• Fahrradfahren in Lima

    Fahrrad in Belén (Iquitos / Loreto / Peru). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Fahrrad in Belén (Iquitos / Loreto / Peru). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    … ist ein Abenteuer für sich. Initiativen, das Radfahren sicherer zu machen und als billiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel und Sportgerät zu bewerben, gab es viele. Einige Distrikte verfügen sogar über Fahrradwege. Gefährlich ist die Reise mit dem Drahtesel durch Perus Hauptstadt aber weiterhin. Die Journalistin Hildegard Willer hat ein paar mutige Fahrradfahrer getroffen. Nachzulesen ist das HIER!

    Besonders hingewiesen sei dabei auf die Fahrradkarte Lima.

  • Perus Umweltministerium plant Dezentralisierung und sagt Müllkippen den Kampf an

    Ricardo Giesecke, Perus Umweltminister. Foto: MINAM.
    Ricardo Giesecke, Perus Umweltminister. Foto: MINAM.

    In seiner Erklärung zur Haushaltsdebatte für das Jahr 2012 hat der peruanische Umweltminister Ricardo Giesecke vor dem peruanischen Parlament angekündigt, mehrere regionale Umweltbehörden einzurichten und den Kampf gegen inadequate Müllkippen aufzunehmen. Dafür sollen die Mittel des Ministeriums um 0,7% im Vergleich zum Haushaltsjahr 2011 auf 222 Millionen Nuevos Soles erhöht werden.

    Mit der Errichtung von Umweltbehörden in San Martín, Cusco, Junín, Puno, Madre de Dios, Piura sowie zwei weiteren Regionen bricht Giesecke mit der Politik seines Vorgängers Antonio Brack Egg, der den Ansatz verfolgte, direkt von Lima aus mit den verschiedenen Regionalregierungen zusammen zu arbeiten. Die regionalen Umweltbehörden, abgekürzt AAR (Autoridades Ambientales Regionales), sollen in Zukunft vor Ort Umweltverträglichkeitsprüfungen evaluieren, Probleme der Müllentsorgung angehen, sowie die Ausweisung neuer Schutzgebiete initiieren und unterstützen.

    Weniger als 10% aller Stadtverwaltungen mit geregelter Abfallentsorgung

    In seiner Rede vor den Kongressabgeordneten kündigte Umweltminister Giesecke auch eine Initiative zur Lösung des Müll-Problems an. Derzeit verfügen nach Angaben seines Ministeriums weniger als 10% aller Provinz- und Stadtverwaltungen über ein funktionierendes System zur Abfalltrennung und Deponierung. Deshalb sollen in den kommenden Wochen Mitarbeiter des Ministeriums in 96 peruanische Provinzhauptstädte reisen, um eine Bestandsaufnahme des Problems zu machen und Lösungen vorzuschlagen.

    Das Umweltministerium schätzt, dass die peruanischen Haushalte pro Tag 23 Tonnen Müll produzieren – von denen nur rund 30% auf zugelassenen Mülldeponien entsorgt werden. Auch diese Zahlen sollen von den Ministeriumsgesandten geprüft werden. Bis 2021 soll dann aller Müll recycelt oder auf zugelassenen Deponien entsorgt werden.

     

  • Peru: Vizepräsident Chehade unter Vorwurf der Vetternwirtschaft

    Unter Druck: Perus Vizeräsident Omar Chehade. Foto: Carlos Lezama / ANDINA
    Unter Druck: Perus Vizeräsident Omar Chehade. Foto: Carlos Lezama / ANDINA

    Schwere Tage für den peruanischen Kongressabgeordneten und Vizepräsidenten Omar Chehade. Ein Polizeigeneral, der im Rahmen einer Polizeistrukturreform vor einigen Tagen nicht ganz freiwillig vorzeitig in den Ruhestand versetzt worden war, wirft ihm und mehreren Familienmitgliedern vor, ihn zur Räumung einer Zuckerfabrik gedrängt zu haben, um damit der peruanischen Unternehmerfamilie Wong einen Gefallen zu tun. Wie Polizeigeneral Guillermo Arteta Izarnótegui in mehreren Zeitungsinterviews erklärte, wurde bei einem Treffen mit Omar Chehade und dessen Bruder Miguel Chehade, León Barandiarán, sowie den Polizeigenerälen Abel Gamarra und Raúl Salazar in einem limenischen Edelrestaurant vor allem darüber gesprochen, wie die Wong-Gruppe die Zuckerkooperative Andahuasi gegen den Willen der Mitarbeiter übernehmen könnte. Im Januar 2010 hatten die Mitarbeiter von Andahuasi ihren Betrieb besetzt, nachdem die Unternehmensleitung 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr als Mitarbeiter, sondern als Subunternehmer einstellen wollte. Eine Räumung fand bislang nicht statt

    Die anderen Teilnehmer des Treffens erinnern sich allerdings anders an das Zusammentreffen. So bestätigte Vizepräsident Chehade die Zusammenkunft, es sei aber um das Thema „öffentliche Sicherheit“ insgesamt gegangen. Ein weiterer Teilnehmer erklärte, das Thema „Andahuasi“ sei „unter anderen“ (Themen) angesprochen, aber nicht vertieft worden. Chehade selbst spricht nun von einer „Racheaktion“ Arteta Izarnóteguis dafür, dass er im Zuge der Polizeistrukturreform nicht befördert worden sei und vermutete gar einen politischen Hintergrund der Vorwürfe. Chehade ist Teil einer Untersuchungskommission des peruanischen Kongresses, die sich mit Vergehen der Regierung des Ex-Präsidenten Alan García Pérez beschäftigt.

    Das investigativjournalistische Internetportal IDL-Reporteros wirft Omar Chehade vor, den Kontakt zwischen seinen der Wong-Gruppe nahestehenden Familienmitgliedern und den Polizeigenerälen hergestellt, vor dem Gespräch über Andahuasi aber das Restaurant verlassen zu haben*. Pikanterweise wurden die beiden Polizeigeneräle, die sich an kein ausführliches Gespräch über Andahuasi erinnern können, inzwischen befördert. Arteta Izarnótegui dagegen wurde in den Ruhestand versetzt.

    Mit der Frage, wer sich richtig erinnert, werden sich nun die Justiz, sowie die Ethik-Kommission des Kongresses beschäftigen. Ob nun eine Kampagne der politischen Gegner, private Rache eines Frührentners oder ein wirkliches Vergehen: In jedem Fall beschert der Vorwurf des Polizeigenerals der Untersuchungskommission einen schlechten Start. Und Präsident Humala, der in jeder Richtung darauf bedacht ist, „Vertrauen“ zu schaffen, hat ein neues Problem.

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    *Interessanterweise haben Tageszeitungen wie „Expresso“ und „Correo“ breit über die von IDL-Reporteros erhobenen Vorwürfe berichtet. Das ist bemerkenswert, lassen die Redaktionen beider Blätter doch kaum eine Möglichkeit aus, IDL-Reporteros, sowie das Mutterhaus „Instituto de Defensa Legal“ zu beschuldigen, das peruanische Rechtssystem aushöhlen, die Demokratie zerstören und das Militär abschaffen zu wollen.

  • Demonstranten fordern Geld von Yanacocha und blockieren Route Cajamarca-Bambamarca

    Seit nun 5 Tagen halten rund 300 Demonstranten die Straße von Cajamarca nach Bambamarca auf Höhe des Distrikts Encañada (Provinz Cajamarca) im Protest gegen die Bergbauunternehmung Yanacocha besetzt. Mehrere Abschnitte der Straße wurden mit Steinen und Baumstämmen blockiert, neun Fahrzeuge von Subunternehmern von Yanacocha wurden angezündet. Wie Radio Santa Mónica (Chota) berichtet, kommen die Demonstranten vor allem aus Santiago de Chanta Alta, aber auch aus anderen umliegenden Orten. Angeführt werden die Proteste von Jorge Vásquez, dem Distriktbürgermeister von Encañada, der vor Verschmutzung des Trinkwassers durch Bergbauaktivitäten und dem Austrocknen mehrerer Quellen und Bergseen warnt. Mehrere an der Straßenblockade beteiligte Personen, die von einem Reporter von „Panorama Cajamarquino“ nach dem Grund der Blockade gefragt wurden, gaben allerdings einen anderen Grund für ihre Anwesenheit an. Sie kritisierten, dass Yanacocha den Distrikt lediglich mit mehreren kleineren Infrastrukturprojekten bedachte, die dann von Bauarbeitern von Außerhalb durchgeführt wurden. Yanacocha „investiert nicht in die Entwicklung des Distrikts La Encañada und stellt keine lokalen Arbeitskräfte ein“, so ein Demonstrant gegenüber der Lokalzeitung. Eine dritte Version hat verbreitet das Bergbauunternehmen selbst. In einer Pressemitteilung beschuldigt Minenbetreiber Yanacocha Bürgermeister Vásquez, das Unternehmen um 200 Millionen Soles erpressen zu wollen, um damit seine Wiederwahl zu sichern. Deshalb weigert sich die Führungsebene des Unternehmens bislang, an einem runden Tisch teilzunehmen, den Regionalpräsident Gregorio Santos, Distriktbürgermeister Jorge Vásquez und José Luis Carbajal vom peruanischen Energie- und Bergbauministerium (MINEM) einrichten wollen, um das Problem zu lösen.

    Proteste auch in Llagamarca
    Nicht nur in La Encañada, auch in Llagamarca kam es am vergangenen Wochenende zu Protestaktionen gegen Yanacocha. Wie die Tageszeitung „El Mercurio“ berichtet, werfen Landwirte aus dem Distrikt Baños del Inca (Provinz Cajamarca) dem Unternehmen vor, die Wassermenge des Hauptbewässerungskanals von 25 auf 11 Liter pro Sekunde verringert zu haben.

  • Peru: höhere Wasserpreise für Stadt- und Provinzverwaltungen angekündigt

    Trinkwasser-Quellfassung bei Chachapoyas. Foto: EMUSAP
    Trinkwasser-Quellfassung bei Chachapoyas. Foto: EMUSAP

    Die peruanische Trinkwasseraufsichtsbehörde SUNASS plant, Distrikt- und Provinzverwaltungen die Subventionen zur Trinkwassernutzung von zu kürzen. Das würde einen starken Anstieg der Wasserpreise für diese Stellen nach sich ziehen. Grund der SUNASS-Pläne ist der großflächige Einsatz von Trinkwasser zur Bewässerung von öffentlichen Grünanlagen, insbesondere in Wüstenregionen der peruanischen Küste. Nach Informationen der Behörde setzen derzeit trotz chronischem Wassermangel alle Distrikt- und Provinzverwaltungen der peruanischen Hauptstadt Lima Trinkwasser zur Bewässerung ein, obwohl dies auch mit geklärten Abwässern möglich wäre.

    Das Problem liegt dabei allerdings nicht nur darin, dass die Stadtgärtner keine geklärten Abwässer einsetzen möchten, sondern vor allem in einem Mangel an Kläranlagen. Große Teile der limenischen Abwässer fließen ungeklärt in den Pazifik. Mit der Androhung höherer Wasserpreise möchte SUNASS deshalb auch Druck auf die örtlichen Politiker aufbauen, mehr Klärwerke zu bauen. Daneben fordert SUNASS, auf effizientere Bewässerungsmethoden umzusteigen.

    Kritik aus San Isidro und Pueblo Libre
    In einer ersten Stellungnahme kritisierten die Bürgermeister von San Isidro und Pueblo Libre den Plan. So sieht Magdalena de Monzarz Stier, seit wenigen Tagen Bürgermeisterin des Geschäftsviertels San Isidro, die Anstrengungen ihrer Distriktverwaltung nicht ausreichend gewürdigt, die bereits geklärte Abwässer zur Bewässerung ihrer Grünanlagen einsetzt. Der Bürgermeister von Pueblo Libre, Rafael Santos Normand, erklärte, er erwarte von der SUNASS einen Dialog mit den betroffenen Distrikten. Zudem sei auch in seinem Distrikt der Bau einer Kläranlage schon vor einiger Zeit angeregt worden, allerdings habe der „fehlende politische Willen der Zuständigen bislang die Ausführung behindert“. In einem Punkt herrscht aber Einigkeit: In der Notwendigkeit, künftig mit geklärtem Wasser zu gießen.

  • Volksanwaltschaft: Illegaler Bergbau aus Ananea in die Provinz Carabaya (Puno) abgewandert

    Wie Luz Herquinio Alarcón von der Volksanwaltschaft Puno gestern gegenüber der peruanischen Tageszeitung „La República“ erklärte, haben sich viele Personen, die bislang im Distrikt Ananea (San Antonio de Putina) illegal nach Gold schürften, nun am Inambari-Fluss angesiedelt. Der Grund für die Abwanderung nach mehr als 20 Jahren war nach Angaben von Herquinio Alarcón eine Verstärkte Kontrolle in Ananea, nachdem es in der Region Puno wegen der Verschmutzung des Ramís-Flusses durch den illegalen Bergbau zu Protesten gekommen war. Auch für die Schürfarbeiten am Inambari-Fluss sind, wie die Volksanwaltschaft berichtet, keine Genehmigungen vorhanden. Insgesamt sollen inzwischen rund 2.000 Personen links des Inambari-Flusses in der Provinz Carabaya direkt im illegalen Bergbau arbeiten. Zum Umgraben des Bodens werden dabei neben giftigen Chemikalien auch große Maschinen eingesetzt.

    Der informelle Bergbau in Peru bringt dabei nicht nur Umweltprobleme mit sich. Immer wieder werden auch Fälle von Misshandlung und Ausbeutung auch minderjähriger bekannt.

  • Erdbeben der Stärke 5,3 in Perus Süden

    Ein Erdbeben der Stärke 5,3 auf der Richterskala hat gestern Abend um 22:17:56 Uhr Ortszeit die südperuanische Region Arequipa erzittern lassen. Insbesondere die Orte Caraveli, Atico und Chuquibamba waren betroffen. Das Epizentrum lag 36 Kilometer südlich von Caraveli in einer Tiefe von 112 Kilometern.

  • Perus Kongress nimmt Gesetz zurück, das Marañón-Wasser für die Wüste vorsah

    Mit großer Mehrheit hat der peruanische Kongress gestern ein umstrittenes Gesetz einkassiert, mit dem die Durchführung des sogenannten „Corina“-Projektes zur „nationalen Notwendigkeit erklärt wurde, das vorsieht, Wasser aus den Flüssen Marañón und Huallaga an die peruanische Küste zu leiten. Das Gesetz 29760, in Peru auch als „Ley Corina“ bekannt, wurde im letzten Moment vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Alan García durch den Kongress gepeitscht. Regionalpräsidenten, Umweltschützer und Ureinwohner des peruanischen Amazonasbeckens lehnen den Plan ab, durch einen 106 Kilometer langen Tunnel Wasser von der Ostseite der Anden auf die Westseite zu leiten, um dort Wüstenfläche urbar zu machen und mehrere Wasserkraftwerke zu betreiben. Dafür müssten die Flüsse auf der Anden-Ostseite aufgestaut werden. Die Projektinitiatoren – die Idee ist bereits mehr als 40 Jahre alt – sprechen davon, „überflüssiges Wasser“ abzuschöpfen. Für Umweltschützer sowie das Forschungsinstitut IIAP gibt es allerdings kein überflüssiges Wasser im Amazonasbecken. Sie befürchten eine Versteppung, wenn in den fragilen Wasserhaushalt eingegriffen wird.

    Das Corina-Projekt ist damit allerdings noch nicht vom Tisch. Begründet wurde die Rücknahme des Gesetzes vor allem damit, dass vor der Verabschiedung keine Konsultation möglicher Betroffener durchgeführt wurde. Die Durchführung wurde mit der Rücknahme allerdings deutlich erschwert. So waren Regionalregierungen und Kommunen im Umfeld des Projektgebietes verpflichtet worden, die Durchführung des Projektes mit allen möglichen Maßnahmen zu unterstützen.

  • Jaén / Cajamarca: Fünf Verletzte durch Explosion in Feuerwerkskörperfabrik

    Durch eine Explosion in einer Fabrik für Feuerwerkskörper sind am vergangenen Dienstag Nachmittag in Nuevo Horizonte (Distrikt und Provinz Jaén / Region Cajamarca) fünf Personen teils schwer verletzt worden. Wie der Zivilschutz Cajamarca mitteilt, wurde das Fabrikgebäude aus Backstein vollständig zerstört, ebenso ein nahegelegenes Haus aus Lehmziegeln. In der Nachbarschaft zerbarsten durch die Druckwelle Fensterscheiben. Mehrere Personen, die sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Fabrik aufhielten, konnten nach Berichten der Lokalzeitung „Ahora“ mit Verbrennungen 2. und 3. Grades gerettet werden. Bei der Feuerwerksfabrik handelte es sich um die Produktionsstätte von „pirotecnia Chávez“, einem der größten Hersteller von Feuerwerkskörpern in Nordostperu.

    Zum Held der Stunde wurde ein 20jähriger Mototaxi-Fahrer, der zufällig in der Nähe war und Türen und Fenster einschlug, um mehrere Verletzte aus den Flammen zu retten. Der 16jährige Junge, den er anschließend mit seinem Mototaxi ins Krankenhaus fuhr, ist noch immer in kritischem Zustand. Drei weitere Personen durften das Krankenhaus mitlerweile verlassen. Anwohner klagten gegenüber „AHORA“ sie hätten sich bereits in der Vergangenheit bei der Stadtverwaltung üder die Feuerwerkskörperfabrik beschwert, geschehen sei allerdings bislang nichts. In den vergangenen Jahren hatte es bereits mehrfach kleinere Explosionen in der Fabrik gegeben.

    Die Feuerwehr schaffte es schließlich, mit Hilfe mehrerer Tankwagen eines Trinkwasserungernehmens und der Provinzverwaltung Cutervo, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Wodurch das Feuer entstand, das schließlich zu der Explosion führte, ist bislang nicht bekannt.

  • Shuar Velásquez über den 5. Juni 2009

    Auf seinem Blog hat der peruanische Philosoph Shuar Velásquez, der selbst vom Volk der Wampís – Awajún (auf spanisch: Huambisa – Aguaruna) stammt, in einem kurzen Beitrag zusammengefasst, wie aus seiner Sicht die als „Baguazo“ bekannten Zusammenstöße zwischen der Polizei und Indigenen in der Nähe der „Teufelskurve“ abgelaufen sind. Shuar Velásquez studierte zunächst an der Universität Antonio Ruiz de Montoya (UARM – Jesuiten) in Lima und arbeitet nun für ein Projekt der Business School der Universität Piura (PAD – Opus Dei), in dessen Rahmen ein Dialogprozess zwischen Indigenen und Unternehmern initiiert werden soll. 2009 war er einer der ersten, die in der peruanischen Hauptstadt Lima auf die Auseinandersetzungen in der Nähe von Bagua aufmerksam machten. Eine Übersetzung würde dem Beitrag seine Essenz rauben, deshalb hier der Text in der spanischen Originalversion.

    En la Curva del Diablo

    En el bosque inanimado, habitantes extraños susurran como abejas
    ¡Deben ser piezas ocultas en el libro negro de la historia!
    Un perro ojeroso es el mensajero: “el desalojo ha comenzado…”

    Un helicóptero sobrevuela el cielo claro
    Entre los arbustos, rostros despavoridos corren hacia la montaña agreste
    Los disparos han despertado a los tantos hombres que aguardaban la noche[1]…

    El Mayor agrupa a sus soldados. Marchan armados de pies a cabeza;
    en círculo, son como serpientes enroscadas bajo la penumbra

    Una tanqueta recorre el suelo árido; incómoda, da bocanadas hacia la carretera inerme
    Los periodistas van filmando los hechos; se esparcen, como brazas, sobre los cuerpos desnudos…

    Desorientados entre las ráfagas, los hermanos acorralan a un grupo de policías;
    imperdonables, los van silenciando en la pampa…[2]

    En la Estación 06, los mensajes de masacre han enfurecido los ánimos
    Tantos meses de espera, y las chicharras se esconden entre las raíces…

    Un vehículo de emergencias acude rápido al escenario
    La turba encendida es incontrolable entre la furia
    Destrozan locales y ventanas; queman puertos y vigilancias
    ¡Aquí no hay orden! Gritan
    ¿Dónde está la Democracia..?

    Al caer la noche, los gallinazos agujerean el espacio gris y exento
    Famélicos ciempiés van arrastrando los escombros polvorientos
    (Cuando al amanecer, en la lejanía, se oye el anuncio del Presidente: “Señores, así actúan los extremistas, así actúan los radicales financiados por los extranjeros; los que se oponen al desarrollo, al progreso…”)

    Luego, una voz casi apagada se deja oír desde el horizonte rojizo:

    “Son pocos pero son, son muchos pero son;
    pero más de cien los heridos…
    ¿Victoria? ¡Aquí no hay victoria!
    Solo silencio entre lo oculto
    ¡Solo humanos entre los muertos..!

    Der Beitrag ist http://jempekitshuar.blogspot.com/2011/10/en-la-curva-del-diablo.html entnommen.