300 Gramm Marihuana und eine Portion Kokain fanden überraschte Mitarbeiter des peruanischen Gefängnisinstitutes INPE bei einer Routineprüfung am vergangenen Samstag in einem Schuh, den ein Gefängnisarzt im peruanischen Chimbote in seinem Gepäck hatte. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Der Arzt war RPP zufolge seit 2008 bei dem Gefängnis angestellt.
Schlagwort: Drogen
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Jaén / Cajamarca: Drogenkurier geht Polizei mit 71 Kg PBC ins Netz
Ihr nervöses Auftreten machte sie verdächtig: Die Straßenpolizei Pucará (Provinz Jaén / Region Cajamarca) konnte zwei Personen im Alter von 35 und 30 Jahren festnehmen, die über 71 Kilogramm Kokain-Basispaste (PBC) – Grundstoff zur Kokain-Herstellung – in ihrem Fahrzeug nach Chiclayo (Region Lambayeque) transportieren wollten. Den Polizisten fiel bei einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle das seltsam nervöse Auftreten der beiden Drogenkuriere auf, woraufhin sie das Auto genauer unter die Lupe nahmen. Insgesamt fanden sie im Auto versteckt 34 backsteinförmige Päckchen, die mit Plastiktüten und Klebeband umwickelt waren. Ein Schnelltest bestätigte den Verdacht, dass es sich bei dem Inhalt der Päckchen um PBC handelte.
Das sofortige Geständnis eines der festgenommenen führte außerdem zur Kontrolle eines weiteren Fahrzeugs, in dessen Innenraum weitere 35 PBC-Päckchen gefunden wurden. Der 30jährige Fahrer und seine 26jährige Beifahrerin wurden ebenfalls festgenommen.
Sandía / Puno: Polizei beschlagnahmt 14 Kg PBC
Auch in der Provinz Sandía (Region Puno) gingen der Polizei Drogenkuriere ins Netz. Bei einer Verkehrskontrolle fanden die Polizisten im Rucksack eines Motorradfahrers versteckt 14 Kg PBC. Ersten Ermittlungen zu Folge stammen die Drogen aus dem Distrikt San Juan del Oro und sollten nach Arequipa transportiert werden.
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Kampf gegen Rauschgiftschmuggel: Peruanische Post kauft Röntgengerät
Zur Verhinderung des Drogenschmuggels setzt das peruanische Postunternehmen SERPOST künftig auf ein Röntgengerät. Das berichtet ANDINA. Mit dem Röntgengerät werden ab kommender Woche Brief- und Paketsendungen aus und nach Peru durchleuchtet, über verdächtige Sendungen wird dann sofort an die Antidrogenpolizei verständigt.
In den vergangenen Wochen waren mehrere SERPOST-Mitarbeiter entfernt worden, die Aktiv am Drogenschmuggel mitgewirkt hatten. Die Namen werden nach Angaben der Polizei noch geheim gehalten, um weitere Ermittlungen nicht zu erschweren.
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La Joya / Arequipa: Polizei beschlagnahmt 205 Kilogramm Drogen
Ein großer Fang gelang gestern der peruanischen Nationalpolizei PNP im Distrikt La Joya (Prov. / Reg. Arequipa). Sechs Monate hatte nach Angaben der Agentur ANDINA die Antidrogenpolizei Divandro Arequipa einen Kleintransporter beobachtet, gestern in den frühen Morgenstunden fanden sie im inneren des Fahrzeuges 104 Kilogramm des Kokain-Grundstoffes PBC (pasta básica de cocaina). Das PBC war in Form von Backsteinen verpackt. Der 22jährige Fahrer des Kleintransporters wurde festgenommen. Im Haus des festgenommenen konnten die Beamten anschließend weitere 101 Kilogramm PBC sicherstellen. Obwohl die Pakete in über einem Meter Tiefe eingegraben waren, entgingen sie dem Drogenspürhund „Black“ nicht, wie die Polizei berichtet.
Ersten Ermittlungen zufolge stammt die „Lieferung“ aus Ayacucho. Von Arequipa sollte sie, so die Polizei, über Tacna nach Chile geschmuggelt werden.
Der Distrikt La Joya liegt ca. eine Autostunde von Arequipa entfernt und zählt rund 24.192 Einwohner.
Polizei beschlagnahmt 143 Kilogramm PBC in Andahuaylas
Auch in Andahuaylas (Region Apurímac) wurde die Polizei fündig. So konnten 143 Kilogramm PBC, mehrere Schusswaffen, sowie zwei Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Vier mutmaßliche Drogenschmuggler wurden festgenommen, von denen einer bereits mehrfach wegen Drogenschmuggels vorbestraft war. Bei der Festnahme von drei der Schmuggler kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, wobei eine Person verletzt wurde.
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Straßenkontrollstationen mit Anti-Drogen-Labors kommen in drei Monaten
In drei Monaten sollen im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) die ersten Stationen zur Kontrolle des Transports chemischer Stoffe stehen. Das meldet die Agentur ANDINA unter Berufung auf Rómulo Pizarro, Präsident der peruanischen Antidrogenkommission DEVIDA. Mit den fest installierten und mobilen Labors soll der Transport bestimmter Chemikalien wie beispielsweise Kerosin, die zur Produktion von Drogen benötigt werden, kontrolliert und unterbunden werden.
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Mario Vargas Llosa fordert Legalisierung von Drogen
Ungewöhnliche Töne vom peruanischen Dauernobelpreiskandidat: In seiner Kolumne „piedra de toque“ der spanischen Tageszeitung „El País“ fordert Vargas Llosa die Legalisierung diverser Drogen. Nur so könnten lateinamerikanische Regierungen den Krieg gegen die Drogenmafia gewinnen, die, so Llosa, Mexiko fest im Griff hat und sich in Kolumbien, Bolivien und Peru, etwas langsamer auch in Chile und Uruguay verbreitet. Das sei die derzeit größte Bedrohung für die Demokratie in Lateinamerika, größer noch als der „autoritäre Populismus Hogo Chávez‘ und seiner Sateliten[staaten]“. Deshalb sollten, begleitet von entsprechenden Informationskampagnen, diverse Drogen legalisiert werden. Das Geld, das man dann bei den Antidrogenaktionen einspare, verpulvere derzeit und könnte dafür und für Entziehungsmaßnahmen eingesetzt werden.
Bis dahin sieht Vargas Llosa aber noch einen schweren Weg, bei dem nicht nur die Personen, die sich aus Prinzip gegen die Legalisierung von Drogen aussprechen, überzeugt werden müssten. Vor allem diejenigen, die von der Illegalität der Drogen lebten – also Drogenkartelle, Produzenten, Schmuggler, etc. – würden sich dagegen stemmen, so Llosa.
„Es ist absurd, einen Krieg zu erklären, den die Drogenkartelle bereits gewonnen haben“.
Kolumne von Vargas Llosa in „El País“
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DEVIDA: Drogeneinstiegsalter in Peru liegt unter 13 Jahren
Bereits mit 12,6 Jahren kommen im Durchschnitt in Peru spätere Abhängige mit Drogen in Kontakt. Das gab Rómulo Pizarro, Präsident des staatlichen peruanischen Antidrogeninstitutes DEVIDA bekannt. Gleichzeitig habe sich die Zahl der Drogenabhängigen erhöht. So sei Peru inzwischen nicht mehr nur ein Drogenexportland, so Pizarro.
Während der Kokainmissbrauch in den vergangenen Jahren stark anstieg, nahm der Marihuanakonsum stetig ab.
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Das (nicht nur) peruanische Coca-Problem
Die Blätter des Coca-Strauches wurden von zahlreichen und werden von einigen andinen Kulturen als etwas sakrales verwendet, in religiösen wie auch in weniger religiösen Zeremonien. Viele Familien schwören auf Coca-Tee oder Mate de Coca als Hausmittel gegen fast jede nur vorstellbare Krankheit. Wanderer, Pferde- und Touristenführer schwören auf Coca-Blätter, um nicht höhenkrank zu werden. Bei Gemeinschaftsarbeiten auf dem Land geht eine Tüte mit den getrockneten Blättern im Kreis durch die Gruppe. Und wie man sich anderswo auf ein Bierchen in der Kneipe trifft, kann es auch ein „bola“ genanntes Coca-Bällchen in der Backe tun, dessen Wirkung durch etwas Kalk verstärkt wird.
Das Problem: Ein großer -möglicherweise der größte – Teil des angebauten Cocas geht nicht in die Teeproduktion, wird nicht gegen Höhenangst, für religiöse Zeremonien oder als Bierersatz verwendet. Er wird in improvisierten Labors zu „Pasta Básica“ verarbeitet, was einen ersten Schritt zur Kokainproduktion darstellt. Darunter leiden dann nicht nur die Gesellschaften der Länder, in die das fertige Kokain dann „exportiert“ wird.
Klein- und Großbauern an den östlichen Hängen der Anden produzieren Coca. Ein Teil davon wird von dem staatlichen peruanischen Cocamonopolisten ENACO aufgekauft – Coca, das dann z.B. zu Tee weiterverarbeitet wird. Ein weiterer Teil geht in den „privaten“ Gebrauch, wird vom Produzenten selbst oder – wie Organisationen wie der Verband der Cocabauern Perus richtigerweise erklären – auf „traditionelle Weise“ z.B. in Zeremonien religiösen Charakters konsumiert. Wo ENACO aber nicht aktiv und eine andere Einnahmequelle nicht vorhanden ist, kommen diese Bauern leider viel zu oft bewusst oder unbewusst in die Fänge der Drogenmafia. Diese ist technisch sehr modern aufgestellt und verfügt über eigene Kampfeinheiten, was in den vergangenen Monaten bei zahlreichen Angriffen auf Posten der peruanischen Polizei oder des Militärs in den Tälern der Flüsse Apurímac und Ene (VRAE) schmerzlich offensichtlich wurde. Erst gestern kam bei einem solchen Angriff auf eine Kaserne ein Soldat ums Leben. Vor wenigen Wochen hatten Kampfeinheiten der Drogenmafia einen Hubschrauber der peruanischen Armee abgeschossen, als dessen Besatzung verletzte Soldaten bergen wollte.
Mehrere Radio- und Fernsehsender, die im VRAE angesiedelt sind haben deshalb nun eine Kampagne gestartet, die eine neue Debatte anfachen soll. „La hoja de Coca ahora es sagrada?“ Ist das Coca-Blatt noch heilig?
In einem kurzen Video wird dargestellt, dass Coca auch schon von den Kolonialherren missbraucht wurde. So wurden Minen- oder Plantagenarbeiter angehalten, in großen Mengen Coca zu konsumieren – um anschließend noch härter arbeiten zu können, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Der kurze Film im CHACHABLOG soll der Beginn sein zu einer unregelmäßigen Serie von Beiträgen zur Coca- und Kokainproblematik in Peru, ein Problem, das in Peru schon mehrere Jahrzehnte debattiert und noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, auf der Tagesordnung bleiben wird.
httpv://www.youtube.com/watch?v=b–6pcs6-RQ
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Kopfgeldjäger aufgepasst: Peruanische Regierung bietet 1.000.000 Soles für gefangene Terroristen
Mit Belohungen von bis zu einer Million Nuevos Soles kann die peruanische Regierung diejenigen glücklich machen, die Tipps über den Aufenthaltsort von hohen Terroristenführern in Peru geben, die zur Fassung dieser führen. Das geht aus einem heute veröffentlichten Regierungsdekret hervor. Demnach kann mit mit zu 1.000.000 Nuevos Soles belohnt werden, wer zur Festnahme eines „politisch-militärischen Führers“ beiträgt. Bis zu 500.000 gibt es „schon“ für Anführer kleinerer Terroreinheiten, sowie deren Logistikbeauftragte. Bezahlen müssen das ganze in Teilen das peruanische Verteidigungs- und das Innenministerium. Mehr als 10-15 Tipps scheint die peruanische Regierung allerdings selbst nicht zu erwarten: Der auszahlbare Gesamtbetrag wurde bei 10 Millionen Nuevos Soles gedeckelt.
Bis gestern lagen die Beträge noch bei 500.000 für einen politisch-militärischen Kopf und 300.000 für lokale Anführer, sowie Logistikbeauftragte. Durch die höheren Beträge hofft die peruanische Regierung genauere Tipps über die Aufenthaltsorte von Terroristen.
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Eingebaut in Tür: Polizei beschlagnahmt 244 Kilo Kokain
Nicht schlecht staunten die Polizeibeamten der peruanischen Antidrogenpolizei DIRANDRO bei der Durchsuchung eines Hauses in Carabayllo (Lima). Eingebaut in Holztüren fanden sie dort insgesamt 244 Kg Kokain, das so versteckt nach Mexiko gebracht werden sollte. Nach dem Tipp eines Informanten hatten die Polizisten das Haus Ende vergangener Woche genauer unter die Lupe genommen. Im Haus selbst befanden sich zwei Peruaner und ein Ecuatorianer, die festgenommen wurden. Die Polizei vermutet, dass das Kokain, das in 225 kleine Päckchen verpackt war, per Schiff nach Mexiko transportiert werden sollte.
Nach Angaben des Direktors der Antidrogenpolizei Barta war die Idee mit den „gefüllten“ Türen keine neue. In vorhergehenden Operationen habe man bereits Holzbretter mit 144Kg „Kokainfüllung“ beschlagnahmen können, so Barta.
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