Schlagwort: Tourismus

  • Barranca / Lima: 23 holländische Camper ausgeraubt

    Ruinenkomplex Caral. Foto: Proyecto Especial Arqueológico Caral-Supe/INC.
    Ruinenkomplex Caral. Foto: Proyecto Especial Arqueológico Caral-Supe/INC.
    Die Nacht im Zelt direkt bei der Ausgrabungsstätte Lurihuasi del Valle Caral (Distrikt Supe / Provinz Barranca) hatten sich die 24 holländischen und englischen Touristen wohl anders vorgestellt. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, wurden die Camper gestern kurz vor Mitternacht von acht vermummten Gestalten überfallen und all ihrer Habseligkeiten beraubt, darunter neben Geld, Handys und Digitalkameras auch mehrere Kreditkarten und Reisepässe. Zudem wurde ein 48jähriger holländischer Tourist von einer Gewehrkugel im rechten Bein verletzt.

    Die Polizei nahm inzwischen die Ermittlungen auf.

    Die „Entdeckerin“ der Ausgrabungsstätte, Ruth Shady, erklärte ebenfalls gegenüber RPP, man habe die Touristen, mehrheitlich Geologiestudenten, davor gewarnt, in der Nähe der Ausgrabungsstätte zu zelten. Der improvisierte „Zeltplatz“ liege in einer gefährlichen Gegend, so Shady.

    Caral ist eine der ältesten stadtähnlichen Siedlungen auf dem amerikanischen Kontinent. Sie liegt in Peru, etwa 200 km nördlich von Lima und 25 km landeinwärts der Pazifikküste im Tal des Rio Supe.

  • Iquitos / Loreto: Polizisten sollen Englisch lernen

    Plaza de Armas – Stadtzentrum von Iquitos mit Eiffel-Haus. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Mitarbeiter der Tourismuspolizei Loreto müssen dieser Tage die Schulbank drücken. Wie die regionale Tourismusbehörde erklärte, sollen den Beamten Grundkenntnisse in der englischen Sprache vermittelt werden, um die Interaktion mit Touristen zu vereinfachen. Der dreimonatige Kurs enthält neben dem Spracherwerb auch Grundlagen des peruanischen Tourismusgesetzes und der örtlichen Sehenswürdigkeiten.

  • Expo Shanghai: Peru präsentiert sich als Luxus-Reiseziel

    Peru auf der Expo Shanghai 2010. Illustration: ANDINA
    Peru auf der Expo Shanghai 2010. Illustration: ANDINA

    Die peruanische Tourismusmarketingorganisation PROMPERU möchte Peru auf der Weltausstellung in Shanghai als Luxus-Reiseziel präsentieren. Das teilt das peruanische Außenhandels- und Tourismusministerium MINCETUR mit. Im Vordergrund stehen sollen dabei die zentralen Tourismusrouten Perus, die entsprechenden Reiseanbietern, wie auch möglichen Touristen, schmackhaft gemacht werden sollen.

    Allein am ersten Tag der Expo 2010 wurde der peruanische Pavillion nach Angaben des Außenministeriums von über 40.000 Menschen besucht.

  • MINCETUR: 38 Millionen US$ für Kuelap und Gocta

    Ausgaben in Höhe von 38 Millionen US$ für die Chachapoya-Ruinenstadt Kuélap plant das peruanische Außenhandels- und Tourismusministerium MINCETUR. Minister Pérez erklärte, man wolle Kuélap zu einem Tourismus-Anziehungspunkt ähnlich der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu im südperuanischen Cusco machen. Nach einer Studie der japanischen Entwicklungsagentur JICA wären hierfür allerdings – gemeinsam mit der Promotion von Gocta, des dritthöchsten Wasserfalls der Welt – insgesamt 130 Millionen US$ notwendig.

    Kuélap ist eines der meistbesuchten Reiseziele Nordperus und liegt auf 3.000 über dem Meeresspiegel über dem Utcubama-Tal, an dem sich neben Kuelap auch der Gocta-Wasserfall, die Ruinenstadt Macro, sowie das für seine Höhlen, seine Kondorsichtungen und sein Museum mit hunderten ausgestellten Mumien Leymebamba befinden.

    Es liegt auf einer Bergnase im Distrikt „El Tingo“, oberhalb des gleichnamigen Ortes.

  • Machu Picchu wieder offen

    Seit vergangenem Donnerstag ist das peruanische „neue Weltwunder“ Machu Picchu wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Im Beisein angeheuerter Stars wie der Schauspielerin Susan Sarandon, sowie mehrerer Minister durften erstmals nach mehreren Wochen wieder tausende Touristen die historische Inca-Stadt betreten. Machu Picchu, sowie mehrere umliegende Dörfer waren über Wochen hinweg praktisch von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem starke Regenfälle, und über die Ufer getretene Flüsse Teile der Bahnstrecke, zahlreiche Häuser und Felder, sowie den weltberühmten „Inka-Weg“ beschädigt und zerstört hatten.

    Nach Angaben des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC soll bis zum 30. Juni die Bahnstrecke nach Machu Picchu vollständig wiederhergestellt sein.

  • Kulturbehörde INC erklärt Soloco-Ruinen zu Kulturdenkmal

    Purum Llacta: Ruinenstadt in der Nähe von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser
    Purum Llacta: Ruinenstadt in der Nähe von Soloco (Chachapoyas/Amazonas/Peru). Foto: D. Raiser

    Die Ruinen von Soloco, sowie die Terrassenfelder von Soloco sind jetzt offiziell Kulturdenkmal. Das geht aus der enstprechenden Erklärung der peruanischen Kulturbehörde INC hervor. Die Ruinen, im alten Quechua der Region „Purum Llacta“, altes Dorf, genannt, bilden einen beeindruckenden Komplex runder Wohnhäuser und wellenförmiger Schutzmauern.

    Neben Purun Llacta wurden in der peruanischen Region Amazonas auch noch die Hatum Pampa-Höhle, die Sirilacucho-Höhle, die Cachimiche-Höhle, die Tomasa-Höhle,die Mash Machayna-Höhle, die Quingayacu-Höhle, die Pampa Damia-Höhle, die Calgunga-Höhle, die Gacmal-Höhlen 1 und 2, die Corazón-Höhle, die Calquilla-Höhle, die Techac-Höhle, die Calvario-Höhle und die Ramos Cunga-Höhle unter Denkmalschutz gestellt. Auch die Ruinenkomplexe León Potrero, Pacchac, Choquia, Topia, Die Brücke über den „Quebrada de Ramos“- Bach, die Molinopampa-Terassen, und Piscoyahuco wurden zu Kulturdenkmälern erklärt. Die meisten dieser Denkmäler sind Bauwerke der Chachapoya-Kultur.

  • "Cusco Pone": Reisen für den Aufschwung

    Um die Region Cusco, die in den vergangenen Wochen schwer unter den starken Regenfällen zu leiden hatte, für Touristen attraktiv zu machen, hat das peruanische Ministerium für Außenhandel und Tourismus MINCETUR gemeinsam mit Transport- und Reiseunternehmen die Kampagne „Cusco Pone“ gestartet. Im Rahmen der Kampagne sind unter anderem Flüge von Lima nach Cusco und zurück für 49 US$ zu haben. Zahlreiche Hotels in Cusco haben sich der Kampagne angeschlossen. Nähere Informationen bietet das Ministerium auf http://www.turismoperu.info/cuscopone/cuscopone_bannergrande.html. Für die meisten Aktionen ist ein Wohnsitz in Peru notwendig.

  • Nach Regenfällen: Zahl der Todesopfer steigt

    Der peruanische Zivilschutz (Defensa Civíl) hat die Zahl der Personen, die aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage in Puno, Cusco, Huancavelica und Ayacucho ihr Leben verloren, nach oben korrigiert. Demnach gab es bisher 18 Todesopfer.

    Die extremen Regenfälle, die nach Angaben des Zivilschutzes noch bis Morgen anhalten werden, hatten zahlreiche Erdrutsche verursacht und mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen.

    Nach Medienberichten sind auch Deutsche und Österreicher im Katastrophengebiet eingeschlossen. Das Auswärtige Amt hat wegen der Regenfälle inzwischen eine Reisewarnung für die Region Cusco herausgegeben.

  • Kommentar: Ein Tourismusminister pro Tourist!

    Einiges Glück hatte der Südafrikaner Lynton Lloyd gestern in Cusco. Seine Kamera wurde gestohlen. Aber: Zufälligerweise war der peruanische Tourismus- und Außenhandelsminister Martín Pérez Monteverde in der Nähe. Dieser, im Moment Gastgeber bei einem Arbeitstreffen des Forums „wirtschaftliche Zusammenarbeit Asien-Pazifik“ (APEC), bekam von dem Diebstahl Wind und verfügte, „man möge sich des Falles annehmen“. So wurde – wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet – die Kamera innerhalb „weniger Minuten, in Rekordzeit“ wiedergefunden. Da hat sich Lynton Lloyd gefreut: „Ich hätte nie gedacht, dass das so schnell von Statten gehen würde. Ich bin, ehrlich, sehr dankbar und überrascht von der Liebenswürdigkeit der Peruaner“. Noch liebenswürdiger wäre es ja gewesen, man hätte ihm die Kamera erst gar nicht gestohlen. Trotz allem, Glück gehabt!

    Auch das deutsche Auswärtige Amt (AA) weiß von den Risiken. Peru liege, so das AA, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließe für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Wer einmal auf einer peruanischen Polizeiwache eine Anzeige wegen Diebstahls aufgegeben hat, der weiß, dass gestohlene Objekte wirklich nur dann gefunden werden, wenn sich ein Tourismusminister dahinter klemmt. Deshalb wäre es für den Peru-Tourismus sicherlich förderlich, würde jedem Tourist ein entsprechender Minister zur Seite gestellt. Denn scheinbar, wenn sie denn will, kann die peruanische Nationalpolizei wirklich innerhalb „weniger Minuten, in Rekordzeit“ Diebstähle aufklären.

  • Puno: Korruption im "Uros"-Tourismus beschäftigt "schwimmendes Gericht"

    Vor rund einem halben Jahr wurde auf einer kleinen, schwimmenden Insel des Titikakasee ein „Friedensgericht“ (juzgado de paz) eingerichtet. Das war auch dringend nötig, wie ein erster Bericht des Friedensrichters Carlos Lujano zeigt, der das vermutlich weltweit einmalige Amt derzeit innehat.

    Das groß der Anzeigen, die beim Friedensgericht Uros Chulluni auf dem Titicacasee (Puno) eingingen, waren, so Lujano, gegen die offiziellen Touristen- und Bootsführer gerichtet. Diese würden in vielen Fällen Touristen nur zu den schwimmenden Inseln fahren, von deren Besitzern sie eine gewisse „finanzielle Gegenleistung“ erhalten würden. Auch manche Streitigkeiten zwischen Inselbewohnern seien ihm schon angetragen worden, die alle mit dem Thema Tourismus zu tun hätten. „Es wächst eine ganze Kette der Korruption, die gleichzeitig zu Konflikten zwischen den Bewohnern der Inseln selbst führt, denn manche von ihnen haben die möglichkeit ihnen (den Touristen- und Bootsführern) mehr Geld zu geben und andere nicht“.

    Dabei würde das Problem eher zu- denn abnehmen, denn mit dem steigenden touristischen Erfolg habe sich auch die Zahl der schwimmenden Inseln auf 45 erhöht. Als einzigen Ausweg sieht Lujano, den Uro-Tourismus besser zu planen, sowie die Bewohner der schwimmenden Inseln intensiver für den Tourismus zu sensibilisieren.

    Uro Chulluni ist das erste Friedensgericht seiner Art, liegt auf über 4.000 Metern höhe und wurde im Februar 2009 eingeweiht. Vor dem Tourismus lebten seine Bewohner hauptsächlich vom Fischfang und diversem Kunsthandwerk.