Schlagwort: Tourismus

  • Israel-Reisen für Peruaner bald Visafrei

    Peru und Israel haben beschlossen, von Staatsangehörigen des jeweils anderen Staates kein Visum mehr zu verlangen. Das berichtet die Agentur ANDINA. Der Vertrag zwischen den beiden Staaten ist bereits unterschrieben und soll am 4. Juli diesen Jahres in Kraft treten.

    Damit soll insbesondere der gegenseitige Tourismus, sowie der interkullturelle und wissenschaftliche Austausch gefördert werden.

    NACHTRAG (17.09.2012):

    Der Vertrag ist inzwischen in Kraft, peruanische Staatsbürger müssen sich zur Einreise nach Israel nicht mehr um ein Touristenvisum bemühen. Lediglich für andere Zwecke (beispielsweise ein Studienaufenthalt) machen den Antrag beim Konsulat in Lima notwendig. Näheres entnehmen Sie bitte der Internetseite der Botschaft Israels. Diese Angaben sind ohne Gewähr und entsprechen dem Tag ihrer Veröffentlichung.

  • Kongress verabschiedet schärfere Gesetze gegen Sextouristen

    Der peruanische Kongress hat das neue „Tourismusgesetz“ verabschiedet. Neben der Erhebung des Tourismus zum nationalen Interesse sind in dem Gesetzespaket auch zahlreiche Regelungen enthalten, die helfen sollen, den Missbrauch von Kindern – besonders durch Touristen – zu verhindern. So wurde eine Mindeststrafe für die Bewerbung oder Förderung sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in Höhe von 4 Jahren Gefängnis eingeführt. Darunter fallen solche Personen, die in schriftlicher Form wie beispielsweise Flugblättern, Prospekten oder auf visuellem, auditivem, elektronischem oder magnetischem Weg oder per Internet [] sexuellen Missbrauch mit Menschen unter 18 Jahren anbieten.

    Handelt es sich um Menschen unter 14 Jahren, liegt die Mindeststrafe bei 6 Jahren. Bekleidet der Täter oder die Täterin ein öffentliches Amt oder ist FamilienangehörigeR, LehrerIn oder ErzieherIn des Opfers, sind mindestens 8 Jahre Gefängnis fällig.

    Zudem werden im Gesetzestext Reiseunternehmen dazu verpflichtet, die Gesetzeslage und Strafen zum Thema Kinder- und Jugendprostitution zu bekannt zu machen.

  • "Chachapoya-Wanderweg" beschlossene Sache

    11 Distrikte der Provinz Chachapoyas werden in den kommenden Jahren durch einen „Chachapoya-Abenteuerwanderweg“ verbunden. Er soll von Huancas über Chachapoyas, Levanto, San Isidro del Maino, Magdalena, Jalca Grande, Montevideo, Mariscal Castilla, Leymebamba, Chuquibamba nach Balsas am Marañón führen. Damit wird er viele archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern, beobachtungspunkte seltener Vögel und über Jahrhunderte unberührten Bergregenwald miteinander verbinden.

    443.000 Soles stehen bereit

    Neben der Aufstellung von Schildern auf der gesamten Länge des Weges umfasst das nun angestoßene Projekt auch die Förderung von Unterkünften, Rastmöglichkeiten und sanitären Einrichtungen  in den Orten, die an der „Gran Camino Chachapoya” genannten Route liegen. Zudem werden die gepflasterten historischen Inkawege – soweit notwendig – wieder hergerichtet und mit wichtigen Wegen der bis heute genutzten Mauleselspfade verknüpft. Die Provinz Chachapoyas, sowie die beteiligten Distrikte, stellen dafür nach Angaben von Provinzbürgermeister Peter Lerche insgesamt 443.000 Nuevos Soles zur Verfügung (Wechselkurse auf chachapoyas.eu). Ein Teil des Geldes soll auch für die Ausbildung von Fremdenführern aus der Umgebung aufgewendet werden. Weitere Mittel wollen die beteiligten Bürgermeister auf einer für Anfang März vorgesehenen Reise nach Lima organisieren.

    Wandern auf den Spuren der Chachapoya als Touristenattraktion

    Die 120-Kilometer-Route war von dem als „Chasqui Peruano“ genannten Abenteurer und Tourismusberater Felipe Valera konzipiert worden und soll Teil des „Circuito Turistico Nor Oriental“ (CNT), also der nordostperuanischen Reiseroute werden. Wie sehr Abenteuerwanderwege dieser Art gefragt sind, zeigt der seit Jahren anhaltende Erfolg des „Camino Inca“ zum Inkaheiligtum „Machu Picchu“ bei Cusco. Dort muss inzwischen, wegen des großen Andrangs, manchmal der Weg gesperrt werden. Gute Aussichten also für die Route, die innerhalb von ca. 8 Tagen in normalem Wandertempo abgelaufen werden kann.

  • "Santa Ana"-Museum eingeweiht

    Im Beisein von Francesco Rausi, des italienischen Botschafters in Peru, wurde am vergangenen Samstag in Chachapoyas das ethnohistorische Museum Santa Ána eingeweiht. Auf den Grundmauern der 1569 errichteten Santa Ána-Kirche, die 2005 bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden war, hatten im Rahmen des Tourismusförderungsprojektes „PROMARTUC“ der italienisch-peruanische Entschuldungsfonds Fondo Ítalo Peruano (FIP) gemeinsam mit Cáritas Perú ein Gebäude gleicher Struktur gebaut, das in Zukunft eine Dauerausstellung, sowie zeitlich begrenzte Ausstellungen über Chachapoyas und die Region Amazonas beherbergen soll. Neben Informationen über die spanische Gründung von Chachapoyas wird es, wie Radio Activa (Red Informativa Regional) berichtet, auch Ausstellungsstücke und Erklärungen zum Totenkult des Chachapoya-Volkes geben. Aber auch Darstellung der Natur in allen Teilen der Region Amazonas und vielfältige Traditionen, die bis heute erhalten sind, werden ihren Platz erhalten.

    Santa Ána war zur Zeit ihrer Errichtung die „Gemeinde der Indios“, bis dahin hatten sich die „Missionsbemühungen“ der katholischen Geistlichkeit hauptsächlich auf die spanischstämmigen Bewohner von Chachapoyas gerichtet.

    Nach Angaben von Cáritas Chachapoyas kostete die Wiedererrichtung der Kirche 1 Million Nuevos Soles.

  • Gocta: Cocachimba bekommt Luxus-Lodge

    Gocta - der dritthöchste Wasserfall der Welt. Bild: Regionalregierung Amazonas
    Gocta – der dritthöchste Wasserfall der Welt. Bild: Regionalregierung Amazonas

    Der Ort Cocachimba, Ausgangspunkt für Ausflüge zu Gocta, dem dritthöchsten Wasserfall der Erde, bekommt mit der „Gocta-Lodge“ eine Touristenunterkunft in der oberen Preisklasse. Das Lodge-Projekt, das einmal bis zu 35 Reisenden Unterkunft gewähren soll, erstreckt sich nach Angaben der Regionalregierung Amazonas über eine Fläche von 800m², Hilfsbauten, Terassen und andere Außenflächen nicht mitgerechnet.  Neben einem Restaurant und  einem Lese- und Internetraum soll es vor allem mehrere Wellnesseinrichtungen wie ein Schwimmbad und Wassermasagegelegenheiten geben. Am kommenden Sonntag soll dafür de Grundstein gelegt werden. Der Federführende Investor, der in Nordperu bereits mehrere ähnliche Lodges betreibt, plant eine Investition von rund 1Mio US-$. Zudem wurde bereits angekündigt. auch den Bau einer weiteren Unterkunft dieser Art in der Nähe von Kuelap zu prüfen.

    Cocachimba liegt im Distrikt Valera, in der Provinz Bongará, die zur Nordperuanischen Region Amazonas gehört.

  • Derzeit in Huánuco…


    Wie jedes Jahr kann man vom 25. Dezember bis zum 19. Januar besonders in und um Huanuco die „Danza de los Negritos“ bewundern, einen Volkstanz, der in der Region eindrücklich gepflegt wird. So gibt es in Huanuco rund 80 Gruppen von je 50 Personen, die in dieser Zeit tanzend durch die Straßen ziehen. Die Vorläufer des Tanzes kamen mit Afrikanern, die als Sklaven nach Peru gebracht worden waren. Mit dem Tanz wird das Christkind geehrt.

  • Zahl der Kuelap-Besucher steigt weiter

    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu
    Entwicklung der Besucherzahl in Kuélap. Grafik: D. Raiser/chachapoyas.eu

    Wie das Regionalbüro Amazonas des peruanischen Nationalinstitutes für Kultur (INC) gestern bekannt gab, ist wie Zahl der Besucher in dem archäologischen Komplex Kuélap auch 2008 wieder stark angestiegen. So waren es 2008 mit 17679 Besuchern 2842 mehr als noch im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2005 stieg die Besucherzahl sogar um 7224 Personen.

    Von den 17679 Kuelap-Besuchern im vergangenen Jahr waren 12.003 Peruaner, davon allein 3.449 Kinder und 3.409 Studenten.

    Wie zu erwarten war, kamen die meisten Besucher im August, insgesamt kamen in diesem peruanischen Wintermonat 3.553. Die meisten Ausländer kamen dagegen im Juli, insgesamt 248.

  • Chachapoyas: Museum "Santa Ana" kurz vor Eröffnung

    Nach Angaben von Fernando Sanillán Meza, dem Leiter des auslaufenden Tourismusförderungsprojektes PROMARTUC, wird das Museum für Religiöse- und Volkskunst demnächst fertiggestellt. Das Museum ist in der ehemaligen „Santa Ana“-Kapelle untergebracht. Neben einigen Vitrinen wurden auch bereits einige Ausstellungsstücke in das Museum transportiert. Wie Meza erklärte, hat die Stadtverwaltung bereits zugesagt, den Platz vor dem Museum herzurichten, besonders den hohen Zaun, der den Platz umgibt, abzureißen.

    Das Gebäude, in dem sich bald das Museum befindet, eines der ältesten Gebäude der Stadt, war 2005 bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden. Unter dem strengen Blick des Nationalen Kulturinstitutes INC wurde es durch das Projekt PROMARTUC wieder aufgebaut.

  • Utcubamba: Mögliche Vorinka-Stadt entdeckt

    In La Palma, einem Teilörtchen des Distriktes Jamalca in der Provinz Utcubamba (Amazonas) hat Dorflehrer Benedicto Pérez Goicochea gestern die Entdeckung einer Ruinenstadt aus der Zeit vor den Inkas bekannt gegeben. Nach Angaben des Lehrers waren ihm und seinen Schülern die Reste von Hauskonstruktionen während eines Schulausfluges aufgefallen. Neben den Hauskonstruktionen wurden inzwischen unter der dichten Vegetation auch Reste hoher Mauern entdeckt, sowie zwei Höhlen, in denen unter anderem diverse Keramiken aufbewahrt werden.

    Der Sprecher Der Dorfverwaltung von La Palma, Adelino Ramírez Rimarachin, erklärte gegenüber lokalen Medien, inzwischen würden sowohl Ruinen als auch Höhlen von der lokalen Bauernwehr (Ronda Campesina) bewacht, um Grabräubereien zu verhindern. Zudem bat er die Regionalregierung Amazonas darum, ihren Ort nun in die großen Tourismusrouten der Region aufzunehmen. In der Nähe findet sich auch der Wasserfall „Lejía“, der nach Angaben des Sprechers immerhin eine Höhe von 672 Metern hat.

    Die Ruinenstadt „Pachallama“ wurde nach dem Berg benannt, auf dem sie steht. Wie Pérez Goicochea erklärt, ist Pachallama der Name eines Heilkrautes, das sich an dieser Stelle in großen Mengen findet.

  • La Libertad: Gefährliche Fahrt im Überlandbus

    Wie die amtliche Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die Tourismuspolizei der Region La Libertad berichtet, gehen 70% der Strafanzeigen, die von ausländischen Touristen gestellt werden, auf Diebstähle in Überlandbussen von und nach Trujillo zurück. Häufig würden Diebe als Passagiere mitfahren, dann aber mitten in der Nacht den Bus verlassen. Die restlichen 30% konzentrieren sich auf die Zielorte selbst, wobei dies hauptsächlich die An- und Abfahrt zu Hotels oder Busterminals und Taxifahrten im allgemeinen betrifft.

    Häufige Verbrechen sind zudem die Ausgabe von Falschgeld und die Flucht von Taxifahrern mitsamt dem Reisegepäck, während die Reisenden sich im Hotel nach dem Preis erkundigen.

    In seltenen Fällen seien auch Hotelzimmer ausgeraubt worden, so die Tourismuspolizei.