• Puno bekommt "schwimmendes Gericht"

    Eine vermutlich einmalige Einrichtung wird der Vorsitzende der peruanischen judikative Javier Villa Stein am kommenden Dienstag auf dem Titicacasee an der Grenze zu Bolivien eröffnet. Auf der schwimmenden Insel der „Uros Chullini“, mitten auf dem mit über 4000m über dem Meeresspiegel liegenden höchsten beschiffbaren See der Welt, wird dann ein „Friedensgericht“ (Juzgado de Paz) eingerichtet. Dabei handelt es sich um ein Gericht, dessen Richter besonders in ländlichen Gebieten direkt vom Volk gewählt wird und über Streitigkeiten mit niedrigem Streitwert entscheidet. Die Uros sind ein Volk, das teilweise noch heute auf Inseln aus Stroh lebt, die im Titicacasee schwimmen.  Das peruanische Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI hat im Jahr 1998 rund 2000 Uros auf den Inseln gezählt. Es gibt bereits seit einigen Jahren mehrere Schulen und selbst Kirchen auf den verschiedenen schwimmenden Inseln.  Auch Telefon, Internet und (Solar-)Strom ist auf manchen der Inseln vorhanden.

    Das schwimmende Friedensgericht, „juzgado flotante“ genannt, wird aber wohl für immer das Einzige seiner Art bleiben.

  • Muni machts vor: Gobierno Regional offline

    Nur wenige Tage nachdem die Internetseite der Stadtverwaltung von Chachapoyas plötzlich „verschwand“, ist nun auch die Regionalregierung Amazonas „verloren gegangen“. Aus Kreisen der Stadtverwaltung wird heftig über den vormaligen Zuständigen für Öffentlichkeitsarbeit diskutiert, der, so die Gerüchteküche, trotz mehrerer Aufforderungen „einfach vergessen“ hatte, den Server für 2009 zu bezahlen…

    Dabei ist die Regionalregierung allerdings in einem Punkt weiter: Sie haben nicht nur eine Ersatzseite geschaltet, sondern auch die regionale Presse darüber informiert. http://200.107.134.7 ist zwar nicht gerade einfach zu merken, aber dafür so informativ wie immer. Und wie der Betreiber mitteilt, soll in einigen Tagen auch die alte Adresse, www.regionamazonas.gob.pe, wieder online sein.

  • Mordanschlag auf Generalstaatsanwältin: Polizei veröffentlicht Phantombild

    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA
    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA

    Aus den Angaben der Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz, sowie den Aussagen der Sicherheitsleute und einer Angestellten eines Friseursalons in der Nähe hat die peruanische Polizei nun ein Phantombild erstellt. Hiermit sollen Hinweise auf den Täter gefunden werden, der am vergangenen Samstag den Wagen der Generalstaatsanwältin mit einer Schusswaffe attackiert hatte.

  • "Santa Ana"-Museum eingeweiht

    Im Beisein von Francesco Rausi, des italienischen Botschafters in Peru, wurde am vergangenen Samstag in Chachapoyas das ethnohistorische Museum Santa Ána eingeweiht. Auf den Grundmauern der 1569 errichteten Santa Ána-Kirche, die 2005 bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden war, hatten im Rahmen des Tourismusförderungsprojektes „PROMARTUC“ der italienisch-peruanische Entschuldungsfonds Fondo Ítalo Peruano (FIP) gemeinsam mit Cáritas Perú ein Gebäude gleicher Struktur gebaut, das in Zukunft eine Dauerausstellung, sowie zeitlich begrenzte Ausstellungen über Chachapoyas und die Region Amazonas beherbergen soll. Neben Informationen über die spanische Gründung von Chachapoyas wird es, wie Radio Activa (Red Informativa Regional) berichtet, auch Ausstellungsstücke und Erklärungen zum Totenkult des Chachapoya-Volkes geben. Aber auch Darstellung der Natur in allen Teilen der Region Amazonas und vielfältige Traditionen, die bis heute erhalten sind, werden ihren Platz erhalten.

    Santa Ána war zur Zeit ihrer Errichtung die „Gemeinde der Indios“, bis dahin hatten sich die „Missionsbemühungen“ der katholischen Geistlichkeit hauptsächlich auf die spanischstämmigen Bewohner von Chachapoyas gerichtet.

    Nach Angaben von Cáritas Chachapoyas kostete die Wiedererrichtung der Kirche 1 Million Nuevos Soles.

  • Seit heute: Freihandel mit den USA

    Heute trat der Vertrag zum Freihandel (TLC) zwischen Peru und denUSA in Kraft.

  • Staatsanwältin Gladys Echaíz entgeht Mordanschlag

    Die peruanische Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz entkam am gestrigen Samstag nur knapp einem Mordanschlag. Wie die Staatsanwaltschaft erklärt, näherten sich gegen 19:55 Uhr in Lima ein noch unbekannter Täter zu Fuß mit einer Schusswaffen in der Hand dem Auto, in dem die Generalstaatsanwältin unterwegs war. Auf Höhe des Autos eröffnete er das Feuer und zerschoss die Scheiben des Wagens. Gleichzeitig versuchte ein zu den Attentätern gehörender Geländewagen erfolglos, dem Wagen der Generalstaatsanwältin  den Weg abzuschneiden. Der Fahrer von Gladys Echaíz schaffte es jedoch, den Geländewagen zu umfahren und zu flüchten. Weder der Fahrer, noch die Sicherheitsleute, noch Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz wurden verletzt.

    Insgesamt waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 3 Angreifer an dem Mordanschlag beteiligt.

    Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

    Anbei die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft im Originaltext:

    1.- Aproximadamente a las 7:55 p.m. de hoy sábado 31 de enero, tres elementos desconocidos portando armas de fuego atentaron contra la Fiscal de la Nación, Dra. Gladys Margot Echaiz Ramos, cuando se encontraba realizando actividades personales en el distrito de Jesús María.

    2.- Los hechos sucedieron en la cuadra 6 de la Av. de la Policía cuando un elemento joven, vestido deportivamente y con el pelo corto, se acercó a pie al vehículo en el que iba la Dra. Gladys Echaiz Ramos, portando un arma con la que hizo dos disparos al interior, por la ventanilla del chofer. La Fiscal de la Nación resultó ilesa.

    3.- Los efectivos de la seguridad personal de la magistrada repelieron de inmediato al agresor y a los otros dos sujetos que a bordo de una camioneta habían pretendido cerrarle el paso. y lograron que el vehículo oficial saliera del lugar, desconociéndose la suerte de los atacantes luego del intenso cruce de disparos.

    4.- La Fiscal de la Nación fue puesta a buen recaudo y conducida a su hogar a donde se hicieron presentes de inmediato el Ministro del Interior, el Director General de la Policía Nacional del Perú, el jefe de la Divincri y un destacamento policial que reforzó su seguridad.

    5.- La Policía Nacional del Perú ha iniciado de inmediato las investigaciones para ubicar y capturar a los autores.

  • Diesmal wirklich: Premier Simon kommt nach Amazonas

    Vom den Wetterkapriolen in Chachapoyas hat er erstmal genug – deswegen wird der peruanische Premierminister Yehude Simon diesmal nicht nach Chachapoyas fliegen, sondern nach Jaén (Cajamarca) und von dort nach Bagua fahren, wo im Beisein Simons und diverser Minister Bürgermeister und Regionalautoritäten ihre Probleme vorstellen sollen.

    Laut einem vorab veröffentlichten Schreiben, das der Provinzrat von Chachapoyas verabschiedet hatte, soll es dabei besonders auch um das Thema „Bergbau“ in der Region gehen. So beklagen sich Gemeinden über die Nichteinhaltung von Zusagen von Bergbauunternehmen, andere beklagen, sie seien in Planungen auf ihrem Gebiet erst gar nicht eingebunden worden. Zudem wird befürchtet, im Umkreis des großen Touristenzieles Kuelap würden demnächst Bergbauaktivitäten beginnen, die nicht nur die Landschaft im Umkreis, sondern auch die Ruinenstadt selbst in Mitleidenschaft ziehen könnte.

  • Utcubambas neuer Held: Edgardo Sandoval Torres

    Der Utcubamba-Fluss in der peruanischen Region Amazonas hat heute erneut seine gefährliche Seite gezeigt. Die 10jährige Zoila aus Bagua Grande (Prov. Utcubamba) war mit mehreren Freunden bei der „Cajaruro“-Brücke, die Bagua Grande mit Cajaruro verbindet, im Utcubamba schwimmen, als die Strömung sie mitriss und in einem Strudel hinabzog. Während ihre Freunde am Ufer ratlos und erschrocken schrien, sprang der Polizist Edgardo Sandoval Torres, der zufällig in der Nähe Streife lief, selbstlos in den reißenden Fluss und zog das Kind, das inzwischen unter Wasser gedrückt worden war, ans Ufer. Das Kind, inzwischen wieder wohlauf, wurde sofort in das Krankenhaus von Bagua Grande gebracht. Edgardo Sandoval Torres sagte gegenüber einem Lokaljournalisten – wie es sich für einen richtigen Helden gehört – er habe nur seine Pflicht getan und würde es jederzeit wieder  tun. Zudem habe die Polizei schließlich für die Menschen in iher Umgebung da zu sein. Gefeiert wird er trotzdem. Verdient hat ers.

  • Peru erhöht Soldatensold um 35%

    Die Soldaten der peruanischen Armee bekommen 35% mehr Sold. Ein entsprechendes Dekret wurde heute vom peruanischen Verteidigungsminister Antero Flores-Araoz unterzeichnet. Danach wird in Zukunft ein normaler Soldat, der bisher zwischen 112 und 118 Nuevos Soles erhielt, zwischen 160 und 176 Nuevos Soles erhalten.  Wer den Rang eines  „sargento primero“ innehat, kann sich von einer Erhöhung von  270 Nuevos Soles erhielt auf 448 Nuevos Soles pro Monat erfreuen.

    Damit soll auch für junge Menschen die Attraktivität der peruanischen Streitkräfte gesteigert werden, sie für den Wehrdienst zu begeistern. Derzeit ist das peruanische Militär an mehreren gefährlichen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt, was die Bereitschaft für den Wehrdienst eher gedämpft hatte. So kämpft das peruanische Militär derzeit gegen Drogenschmuggler und Terroristen im VRAE genannten Tal der Flüsse Apurímac und Éne und im Rahmen einer UN-Blauhelmmission auf Haiti.

    Zuletzt war der Sold 2004 angehoben worden.

    Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA soll das entsprechende Dekret in den nächsten Tagen im peruanischen Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht werden.

  • Landwirtschaftsministerium eröffnet eigenen Fernsehkanal

    Nach dem Bildungsministerium eröffnet nut auch das peruanische Landwirtschaftsministerium seinen eigenen Fernsehkanal. „Agrorural TV“, also des Senders für Landwirtschaft im Ländlichen Raum, wird so neben den 1993 gegründeten „Radio Campesinas“ genannten Radiostationen des Ministeriums das zweite mediale Standbein. Die Programme werden nach Angaben des Ministeriums so gestaltet, dass sie auch von den Radiostationen ausgestrahlt werden können. Zu Beginn wird allerdings lediglich täglich eine halbstündige Nachrichtensendung ausgestrahlt werden, die aus Interviews, Kurzreportagen und Liveschaltungen wichtiger Ereignisse bestehen sollen. Zudem soll über eine Verbindung per Webcam die Teilnahme der regionalen Agrardirektionen ermöglicht werden.

    Die tägliche Sendung kann von 11:30 bis 12 Uhr peruanischer Zeit, also derzeit von 17:30 bis 18:00 unter http://www.ustream.tv/channel/agrorural gesehen werden.

    Derzeit gibt es Landesweit 8 der staatlichen „Radios Campesinas“.