Kategorie: Peru

Artikel, die das Andenland im allgemeinen betreffen.

  • Überschwemmungen in Moyobamba (San Martín): Drei Personen vermisst

    Starke Regenfälle haben Mitte der Woche in der peruanischen Provinz Moyobamba (Region San Martín) mehrere Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen. Dutzende Häuser wurden zerstört, drei Personen starben offenbar in den Fluten. Auch in der Nachbarprovinz Rioja kam es zu Schäden.

    Am Mittwoch trat in den frühen Morgenstunden der Tonchima-Fluss über die Ufer. Betroffen waren offenbar zunächst die Ortschaften La Libertad und Nueva Tabalosos im Distrikt Yorongos, wo mehrere Häuser einstürzten. Helfer des peruanischen Zivilschutzes sind rund um die Uhr im Einsatz.

  • Bongará / Amazonas: Aserradero-Brücke wird wieder aufgebaut

    Die durch mehrere Erdrutsche zerstörte Hängebrücke über den Utcubamba-Fluss bei der Ortschaft Aserradero (Distrikt Jamalca / Provinz Bongará / Region Amazonas) soll wieder aufgebaut werden. Wie die Regionalregierung mitteilt, wird der Bau mehr als eine Million Nuevos Soles kosten. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von 180 Tagen abgeschlossen werden.

    Seit dem Einsturz der alten Brücke waren mehrere Ortschaften weitgehend isoliert.

  • Fröhliche Weihnachten

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruEin schönes und besinnliches Weihnachtsfest wünscht INFOAMAZONAS all seinen Leserinnen und Lesern!

     

     

  • Madre de Dios / Peru: Wahltribunal suspendiert Regionalpräsident Aguirre Pastor

    Wegen einer rechtskräftigen Verurteilung hat das peruanische Wahltribunal JNE den Regionalpräsidenten der ostperuanischen Regenwaldregion Madre de Dios, José Luis Aguirre Pastor, suspendiert. Sein Stellvertreter Jorge Alberto Aldazábal Soto übernahm das Amt. Aguirre Pastor war für schuldig befunden worden, 2010 die Verwaltungsverfahrensordnung (TUPA) der regionalen Gesundheitsbehörde geändert zu haben, ohne dazu berechtigt zu sein. Damit habe er gegen die Verwaltungsordnung verstoßen, so die Richter.

    Ein Urteil in erster Instanz hatte der bisherige Regionalpräsident angefochten, allerdings erfolglos. Bereits zuvor war er im selben Fall zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.000 Nuevos Soles, sowie zu vier Jahren Haft verurteilt worden, die das Gericht allerdings zur Bewährung aussetzte. Für ein Jahr darf Aguirre Pastor nun kein öffentliches Amt ausüben.

    Aguirre Pastor selbst warf den Richtern vor, das Urteil und die Suspendierung seien politisch motiviert. Einige der Richter hätten Verbindungen zum illegalen Bergbau, gegen den er ankämpfe, so der suspendierte Regionalpräsident. Zudem sei ihm das damalige Schriftstück von einem juristisch kundigen Mitarbeiter zur Unterschrift untergejubelt worden, obwohl der Regionalrat hätte zustimmen müssen, erklärte Aguirre Pastor vor wenigen Monaten gegenüber der Tageszeitung „El Comercio“.

  • Loreto / Peru: Großbrand in Belén zerstört mehrere Häuserblöcke

    Ein Großbrand im Stadtteil Belén (dt. Betlehem) der peruanischen Regenwaldstadt Iquitos hat am heutigen Donnerstag offenbar mehrere Häuserblöcke komplett zerstört. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, sind mehr als 100 Familien davon betroffen. Der Stadtteil Belén, dessen Häuser zu einem großen Teil aus Holz gebaut sind und auf Stelzen stehen, ist das am schnellsten wachsende Viertel von Iquitos und bekannt für seine Märkte. Ob der Großbrand mit dem zu dieser Jahreszeit verbreiteten Handel mit Feuerwerkskörpern zusammen hängt, ist noch unklar.

    Nachtrag: 137 Häuser verbrannt – 18 Personen verletzt

    Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, wurden durch den Großbrand insgesamt 137 Häuser zerstört. Eine Person trug dabei Verletzungen davon, 17 weitere mussten mit Vergiftungserscheinungen ärztlich behandelt werden. Nach Angaben der Feuerwehr von Iquitos konnte das Feuer um 19:10 Uhr (Ortszeit) gelöscht werden.

    Ausgelöst hatte den Brand nach Angaben des Nachrichtensenders RPP eine Unachtsamkeit in der mit Holz befeuerten Küche eines der Häuser. Ein Funke setzte das Haus in Brand. Das Feuer griff über auf ein Nachbarhaus, in dem eine Gasflasche explodierte. Die herumfliegenden Holzteile verbreiteten das Feuer weiter auf die umliegenden Häuser. Rund 1.500 Menschen verloren dadurch nach Schätzungen der Feuerwehr ihr Dach über dem Kopf.

  • Peru: Nationalpolizei gelingt Schlag gegen die Falschgeldmafia

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruDa staunten die Beamten nicht schlecht, als sie gestern eine geheime Druckerei aushoben: Die peruanische Nationalpolizei hat im Zentrum der Hauptstadt Lima gefälschte Wertscheine mit einem aufgedruckten Wert von vier Millionen US-Dollar, sowie vier Millionen Euro beschlagnahmt, die offenbar über Ecuador, Kolumbien und Venezuela, sowie über Chile und Argentinien in die USA und die EU eingeführt werden sollten. Eine Person wurde festgenommen, mehrere Druckmaschinen zerstört.

    Nach Angaben der Polizei wurde die Druckerei seit drei Monaten observiert. Dabei haben die peruanischen Kriminalisten offenbar mit europäischen Kollegen von Europol und der Brigada de Investigación Del Banco de España, sowie dem Secret Service zusammengearbeitet. Es handelte sich dabei um die erste direkte Zusammenarbeit in diesem Bereich zwischen Europol und peruanischen Behörden. „Der Erfolg der Operation wurde erst durch die exzellente Arbeit der peruanischen Behörden ermöglicht“, so Europol-Direktor Rob Wainwright.

  • Mehr als zwei Millionen Landwirte: INFOAMAZONAS-Dossier zu Perus Agrarzensus

    Nach 18 Jahren Pause wurden in Peru Mitte November 2012 wieder einmal alle Landwirtinnen und Landwirte gezählt, unabhängig von Besitzgröße, Lage und Ausrichtung von Feldern, Wiesen, sowie der Zahl der Tiere. Ein wichtiger Schritt für das Land, das nicht nur ein Bevölkerungswachstum, sondern auch eine anhaltende Landflucht verzeichnet. Grund genug, neben den Hintergründen auch einzelne Ergebnisse unter die Lupe zu nehmen. Dafür bietet das INFOAMAZONAS-Spezial „Peru zählt seine Landwirte“ reichlich Platz. Sie finden es hier!

    Auch Ihre Informationen, Kommentare und weiterführende Artikel zum Thema sind gerne Willkommen. Lassen Sie uns diese doch einfach per E-Mail, das Kommentarfeld (unten) oder per Facebook zukommen!

    INFOAMAZONAS-Spezial Agrarzensus 2012/2013Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Dossiers „Peru zählt seine Landwirte – Agrarzensus 2012“. Umfassende Informationen zum Thema finden Sie dort.

  • Region La Libertad: Bürgermeister von Angasmarca offenbar von Auftragskillern getötet

    Der Bürgermeister des peruanischen Distriktes Angasmarca (Provinz Santiago de Chuco / Region La Libertad) ist offenbar von Auftragskillern getötet worden. Das gab gestern der Polizeichef der Region Libertad, Roger Torres Mendoza, bekannt. Nach ersten Ermittlungen sollen die beiden mutmaßlichen 22jährigen Täter, die den Bürgermeister Diógenes Geldres Velásquez  nach Angaben der Polizei vom Motorrad aus erschossen haben, für die Tat 5.000 Nuevos Soles erhalten haben. Bei demVersuch, zu fliehen, nahm die örtliche Bürgerwehr die Verfolgung auf und konnte die mutmaßlichen Täter auf ihrem Motorrad schon nach kurzer Zeit stellen.

    Der Bürgermeister befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf einer Kinderweihnachtsfeier. Er wurde sofort in ein Krankenhaus der Regionalhauptstadt Trujillo eingeliefert, wo er wenig später verstarb.

    Die genauen Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt, die Polizei ermittelt offenbar im Umfeld eines Unternehmens, das kurz zuvor eine Ausschreibung verloren hatte.

    Zweiter Bürgermeister-Mord in einem Monat

    Es handelte sich dabei bereits um den zweiten Mord an einem peruanischen Bürgermeister in diesem Dezember. Erst Anfang des Monats war der Provinzbürgermeister von Casma (Region Áncash), José Alejandro Montalván Macedo, auf ähnliche Weise getötet worden.

  • Peru: Prozess gegen Sendero-Führer „Artemio“ beginnt

    Im peruanischen Marinestützpunkt Callao nahe der Hauptstadt Lima beginnt heute Vormittag (Ortszeit) der Prozess gegen den letzten „historischen“ Kopf der Terrororganisation Sendero Luminoso (dt. leuchtender Pfad) Florindo Eleuterio Flores Hala alias „camarada Artemio“. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mitte Februar nahe der Regenwaldstadt Tocache gefassten Flores Hala Terrorismus, Drogenschmuggel und Geldwäsche vor. Im Gegensatz zu den heute vor allem in den Tälern der Flüsse Apurímac, Éne und Mantaro aktiven „Sendero“-Fraktionen, ist „Artemio“ bis heute Anhänger des bereits Anfang der 90er Jahre gefassten Sendero Luminoso-Gründers Abimael Gúzman.

    Vor Beginn der Verhandlung erklärte Premier Juan Jiménez gestern, die Regierung hoffe auf eine lebenslange Haftstrafe für Flores Hala. Dieser habe „dem Land schweren Schaden zugefügt“, so der Präsident des Ministerrates. Der Polizei war es damals gelungen, einen Anhänger von Florindo Eleuterio Flores Hala geführten „Huallaga-Fraktion“ des Sendero Luminoso als Informanten anzuwerben.

  • Lima / Peru: Mehrheit der Drogenkuriere kommt heute aus Spanien

    Bislang führten regelmäßig Peruaner die Liste derjenigen an, die beim Versuch, Drogen ins Ausland zu schmuggeln, am Jorge Chávez-Flughafen bei Perus Hauptstadt Lima festgenommen wurden. In diesem Jahr war das erstmals anders: Unter den (bislang) 236 festgenommenen waren insgesamt 57 Spanierinnen und Spanier, 51 peruanische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger. Die weiteren kamen aus Mexiko (28), Italien (10), Kolumbien (9), Bulgarien (7) und anderen Ländern, etwas mehr als die Hälfte davon Männer. Wie Anderson Reyes Ugarte von der peruanischen Antidrogenpolizei erklärte, wurde mit den Festnahmen der Versuch des Transports von 1,5 Tonnen Drogen verhindert, vor allem Kokain.

    Peru: Bis zu 15 Jahre Haft für Drogenkuriere

    Den Grund für die zunehmende Zahl festgenommener Spanier sieht Reyes Ugarte in der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Landes. Die Wirtschafts- und Finanzkrise treffe das Land hart und führe dazu, dass einzelne spanische Staatsbürger, insbesondere Arbeitslose und Verschuldete, ihr Leben und ihre Freiheit riskierten, um an Geld zu kommen. Aus den Vernehmungen wisse er, dass ihnen dafür Beträge von bis zu 5.000 US-$ angeboten würden, so der Polizist. Dafür drohen ihnen bis zu 25 Jahren Haft.

    Die häufigsten Schmuggel-Formen seien der Schmuggel im Verdauungstrakt, durch schlucken von mit Drogen gefüllten Kapseln. Dabei kommt es häufig zu Todesfällen, weil die Magensäure die Kapseln zum Platzen bringt. Daneben versuchen Schmuggler („Burriers“), die Drogen möglichst nah am Körper oder in Verstecken wie Knöpfen, Büchern, Kerzen, Pillen, Musikinstrumenten, Laptops oder Surfbrettern zu transportieren – ein Aufwand, der offenbar vergebens ist und für viele im Gefängnis endet.

    HINWEIS: Auch zahlreiche deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sitzen derzeit wegen versuchten Drogenschmuggels in peruanischen Gefängnissen ein. Peruanische Behörden verstehen im Zusammenhang mit Drogen keinen Spaß – nicht verwunderlich für ein Land, das Probleme mit der Drogenmafia hat und sehr unter seinem Ruf als Kokainproduzent leidet. Die meisten peruanischen Gefängnisse sind überbelegt und sind oft in schlechtem Zustand, Häftlinge werden häufig von einem Gefängnis in ein anderes verlegt, was den Kontakt nach außen sehr erschwert. Sollten Sie selbst betroffen sein oder ein entsprechendes Angebot bekommen, lehnen Sie es ab und/oder informieren Sie die Deutsche Botschaft in Lima (+51/(0)1/2125016), die Nationalpolizei (105) oder die Tourismuspolizei! Weitere Informationen beim Auswärtigen Amt.