Schlagwort: Drogen

  • Premierminister Lerner Ghitis: Coca-Strauch-Vernichtung wird fortgesetzt

    Perus Premier Salomon Lerner Ghitis vor dem Parlament: Foto: Carlos Lezama / ANDINA
    Perus Premier Salomon Lerner Ghitis vor dem Parlament: Foto: Carlos Lezama / ANDINA

    Der peruanische Premierminister Salomon Lerner Ghitis hat gestern in seiner Erklärung vor dem Parlament klar gestellt, dass die Vernichtung illegaler Coca-Pflanzungen durch Polizei und Militär Teil der Strategie der derzeitigen Regierung ist. Man werde keine einzige Droge legalisieren, illegale Coca-Anbauflächen und deren Zunahme nicht dulden und mit der Vernichtung von Coca-Pflanzen fortfahren, so Lerner Ghitis. Coca ist einer der Grundstoffe für die Herstellung des Rauschgifts Kokain.

    Gleichzeitig stellte Lerner Ghitis aber klar, die Coca-Vernichtung sei nicht die einzige Strategie der Regierung. So lobte der Premierminister auch das Modell der Region San Martín, in der die illegalen Coca-Pflanzungen durch die Förderung alternativer landwirtschaftlicher Produkte stark gesenkt werden konnten und kündigte an, dieses Modell auch auf andere Regionen ausweiten zu wollen. Hinzu kommen solle dann noch eine stärkere Kontrolle von Chemikalien, die zur Drogenproduktion genutzt werden und die bessere Ausrüstung der Antidrogenpolizei.

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  • Patáz / La Libertad: Polizei gelingt Schlag gegen Marihuana-Mafia

    Der peruanischen Antidrogenpolizei ist in Pueblo Libre (Distrikt Huancaspata / Provinz Patáz / Region La Libertad) ein Schlag gegen die Drogen-Mafia gelungen. Die Beamten folgen der Spur eines Dealers, der 2008 in Puente Piedra (Lima) festgenommen worden war. Bei ihrer Suche stießen sie in einem abgelegenen Tal in der Region Libertad auf 85 Hektar Marihuana-Felder, die von örtlichen Kleinbauern gehegt wurden. Diese wiederum verdienten mit der Produktion von bis zu 800 Kilo Marihuana monatlich weit mehr, als sie mit anderen landwirtschaftlichen Produkten eingenommen hätten, berichtet die Tageszeitung „La República“. Damit hätten die Financiers, die auch Setzlinge und spezielle Zuchttechniken mit ins Tal gebracht hatten, die Bauern können, so die Polizei. Nach der Ernte wurden die Drogen dann über Tumbes und Piura nach Ecuador, beziehungsweise über Tacna nach Chile geschmuggelt. Die Marihuana-Zucht wurde zerstört. Für die kommenden Tage sind weitere Aktionen gegen weitere Marihuana-Pflanzungen in Challas und Cochacara geplant.

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  • Sachapoyas / Amazonas: Polizei zerstört Mohnfelderfelder

    Die Antidrogenpolizei Chachapoyas hat bei Sachapoyas (Distrikt Bagua Grande / Provinz Utcubamba) drei Mohnfelder zerstört, deren Ernte zur Opiumproduktion genutzt werden sollte. Das berichtet die Lokalzeitung „Ahora“. Zudem wurden eine Tüte Marihuana und mehrere Kilogramm Mohnsamen beschlagnahmt. Zwei Personen wurden festgenommen. Um zu den Feldern zu kommen, mussten die Polizisten gemeinsam mit Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft 12 Stunden zu Fuß gehen. Wie „Ahora“ berichtet, mussten auch die festgenommenen die über 12stündige Reise zum Kommisariat Bagua Grande zu Fuß auf sich nehmen.

    Sachapoyas hat 383 Einwohner.

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  • Drogen und Todesstrafe: Neues vom peruanischen Wahlkampf

    Vater vergewaltigt eigenes Kind, 3.257 Fälle von Kindesmissbrauch im Jahr 2010 – beides Schlagzeilen der peruanischen Tageszeitung „Peru.21“, die den Kandidatinnen und Kandidaten für den aktuellen Präsidentschaftswahlkamp ein neues (altes) Thema aufdrängen. Diese nehmen den Ball auf, allen voran Diktatoren-Tochter Keiko Fujimori, die bereits seit Beginn ihrer Kampagne mit der Einführung der Todesstrafe für Kinderschänder wirbt. Auch der aktuelle peruanische Präsident Alan García hatte damit 2006 Wahlkampf betrieben, als der peruanische Kongress aber nach der Wahl Ablehung signalisierte, machte er einen Rückzieher.

    Dabei ist das Problem „Kindesmissbrauch“ in Peru offensichtlich ein großes, was die oben genannte Zahl, die auf das peruanische Frauen- und Sozialentwicklungsministerium zurückgeht, erschreckend eindrücklich zeigt. Dessen sind sich auch die anderen Kandidaten bewusst. Allerdings erklärten Alejandro Toledo, Pedro Pablo Kuczynski und Ollanta Humala, alle drei in den Umfragen mit vorne, ihre Ablehnung der Todesstrafe, bei gleichzeitiger Forderung nach Einführung wirklich lebenslanger Haft für Sexualstraftäter und ein stärkerer Fokus auf deren Opfer. Kandidat Luis Castañeda äußerte sich heute nicht öffentlich zum Thema, hatte aber in der Vergangenheit wiederholt die Einführung der Todesstrafe gefordert.

    Drogen und Haartests

    Ein wichtiges Thema fand dieser Tage eine extreme Trivialisierung: Das Thema „Drogenprobleme“ wurde auf die Forderung mancher Kandidaten reduziert, alle Konkurrenten sollten eine Haarprobe für einen Drogentest bereitstellen. Angestoßen hatte das Thema Ex-Präsident Alejandro Toledo, als er auf einer Pressekonferenz von der „Legalisierung von Drogen“ sprach – später aber erklärte, dies sei nicht sein politisches Ziel. Keiko Fujimori nahm das Thema dankend an und ließ sich zum Drogentest publikumswirksam einige Haare abschneiden. Pedro Pablo Kuczynski und Luis Castañeda verkündeten, es ihr gleich tun zu wollen. Ex-Präsident Alejandro Toledo sprach sich dagegen aus. Ollanta Humala bezeichnete den Untersuchungs-Vorschlag als „sinnloses Spektakel“ und schlug vor, stattdessen einen „Patriotismustest“ durchzuführen. Vorschläge, wie gegen die in Peru aktive Drogen-Mafia vorgegangen werden soll, gab es bislang nicht. Alle Kandidatinnen und Kandidaten haben einen „Wahl-Ethik-Pakt“ unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, ihre Kampagne, sowie ihr Umfeld frei vom Drogengeschäft zu halten.

    Abtreibung

    Auch das Thema Abtreibung wurde erneut kontrovers diskutiert. Während sich alle Konkurrenten in der Umfragen-Spitzengruppe gegen die Legalisierung (bei Tollerierung der Abtreibung im Falle einer Gefährdung der Mutter) aussprachen, erklärte Alejandro Toledo, die Frage der Abtreibung sei ein Thema der „persönlichen Freiheit“.

    Toledo führt die Umfragen an

    In den jüngsten Umfragen liegt Alejandro Toledo leicht über 30%, mit rund 10% weniger liegen Keiko Fujimori und Luis Castañeda ungefähr gleich auf. Den vierten Platz belegt Ollanta Humala. Insgesamt treten 11 Kandidatinnen und Kandidaten gegeneinander an.

    MEHR zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial.

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  • Wikileaks: US-Botschaft berichtet über Drogenschmuggel und Korruption in peruanischer Armee

    Sollten sich die Berichte des US-Botschafters in Peru an seine Regierung bestätigen, die über die Enthüllungsplattform Wikileaks von der spanischen Tageszeitung El País veröffentlicht wurden, steht dem peruanischen Militär ein gigantischer Skandal um Drogenschmuggel und Korruption ins Haus. Botschafter Michael McKinley, der sich auf Mitglieder der Armee selbst, sowie auf mehrere Experten aus dem Bereich Drogenschmuggel bezieht, berichtet in einer Nachricht vom 12. März 2009, einige militärische Führungskräfte aus der Montesinos-Zeit würden bis heute am Drogenhandel mit verdienen, eine Schmugglerroute würde gar von ihnen selbst organisiert. Vladimiro Montesinos, für die Bekämpfung bestimmter, zugunsten der Förderung anderer Drogenschmuggler bekannt, war Berater des peruanischen Ex-Diktators Alberto Fujimori.

    Ausdrücklich genannt wird der ehemalige Armee-Chef Edwin Donayre, der offiziell wegen chilefeindlicher Äusserungen zurücktreten musste. So wird von einem Militärangehörigen berichtet, der dem Botschafter von einem Zusammentreffen Donayres mit dem damaligen Vorsitzenden der Fischervereinigung Piura, Roland Velasco, erzählte, in dem es offiziell um Themen der Fischerei ging, obwohl bereits zuvor alle entsprechenden Treffen und Verträge abgeschlossen und unterzeichnet gewesen sein sollen. Nach Angaben des Informanten ging es vielmehr darum, den Schmuggel von unter Fischen versteckten Drogenladungen zu koordinieren. Velasco wurde 2007 festgenommen, als er versuchte, unter einer Ladung gefrorenen Fisches 840 Kilogramm Kokain zu schmuggeln. Auch an anderer Stelle kommt Donayre schlecht weg: So wird in McKinleys Schreiben gemutmaßt, er sei in die Veruntreuung großer Mengen Treibstoff verwickelt, ebenso wie sein Vorgänger César Reynoso, der aus diesem Grund zurücktreten musste.

    Noch mehr Sprengstoff bietet wohl die Einschätzung, die peruanische Militärführung habe den Erfolg militärischer Operationen in den zentralen Drogenproduktionsgebieten – insbesondere im Tal der Flüsse Apurímac und Éne (VRAE) – aufgebauscht. Einzelne Mitglieder hätten sogar kein Interesse an großen Fortschritten im Kampf gegen den Drogenhandel da sie dort, im VRAE, im großen Stil daran mitverdienen würden. Eher würden einzelne Operationen gegen Terrorzellen des „leuchtenden Pfades“ als Großoffensiven gegen Terroristen und Drogenproduzenten dargestellt, um dem politischen Druck etwas zu entgehen.

    Als weiteren Beleg für die Kooperation zwischen einzelnen Drogenbaronen und peruanischen Militärs gibt die Depesche eine „geheime“ Start- und Landebahn für Drogenflieger im VRAE an, die sich nach Berichten der Tageszeitung „La República“ in Sichtweite einer Militärbasis befindet. Als 2007 ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Flugzeug bei einem Startversuch verunglückte, soll es von Militärangehörigen zerlegt und in einem Fluss versenkt worden sein. Als die Polizei wenig später einige Teile barg, erklärte die Armeeführung es sei das erste Flugzeug gewesen, das man bemerkt habe. Eine Quelle der US-Botschaft in Lima dagegen ging davon aus, dass das Militär selbst Erbauer der Startbahn war.

  • Pisco / Ica: 290 Kilo Kokain in Tankwagen entdeckt

    Ein großer Fund gelang der Staatsanwaltschaft Pisco. Bei einer Lastwagen-Kontrollaktion ging den Ermittlern ein Tanklaster ins Netz, in dessen Kessel insgesamt 129 Päckchen versteckt waren, die rund 290 Kg Kokain enthielten. Das berichtet die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA. Der Fahrer wurde festgenommen.

  • Moquegua: Polizei beschlagnahmt eine Tonne Kokain

    Die peruanische Nationalpolizei PNP hat in der Region Moquegua in der Nähe eines Industriekomplexes eine Tonne Kokain beschlagnahmt und fünf Verdächtige festgenommen. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Den Verdächtigen wird vorgeworfen Drogen ins südliche Nachbarland schmuggeln zu wollen.

    Neben dem Rauschgift wurde auch ein Tankwagen, sowie ein PKW beschlagnahmt.

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  • Callao: Peruanische Polizei beschlagnahmt Kokain-Container

    Ein harter Schlag gegen die Drogenmafia ist der peruanischen Antidrogenpolizei gelungen. Wie AméricaTV berichtet, wurde heute in den frühen Morgenstunden ein Container beschlagnahmt, der mehr als eine Tonne Kokain enthielt und über den Hafen von Callao nach Südafrika transportiert werden sollte. Das Rauschgift war auf 29 Paletten zu je 20 Tüten verteilt und zwischen Windeln versteckt.

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  • Piura: Drogenschmuggler errichten eigenen Hafen

    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.
    Die Schmuggel-Chronologie. Grafik: La República.

    Die peruanische Antidrogenpolizei hat eine spanisch-peruanische Verbrecherorganisation aufgedeckt, die als Schwefel getarnt große Mengen Kokain von Piura (Nordperu) nach Bilbao (Spanien) schmuggeln wollte. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“ in ihrer Internetausgabe. Fast vier Tonnen Kokain gemischt mit Schwefel konnte die Polizei beschlagnahmen.

    Die Drogenschmuggler hatten einiges investiert, um ihr illegales Geschäft zu betreiben. Nach Angaben der Polizei errichtete die Verbrecherorganisation in einem Industriegebiet in Paita (Piura) einen eigenen Landungssteg, von dem aus der angebliche Schwefel über die bei der peruanischen Hauptstadt Lima liegende Hafenstadt Callao nach Bilbao transportiert werden sollte. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft ist der peruanischen Polizei mit dem Ausnehmen des Schmugglerrings ein harter Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Unter den inzwischen verhafteten Drahtziehern soll auch ein Mitarbeiter des peruanischen Zolls sein.

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  • Peruanische Antidrogenpolizei beschlagnahmt 500 Kilo Kokain und zerstört Drogenlabor

    Der Antidrogenpolizei Tingo María (Region Huanuco) ist ein wichtiger Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Im Distrikt Monzón (Provinz Huamalíes) konnte nach Angaben des Informationsdienstes INFOREGION nicht nur ein geheimes Drogenlabor zerstört, sondern auch noch über eine halbe Tonne Kokain beschlagnahmt werden. Zudem wurden mehrere Waffen, verschiedene Chemikalien, Generatoren, Gasflaschen, mehrere Mikrowellen, sowie eine Funkanlage gefunden.

    Nach ersten Ermittlungen der Polizei sollen die Drogenproduzenten mit einem mexikanischen Drogenkartell in Verbindung gestanden haben.

    Das Drogenlabor lag in der Nähe des 336-Einwohner-Dörfchens Agua Blanca.

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