Wie Mercedes Cabanillas, Parlamentspräsidentin A.D., heute erklärte, war das Unternehmen „Business Track“, das vor einigen Wochen als großer Abhörring aufgeflogen war, auch im peruanischen Kongress aktiv. So war zum Beispiel das Büro der Parlamentspräsidentin selbst von Mitarbeitern des Unternehmens auf Wanzen „untersucht“ worden. Auch andere Stellen hatten sich von dem Unternehmen „untersuchen“ lassen – waren anschließend aber mehr verwanzt als zuvor. „Bussiness Track“ hatte über Jahre hinweg viele Politiker und Unternehmer abgehört und einen regen Handel mit den Aufnahmen betrieben.
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Ayacucho: 10 Tote bei Busunglück
Bei einem Busunglück in der peruanischen Region Ayacucho kamen in den frühen Morgenstunden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA 10 Personen ums Leben. 41 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Bus des Reiseunternehmens „Aga“ war aus noch unbekannten Gründen von der Straße abgekommen und ca. 70 Meter in die Tiefe gestürzt.
Der Bus mit der Rute Lima – Sucre – Andamarca sei auf der Straße von Puquio nach Lucanas in dem als „Huayllahuarmi“ bekannten Sektor unterwegs gewesen, als sich der Absturz ereignete, wie die Nationalpolizei PNP bekannt gab. Zudem hätten sehr schlechte Sichtverhältnisse geherrscht. Die Verletzten wurden inzwischen in das Krankenhaus von Ayacucho gebracht. -
Caclic-Brücke soll noch im März eingeweiht werden

Baustelle der Brücke bei Caclic. Foto: Regionalregierung Amazonas Wie die Regionalregierung Amazonas verlautbaren lässt, soll die Brücke bei Cáclic über den Utcubamba-Fluss schon im März eingeweiht werden. Sollte sich das bewahrheiten, hätten rund 40.000 Einwohner der Provinz Luya eine wesentlich bessere Verkehrsanbindung als bisher. Die Brücke, an der seit Mitte vergangenen Jahres gebaut wird, wird 45 Meter lang und 6 Meter breit sein, sowie mehr als 45 Tonnen Gewicht tragen können. Die Baukosten werden dann rund 2

Eingestürzte Bailey-Behelfsbrücke. Foto: Reina de la Selva. Millionen Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) betragen haben. Verbunden werden damit die Provinzen Luya und Chachapoyas. Seit nun 40 Jahren standen an der Stelle immer wieder Behelfsbrücken des Bailey-Typs, die letzte war Anfang vergangenen Jahres eingestürzt und hatte dabei mehrere Personen in den Tod gerissen.
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Trujillo: Kinder finden Knochen beim Fußball
Einen gruseligen Fund machte ein Junge in Trujillo, der in ein leerstehendes Gebäude eindrang, um seinen Fußball zu suchen. In einem der seit rund einem Jahr unbewohnten Zimmer lagen ein Schädel, ein Unterkiefer, sowie ein Oberschenkelknochen. Die sofort gerufene Polizei fand außerdem mehrere Bücher über Medizin, weswegen sie davon ausgeht, dass die beiden jungen Leute, die dort gewohnt hatten, Medizinstudenten waren, die ihre „Studienobjekte“ zurückgelassen hatten. Wie die Anwohner gegenüber der Agentur ANDINA erklärten, waren die beiden Bewohner des Hauses vor rund einem Jahr ausgezogen, weil es ihnen in dem Stadtviertel zu gefährlich war.
Dass peruanische Medizinstudenten Leichenteile zu Studienzwecken zu Hause liegen haben, ist keine Seltenheit. Immer wieder erzählen Medizinstudenten vom Handel mit Knochen und anderen Leichenteilen unter den Studenten.
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Bereits 300.000 peruanische SchülerInnen mit OLPC-Laptop

Kinder mit OLPC-Laptop. Bild: ANDINA Ab diesem Schuljahr sollen 300.000 Schülerinnen und Schüler besonders in ländlichen Gebieten mit hoher Armutsrate mit den Laptops des „One Laptop per Child“-Projektes des MIT MediaLab-Mitbegründers Negroponte ausgestattet sein. Das erklärte der Spezialist für Lerntechnologien im peruanischen Bildungsministerium, Óscar Becerra gegenüber der Agentur ANDINA. Zudem hätten, so Becerra, erste Studien über das Projekt ergeben, dass sich besonders die Lesekompetenz und das Textverstehen bei Schülern mit einem der Laptops dramatisch verbessert habe.
Ein hervorragender Bericht der wöchentlichen Sendung „Presencia Cultural“ im peruanischen Staatsfernsehen TVPeru zum Thema „OLPC“:
httpv://www.youtube.com/watch?v=9bQgN6pbWlo
Abschließend ein Werbevideo des Bildungsministeriums:
httpv://www.youtube.com/watch?v=QQiA5F6AJcQ
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Schatz-Wrack im Atlantik: Peru steigt in den Ring
Nach Spanien erhebt nun auch Peru Ansprüche auf das Wrack und dessen angeblich wertvollen Inhalt, das Mitte 2007 Jahr nach eigenen Angaben von dem Schatzsucherunternehmen „Odyssey Marine Exploration“ auf dem Grund des Atlantik gefunden worden war. Den Fundort hält das Unternehmen weiter geheim, gibt gleichzeitig aber an, das Wrack würde rund 17 Tonnen Silbermünzen enthalten. Spanien erhebt Anspruch auf den Schatz, weil das Schiff dereinst unter spanischer Flagge Silbermünzen nach Spanien transportiert haben soll. Peru erhebt nun ebenfalls Anspruch auf den Schatz, weil die Silbermünzen im damaligen spanischen Vizekönigreich Peru hergestellt worden sein sollen. Deshalb hat der peruanische Staat nun über seine US-Botschaft ein Unternehmen beaufragt, den Schatz für Peru zu gewinnen.
Die spanischen Behörden vermuten, dass es sich bei dem Wrack um die Überreste der 1804 gesunkenen „Nuestra Señora de las Mercedes“ handelt.
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Huarochirí: 5 Bergleute verschüttet

Eingang zu einem der Bergwerge bei Casapalca. Bild: Gewerkschaft Casapalca In der „Casapalca“-Mine bei Huarochirí (Region Lima) wurden heute Morgen gegen 3:30Uhr bei einem Erdrutsch mindestens 5 Personen verschüttet. Ihr genauer Aufenthaltsort innerhalb des Bergwerktunnels konnte noch nicht festgestellt werden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet, gab es bisher noch keine Lebenszeichen. Die Angehörigen der Verschütteten wurden inzwischen informiert. Spezialisten verschiedener Bergbauunternehmen aus der Region sind inzwischen vor Ort, um nach Möglichkeiten zu suchen, einen Zugang zum verschütteten Tunnel zu schaffen. Die Gründe für den Erdrutsch sind noch nicht geklärt.
Casapalca liegt rund 100km östlich von der peruanischen Hauptstadt Lima in der gleichnamigen Region auf knapp 4200 Metern über dem Meeresspiegel. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird hier Bergbau betrieben.
In den vergangenen 2 Jahren hatte das Bergbauunternehmen, das die Mine betreibt, wiederholt Probleme mit dem Arbeits- und Umweltschutz.
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Bandenkrieg im Knast von Bagua Grande
Bei einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Banden im Gefängnis von Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) kamen gestern 3 Personen ums Leben. 3 weitere wurden teils schwer verletzt. Einer der Toten war Domingo Colunche Barbosa, ein brutaler Straßenräuber, der unter dem Sitznamen „Rambo“ wiederholt Autos überfallen hatte. Wie andere Gefangene des „San Humberto“-Gefängnisses gegenüber dem Lokalsender „La Voz“ erklärten, hatte Domingo Colunche bereits seit längerem andere Häftlinge terrorisiert, weswegen diese entschieden, ihn aus dem Weg zu räumen.
Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, ist das Gefängnis von Bagua Grande für 90 Insaßen ausgerüstet, beherbergt derzeit aber rund 300. Zudem kritisiert der Kongressabgeordnete Maslucan, in dem Gefängnis seinen, obwohl es sich um ein Gefängnis ausschließlich für Untersuchungshäftlinge handle, mehr als 100 verurteilte Straftäter eingesperrt. Besondere Brisanz hat der Fall auch deshalb, weil laut Informationen von Radio La Voz bei der Auseinandersetzung nicht nur Stich-, sondern auch Schusswaffen verwendet worden waren.
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Tag des "Pisco Sour"
An jedem 2. Samstag im Februar feiert Peru ausführlich sein Nationalgetränkt, den Pisco Sour. Auch in diesem Jahr haben viele Distriktverwaltungen von Lima an zentralen Plätzen Stände aufgebaut, an denen kostenlos Pisco ausgeschenkt wird. Die wohl verbreitetste Zubereitungsform ist dabei der „Pisco Sour“, für die der Pisco-Schnaps mit Limonensaft und Zucker gemischt und mit einer zarten Eischaumschicht bedeckt wird. An vielen Orten werden Wettbewerbe veranstaltet, um den besten Pisco zu prämieren. Und wie es sich gehört, wird im Stadtteil Jesús María natürlich auch die „Miss Pisco“ gewählt und gekrönt. Die Feierlaune anheizen wird wohl auch die Nachricht, die Produktionsministerin Elena Conterno heute morgen verkündete. So habe Peru inzwischen Lieblingsfeind Chile bei der exportierten Piscomenge übertroffen. Zudem 2008 habe Peru 17 mal mehr Pisco exportiert als noch 2002.
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Claudia Llosas "La teta asustada" auf der Berlinale
httpv://www.youtube.com/watch?v=xU-sHfd8Jbw
Mit ihrer zweiten großen Produktion „Milk of sorrow“ (la teta asustada) nimmt die peruanisch-spanische Regisseurin Claudia Llosa an der diesjährigen Berlinale teil. Der Film erzählt die Geschichte von Fausta, einer jungen Frau, die an einer sehr speziellen Krankheit leidet. Es ist eine Krankheit, die wie man in Teilen der peruanischen Region Ayacucho erzählt, durch Angst ausgelöst und nur über die Muttermilch übertragen wird. Fausta wurde von ihrer Mutter angesteckt. Betroffene Frauen gibt es reichlich und alle haben etwas gemeinsam: Sie waren während der Zeit des Terrors durch den „leuchtenden Pfad“ (Sendero Luminoso) schwanger, der Ayacucho sehr schwer getroffen hat.
Plötzlich treten Blutungen auf, Angst frisst die Seele auf. Dann stirbt plötzlich Faustas Mutter.
Im offiziellen Vorabbericht der Berlinale steht dazu:
Ihre Krankheit heißt Angst und hat ihr die Seele geraubt. Als überraschend
ihre Mutter stirbt, ist Fausta gezwungen, sich ihren Ängsten zu stellen. Wie übermächtig diese sind und zu welch verzwei felten Handlungen sie Fausta veranlassen, lässt sich leicht ermessen, wenn man Faustas größtes Geheimnis erfährt: Um widerliche Eindringlinge aus ihrem Körper fernzuhalten, hat sie eine Kartoffel in ihre Vagina eingeführt, die gewissermaßen als eine Art antibakterieller „Abwehrschild“ fungiert. Doch dann löst der Tod der Mutter unerwartete Ereignisse aus, die Faustas Leben und das Leben anderer Beteiligter einschneidend verändern. Für Fausta aber beginnt eine Reise aus der Furcht in die Freiheit.Die peruanische Regisseurin Claudia Llosa arbeitet in ihrem Film die bedrückende Vergangenheit ihres Landes auf: Die im Jahre 2001 eingesetzte peruanische „Wahrheitskommission“ (Comisión de la Verdad y Reconciliación, CVR) hat für den Zeitraum von 1980 bis 2000 fast 70.000 ermordete Menschen, unzählige Vergewaltigungen, Entführungen und andere Menschenrechtsverletzungen verzeichnet.
„La Teta Asustada“ ist der zweite große Film von Claudia Llosa nach ihrem mehrfach preisgekrönten Erstlingswerk „Madeinusa“. Wie auch in „Madeinusa“ spielt Magaly Solier die Hauptrolle. Sie war 2006 von Claudia Llosa auf dem zentralen Platz von Huanta entdeckt worden und wie die Regisseurin erzählt, wurden beide Rollen genau auf ihre Person hin geschrieben.