Kategorie: Medien

Was und wer peruanische Medien umtreibt, wie es um die Pressefreiheit in Peru bestellt ist, was für Gesetze in diesem Bereich geplant sind und was die Zukunft verspricht.

  • Radio Activa startet Amazonas-weite Nachrichtensendung

    Der Lokalsender Radio Activa, der im Moment hauptsächlich im Stadtgebiet von Chachapoyas und in einigen Ortschaften im direkten Umfeld sendet, startet am kommenden Montag eine Nachrichtensendung, die von insgesamt 5 anderen Lokalsendern in verschiedenen Provinzen der Region Amazonas simultan ausgestrahlt werden.  Für die “ Red Informativa Regional,“ genannte Sendung, die von Montag bis Freitag von 13 bis 14 Uhr Ortszeit laufen wird, hat sich ein Netz von Korrespondenten zusammengefunden, das zumindest alle Provinzhauptstädte der Region Amazonas abgeckt. Neben Nachrichten sollen dabei auch Kommentare Teil der Sendung werden.

    Ausstrahlen werden die Sendung:

    Studio Paxss  (Mendoza),  Stereo 99 (Utcubamba), Radio Fuego (Bagua), Radio Nieva (Condorcanqui) und Radio Activa (Chachapoyas, Luya).

  • 60% der Haushalte haben ein Handy

    In immer mehr peruanischen Haushalten stehen moderne Kommunikationsgeräte. Wie das Nationalinstitut für Statistik und Informatik INEI gestern bekannt gab, gibt es in 60% der peruanischen Haushalte ein oder mehrere Handys. 28% haben einen Festnetzanschluss, 19% Kabelfernsehen und fast 10% Internet. Damit stieg die Zahl der Haushalte mit Hand im Gegensatz zum Vorjahr um 15%. Gleichzeitig gibt es 2,5% mehr Kabelfernsehhaushalte und 2,6% mehr Haushalte mit Internetanschluss als noch im Vorjahr.
    Dabei gibt es aber einen sehr großen Unterschied zwischen Stadt und Land. So haben in der Hauptstadt Lima fast 60% einen Festnetzanschluss. Im ländlichen Raum sind es 1,4%. Internet haben in Lima über 23%, im ländlichen Raum 0,1% der Haushalte. Verglichen wurde das letzte Quartal 2008 mit dem letzten Quartal 2007.

  • Magaly Medina frei

    Die populäre Fernsehmoderatorin und Journalistin Magaly Medina wurde gestern Abend in Lima nach 77 Tagen aus dem Gefängnis entlassen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Demnach wurde die Strafe wegen Diffamierung von 5 Monaten auf zwei Jahre verlängert, allerdings gleichzeitig zur Bewährung ausgesetzt. Auch der Produzent des Fernsehprogrammes und der gleichnamigen Zeitschrift „MagalyTeVe“, Ney Guerrero, konnte das Gefängnis verlassen. Beide waren von einem Gericht für schuldig befunden worden, den Fußballer Paolo Guerrero diffamiert zu haben. In der Zeitschrift waren Bilder veröffentlicht worden, die den Fußballer angeblich am frühen Morgen vor einem verlorenen Länderspiel in Begleitung mehrerer Damen zeigen.

  • "Schulfernsehen" soll bis Ende 2009 5000 Schulen versorgen

    Bis zum Ende des kommenden Jahres sollen 5000 weiterführende Schulen in ganz Peru per Satelit einen Zugang zum 2007 gegründeten „Schulfernsehen per Satelit“ (Televisión Educativa Satelital) des Bildungsministeriums haben. Das erklärte Victor Castillo, Generaldirektor des Büros für Bildungstechnologie des Bildungsministeriums heute in einer Pressemitteilung. Damit sollen Lehrer durch Inhalte anerkannter Produzenten von Bildungsfernsehen, wie z.B. der Discovery Channel, der History Channel oder NatGeo, ihren Unterricht auflockern, so Castillo. Im Moment haben rund 3.070 Schulen Zugang zu dem Satelitenkanal. Bis 2011 sollen die rund 177.340 Klassenzimmer der 31.088 staatlichen weiterführenden Schulen (Colegios Excolares Estatales) angeschlossen sein. Mitte 2007 wurde das Projekt erstmals getestet. Jede angeschlossene Schule braucht neben einer zentralen Satelitenempfangsanlage sowohl Kabel in jedes Klassenzimmer, als auch die ensprechenden Fernseher in den Klassenzimmern. Die einzelnen Sendungen werden von den oben genannten Fernsehkanälen aufgenommen und über einen eigenen Satelitenkanal des Bildungsministeriums ausgestrahlt.

  • ANP: 2008 180 Angriffe auf die Pressefreiheit

    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP
    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP

    In diesem Jahr kam es in Peru zu 180 harten Angriffen auf die Pressefreiheit. Das berichtet der peruanische Journalistenverband ANP (Asociación Nacional de Periodistas) in seinem Jahresbericht über den Stand der Pressefreiheit in Peru. Noch 2006 Awaren es rund 30 Angriffe weniger. Am häufigsten wurden 2008 schlimme körperliche und verbale Angriffe gezählt, 76 an der Zahl. In 52 Fällen wurden der ANP aber auch Drohungen und Erpressungsversuche gemeldet. In 13 Fällen kam es zu unrechtmäßigen Festnahmen. Hinter 21 Fällen standen angehörige der peruanischen Sicherheitskräfte, die restlichen Angriffe gingen von der Verwaltung, Privatpersonen oder Unternehmen aus. IN 42 Fällen sind die Hintermänner unbekannt.  Das gefährlichste Pflaster ist Maynas in Loreto, gefolgt von Lima, Arequipa und San Martín.

    Negativ hervorgefallen sind u.a. die Regionalpräsidenten von Puno und Ancash, die wiederholt durch verbale Ausfälle gegenüber Journalisten auffielen. Zudem kam es auch bei größeren Protesten wie 2008 in Tacna, Moquegua und Ayacucho zu Angriffen auf Journalisten, die zwischen die Fronten von Journalisten und der Polizei gekommen waren.

    Weitere Informationen:

    http://www.cronicaviva.com.pe/content/view/67735/1/

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  • América Televisión wird 50

    Mit einem großen Festakt feierte der peruanische Fernsehsender América Televisión gestern abend sein 50jähriges Bestehen. Unter den Feiernden war unter anderem der mediengewandte Präsident Alan García, der in seiner Rede erklärte, er habe 1959 zum ersten Mal im Fernsehen gesprochen – in América Televisión.
    Das Programm von AméricaTV besteht hauptsächlich aus Unterhaltungs- und seichten Nachrichtensendungen, es werden aber auch anerkannte journalistische Formate wie CU4RTO PODER oder PRENSA LIBRE ausgestrahlt.

  • Rundfunkrat prämiert Quechua- und Seniorenhörfunkjournalisten

    Der peruanische Radio- und Fernsehrat CONCORTV zeichnete heute die Radiojournalisten Miguel Humberto Aguirre und Juan Alberto López Mayorga für ihre herausragende Arbeit aus. Miguel Humberto Aguirre, der bereits seit über 27 Jahren bei Radio Programas (RPP) arbeitet, erhielt die Auszeichnung für sein samstägliches Radioprogramm „más alla de las Canas“ (jenseits der weißen Haare), in dem besonders Senioren und deren Probleme zur Sprache kommen. Juan Alberto López Mayorga arbeitet in Ayacucho, wo er neben seiner Arbeit als Präsident der regionalen Journalistenkammer mehrere Radio- und Fernsehprogramme in der in Ayacucho sehr verbreiteten Sprache „Quechua“ moderiert. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen einer Konferenz über die Präsenz von Senioren in Radio und Fernsehen vom peruanischen Radio- und fernsehrat CONCORTV und der Nichtregierungsorganisation HelpAge International vergeben.

  • 2008 449 Radiosender "beschlagnahmt"

    Wie das peruanische Transport- und Kommunikationsministerium (MTC) mitteilt, wurde 2008 das gesamte Equipment von rund 450 Radiosendern beschlagnahmt, die über keine Sendelizenz verfügten. Neben der Beschlagnahmung des Equipments drohen Besitzern dieser „Piratensender“ seit 2006 Geld- und Freiheitsstrafen, letztere zwischen einem und 8 Jahren.

  • Staatsfernsehen wird 50

    Das peruanische Staatsfernsehen, derzeit unter dem Namen „TVPeru“ bekannt, wird 50 Jahre alt. Der Sender, der bis heute landläufig unter dem Namen „Canal 7“ (Kanal 7) bekannt ist, wurde unter eben diesem Namen 1958 gemeinsam von der UNESCO und dem peruanischen Bildungsministerium gegründet. Damit war das Staatsfernsehen jenerzeit der erste Fernsehsender überhaupt in Peru. Die folgenden Jahre war er auch Peruweit der erste Sender, der in Farbe sendete und über ein Satelitensignal verfügte. Über seine gesamte Geschichte hinweg änderten sich Instrumentallisierung und Nähe zur Regierung, insgesamt stand der Sender aber stets in der Nähe der jeweiligen Regierung. Allerdings trug er durch die Ausstrahlung belastenden Videomaterials („Vladivideos“) auch zum Sturz des Diktators Fujimori bei. Inzwischen verfügt der Sender über 275 Übersetzer (Stationen mit Satelitenschüssel, Sendeanlage und Antenne, die das aus Lima kommende Programm weitersenden) in fast allen Ecken und Enden Perus (Siehe Grafik).

    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007
    Anzahl der Sender des Staatsfernsehens, 1997-2007

    Derzeit hat TVPeru den Auftrag, die Bevölkerung „moralisch und kulturell zu bilden“.

    Und da der Sender unter fast jeder Regierung bisher umbenannt worden war, passt wohl am besten:

    Herzlichen Glückwunsch, „Canal 7“.

  • TVPeru Chachapoyas bekommt neuen Sender & Lokalstudio

    Das peruanische Staatsfernsehen TVPeru hat für seine Sendeanlage in Chachapoyas einen neuen Sender bekommen. Das teilt die Regionalregierung Amazonas in einer Pressemitteilung mit. Der 1000-Watt Sender der französischen Marke Thomson kostet ca. 80.000 US-Dollar. Er ersetzt den alten Techno-Systems-Sender, der in letzter Zeit immer wieder ausfiel. Gleichzeitig soll die Sendeanlage so ausgebaut werden, dass verstärkt auch lokal produzierte Programme ausgestrahlt werden können. Übergeben und finanziert worden war der Sender durch das peruanische Radio- und Fernsehinstitut IRTP, das auch das Staatsradio Radio Nacional betreibt. Insgesamt tauscht IRTP derzeit die Sendeanlagen in 22 peruanischen Städten.

    Das Staatsfernsehen ist auch unter dem Namen „Canal 7“ bekannt – weil es traditionell auf diesem Fernsehkanal liegt.