mit Blutkonserven versorgt werden. Die Kosten für den Aufbau der Einrichtung beliefen sich nach Angaben des Regionaldirektors für Gesundheit, Roger Rengifo Campos, auf 5.096.374 Nuevos Soles.

    In Zukunft sollen in der Institution Experten die Blutspende selbst, sowie die Kontrolle und Aufbewahrung der Blutkonserven organisieren.

    In einem ersten Schritt werden in den kommenden Tagen 2.500 Soldaten einer Spezialeinheit des peruanischen Militärs Blut spenden.

  • Pucallpa / Ucayali: 6 Tote bei Busunfall

    Beim Absturz eines Überlandbusses sind in der peruanischen Region Ucayali bei Streckenkilometer 113 der Federico Basadre-Fernstraße sechs Menschen ums Leben gekommen, 35 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Das berichtet die peruanische Nationalpolizei. Aus noch ungeklärter Ursache war der Bus des Fuhrunternehmens Turismo Central heute Morgen gegen 4:05 Uhr von der Straße abgekommen und einen Abhang von mehr als 50 Metern Höhe hinabgestürzt.

    Der Bus war von Huánuco unterwegs nach Pucallpa.

    Drei Tote bei Bus-Crash in Huancavelica

    Auch die Region Huancavelica wurde von einem brutalen Crash heimgesucht. Drei Personen verstarben, als im Distrikt Acostambo (Provinz Tayacaja) ein Omnibus mit einem Mototaxi zusammenstieß.