• Lima: Präsident García eröffnet zum zweiten Mal unfertige S-Bahn

    Zum zweiten Mal wird der peruanische (noch-)Präsident Alan García Morgen die S-Bahn der Hauptstadt Lima eröffnen. Bereits 1990 hatte García, kurz vor dem Ende seiner ersten Amtszeit, die bis dahin 1,8 Kilometer Zugstrecke eröffnet. In den darauffolgenden 16 Jahren standen die Arbeiten an dem Projekt dann weitgehend still. Obwohl inzwischen westentlich länger, liegt auch diesmal wieder der Bau weit hinter den Planungen zurück. Bei der morgigen Eröffnung wird die Strecke zwischen Villa El Salvador und Cercado de Lima präsentiert. Eigentlich sollte die S-Bahn zum jetzigen Zeitpunkt schon bis nach San Juan de Lurigancho gehen.

    In den vergangenen Wochen hatte es von diversen Limenischen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern – darunter Metropol-Bürgermeisterin Villaran – Kritik an der Ausführung der Bauarbeiten gegeben. So wurde moniert einige Haltestellen seien zu klein und verfügten über keine Nottreppen. Ein Bürgermeister verglich gar die gigantischen Betonpfeiler, auf denen der Zug fahren soll, mit der Berliner Mauer.

    Eigentlich hat Alan García angekündigt, 2016 nicht mehr für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. Dennoch scheint er sich bereits im Wahlkampf zu befinden. So wurde in Lambayeque nun in seiner Gegenwart das Hospital Regional Docente Las Mercedes de Lambayeque eröffnet – das sich bislang im Rohbau befindet. Vor rund zwei Monaten war García in der Nähe von Jaén (Cajamarca) zur Einweihung eines lokalen Stromnetzes eingeladen. Wie ein lokaler Radiosender am nächsten Morgen berichtete, waren für das symbolische „Anschalten“ eines großen Lichtschalters eigens Dieselgeneratoren an- und nachher wieder abtransportiert worden. Das Stromnetz selbst soll zu diesem Zeitpunkt noch nicht einsatzbereit gewesen sein.

  • Humala trifft auf Obama

    Geplant war es eigentlich nicht, dennoch traf der künftige peruanische Präsident Ollanta Humala im weißen Haus mit US-Präsident Barack Obama zusammen. Man habe über „verschiedene Themen“ gesprochen und vor allem Erfahrungen ausgetauscht, so Humala auf der anschließenden Pressekonferenz. Zudem habe Obama ihn für November zum APEC-Gipfeltreffen auf Hawaii eingeladen. Mit Blick auf sein politisches Programm sprach Humala von Übereinstimmung in der Frage, dass wirtschaftliches Wachstum auch mit einer gerechten Verteilung einhergehen müsse.

    Eigentlich war Humala nach Washington gereist, um dort mit der US-Außenministerin Hillary Clinton, den Sicherheitsberatern von Präsident Obama, sowie dem Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OEA), José Miguel Insulza zu treffen.

  • Peruanische Regierung knickt vor Gentechnik-Lobby ein

    Die peruanische Regierung hat einem Beschluss des peruanischen Parlaments die Unterschrift verweigert, der ein 10jähriges Einfuhrmoratorium für genetisch modifizierte lebende Organismen (OVM) vorsah. Damit tritt das Moratorium vorerst nicht in Kraft und wird erneut den Kongressabgeordneten vorgelegt. Landwirtschaftsminister Jorge Villasante erklärte, ein 5jähriges Moratorium reiche vollkommen aus, um ein System zur Kontrolle der gentechnisch veränderten Organismen aufzubauen. Zudem verhindere das Moratorium die Einfuhr von Impfstoffen auf Basis von OVM und werde dem Handel mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Uruguay und Argentinien, sowie den CAN-Staaten Bolivien und Kolumbien schaden.

    Am 7. Juni hatte der peruanische Kongress beschlossen, den Import genetisch veränderter Organismen für Anbau und Züchtung für die kommenden 10 Jahre zu untersagen. Während dieser Zeit sollten neue Erkenntnisse gewonnen werden, ob OVM die peruanische Biodiversität beeinträchtigen. Im peruanischen Ministerkabinett gewann offenbar mit der nun erfolgten Entscheidung Landwirtschaftsminister Oberhand gegenüber Umweltminister Antonio Brack, der sich wiederholt für ein „Gentechnikfreies Peru“ ausgesprochen hatte. In der Landwirtschaftskommission des Kongresses hatte Brack betont, Peru sei technisch nicht in der Lage, Gentechnik zu kontrollieren. Unterstützt wurde er dabei von zahlreichen Gentechnik-Gegnern, darunter die Gastronomievereinigung Apega, zahlreiche Landwirtschaftsverbände, sowie das Forum „Peru frei von Gentechnik“.

    Der peruanische Kongress könnte nun auf dem 10jährigen Moratorium beharren, damit würde es auch ohne Unterschrift des Präsidenten in Kraft treten. Wahrscheinlich ist das nicht, da sich die Regierungspartei APRA, die im Moment auch den Kongresspräsidenten stellt, von Beginn an für ein kürzeres Moratorium ausgesprochen hatte und deshalb wohl versuchen wird, die Entscheidung weiter hinauszuzögern. Dann würde sich – wenn überhaupt – erst der neu zusammentretende Kongress nach dem 28. Juli wieder des Themas annehmen.

    Kürzlich war bekannt geworden, dass einer der Berater des Landwirtschaftsministers in Fragen der Gentechnik, Alexander Grobman Tversqui, gleichzeitig über die NGO PeruBiotec Lobbyarbeit für die Gentechnik-Industrie betreibt. Das Ministerium trennte sich inzwischen von dem Berater.

  • Bürgerwehr findet Überreste des zersägten „Cruz de Motupe“

    Cruz de Motupe (Chalpón). Bild: Canal N.
    Cruz de Motupe (Chalpón). Bild: Canal N.

    Angehörige einer örtlichen Bürgerwehr haben die Reste des gestern gestohlenen Kreuzes von Motupe („Cruz de Motupe“) gefunden. Nur wenige Kilometer von der Wallfahrtsgrotte entfernt, in der das Kreuz normalerweise steht, entdeckten sie fünf Holzstücke. Diese wurden inzwischen als Teile des Kreuzes identifiziert. Die Diebe hatten es zersägt, vermutlich um an die Gold- und Silberverziehrungen und Edelsteine zu kommen. Brandspuren an den Holzstücken weisen darauf hin, dass man versuchte, die Spuren zu verwischen.

    Nachdem die Spurensicherung die Fundstelle abgesucht hatte, wurde das Kreuz provisorisch zusammengesetzt und unter Glockenleuten von einer großen Prozession zurück in seine Kirche begleitet.

    Das im 19. Jahrhundert angefertigte Kreuz von Motupe steht normalerweise auf dem Cerro Chalpón, einem der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte Perus. Es wurde gestern auf noch ungeklärte Weise entwendet, obwohl mehrere Wachleute nur wenige Meter entfernt wachten. Präsident García und sein Ministerkabinett kündigten an, 20.000 Nuevos Soles für die Restaurierung des Kreuzes zu spenden.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=ZIt18RVCckE

  • Peruanische Kulturgüter im Ausland: Das neue Yale heißt Göteborg

    Nach der Universität Yale hat sich der peruanische Präsident Alan García ein neues Ziel der Kulturgüterrückführung auf die harte Tour ausgesucht. Nachdem Yale bereits einen Teil der Anfang des vergangenen Jahrhunderts von Machu-Picchu-„Entdecker“ Hiram Bingham mitgenommenen Fundstücke zurückführte und den Rücktransport aller weiteren Stücke bereits angekündigt wurden, trifft es nun das Världskulturmuseet Göteborg (Weltkulturmuseum Göteborg). Im Bezug auf das Forschungsmuseum erklärte García, die Stadtverwaltung Göteborg sei „Komplize bei der Entwendung von mehr als 100 Webtüchern der Paracas-Kultur, die vor 2.000 Jahren eine Webtechnik entwickelte, die nach Anzahl der Fäden nicht einmal heutige Maschinen erreichen.“ Deshalb habe man Interpol eingeschaltet und rechtliche Schritte eingeleitet, so García.

    Bislang war die peruanische Regierung mit Belegen ihres Vorwurfs der illegalen Ausfuhr der Stücke sehr zurückhaltend. Angeblich sollen diese in den 1930er Jahren aus Peru geschmuggelt worden und über Umwege in das Museum gelangt sein. Bereits seit mehreren Monaten liefen Verhandlungen zwischen Vertretern Perus und den Behörden der zweitgrößten Stadt Schwedens. Die Museumsverantwortlichen aus Göteborg gaben sich überrascht über die nun erfolgte Verschärfung des Tons von peruanischer Seite. Nach ihrer Ansicht waren die Verhandlungen über die Rückgabe bereits fortgeschritten gewesen. Deshalb sei man nun „sehr erstaunt“, so der Göteborger Kulturbürgermeister Björn Sandmark gegenüber der Tageszeitung „Peru21“.

    Peru verfolgt in den vergangenen Jahren das Ziel, insbesondere illegal ausgeführte historische Objekte zurückzuführen.

  • Peruanischer Wallfahrtsort ausgeraubt: Unbekannte stehlen „Cruz de Motupe“

    Unglaublich: Unbekannte haben das bei peruanischen Wallfahrern beliebte und verehrte Kreuz von Motupe („Cruz de Motupe“) gestohlen. Nach Angaben von Anwohnern wurde ein Wachmann bewusstlos geschlagen und gefesselt. Möglicherweise haben es die Räuber auf die Verzierungen aus Gold, Silber und Edelsteinen abgesehen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

    Das vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts angefertigte Kreuz von Motupe steht normalerweise in der Nähe der nordwestperuanischen Stadt Chiclayo auf dem Cerro Chalpón und wird Jahr für Jahr von tausenden Gläubigen besucht, insbesondere während der Hauptfeierlichkeiten um den 5. August.

    Wie Canal N berichtet, beteiligen sich an der Suche neben 150 Polizisten auch hunderte Freiwillige aus der Umgebung.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=kJIRegBYtTI

  • Schneefälle in Südperu

    Starke Schneefälle haben in den südlichen Hochanden für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Davon sind auch zahlreiche Touristen betroffen. Der Inca-Trail nach Machu Picchu bleibt vorerst geschlossen, bis der Warmiwañusqa-Pass (4.211m ü. Meeresspiegel) wieder begehbar ist. Auch mehrere Straßen sind derzeit unpassierbar, darunter die Route Cusco-Quillabamba auf Höhe des Málaga-Passes. Auch die Straße von Yanatile nach Calca (Region Cusco) ist betroffen, nach Angaben örtlicher Medien stecken mehr als 100 Fahrzeuge fest.

  • Peru hat jetzt ein Datenschutzgesetz

    Der peruanische Kongress (Congreso de la República). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der peruanische Kongress (Congreso de la República). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Der peruanische Präsident Alan García hat das Datenschutzgesetz unterzeichnet, das der Kongress vor rund zwei Wochen verabschiedet hatte. Damit kann es nun in Kraft treten.

     

    Durch das Gesetz wird unter anderem geregelt, dass der Verwendungszweck von Daten bei der Erhebung angegeben werden muss und eine Kreuzung dieser Daten nur in Ausnahmefällen – beispielsweise zur Kriminalitätsbekämpfung – zulässig ist.

  • Ucayali: Flugzeug stürzt in Yarinacocha-See / Passagiere leicht verletzt

    Beim Absturz eines Kleinflugzeuges in den Yarinacocha-See (Provinz Coronel Portillo / Region Ucayali) wurden gestern sieben Personen leicht verletzt, darunter auch ein Baby im Alter von sieben Monaten. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilt, war das Flugzeug auf dem Weg zum Flughafen aus noch ungeklärter Ursache in Schieflage geraten und in dem See notgelandet. Dank der Hilfe lokaler Hafenarbeiter aus Nueva Luz de Fátima, Nationalpolizei und Marine konnten alle Passagiere gerettet und in mit leichten Stirnverletzungen in eine nahegelegene Gesundheitsstation eingeliefert werden.

    Der drei Kilometer lange Yarinococha-See ist einer der Haupttouristenmagnet der Region Ucayali und liegt ca. 7 Kilometer von Pucallpa entfernt.

  • Alan García verspricht Asphaltierung der Route Achamaqui-Leymebamba-Balsas

    Bei seinem Besuch in der historischen Bergfestung Kuélap verkündete der peruanische Präsident Alan García, seine Regierung stelle 180 Millionen Nuevos Soles für die Asphaltierung der Straße Cruce Achamaqui-Leymebamba-Balsas bereit, die die Regionalhauptstadt Chachapoyas mit der Nachbarregion Cajamarca verbindet. Während seinem eineinhalbstündigen Besuch in Kuélap versprach García auch den Neubau des Santiago Apóstol-Krankenhauses in Bagua Grande, die Verbesserung des Wasser- und Abwassersystems in Bagua, sowie weitere Mittel für die Restaurierung von Kuélap. Begleitet wurde der Präsident von allen amtierenden Ministerinnen und Ministern.

    Von der Asphaltierung der Straße würden auch Besucher und Anwohner von Kuélap profitieren, da ein Teil der Strecke nach Kuélap auf  dieser Strecke zurückgelegt wird.