Kategorie: Wirtschaft

Aktuelles aus der peruanischen Wirtschaft, sowie der Wirtschaftspolitik.

  • Nach nur zwei Monaten: Linienflüge nach Chachapoyas eingestellt

    Flughafen Chachapoyas - Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Nur zwei Monate nach der publikumswirksamen Neueröffnung des Flughafens Chachapoyas hat die Fluglinie LC Busre ihre Linienflüge dorthin bereits wieder eingestellt. Auch alle anderen peruanischen Nordostrouten wie Chiclayo-Tarapoto und Tarapoto-Trujillo werden bis auf weiteres nicht mehr geflogen, so Karla Ruiz Pomar vom Passagierservice des Unternehmens gegenüber INFOAMAZONAS.

    Die Einrichtung von Linienflügen auf der Strecke Chiclayo-Chachapoyas-Chiclayo hatte insbesondere in der Tourismusindustrie der Region Amazonas große Hoffnungen geweckt. Auch wegen der hohen Preise war die Linie allerdings nur teilweise ausgelastet.

  • 18. Juli: Dem Grillhahn sein Tag

    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA
    Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA

    Das peruanische Grillhähnchen (pollo a la brasa) bekommt seinen eigenen Gedenktag, den dritten Sonntag im Juli. Das entschied die peruanische Regierung. Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova erklärte, das Cebiche und der Pisco hätten ihren Gedenktag. „Wie kann es sein, dass man das nicht auch dem Grillhähnchen zugesteht?“, so de Córdova.

    Mit der Einrichtung des Gedenktages soll dem Gericht aber nicht nur gedacht werden, das Gedenken soll auch dafür genutzt werden, den Konsum peruanischer Grillhähnchen in Peru und auf der ganzen Welt zu fördern. Unterstützen soll dies die peruanische Vogelzüchtervereinigung (APA).

    Ob dieser Sektor wirklich Unterstützung braucht ist aber fraglich, denn wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, gehen monatlich 44 Millionen Portionen Grillhähnchen über den Tresen. Jeder Peruaner isst also durchschnittlich 1,6 Grillhähnchen. Damit hat das Hähnchen, das man natürlich auch auf andere Weise zubereiten kann, gar das Rind- und Schweinefleisch auf peruanischen Tellern „überflügelt“.

    Voraussichtlich am kommenden Sonntag tritt seine Einrichtung per Veröffentlichung im Geseztblatt „El Peruano“ in Kraft.

  • Chappuis: 1,18 Milliarden US-$ würde DoeRun-Verstaatlichung kosten

    Unglaubliche Zahlen: Nach Angaben der ehemaligen Bergbaudirektorin des peruanischen Energie- und Bergbauministeriums MEM, María Chapuís, würde die Verstaatlichung der Metallschmelze in La Oroya (Region Junín) den Staat mehr als eine Milliarde US-Dollar kosten. Das sagte sie gegenüber dem Infodienst INFOREGION. Allein 120 Millionen US-Dollar schuldet der derzeitige Betreiber DoeRun allein den Zulieferern. Hinzu kämen 270 Millionen US-Dollar Steuerschulden.

    Billiger käme es den Staat, jedem Arbeiter 10.000 US-$ zu geben, damit er sich selbst eine neue Existenz aufbauen kann, so Chapuís. Dies würde „nur“ 38 Millionen US$ kosten.

    Im Folgenden der komplette Beitrag von INFOREGION:

    Mil 180 millones de dólares costaría al Perú nacionalizar Doe Run

    La ex directora general de Minería del Ministerio de Energía y Minas, María Chapuís, consideró no viable que el Estado asuma toda la responsabilidad frente al daño ambiental ocasionado en La Oroya por la empresa minero-metalúrgica Doe Run, así como su fraccionamiento con la Sunat.

    La ex funcionaria sostuvo que esta opción no es la más conveniente para el país, pues el Estado tendría que asumir todas las deudas adquiridas por la Doe Run Peru, las mismas que –según proyecciones- sumarían mil 180 millones de dólares.

    “Si se llegara a nacionalizar la Doe Run Peru, el Estado tendría que pagar al menos las siguientes sumas: 150 millones de dólares a su propietario (figura como deuda de la empresa); 120 millones de dólares a sus proveedores (de otra manera no podría recibir concentrados para operar la fundición)”, dijo.

    “Estas 2 acreencias suman 270 millones de dólares. Sin embargo, con 200 millones de dólares se puede construir una fundición similar, pero de última generación, y no la planta sub-estándar que está a medio construir en La Oroya”, indicó Chappuis.

    La experta en temas mineros sostuvo que a esta cuenta faltaría sumarle la deuda que la empresa minero-metalúrgica tiene con la Sunat, la misma que ascendería a 270 millones de dólares.

    Además, la limpieza ambiental (40 millones de dólares), la inversión que falta para concluir la planta sub-estándar (100 millones de dólares), así como las indemnizaciones de los juicios en Estados Unidos por daños a la salud de la población y de los trabajadores de La Oroya, suma que ascendería a los 500 millones de dólares.

    “En cambio, si el gobierno decide subvencionar con 10,000 dólares a cada uno de los trabajadores de La Oroya para que se reubiquen, le costaría al Estado solamente 38 millones de dólares”, finalizó.[wp_geo_map]

  • Peru: Rücküberweisungen steigen wieder

    Im Vergleich zu Vorjahreszeitraum lag die Summe der Rücküberweisungen (Remissen) im Ausland lebender Peruaner in den ersten vier Monaten diesen Jahres 7,8% höher, nämlich bei 585.000.000 US$. Das gab heute die peruanische Zentralbank (BCR) bekannt. Im vergangenen Jahr war die Summe wegen der Finanzmarktkrise zurückgegangen. Rund 40% der Rücküberweisungen nach Peru kommen nach Angaben der BCR aus den USA, 16% aus Spanien.

    In diesem Jahr lag die Summe der Rücküberweisung aus Argentinien 33,4% über dem Vorjahreswert, bei Italien waren es 22,3% und Japan 16,5%.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Huancavelica: Frost und Regenfälle machen Bauern das Leben schwer

    Rund 40.000 Bauern haben durch Frost und starken Regenfällen während der vergangenen Monate in der peruanischen Andenregion Huancavelica Schäden und Ernteausfälle erleiden müssen. Am schlimmsten sind die Provinzen Huaytará und Castrovirreyna betroffen, wie die Agentur ANDINA unter Berufung auf die Landwirtschaftsregionaldirektion Huancavelica berichtet. Insgesamt verloren die Bauern 4.100 Hektar Anbaufläche.

    Die Landwirtschaft ist der Hauptarbeitgeber der Region Huancavelica, fast 83.000 Menschen arbeiten hauptberuflich in diesem Sektor.

    Huancavelica liegt südöstlich der peruanschen Haupstadt Lima.

  • Islay / Arequipa: Bergbaugegner räumen Panamericana, Premierminister kommt zum Dialog

    Die Gegner des Bergbauprojektes „Tía María“, die in der südperuanischen Provinz Islay (Region Arequipa) für fast eine Woche einen Abschnitt der Panamericana-Fernstraße besetzt gehalten hatten, haben die Blockade aufgegeben. Nach Angaben der Coordinadora Nacional de Radio (CNR) ist inzwischen eine Delegation der peruanischen Regierung vor Ort eingetroffen, um an einem runden Tisch mit den Bergbaugegnern zu sprechen. Die Delegation besteht unter anderem aus Premierminister Javier Velásquez, Umweltminister Antonio Brack, Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova, sowie Energie- und Bergbauminister Pedro Sánchez. Damit konnte vorerst eine Eskalation des Konfliktes verhindert werden.

    Zahlreiche Organisationen der Zivilgesellschaft, sowie politische Amtsträger wie der Bürgermeister des Distriktes Cocachacra, Juan Alberto Guillén López, fürchten, der Kupferabbau in der Provinz Islay könnte den bislang stärksten Wirtschaftszweig der Provinz, die Landwirtschaft, schädigen. Neben der Wasserverschmutzung durch Schwefelsäure fürchten die Anwohner ein Absinken des Grundwasserspiegels, da bis zum Bau eines eigenen Wasserreservoirs für „Tía María“ Wasser aus dem Boden gepumpt werden müsste.

    Schon kurz bevor sich der runde Tisch konstituiert hatte, begannen die Demonstranten mit der Räumung der Panamericana, die nicht nur durch tausende Menschen, sondern auch mit Baumstämmen, Gestrüpp und Steinblöcken blockiert worden war. Allerdings befinden sich nach Angaben von Radio Yaraví (Arequipa) bis zum Zeitpunkt noch immer viele Demonstranten in der Nähe der Panamericana, ein klares Zeichen, dass man dem runden Tisch für Cocachacra und Umgebung keine schnelle Lösung zutraut.

    Das Zusammentreffen der Bergbaugegner und der Regierungsdelegation war möglich geworden, nachdem die peruanische Volksanwaltschaft, Angehörige der katholischen Kirche, sowie der Regionalpräsident von Arequipa, Juan Manuel Guillén Benavides, ein Aussetzen der Protestmaßnahmen für 24 Stunden aushandeln konnten.

    Bei einer Volksbefragung im Distrikt Cocachacra hatte sich im September 2009 90% gegen die Durchführung des Bergbauprojektes „Tía María“ ausgesprochen.

  • Perus Bevölkerung beklagt extreme Zuckerpreise

    Eine Verdopplung des Zuckerpreises innerhalb eines Jahres macht derzeit Perus Bevölkerung und Lebensmittelwirtschaft zu schaffen. Das Kilo Rohrzucker, im Februar 2009 in Lima noch für 1,32 Nuevos Soles zu haben, kostete im März 2,77 Nuevos Soles, aus Städten im Landesinneren – beispielsweise Chachapoyas – werden Preise von über drei Nuevos Soles gemeldet.
    Wie das staatliche Institut für Statistik und Informatik INEI meldet, das Monat für Monat Preisentwicklungsstatistiken veröffentlicht, stieg allein im März diesen Jahres der Preis des weißen, feinen Zuckers um 13,5% an, der Preis des Rohrzuckers um 12,1%. Die peruanische Regierung macht dafür Probleme im Ausland verantwortlich, besonders Überschwemmungen in Brasilien und einen hohen Weltmarktpreis. Wie die Tageszeitung „La República“ berichtet, haben erste Süßigkeitenfabrikanten und Bäckereien ihre Produktion gedrosselt. Verkäufer berichten, Kunden würden beim Kauf eher auf kleine Mengen zurückgreifen.

    Nach Angaben der Vereinigung peruanischer Zucker- und Biotreibstoffproduzenten APPAB lag wegen des El Niño-Effektes das Erntevolumen in diesem Sommer niedriger.

    Kritiker vermuten allerdings, dass der Preisanstieg dadurch verursacht wurde, dass Zuckerrohrproduzenten mehr verdienen, wenn sie das Zuckerrohr an Produzenten von Biotreibstoffen verkaufen.

  • Trotz Krise: Peruanisches Bruttoinlandsprodukt 2009 um 1,12% gewachsen

    Die peruanische Wirtschaft hat in großen Teilen der Krise getrotzt: Dank einem Sprung von 6,38% im Dezember lag das Wachstum des gesamten vergangenen Jahres bei 1,12%, wie das peruanische Statistik- und Informatikinstitut INEI heute bekannt gab. Treibende Kraft war das Baugewerbe, das um 6,14% zulegen konnte. Auch die Landwirtschaft, im Restaurant- und Hotelgewerbe und im Dienstleistungssektor konnte ein Wachstum festgestellt werden.

    Große Verlierer dagegen waren die Fischwirtschaft (-7,67% insgesamt, -10,79% in der Binnenfischwirtschaft), der Metall-Bergbau (-1,41%) und die Fertigung (7,18%).

    Gesunken ist unter anderem auch das Exportvolumen. Im Vergleich zum Vorjahr lag dieses mit 26.452,6 Millionen US-$ rund 15,46% unter dem Vorjahreswert. Auch der Verkauf von Neuwagen sank um 11,82% im Gegensatz zu 2008.
    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Freihandelsvertrag EU-Peru soll noch vor Juni stehen

    Geht es nach dem peruanischen Außenhandels- und Tourismusministerium (MINCETUR), wird der Freihandelsvertrag (TLC) zwischen Peru und der Europäischen Union noch während der spanischen EU-Ratspräsidentschaft unterschreiben. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Obwohl noch einige Punkte offen seien, werde man die Verhandlungen Februar oder März abschließen, so Eduardo Ferreyros, MINCETUR-Vizeminister. So bestehe Peru darauf, dass Fisch, der -egal unter welcher Flagge das Fischerboot fährt – zwischen 12 und 200 Meilen vor der peruanischen Küste gefangen wird, eindeutig als peruanischer Fisch deklariert wird. Zudem werde gefordert, Europa solle seine Märkte für peruanische Agrarprodukte wie Bananen, Zucker und Reis öffnen.

  • Peru bleibt größter Silberproduzent weltweit

    Kein anderes Land der Welt fördert mehr Silber als Peru. Das gab heute das peruanische Energie- und Berbauministerium MEM bekannt. Bei der Zinkproduktion liege man auf dem zweiten Platz, so das Ministerium.